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Vorlage - VII-F-02878  

 
 
Betreff: Fachkräfteoffensive für soziale Berufe
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Anfrage
Einreicher:Fraktion DIE LINKE
Beratungsfolge:
Ratsversammlung mündliche/schriftliche Beantwortung
23.06.2021 
Ratsversammlung      

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Am 29. April 2020 beschloss der Stadtrat auf Initiative der Linksfraktion den Antrag „Fachkräfteoffensive für soziale Berufe“.

 

Mit diesem wird die Verwaltung beauftragt:

 

a) eine  Personalbedarfsprognose für die kommenden zehn Jahre zu erstellen,

b) gemeinsam mit Freien Trägern ein Positionspapier zu verfassen, um dort notwendige Veränderungen (z. B. Erweiterung der Ausbildungskapazitäten, Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, adäquate Ausstattung der Ausbildungsträger) einzufordern und

c) verschiedene kommunale Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Fachkräften sozialer Berufe, u. a. Traineekonzepte, Einstellungen mit zeitlichem Vorlauf zum tatsächliche Bedarf, Jobticket auch für Freie Träger, zu prüfen. Explizit wurde auch die Prüfung der Etablierung einer Förderrichtlinie für berufsbegleitende Ausbildung im Bereich der sozialen Arbeit nach Vorbild der Regelung in der Fachförderrichtlinie Erzieherausbildung für Kita in freier Trägerschaft beauftragt.

 

Last but not least soll die Stadtverwaltung eine Kampagne zur Gewinnung von Fachkräften in den sozialen Berufen entwickeln.

 

Wir bitten den Oberbürgermeister um Beantwortung folgender Fragen:

 

  1. Gibt es inzwischen eine Personalbedarfsprognose für soziale Einrichtungen (Kita, HzE, Jugendhilfeeinrichtungen, gesundheitsfördernde Einrichtungen etc.) sowohl des kommunalen als auch der freien Träger für die kommenden 10 Jahre? Wenn nein, wann wird diese erstellt?
  2. Wurde mit den Freien Trägern ein Positionspapier erarbeitet und welche Forderungen beinhaltet dies bzw. welche Probleme müssen zur Lösung des Fachkräftemangels in sozialen Berufen aus Sicht der Stadtverwaltung auf Landesebene gelöst werden?
  3. Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen wurden laut Beschluss zusammengetragen und geprüft und werden Stadtrat bzw. Jugendhilfeausschuss wann vorgelegt?
  4. Wurde bereits die beschlossene Kampagne zur Gewinnung von Fachkräften für soziale Berufe entwickelt bzw. wann wird diese gestartet?
  5. Wie schätzt die Stadtverwaltung die aktuelle Fachkräftesituation in den Kita, im Bereich HzE und anderen Bereichen der Jugendhilfe (Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit), im Bereich der Wohnungslosen-, Behindertenhilfe sowie im Bereich Gesundheit ein?

5 a) Wie viele Stellen bei kommunalen Trägern in den genannten Bereichen sind derzeit besetzt, wie viele sind unbesetzt? Wie viele Leiharbeitskräfte sind derzeit zur Kompensation von Personalmangel eingesetzt?

5 b) Wie viele Personalstellen in den Bereichen Erzieher:innen und soziale Arbeit wurden in den letzten 6 Monaten ausgeschrieben, wie viele Bewerbungen gingen ein? Welche Maßnahmen ergreift die Stadtverwaltung im Falle ausbleibender Bewerbungen für Stellenausschreibungen?