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Vorlage - VII-DS-02783  

 
 
Betreff: Baubeschluss Neue Nikolaischule, Gymnasium, Schönbachstr. 17 - Teilmodernisierung aufgrund Kapazitätserhöhung von Schüler- und Personenzahlen
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Jugend, Schule und Demokratie
2. Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Jugend, Schule und Demokratie 1. Lesung
FA Finanzen 1. Lesung
SBB Südost Anhörung
29.06.2021    SBB Südost      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
FA Jugend, Schule und Demokratie 2. Lesung
FA Finanzen 2. Lesung
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1 - Nutzungskosten
Anlage 2 - Lageplan
Anlage 3 - Gebäudegrundrisse SG-DG
Anlage 4 - Gebäudeschnitt

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Baumaßnahme wird realisiert (Baubeschluss gem. Hauptsatzung § 8 (3) Nr. 18 in der zur Zeit gültigen Fassung)

 

  1. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 3.727.700 €. Der städtische Anteil beträgt 3.526.300 €.

Die Einzahlungen sind im PSP-Element „zweckgebundene Investitionszuwendung“ (7.0001963.705) i.H.v. 201.400 € vorgesehen.

 

  1. Die Auszahlungen für die Maßnahme sind im PSP-Element „Erweiterung Neue Nikolai-schule“ (7.0001963.700) i.H.v. 3.727.700 € geplant:

2020:      53.800 €

2021:    450.000 €

2022:    946.000 €

2023: 1.936.200 €

2024:    341.700 €.

 

Die Einzahlungen i.H.v. 201.400 € sind im PSP Element „zweckgebundene Investitions-zuwendung“ (7.0001963.705) vorgesehen:

2024: 201.400 €.

 

  1. Für die Haushaltsjahre 2021und 2022 sind folgende Verpflichtungsermächtigungen geplant:

 

2021 kassenwirksam 2022:    739.100 €

2022 kassenwirksam 2023: 1.650.000 €

2022 kassenwirksam 2024: 166.200 €

 

  1. Die konsumtiven Ausstattungsaufwendungen i.H.v. 80.000 € sind im Haushaltsjahr 2024 im PSP-Element „Neue Nikolaischule“ (1.100.21.7.1.01.03) vorgesehen.

Die Aufwendungen für die konsumtiven Ausstattung werden im Rahmen der Haushaltsplanung 2023/2024 durch das Fachamt angemeldet.

 

  1. Die im Haushaltsjahr 2023 anteilig anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 16.562 € sowie die ab dem Haushaltsjahr 2024 anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 49.687 € werden zukünftig durch das Fachamt entsprechend bei der Haushaltsplanung 2023/2024 berücksichtigt.

 

Räumlicher Bezug:

04299 Leipzig, Stadtbezirk Südost, Ortsteil Thonberg, 002816 g 001

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Die Stadt Leipzig beabsichtigt v.a. zur Erfüllung von Auflagen im Zusammenhang mit der gestiegenen und zukünftig geplanten Schüler- und Personenzahl die Teilmodernisierung des 1916 errichteten und denkmalgeschützten Schulgebäudes am Standort Schönbachstr. 17 im laufenden Schulbetrieb in mehreren Bauabschnitten durchzuführen.

Die Planungsaufgabe umfasst u.a. den Einbau eines dritten Treppenhauses, welches die temporäre Rettungstreppe dauerhaft ablöst, die Modernisierung angrenzender Räume, Raumprogrammanpassungen, die Beseitigung von Unfallgefahren beider Bestandstreppenhäuser, die Erneuerung und Verlagerung des Wärmeverteilers sowie die passive Datenverkabelung des gesamten Schulgebäudes (Digitalpakt).

 

Da es perspektivisch keine Ausweichmöglichkeit auf andere Standorte der Stadt Leipzig gibt und sich die bauordnungsrechtlichen Auflagen nicht aufschieben lassen, können die einzelnen Maßnahmen nur in Nutzung realisiert werden.

