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Vorlage - VII-EF-02699  

 
 
Betreff: Problematik Strommasten im Stadtgebiet
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Einwohneranfrage
Einreicher:Mario Friedrich
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung
19.05.2021 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

ich melde mich nach einer Online-Stadtratssitzung Nord Ost vom 14.04. .Kurz zu meiner Person, Ich wohne mit meiner Familie in einem EFH in der Volksgartenstr. 27. Das Haus habe ich 2012 gekauft und mit der Zeit aufwendig renovieren lassen. Es liegt nahe zur Firma somit ideal für uns. Bin Geschäftsführer eines Unternehmens mit knapp 20 Angestellten (Signatur) im Bereich „Ausbau Glasfasernetze“ sowie überzeugter Schönefelder. Mit Freude verfolge ich u.a. die geplante Aufwertung der Astrid-Lindgren Schule sowie die Komplexbaumaßnahme Gorkistrasse oder das Gebiet um das Schönefelder Schloss. Man merkt es tut sich etwas, sicherlich auch durch Vertreter wie Sie und Vereine wie „Wir für Schönefeld e.V.“. Top!!!

 

Nun zu meinem Anliegen. Unweit von meinem Wohnhaus steht der sicherlich auch Ihnen bekannte Strommast (Belterstr.). Es wurden in den letzten Jahren durch verschiedenste politische Bürgervertreter die Demontage dieser Masten im Stadtgebiet avisiert um diese durch Erdkabel zu ersetzen.

 

(Bsp. Auszug: https://spd-fraktion-leipzig.de/rede-zum-antrag-mehr-verbrauchersicherheit-stromleitungen-auch-in-den-ortsteilen-unterirdisch-verlegen/ ) Stellt sich die Frage , ist es noch zeitgemäß das Strommasten mitten im Wohngebiet stehen? Ganz klar „NEIN“. Die Gründe liegen auf der Hand. Neben der gesundheitsschädlichen magnetischen Strahlung , auch die Lärmbelästigung bei schlechter Witterung bis zu nicht unerheblichen ästhetischen Gründen. Zumal die Masten meist auf Grünflächen stehen. Da gerade Schönefeld besonders gebeutelt ist mit „diesen“ und noch erheblichen Nachholbedarf hat was die Attraktivität für Zuzüge betrifft wäre gerade hier ein Zeichen zu setzen.

 

Mit dieser Problematik bin ich an den Verein „Wir für Schönefeld e.V.“ herangetreten um darauf Aufmerksam zu machen. Einen Auszug aus der Antwort von Herrn Döhler war wie folgt:

 

als gelernter DDR-Elektriker kann ich das Problem verstehen. Als damals Schönefeld-Ost gebaut wurde, hat man die schnellste Möglichkeit gesucht um den neuen Stadtteil mit Strom zu versorgen. Schon damals eigentlich eine Notlösung.

 

Eigentümer und Betreiber sind die Stadtwerke Leipzig. Mehrfach wurde bereits versucht, diese Freileitung unter die Erde zu bringen, da statt einer „Stichleitung“ mittlerweile eine Ringleitung besteht. Mir zuletzt bekannt, versuchte dies damals der Bürgerverein Schönefeld e.V. als Frau Petra Ertel noch Vorsitzende dort war. Rein theoretisch wäre ein Ansatz möglich, wenn man die Leitungsführung am Schloß überprüfen lässt. Da dort die Freileitungen durch das Landschaftsschutzgebiet Parthenaue-Machern im Bereich des Schlosses verläuft, bedarf es hierfür eigentlich einer Betriebsgenehmigung. Solange diese vorhanden und gültig ist, werden die Stadtwerke Leipzig nix unternehmen. Jedoch wäre dies einer Nachfrage wert.

 

Mittlerweile erfolgte z.B. in der Riesaer Straße und der Volbedingstraße die Verlegung einer 10KV-Leitung unter der Straße. So entstand neben Burgerking / Tankstelle eine neue Trafostation. Deshalb konnte man das Umspannwerk kurzfristig außer Betrieb nehmen.

 

Bekannt ist uns, dass die Stadtwerke Leipzig einen Plan haben die Trafos weiter weg von dem Wohngebäude (alte Schaltzentrale) aufzubauen, einen konkreten Zeitplan gibt es jedoch nicht dazu.

 

Wie schon gesagt habe ich mich daraufhin an verschiedene Stadträte Bereich Nord Ost gewandt um das Thema publik zu machen. Daraufhin wurde ich heute zur Stadtratssitzung um 17:30 Uhr online eingeladen um das Thema öffentlich zu diskutieren. Die Bürger-Vertreter haben es Aufmerksam verfolgt und wollen es auf Grund der Wichtigkeit im Rahmen Ihrer Möglichkeiten allesamt unterstützen.  Parallel dazu  wurde empfohlen mich mit der Problematik auch direkt an den Oberbürgermeister zu wenden. Was ich hiermit tue.

 

Da ich Sie Herr Bürgermeister als meine Vertretung auch für unseren Stadtteil sehe, bitte ich Sie sich dem Thema anzunehmen um eine Strategie zu entwickeln, da es offensichtlich nie richtig Gehör fand. Folgende Fragen stellen sich:

 

-          Gibt es eine Strategie „Kabel unter die Erde“?

-          Haben diese Masten eine Betriebserlaubnis die irgendwann erlischt bzw. durch die Betreiber verlängert werden muss?

-          Wer ist Betreiber dieser Masten und sitzen ggf. Stadtvertreter im Aufsichtsrat um den Rückbau mit Nachdruck einzufordern?

 

Wohl gemerkt die Masten stehen wie in der Belterstr. mitten im Wohngebiet. Das Schönefelder Schloss wird zur Zeit so toll renoviert und auch hier verunstalten die Masten die Umgebung gravierend. Eine ähnliche  Meinung habe ich zum Umspannwerk Schönefeld welches mit Sicherheit im Gewerbegebiet besser verortet wäre.

 

Die Energiewende ist in aller Ohren, es ist einfach nicht mehr vertretbar diese veraltete Art der Versorgung in der Stadt außer Betracht zu lassen. Zumal der freigewordene Platz ideal für Stadtgrün genutzt werden kann.

 

 

Stammbaum:
VII-EF-02699   Problematik Strommasten im Stadtgebiet   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Einwohneranfrage
VII-EF-02699-AW-01   Problematik Strommasten im Stadtgebiet   61 Stadtplanungsamt   schriftliche Antwort zur Anfrage