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Vorlage - VII-F-02891  

 
 
Betreff: Konsequenzen der geplanten Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen in Leipzig
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Anfrage
Einreicher:Nagel, Juliane
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung
23.06.2021 
Ratsversammlung      

Sachverhalt

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Deutschlands größter privater Wohnungsvermieter Vonovia will den zweitgrößten Konzern Deutsche Wohnen übernehmen. Eine Grundsatzvereinbarung ist bereits unterzeichnet, der Kauf wird derzeit vom Bundeskartellamt geprüft. Mit der Übernahme würde Europas größter Konzern für Wohnimmobilien mit mehr als einer halben Million Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro und einem Börsenwert von 48 Milliarden Euro entstehen.

Auch in Leipzig halten beide Unternehmen Wohnungsbestände. 2018 hatte Vonovia in Leipzig einen Bestand von über 9000 Wohnungen, Deutsche Wohnen im selben Jahr 1800 Wohnungen. Inzwischen dürften sich diese Bestände vervielfacht haben.

In der Landeshauptstadt Dresden hat der OBM kürzlich vorgeschlagen den Ankauf von 5000 Wohnungen der beiden Konzerne zu prüfen.

 

Fragen an den OBM:

 

1. Über wie viele Wohneinheiten und weitere Immobilien in Leipzig verfügen Vonovia bzw. Deutsche Wohnen und wie viele planen beiden Unternehmen bzw. zugehörige Unternehmen in den kommenden Jahren neu zu errichten?

 

2. Sind der Stadt Leipzig Fälle von Entmietung durch die beiden Unternehmen bekannt?

 

3. Welche Konsequenzen wird die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen nach Meinung der Stadtverwaltung auf den Leipziger Wohnungsmarkt haben? Über welchen Anteil am gesamten Wohnungsbestand der Stadt wird das neue Unternehmen verfügen und welche Auswirkungen kann dies auf das Gleichgewicht auf dem Leipziger Wohnungsmarkt und auf die Mietenentwicklung haben?

 

4. Plant die Stadtverwaltung nach Vorbild z.B. Dresdens Ankäufe von den beiden bzw. dem sich neu bildenden Unternehmen?