Dazu ist es notwendig, alle acht Unterrichtsräume links und rechts neben dem neuen Treppenhaus am Standort auszulagern. Dies erfolgt über ein 2-geschossiges Interim als Container- bzw. Modullösung mit 8 Unterrichts- sowie Nebenräumen für eine Nutzungsdauer von maximal 2 Jahren bei einer Bauzeit im Altbau von ca. 1,75 Jahren. Die Aufstellfläche ist auf dem vorderen Schulhof vorgesehen. Aus Kapazitätsgründen übernimmt die LESG die Maßnahme der Errichtung des Interims.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

2024

2024

80.000

1.100.21.7.1.01.03,    
SK 42531000

Finanzhaushalt

Einzahlungen

2021

2022

   201.400    

7.0001963.705

 

Auszahlungen

2020

2021

2022

2023

2024

2020

2021

2022

2023

2025

     53.800

   450.000

   946.000

1.936.200

   341.700

7.0001963.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

09/2023

ab 2024

12/2023

 

16.562

49.687

1.100.21.7.1.01.03

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 


Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Im Rahmen der Erarbeitung dieser Vorlage fanden verwaltungsinterne Abstimmungen i.R.d. Task Force Schulhausbau statt.

 

Begründung zur Einordnung der Klimawirkung dieser Vorlage:

Die abschätzbaren Klimawirkungen durch die Teilmodernisierung des Schulgebäudes haben keine erhebliche Relevanz. Es wird eine Teilmodernisierung in einzelnen Bereichen im Gebäudeinneren durchgeführt. Die Fassaden, Fenster und Außentüren wurden bereits moderni-siert. Im Rahmen der Maßnahme werden bis auf den Ausgang des neuen Treppenhauses keine Außenbauteile verändert. Technische Anlagen werden im Bereich baulicher Eingriffe zum Teil erneuert, damit wird insgesamt nur eine geringfügige Verbesserung im Sinne des Klimaschutzes erzielt. Weitere Erläuterungen von Energetischen Maßnahmen zu Techni-schen Anlagen sind unter Punkt 2.5 dieser Vorlage beschrieben.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

Die Notwendigkeit einer eilbedürftigen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

Die Notwendigkeit einer nichtöffentlichen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

III.  Strategische Ziele

 

Zur Sicherung der höheren Schülerkapazität und für die Bereitstellung zusätzlicher räumlicher Kapazitäten werden in wenigen Teilbereichen Raumstrukturen und das Raumprogramm angepasst sowie ein neues Treppenhaus eingebaut. Die Maßnahmen erfüllen die aktuellen Anforderungen an den baulichen und technischen Brandschutz sowie an die Sicherheit und den Unfallschutz.

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

1.1 Grundlagen / Beschlüsse

Ausgangspunkt ist der Sammelplanungs- und Baubeschluss Nr. VI-DS-05899-NF-21zur Schaffung zusätzlicher Schulkapazitäten und Bestätigung außerplanmäßiger Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO“.

Zum damaligen Zeitpunkt lag die Kostenprognose der Maßnahme unter 2,5 Mio €, wonach kein Planungsbeschluss gefasst werden musste. Das geplante Vorhaben war nicht Bestandteil des o.g. Beschlusses, sondern wird in der Sachverhaltsdarstellung der Vorlage abgebildet.

 

1.2 Ziel und Entwicklungskonzeption

Aufgrund steigender Schüler- und Personenzahlen am Standort des Gymnasiums Neue Nikolaischule erfolgt die Anhebung um 1 Zug auf eine ca. 3,75-Zügigkeit bzw. auf 900 Personen/812 SchülerInnen.

 

1.3 Beschreibung des IST-Zustandes

Das im Jahr 1916 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit einer sehr wechselvollen Geschichte wird als Gymnasium genutzt.

In den vergangenen Jahren erfolgten mehrere Teilmodernisierungen, u.a. der Sanitärräume, der historischen Sporthalle, Ertüchtigungen des Brandschutzes und 2003 der Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg zerstörten Sporthalle als Mehrzweckhalle/Aula.

Aufgrund steigender Schülerzahlen wurde 2018/19 ein nicht mehr benötigter Sanitärstrang zu Allgemeinen Unterrichtsräumen barrierefrei umgebaut.

Die gestiegene Schülerzahl wurde 2018 durch die Errichtung einer temporären Rettungstreppe bauordnungsrechtlich gesichert. Diese ist aufgrund dauerhaft hoch bleibender Personenzahlen durch ein neues Treppenhaus abzulösen.

Zu den Bestandstreppenhäusern sind Auflagen durch Unfallträger dokumentiert.

Die digitale Struktur und digitale Ausstattung entspricht nicht den heutigen Anforderungen. 

