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Vorlage - VII-DS-02683  

 
 
Betreff: Baubeschluss Anbau eines Aufzuges an die Förderschule Wladimir-Filatow-Schule, Am Kirschberg 49
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Jugend, Schule und Demokratie
2. Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters
FA Finanzen Information zur Kenntnis
17.05.2021    FA Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau Information zur Kenntnis
18.05.2021    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Jugend, Schule und Demokratie Information zur Kenntnis
SBB West Information zur Kenntnis
31.05.2021 
SBB West      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1 Nutzungskosten
Anlage 2.1 Grundriss KG
Anlage 2.2 Grundriss EG
Anlage 2.3 Grundriss OG 1
Anlage 2.4 Grundriss OG 2
Anlage 2.5 Grundriss OG 3
Anlage 3 Ansicht

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Beschluss des Oberbürgermeisters vom 26.04.2021:

 

  1. Die Baumaßnahme wird realisiert (Baubeschluss gem. Hauptsatzung § 22 (2) Nr. 7 in der zur Zeit gültigen Fassung)

 

  1. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 708.050 €. Der städtische Anteil beträgt 708.050 €.

 

  1. Die Auszahlungen für die Maßnahme sind im PSP-Element „“FÖS Wladimir-Filatow Aufzug“ (7.0002025.700) i.H.v. 708.050 € wie folgt eingeplant/vorgesehen:

Haushaltsjahr 2020: 575.000 €

Haushaltsjahr 2021: 133.050

 

  1. Die ab dem Haushaltsjahr 2022 (anteilig) anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 5.432 € sowie ab dem Haushaltsjahr 2023 anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 10.863 € werden innerhalb des Budgets des Fachamtes finanziert und durch das Fachamt entsprechend bei der Haushaltsplanung berücksichtigt.

 

 

Räumlicher Bezug:

04209 Leipzig, Stadtbezirk West, Leipzig-Grünau, LIGIS-ID – 002534g001

 

Zusammenfassung:

Das bestehende Schulgebäude wurde Ende der 80er Jahre in Plattenbauweise errichtet und als polytechnische Oberschule bis Ende der 90er Jahre genutzt. Seit 1999 ist das Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte im Gebäude untergebracht.

 

Das Gebäude gliedert sich in drei, miteinander verbundene, kubische Gebäudeteile unterschiedlicher Höhe. Das Gesamtgebäude ist voll unterkellert.

 

Die Gebäudefassade wurde Ende der 90er Jahre energetisch saniert, brandschutztechnisch in einem ersten Bauabschnitt ertüchtigt.

 

Es besteht für den Gebäudekomplex ein umfangreicher Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf in Bezug auf die Innensanierung der bau- und haustechnischen Gewerke sowie der Freifläche.

 

Unter Beachtung der heutigen baulichen, brandschutztechnischen und bauphysikalischen sowie anlagentechnischen Anforderungen sollten die Gebäudeteile gesamtheitlich, unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit, in einem weiteren Schritt, im Rahmen einer mittelfristig einzuordnenden Komplexmodernisierung, ertüchtigt werden (siehe hierzu auch Punkt 2.2).

 

Einen ersten Schritt zur Barrierefreiheit am Gebäude erfolgt mit der vorliegenden Maßnahme, d.h. der barrierefreie Zugang mit dem Anbau eines barrierefreien Aufzuges zum Gebäude.

 

Die Ausführung der Modernisierungsmaßnahme soll ab 11/2021 bis 05/2022 erfolgen. Die Kosten der Baumaßnahme betragen 708.050 €.

 

 

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

 

 

 

 


 

 

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Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

2021

2020

2021

575.000

133.050

7.0002025.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

2022

2023

2022

 

  5.432

10.863

1.100.22.1.1.01

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 


Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

Im Rahmen der Erarbeitung der Vorlage fanden verwaltungsinterne Abstimmungen i.R.d. Task Force Schulhausbau statt. Die Vorlage berührt nicht die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse mit dem Anbau des Aufzuges.

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

Die Notwendigkeit einer eilbedürftigen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

Die Notwendigkeit einer nichtöffentlichen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

 

III.  Strategische Ziele

Mit der Maßnahme werden zukunftsorientierte Schulangebote geschaffen, die neben der Sicherung des Leipziger Schulbetriebes und Betreuungsangebote auch die Chancengleichheit in der inklusiven Stadt fördern.

