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Vorlage - VII-A-02684  

 
 
Betreff: Forum für Freiheit und Bürgerrechte - Nur mit Geschlechtergerechtigkeit
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Beirat für Gleichstellung
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
FA Kultur 1. Lesung
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt 1. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Positionspapier 26.11.2020

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

 

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

 

1.)    Die Perspektiven von Geschlechtergerechtigkeit sowie eine erweiterte Sichtweise auf Demokratie werden bei der weiteren Planung des „Forums für Freiheit und Bürgerrechte“ angemessen und in allen Bereichen berücksichtigt.

 

2.)    Der Arbeitskreis „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“, der momentan aus fünf gesellschaftlichen Akteuren (jeweils vertreten durch 2 Personen) besteht, wird um eine weitere Akteurin (vertreten durch 2 Personen) aus dem Bereich Geschlechter­gerechtigkeit erweitert. Die Akteurin bzw. die beiden zu benennenden Personen werden von der AG Frauenprojekte Leipzig entsandt.

 

3.)    Das Positionspapier „Demokratie und Gleichberechtigung aller Menschen bedingen einander. Erweiterte Entwicklungsperspektiven für das „Forum für Freiheit und Bürger*innenrechte“, erarbeitet durch den Frauenkultur e.V. Leipzig und den Louise-Otto-Peters-Gesellschaft Leipzig e.V. wird von allen Beteiligten zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

 

Begründung:

 

Nur mit einem geschlechtergerechten Ansatz lässt sich das Vorhaben „Forum für Freiheit und Rechte von Bürgerinnen und Bürgern“ in einem zukunftsweisenden Demokratie-Kontext realisieren. Demokratie und Gleichberechtigung aller Menschen bedingen einander.

 

Die Entwicklung zum geplanten Forum tangiert vielfältige Perspektiven und Prozesse der historischen Demokratie-Entwicklung in der Stadt. Leipzig ist aufgrund der demokratisch organisierten Frauen- und Freiheitsbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert ein Ort mit besonderer Bedeutung für die Entstehung und das Bestehen der Demokratie in Deutschland.

 

In der Zeit des Vormärz und der Deutschen Revolution von 1848/49 sowie von 1989 bis zu den ersten demokratischen Wahlen in der DDR 1990 und darüber hinaus gestalteten Frauen und Männer die damalige Gesellschaftsbewegung.

Frauen waren an den Runden Tischen wie bei den Demonstrationen ebenso „in der ersten Reihe“. Sie beteiligten sich unmittelbar und direkt an allen politischen Entscheidungen. 1989 gründete sich die Fraueninitiative Leipzig (FIL), die Mitglied des Unabhängigen Frauenverbands (UFV) wurde. Der UFV trat 1990 bei der ersten freien Volkskammerwah­len der DDR und zu den Wahlen des Deutschen Bundestags 1990 an. Bei der Leipziger Stadtratswahl 1990 ging ein Stadtratsmandat an die Leipziger Fraueninitiative.

 

 

Anlagen:

 

Positionspapier „Demokratie und Gleichberechtigung aller Menschen bedingen einander. Erweiterte Entwicklungsperspektiven für das „Forum für Freiheit und Bürger*innenrechte““.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Positionspapier 26.11.2020 (735 KB)