Im Sockelgeschoss wurde Anfang 2021 aufgrund gestiegener Schülerzahlen ein zusätzlicher Speiseraum hergerichtet.

 

1.4 Ableitung des Bedarfs

Aufgrund der neuen Zügigkeit und der weiter steigenden Schülerzahlen müssen bauordnungsrechtliche Auflagen zum Brandschutz/zur Entfluchtung und Anforderungen an das Raumprogramm erfüllt werden. Dokumentierte Mängel und Unfallgefahren in beiden Bestandstreppenhäuser werden durch Ertüchtigungen beseitigt.

Mit der geplanten Maßnahme werden auch zukunftsorientierte Schulangebote geschaffen, die neben der Sicherung des Leipziger Schulbetriebes und Betreuungsangebote auch die Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt fördern.

 

1.5 Notwendigkeit / Dringlichkeit der Baumaßnahme

Siehe 1.4

 

1.6 Alternativlösungen

Zur Erfüllung notwendiger Auflagen gibt es keine Alternativ-Vorschläge.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 städtebauliche Einordnung

Die unter Denkmalschutz stehende Neue Nikolaischule befindet sich im Stadtteil Thonberg umschlossen von der Schönbachstraße, der Naunhofer Straße und der Wohnbebauung des Egon-Erwin-Kirsch-Wegs.

Das 5-geschossige Gebäude mit Spitzdach ist in leichter C-Form, bestehend aus Mittelteil, West- und Ostflügel mit stirnseitig angebauten Sporthallengebäuden errichtet.

Die Haupteingänge befinden sich im barrierefrei erreichbaren Sockelgeschoss der beiden Gebäudeflügel. Rückwärtig gibt es eine halbe Etage höher versetzt direkte Ausgänge aus den Treppenhäusern.

 

2.2 Erläuterung der Planung

Gebäude und Nutzung:

Die Neue Nikolaischule verfügt über 4 oberirdische Geschosse und ein gartenseitig halbhoch angefülltes Sockelgeschoss, das vom Schulhof aus als Vollgeschoss betrachtet wird. Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut und erhält im Zuge des Treppenhauseinbaus einen zusätzlichen Lager- und Archivraum.

Die Schule soll für eine 3,75-Zügigkeit in Teilbereichen ertüchtigt und modernisiert werden.

Die Haupterschließung erfolgt über zwei Bestandstreppenhäuser (West- und Ostflügel) und ein neu einzubauendes Treppenhaus (mittlerer Gebäudeflügel, Erdgeschoss bis 3. OG).

Die Nutzung bleibt im Wesentlichen erhalten. Räume der Verwaltung werden verlagert und umgebaut. Eine neue Bibliothek wird eingerichtet und die ehemalige Bibliothek als Fachunterrichtsraum Kunst umgenutzt. Die gartenseitigen Eckräume vom EG bis 3. OG werden wieder einer Nutzung zugeführt und gemeinsam mit den an das neue Treppenhaus angrenzenden Räumen modernisiert.

 

Durchführung der Maßnahme im teilgenutztem Zustand:

Während der Maßnahme werden die 8 an das geplante neue Treppenhaus angrenzenden Unterrichtsräume ausgelagert. Dafür wird ein 2-geschossiges Interim in Modulbauweise auf dem vorderen Schulhof errichtet. Einzelne Maßnahmen werden vorgezogen in der unterrichtsfreien Zeit realisiert, z.B. Verlagerung und Neuerrichtung Wärmeverteiler oder Umbau Sekretariat mit integriertem Arztraum.

Die Baustelle wird durch raumhohe Wände in Leichtbauweise vom Schulbetrieb abgetrennt. Auf der Gartenseite im Bereich des Mittelflügels wird die Baustelleneinrichtung angeordnet. Eine Entfluchtung über die rückwärtigen Ausgänge ist jederzeit gegeben.

Die Empfehlungen für die zu erfüllende Pausenfreifläche von 4m²/Person werden trotz des Interims auf dem vorderen Schulhof nachweislich erfüllt.