 

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

Gemäß der vom Stadtrat beschlossenen Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes 2019 (VI-DS-06070-NF-01), ist die Wladimir-Filatow-Schule ein langfristig gesicherter Schulstandort im Leipziger Schulnetz als Förderschule für Blinde und Sehschwache.

Der Schulentwicklungsplan bildet die Grundlage für die Einordnung von Schulbaumaßnahmen in den Haushalt der Stadt Leipzig und hat vordringlich die Bereitstellung eines quantitativ und qualitativ hinreichenden Raumangebotes zu sichern.

 

1.1 Grundlagen / Beschlüsse

- Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig, 2019, Beschl.-Nr.: VI-DS-06070-NF-01 vom 26.06.2019

- Beschluss Förderprogramm Bildungsinfrastruktur - finanzielle Auswirkungen der Umsetzung auf den Haushalt der Stadt Leipzig für die HHJ 2019 und 2020, Beschl.-Nr.: VI-DS-08106 vom 26.06.2019

 

1.2 Ziel und Entwicklungskonzeption

Zur Sicherstellung der Versorgung von Schülern mit Schulraum legte die Stadt Leipzig ein Schulbauprogramm auf. In dessen Fortschreibung werden umfassende Maßnahmen zur Gewährleistung der Betriebsfähigkeit der Leipziger Schulen umgesetzt. Dazu gehören Barrierefreiheit, Brandschutz-, Sanierungs-, Erweiterungs- als auch Neubaumaßnahmen. Das Schulnetz wird modernisiert und ausgebaut als auch erweitert.

Die Auswahl der Maßnahmen an den einzelnen Standorten erfolgt auf der Grundlage des im Schulentwicklungsplan formulierten Bedarfes.

 

1.3 Beschreibung des IST-Zustandes

Das Bestandsgebäude in seiner Gesamtabmessung von 52 x 32 m, wurde 1986 gemäß Typenprojekt WBS 70-GL in Plattenbauweise errichtet. Es gliedert sich wie folgt in drei kubische Gebäudeteile unterschiedlicher Höhe:

-          Westflügel mit Kellergeschoss, Erdgeschoss und drei Obergeschossen

-          Mittelteil, Verbinder mit Kellergeschoss, Erdgeschoss und einem Obergeschoss

-          Ostflügel mit Kellergeschoss, Erdgeschoss und zwei Obergeschossen

Der Baukörper besitzt einen zentralen Eingangsbereich sowie drei weitere Zugänge an den Giebelseiten und der Längsseite des Gebäudes. Er ist gemäß Sächsischer Bauordnung ein Sonderbau und der Gebäudeklasse 5 zuzuordnen.

Die Fassade wurde Ende der 90er Jahre energetisch saniert, in Teilbereichen erfolgte eine brandschutztechnische Ertüchtigung, die ehemalige Hausmeisterwohnung wurde zur Beratungsstelle umgebaut.

Die erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen im Inneren des Gebäudekomplexes wurden auf ein Minimum begrenzt. Hier besteht noch umfangreicher Sanierungsbedarf in Bezug auf eine gesamtheitliche bauliche- und anlagentechnische Erneuerungen im Gebäudekomplex, unter Beachtung der heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz und Bauphysik zur Gewährleitung eines modernen zeitgemäßen Schulgebäudes.

 

1.4 Ableitung des Bedarfs

Mit Bezug auf § 50 der Sächsischen Bauordnung, Barrierefreies Bauen, müssen bauliche Anlagen, die öffentlich zugängig sind, barrierefrei erreichbar sein und genutzt werden können.

Der Gebäudekomplex wird weiter, entsprechend Schulentwicklungsplan, als Schulgebäude benötigt. Damit jedoch ein barrierefreier Zugang aller Geschosse erfolgen kann, ist der Aufzugsanbau unabdingbar.

 

1.5 Notwendigkeit / Dringlichkeit der Baumaßnahme

Die Schülerzahlen belegen weiter und langfristig den Bedarf der Schule als Förderschule (FÖS) für Blinde uns Sehschwache. Zudem ist festzustellen, dass an der Schule auch Kinder mit Mehrfachbehinderungen (Seh- und Körperbehinderungen) unterrichtet werden, die eine integrative Bewegungsfreiheit bedingen.

 

1.6 Alternativlösungen

Nach Entscheidung für den Erhalt des Schulgebäudes als FÖS gibt es keine Alternative.

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 Städtebauliche Einordnung

Der Schulgrundstück befindet sich im Wohnkomplex Leipzig Grünau-West, Gemarkung Schönau.

