Ratsinformationssystem

Vorlage - VII-EF-02697  

 
 
Betreff: Kosten Verkehrsformen
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Einwohneranfrage
Einreicher:Thomas Gentsch
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung
19.05.2021 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig      

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Die Universität Kassel hat unter Leitung von Prof. Carsten Sommer ein kostenfreies "Tool zur verursachergerechten Aufteilung der Erträge und Aufwendungen städtischer Verkehrssysteme" entwickelt, welches das Ziel hat, die tatsächlichen Kosten der einzelnen Mobilitätsformen zu ermitteln.

 

Ergebnisse dieses Werkzeugs spezifisch für die Situation in Leipzig könnten hilfreich sein bzgl. einer gerechteren Finanzierung der städtischen Infrastruktur und/oder konkreten Anwendungsfällen wie z.B. der Beurteilung eines 365 Euro Tickets und dessen Finanzierung durch z.B. eine weitgehende Parkraumbewirtschaftung.

 

Anwendungen in anderen Städten zeigen, dass der Kostendeckungsgrad des PKW und LKW-Verkehrs im Vergleich zum Umweltverbund erheblich schlechter ist: http://2019.nationalerradverkehrskongress.de/praesentationen/pdf/C4_Sommer_Carsten_Kosten-des-Stadtradverkehrs.pdf

 

Weiterhin zeigt das Beispiel Kassel, dass die Kosten, die durch Verkehrsunfälle verursacht werden, einen grossen Anteil ausmachen. Damit könnten die mit o.g. Werkzeug ermittelten Daten auch Rückschlüsse erlauben, inwieweit z.B. mit der Einführung von Tempo-30-Gebieten und der dadurch erhöhten Verkehrssicherheit auch positive betriebswirtschaftliche Effekte für die Stadt einhergehen.

 

1.  Hat die Stadt Leipzig dieses Werkzeug zur Anwendung gebracht? Wenn ja, mit welchen Ausgangsdaten sowie welchen Ergebnissen? Wie können diese Daten öffentlich eingesehen werden?

 

2.  Falls Nein: Betrachtet die Stadt Leipzig dieses Werkzeug als sinnvoll und in welchem Zeitrahmen könnte ein Einsatz erfolgen?

 

3.  Gibt es Hinderungsgründe gegen einen Einsatz und wie könnte diesen ggf abgeholfen werden? Inwieweit stehen evtl. Bedenken bzgl. der Finanzierung im Verhältnis zu den zu erwartenden langfristigen Minderausgaben/Mehreinnahmen?