 

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

- Das Gebäude ist an die Netze der KWL und Stadtwerke angeschlossen

- geringfügige Anpassungen der vorhandenen Strom- und Trinkwasseranschlüsse an den ermittelten Leistungsbedarf und die neuen Verbrauchswerte

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

- Einbau neues Treppenhaus im Mittelflügel Gartenseite (Achse Nebenräume) EG bis 3.OG

- Komplettmodernisierung von 8 angrenzenden Unterrichtsräumen

- Reaktivierung und Modernisierung 8 Eckräume für neue Server und Arbeitsplätze

- Anpassung Raumprogramm (z.B. neue Bibliothek und neuer FUR Kunst)

-  Modernisierung Räumlichkeiten der Schulverwaltung, Neueinordnung Arztraum

- Verlagerung und Erweiterung Lehrerzimmer mit neuem Kopierraum

- Modernisierung und Ertüchtigung Bestandstreppenhäuser

- Einbau Akustikdecken und teils Akustik-Wandabsorber in zu modernisierenden Räumen

- Herstellung Archivraum über neuem Treppenhaus im Dachgeschoss in Leichtbauweise

- partielle Bauwerksabdichtung im Heizungsraum

- partielle Brandschutzertüchtigungen im Gebäude (z.B. Verkleidung ungeschützter Stahlträger im Sockelgeschoss, dauerhafte Magnetfeststeller Brandschutztüren Flure, Brandschutz-Schottung von Leitungen in zu modernisierenden Räumen, etc.)

- Ergänzung und Erneuerung Sonnenschutz nach Erfordernis zu modernisierender Räume

 

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

-        Ergänzung und Erneuerung Waschtische in zu modernisierenden Räumen, nach Erfordernis mit Durchlauferhitzer

-        Erneuerung Heizkörper und Strang-Verteilnetz im Bereich der 8 an das neue Treppenhaus angrenzenden Unterrichts- und Eckräume

-          Erneuerung des veralteten Heizkreisverteilers und Kessels; nach Fertigstellung der Maßnahme erfolgt die Übernahme durch die Leipziger Kommunale Energieeffizienzgesellschaft (LKE). Die Ausgaben werden dann vertragsgerecht durch die LKE in den Folgejahren über die Aufwendungen angerechnet.

-        Komplettausstattung und Ergänzung digitales Datenstrukturnetz sowie Neuaufteilung Server der Schule auf Eckräume im 1. OG

-        Erneuerung von Stark- und Schwachstromanlagen in zu modernisierenden Räumen sowie von Leuchten; Beleuchtung neues Treppenhaus nach Vorgaben Denkmalschutz

-        Anpassung Sprachalarmierungen an neue Raumstruktur

-        Erweiterung RWA, Sicherheitsbeleuchtung und Sprechstelle für neues Treppenhaus sowie der Uhrenanlage

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

-        Eingriffe in Freianlagen sind nur in geringem Umfang im Zuge des gartenseitigen neuen Ausgangs vorgesehen

-        ergänzende Fahrrad- und PKW-Stellplätze (inkl. barrierefreier Stellplatz) sind im Zusammenhang mit der temporären Rettungstreppe 2018 bereits beantragt und ergänzt worden

 

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

-        Neuausstattung von Sekretariat, Arztraum, Lehrerzimmer, Eckräume, Fachunterrichtsraum Kunst, Bibliothek und Archivraum

-        Vorhandene Ausstattung der Unterrichtsräume wird in das Interim verlagert und nach Fertigstellung weiter genutzt.

-        Ausstattung mit Pinnwänden, Whiteboards, Garderobenhakenleisten, grüne Tafeln, Beamerhalterungen nach Erfordernis

-        Ausstattung im Zuge des DigitalPakts mit technischer Ausstattung, wie digitale Tafeln, Router, Server, Software

 

2.3 Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Maßnahme

-        Verbesserung des Sicherheitsniveaus der gesamten Schule (Brand- und Unfallschutz)

-        Verbesserung der Funktionalität des Schulgebäudes

-        Erhaltung der Bausubstanz

-        Verbesserung der Bau- und Raumakustik

-        Verbesserung der Barrierefreiheit im Bereich Schulleitung / Sekretariat / Arztraum

-        Schaffung neuer Arbeitsplätze für Pädagogen und neuer Aufenthaltsqualitäten

 

2.4 Eigentumsverhältnisse

 

Gemarkung

Thonberg (0438)

Flurstücksnummer

153/b

Flurstücksgröße in m²

7.470

Eigentum

Stadt Leipzig

 

 

2.5 Energiekonzept

Die allgemeinen Begriffe werden in der Anlage "Erläuterung zum Energiekonzept" definiert.