Das Gelände wird südlich von der S-Bahn-Linie, nördlich von der Lützner Straße und westlich von der Kiewer Straße umgeben. Wohnbebauungen befinden sich in östlicher Richtung.

Das Grundstück ist sowohl verkehrstechnisch gut erschlossen, als auch an den öffentlichen Nahverkehr gut angebunden.

 

2.2 Erläuterung der Planung

Mit der vorliegenden Planung ist die barrierefreie Erschließung aller Nutzungsebenen der Gebäudeteile durch den Einbau eines behindertengerechten Personenaufzuges, mit bauseits neu angebauten Auszugsschachtes, geplant.

Zur Schaffung entsprechender Zugangsmöglichkeiten wird neben dem Anbau des Aufzugsschachtes auch die Schaffung von geschossweisen Übergangsebenen, Zu- und Übergängen, erforderlich.

Im Erdgeschoss wird ein Behinderten-WC eingebaut. Die Schule erhält einen barrierefreien PKW-Stellplatz.

Mit der vorliegenden Baumaßnahme wird ein erster Schritt zur barrierefreien Gestaltung des Schulkomplexes, hinsichtlich Zugang und Erreichbarkeit aller Ebenen im Gebäude geschaffen.

Der Schulkomplex in seiner Gesamtheit wird mit der vorliegenden Baumaßnahme nicht vollumfänglich nach DIN 18040 ertüchtigt. Weitere Schritte sind im Rahmen einer noch ausstehenden, aber dringend erforderlichen Innensanierung, erforderlich und durch eine mittelfristig einzuordnende Modernisierung geplant.

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

An der Südfassade wird zur Andienung aller Etagen und Gebäudeteile ein Aufzugsturm mit einer Grundfläche von 2,17 x 5,86m aus Stahlbeton errichtet. Der Aufzug wird als Durchlader mit sechs Haltestellen konzipiert. Damit werden alle fünf Geschosse angedient. Ein sechster Halt ist notwendig, um den schwellenlosen Gebäudezugang vom Schulhof zu gewährleisten.

Die Zugänge zu den einzelnen Etagen werden baulich über den Mittelbau des Schulkomplexes in der Bestandswand hergestellt. Auf der Höhe des 2. Obergeschosses wird zusätzlich eine eingeschossige Brückenkonstruktion in Stahlkonstruktion errichtet, um diese Etage im Ostflügel zugänglich zu machen.

Die Brückenkonstruktion wird als neuer Verbindungsflur hergestellt und vollständig umschlossen, zum Bestandsbau mit einer Betonwand und zum Schulhof hin, mit einer vollverglasten Pfosten-Riegel-Konstruktion mit vertikal gereihten Fensterelementen aus Festverglasung und zu öffnenden Oberlichtern.

Die Außenwände des Aufzugturmes erhalten einen Vollwärmeschutz mit farbig gestalteten Putz, das Dach eine Attika, der hofseitige Zugang ein Beton-Vordach. Ein Fensterband im Bereich des Aufzugvorraumes ermöglicht die erforderlichen natürliche Belichtungen.

Wand-, Boden- und Deckenflächen werden im Bearbeitungsabschnitt malermäßig angepasst, durch die Baumaßnahme erforderliche neue Fenster und Türen, unter Beachtung des Brandschutzes bereitgestellt und eingesetzt.

Ein aktuell nicht existierendes Behinderten-WC (einschl. Türverbreiterung) wird mit der jetzigen Baumaßnahme im Erdgeschoss vollausgestattet entsprechend den Anforderungen der DIN 18040 und den Vorgaben der Stadt Leipzig nachgewiesen.

Des Weiteren wird die Zugangstür zur Schulleitung gemäß DIN 18040 verbreitert, um einen Zugang zu Gesprächen zwischen Schulleitung und Eltern / Schüler unproblematisch barrierefrei absichern zu können.

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

Die Planung der haustechnischen Anlagen bezogen auf die Nachrüstung des Aufzuges und des Behinderten-WCs erfolgt nach den Regeln der Technik entsprechend den Erfordernissen und der Planungsempfehlungen der Stadt Leipzig.