 

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:

Begründung: Nur Umsetzung Auflagen aus Kapazitätserhöhung, Brandschutz,

                      Unfallschutz.

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

 

 

2.5.1 Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

Schule

Neubau

Erweiterungsneubau

Modernisierung (komplett), ohne Denkmalschutz

Modernisierung (komplett), mit Denkmalschutz

Teilmodernisierung Gebäudehülle

Teilmodernisierung einzelner Bauteile

 

 

2.5.2 Fassadenbegrünung / Gründach:

Aufgrund innerer Teilmodernisierungen nicht Bestandteil.

 

2.5.3 Energetischer Standard / Energiekonzept:

 

Passivhaus

GEG mit Passivhauskomponenten

GEG

Einhaltung des U-Wertes entspr. der Bauteilvorgaben des GEG

 

 

2.5.4 Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):

Der Passivhausstandard wurde nicht untersucht.

Siehe Begründung zu 2.5.

Der Passivhausstandard wurde untersucht.

 

2.5.5 Energieträger:

Die Wärmeversorgung des Gebäudes ist durch einen Gasanschluss der Stadtwerke Leipzig sichergestellt. Über den bestehenden Hausanschluss werden das Schulgebäude sowie die giebelseitig angebauten Sporthallen versorgt.

 

2.5.6 Energetische Maßnahmen zu Technischen Anlagen (KG 400)

Alle Rohrleitungen werden nach GEG (ehemals ENEV) gedämmt. Sichtbare Isolierungen werden mit Alu-Grobkorn ummantelt. Stark stoßgefährdete Bereiche werden mit einem verzinkten Blechmantel versehen.

 

Wärmeerzeugung:

Es wird der bestehende Gasanschluss der Stadtwerke Leipzig (557 kW) weiter genutzt. Vorzugsweise werden Niedertemperaturheizsysteme (T < 55°C) eingesetzt.

Es wird ein effizienter neuer Wärmeverteiler installiert.

Die Regelung / Steuerung / Kommunikation der Heizungsanlage wird über eine integrierte DDC-Regelung sichergestellt.

 

Wärmeverteilung:

-       Einbau effizienter Heizkörper zu modernisierender Stränge

-       Einsatz Hocheffizienzpumpen und Strangregulierventile zum hydraulischen Abgleich

 

Warmwassererzeugung:

Bereiche mit Warmwasserbedarf werden über dezentrale Einrichtungen ausgestattet (z.B. Durchlauferhitzer, Speicher).

 

Lufttechnische Anlagen:

Serverraum-Kühlung mittels effizienten Split-Klimaanlagen mit Kühlleistung von 3,5 W.

 

 

Wasser/Abwasser:

-       Einsatz Rohrmaterialien der TW-Installation gemäß örtlicher Wasseranalyse

-       Dämmung der Leitungen entsprechend aktueller Vorschrift

-       Waschtische mit wassersparenden mechanischen Selbstschluss-Standventilen

 

Stark- und Schwachstrom:

Der bestehende Stromanschluss der Leipzig Netz GmbH wird ohne Änderung weiter genutzt.

Die Niederstromversorgung als TN-S-Netz bleibt im Bestand erhalten und wird im Zuge der Digitalisierung umfassend erweitert. Unterverteilungen sind sternförmig versorgt. Verwendung energiesparender Leuchtmittel und Komponenten.

 

2.6 barrierefreies Bauen

Die Forderung der SächsBO nach Barrierefreiheit ist auf Grund der Bestandsbauweise nur teilweise umsetzbar. Einige Forderungen der DIN 18040 wurden bereits umgesetzt (Behinderten-WC, Behind.-Stellplatz, barrierefreier Schulhof, einige barrierefreie Unterrichtsräume, Leitsystem, optische Gestaltungselemente). Die Barrierefreiheit von Türen, Verkehrswegen, Treppen etc. lassen sich im Bestand nur bedingt und nur mit sehr hohem Aufwand umsetzen. Zur Reduzierung der Schwellenhöhe auf 2 cm oder weniger müssten die Stahlträger der Stahl-Holz-Decken um ca. 5 cm herabgesetzt werden. Dies ist nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt aufgrund der Unwirtschaftlichkeit und Unverhältnismäßigkeit nicht gefordert. Lediglich für z.B. Bereiche der Verwaltung wird der Boden barrierefrei abgesenkt.

Mit der perspektivisch geplanten Gebäudeerweiterung und Vergrößerung der Speiseversorgung ist der Einbau eines Aufzugs vorgesehen. Erste Voruntersuchungen erfolgten bereits, um Überschneidungen mit den aktuell geplanten Maßnahmen ausschließen zu können. Ein geeigneter Standort muss im Rahmen der späteren Planungen gefunden werden.

 

2.7 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Im Rahmen der Vor- und Entwurfsplanung wurden die Funktionsbereiche im Gebäude, das Raumprogramm sowie die Möblierung und Ausstattung mit der Schule abgestimmt.

Die Bemusterung der Gebäudeausstattung wird in Zusammenarbeit mit dem Nutzer weiter qualifiziert.

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Baubeginn

06/2022

Fertigstellung

02/2024

Nutzungsbeginn

03/2024*

 *Bestandteile mit Auswirkungen auf Nutzungskosten gehen zum 01.09.2023 in Betrieb.

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

1.           

Kostenermittlungsstufe

nach DIN 276 vom

Kostenberechnung

24.03.2021

 


 

*Die Haushaltsmittel für die konsumtive Ausstattung sind im PSP-Element „Neue Nikolaischule“ (1.100.21.7.1.01.03), Sachkonto 42531000 veranschlagt.

 

4.1 Finanzierungsplan

Die Teilmaßnahme „Herstellung passiven Netzzugang je pädagogisch genutzten Raum/LAN sowie Ergänzung eines drahtlosen Netzzuganges/WLAN-AP“ ist förderfähig

 

Förderprogramm

RL Digitale Schulen

Förderansatz gemäß Förderrichtlinie

verschiedene Festbeträge

Gesamtkosten

205.458,67 €

förderfähige Kosten

205.458,67 €

Anteil Fördermittel

201.400 €

Antrag vom

09.06.20

Bescheid vom

03.08.20

Angaben in Euro brutto

 

Die Fördermittel aus der RL Digitale Schulen sind als Schulträgerbudget ausgereicht. D.h. sollte die Maßnahme nicht rechtzeitig begonnen werden, können die Finanzmittel zur Kompensation kostenintensiverer Maßnahmen anderer Schulen deckungsfähig genutzt werden. Insofern werden die Finanzmittel mit der Planung zum Doppelhaushalt 2023/2024dem weiteren Planungs-vorschritt im Haushaltsjahr 2024 mittels Deckungsfähigkeit aus dem PSP-Element: LAN-Vernetzung Gymnasium“ (7.0001852.700) bereitgestellt. Die Fördermittel werden mit der nächsten Planung zum Doppelhaushalt 2023/2024 vorgesehen.
 

4.2 Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan

 

Die bisherige Einordnung in die mittelfristige Haushaltsplanung 2021/2022 inklusive der über den Planungszeitraum hinausgehenden Jahresscheiben stellt sich wie folgt dar:

 

PSP-Element „Erweiterung Neue Nikolaischule“ (7.0001963.700)

 

    Angaben in € brutto

 

Hintergrund der ab 2019 eingeplanten Mittel bildet der Sammelplanungs- und Baubeschluss Nr. VI-DS-05899-NF-21 „zur Schaffung zusätzlicher Schulkapazitäten und Bestätigung außerplanmäßiger Auszahlungen nach §79 (1) SächsGemO“. Das geplante Vorhaben war nicht Bestandteil des o.g. Beschlusses, sondern wird in der Sachverhaltsdarstellung der Vorlage abgebildet.

 

Die derzeitige Bau- und Finanzierungsplanung erstreckt sich über die Jahresscheiben 2021 bis 2024 und stellt sich wie folgt dar:

 

PSP-Element „Erweiterung Neue Nikolaischule“ (7.0001963.700)

 

Angaben in € brutto

 

 

*) In der Finanzplanung wird eine Preisanpassung ab dem 2. Jahr in Höhe von 3 %
    kumulativ berücksichtigt.

**) siehe Pkt. 4.1.

 

In der Jahresscheibe 2024 sind Gewährleistungseinbehalte für die LP9 (Gewährleistungszeit 2024-2028) i.H.v. 9.250 € enthalten.

 

Der in 2021 vorhandene Planansatz i.H.v. 258.400 € wurde in voller Höhe für geplante, aber nicht untersetzte Fördermittel in anderen Projekten gesperrt. Der Maßnahme stehen in 2021 aus Ermächtigungsübertrag noch Mittel i.H.v. 818.745 € zur Verfügung. Davon werden für die Baumaßnahme Mittel i.H.v. 450.000 € in 2021 liquid benötigt.

Zur Deckung des Mehrbedarfs in 2022 sollen von den nicht benötigten Mitteln

i.H.v. 368.745€ Mittel i.H.v. 206.900 € als HAR nach 2022 übertragen werden. Das in 2021 verbleibende Deckungspotenzial von 161.845 € kann anderen Maßnahmen in 2021 zur Verfügung gestellt werden.

 

In 2022 sind Verpflichtungsermächtigungen (VE) kassenwirksam in 2023 in Höhe von 1.650.000 € vorgesehen. Da im Rahmen des Haushaltsplanes 2021/2022 jedoch nur VE i.H.v. 287.000 € geplant wurden, ist es vorgesehen die fehlenden VE i.H.v. 1.363.000 € über die Inanspruchnahme der gegenseitigen Deckungsfähigkeit nach § 20 SächsKomHVO aus dem PSP-Element „Brockhausschule, Haus 1, BS-Anpassungen“ (7.0001967) zu decken.

 

Begründung der Deckungsquelle:

Dem Projekt „Brockhausschule, Haus 1, BS-Anpassungen“ (7.0001967) stehen laut Haushaltsplan VE 2022 kw 2023 i.H.v. 2.585.000 € zur Verfügung. Davon sollen lt. Planungsbeschluss VE i.H.v. 455.000 € eingegangen werden. Zur Finanzierung der Gesamtkosten in 2023 werden weitere 275.000 € in der Maßnahme liquid benötigt. Danach verbleiben gemäß Planungsbeschluss VII-DS-02633 1.855.000 € als Deckungspotential für andere Maßnahmen.

Davon werden die Mittel i.H.v.1.363.000 € für das Projekt „Erweiterung Neue Nikolaischule“ (7.0001963.700) zur Deckung bereitgestellt.

 

Abweichend zum Mittelbedarf im abgegebenen Haushaltsplan 2021/22 sieht der aktuell vorliegende Mittelbedarf eine deutlich kürzere Bauzeit vor. Die im Rahmen der Baubeschlussfassung benötigten liquiden Mittel werden in der Haushaltsplanung zum Doppelhaushalt 2023/2024ff. innerhalb des Budgets des Amts für Schule neu eingeplant.

 

Die nicht verbrauchten investiven Haushaltsmittel werden im Rahmen des jeweiligen Jahresabschlusses als Ermächtigung aus Vorjahren in das jeweilige Folgejahr übertragen, bis die Maßnahme beendet ist. Die Ermächtigungsübertragung steht unter dem Vorbehalt der Bestätigung des jeweiligen Jahresrechnungsergebnisses und der Bestätigung durch den Beigeordneten für Finanzen zum gegebenen Zeitpunkt.

 

Die im Haushaltsjahr 2023 anteilig anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 16.562sowie die ab dem Haushaltsjahr 2024 anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 49.687 € durch das Fachamt entsprechend bei der Haushaltsplanung 2023/2024 angemeldet.

 

4.3 VgV-Betrachtung / Planungsbeteiligte

Die Vergabe von Planungsleistungen wurde im Rahmen der VgV geprüft.

 

Der maßgebliche Schwellenwert wurde nicht erreicht.

Ein Vergabeverfahren ist nicht durchzuführen gewesen.

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33

Büro Auspurg, Borchowitz und Partner, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig

Freianlagen nach § 38

nicht erforderlich (bei Bedarf über Büro Auspurg)

Tragwerksplanung nach § 49

Ing.büro Meißner&Kulosa, Springerstr. 3, 04105 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53, AG 1-3

Gruppevier Leipzig GmbH & Co. KG

Otto-Schmiedt-Str. 5A, 04179 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53, AG 4-5

Gruppevier Leipzig

Otto-Schmiedt-Str. 5A, 04179 Leipzig

 

4.4 Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt.

Die Maßnahme der Vorlage ist eine Modernisierung ohne Flächenzuwachs.

 

Die Nutzungskosten sind in der Anlage 1 ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2024

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0,00

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

10.291

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

39.396

Summe Gesamt für das volle Jahr:

49.687

 

Die Bestandteile des Bauvorhabens mit Auswirkungen auf die Nutzungskosten gehen voraussichtlich am 01.09.23 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0,00

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

3.430

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

13.132

Summe anteilig:

16.562

 

 

4.5 Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

 

Die unter diesem Punkt aufgeführten Kosten sind Kosten des Bauwesens - Hochbau, welche die DIN 276 regelt, nicht zu verwechseln mit den aufgeführten Nutzungskosten nach DIN 18960. In beiden DIN werden die gleichen Kurzbezeichnungen der Kostengruppen verwendet (z. B. KG 200, KG 300 etc.), diese unterscheiden sich jedoch maßgeblich voneinander.

 

Kennwerte des Vorhabens:

 

Bezug nur auf geplante Maßnahme (Stand LP3)

NUF

1.757,59

BGF

2.264

BRI

9.025

KG 300 + 400

2.413.000

 

BKI – Kennwertvergleich mit einer Modernisierung von 2020

 

Bezug nur auf geplante Maßnahme (Stand LP3)

Mittelwert

 

Kennwerte des

Vorhabens

Bemerkungen/Begründung

KG 300 + 400/NUF

1.810 €/m²

>

1.373 €/m²

Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert.

KG 300 + 400/BGF

1.120 €/m²

>

1.066 €/m²

Das Bauvorhaben unter-schreitet den Kennwert.

KG 300 + 400/BRI

300 €/m³

>

267 €/m³

Das Bauvorhaben unter-schreitet den Kennwert.

 

Ein Kennwertvergleich für diese Maßnahme ist nur bedingt aussagefähig, da es aufgrund der Besonderheit des Projektes (Teilmodernisierung Gebäudeinneres, zahlreiche Einzelmaßnahmen, Denkmalschutz, Teilerneuerung Gebäudetechnik, nur Teilflächen betroffen) keine derart vergleichbaren Vorhaben gibt.

 

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

Die Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den Stellenplan.

 

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

Abstimmungen zur Anpassung des Raumprogramms aufgrund der Erhöhung der Personenkapazität sind mit den Nutzern bereits erfolgt.

Die Bemusterung der Gebäudeausstattung und die Auswahl der Decken-, Wand- und Bodengestaltung erfolgt in Anlehnung bereits vorausgegangener Teilmodernisierungen und wird mit den Nutzern weiter qualifiziert.

 

7. Besonderheiten

Die Sanierungsmaßnahmen im Schulgebäude werden durch das AGM gesteuert. Aus Kapazitätsgründen wird das Vorhaben Aufstellung eines temporären Raumsystems durch die städtische Tochtergesellschaft LESG (Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH) als Projektsteuerer und Auftraggeber durchgeführt. Von der LESG wird ein separater Beschluss eingebracht.

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

Bei Verzicht des Einbaus eines inneren Treppenhauses ist die Gesamtpersonenzahl mit Auslauf der Genehmigung der temporären Rettungstreppe zum 03.08.2021 von 900 auf 700 zu reduzieren. Ohne die Beseitigung der Unfallgefahren in den beiden Bestands-Treppenhäusern und ohne die ergänzenden Brandschutzmaßnahmen kann die Sicherheit bezogen auf die aktuell geltenden Vorschriften nicht eingehalten werden.

Durch die Anpassung des Raumprogramms mit Modernisierung betreffender Räume werden Hygieneanforderungen des Gesundheitsamts (z.B. Nachrüstung von Waschbecken) sowie von der Landesdirektion bemängelte raumakustische Verhältnisse (Akustikdecken und Wandabsorber) erfüllt. Andernfalls kann nicht der geforderte Gesundheitsschutz der Nutzer für die betreffenden Räume gewährleistet werden.

 

 

Anlagen:

Anlage 1 - Nutzungskosten

Anlage 2 - Lageplan

Anlage 3 - Gebäudegrundrisse SG - DG

Anlage 4 - Gebäudeschnitt

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 - Nutzungskosten (341 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2 - Lageplan (196 KB)    
Anlage 3 3 Anlage 3 - Gebäudegrundrisse SG-DG (2523 KB)    
Anlage 4 4 Anlage 4 - Gebäudeschnitt (116 KB)