 

Kernstücke der Ausrüstung sind:

-          Demontage der Einrichtungsgegenstände im bestehenden WC-Raum und Neuinstallation der sanitären Gegenstände für das Behinderten-WC

-          Anordnung neuer Heizkörper entsprechend Erfordernis und Grundrissanpassungen in Windfang, AUR und WC

-          Einbau eines behindertengerechten Personenaufzuges in einen bauseits neu zu errichtenden Fahrstuhlschacht

-          Stromversorgung Aufzug, Rückbau und Neuinstallation in den neu entstehenden Aufzugsvorräumen und notwendigen Fluren

-          Allgemeinbeleuchtung - Anpassung der Bestandsbeleuchtung, Verlegung und Neuinstallation mit bedarfsgerechten Leuchten

-          Sicherheitsbeleuchtung – Einrichtung einer Sicherheitsbeleuchtung in den neu entstehenden Räumen des Umbaubereiches, Sicherheits- und Rettungszeichenleuchten mit Einzelbatterie

-          Ring- und Potentialerdung in Fundamentplatte und für Gründung Aufzug

 

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

Anzahl Behinderten-PKW-Stellplätze

Anzahl Fahrrad und PKW-Stellplätze

1 neu mit Baumaßnahme

unverändert im Bestand

 

Die Anordnung an der Toreinfahrt am Westgiebel des Gebäudes erfolgte in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem VTA.

 

 

2.3 Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Maßnahme

Mit der Baumaßnahme wird gewährleistet, dass jede Etage der FÖS barrierefrei erschlossen werden kann. In einem weiteren Schritt ist die Barrierefreiheit an der Schule fortzusetzen.

 

2.4 Eigentumsverhältnisse

Gemarkung

  Schönau

Flurstücksnummer

  1532

Flurstücksgröße in m²

   6.627 m²

Eigentum

Stadt Leipzig

 

 

2.5 Energiekonzept

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:

da mit dem Aufzugsanbau keine Veränderungen am Bestand in dieser Richtung vorgenommen werden.

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Baubeginn

11/2021

Fertigstellung

05/2022

Nutzungsbeginn

07/2022

 

 

 

 

 

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

 

Kostenermittlungsstufe

nach DIN 276 vom

Kostenberechnung

17.02.2021

 

 

 

4.1 Finanzierungsplan

Die Maßnahme ist nicht förderfähig. Die Baumaßnahme wird ohne Fördermittel realisiert. Die Maßnahme war für das Förderprogramm „Bildungsinfrastruktur“ vorgesehen, konnte jedoch nicht untersetzt werden da die zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits voll mit anderen (höher priorisierten) Maßnahmen untersetzt wurden.

 

 

4.2 Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan

PSP-Element „FÖS Wladimir-Filatow Aufzug“ (7.0002025.700)

 

Die Maßnahme wurde im HHP 2019/2020 mit Fördermitteln geplant, welche auf Grund der Ausschöpfung des Fördermittelprogramms durch andere Maßnahmen nicht mit Fördermitteln untersetzt werden konnte. In diesem Zusammenhang mussten die Fördermittelansätze in den jeweiligen Jahrescheiben gesperrt werden. Dadurch fehlten in der Maßnahme Mittel zur Umsetzung. Aus diesem Grund wurden der Maßnahme mit Beschluss der VI-DS-08106-NF-01 im Jahr 2019 bereits 21.250 € via APL/ÜPL bereitgestellt.

 

Im Haushaltsjahr 2020 wurden die fehlenden Mittel i. H. von 338.750 € gemäß bestätigter Vorlage VII-DS-00870 „Auslösung von Planungs- und Bauleistungen zur weiteren Umsetzung des Schul- und Kitabauprogrammes in 2020 i. V. m. überplanmäßigen Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO“ bereitgestellt. Die somit Gesamt zur Verfügung stehenden Mittel i.H.v. 575.000 € wurden durch Ermächtigung ins Folgejahr nach 2021 übertragen.

 

Um die gesamt benötigten Mittel i.H.v. 708.050 € zu decken ist es vorgesehen in 2021 über die Inanspruchnahme der gegenseitigen Deckungsfähigkeit §20 SächsKomHVO 133.050 € zusätzlich bereitzustellen. Die Deckung erfolgt liquid aus dem PSP-Element „Heinrich-Mann-Schule (komplex)“ (7.0001935.700).

 

Begründung der Deckungsquelle:

Bedingt durch Verzögerungen im VgV-Verfahren und im Rahmen der LP3 erforderlich gewordener Untersuchungen ist ein Verzug im Projekt der H.-Mann-Schule eingetreten, durch den die geplanten Mittel in 2021 nicht komplett abfließen können und damit anderen Projekten zur Deckung zur Verfügung stehen.  Alle abgegebenen Mittel sind den jeweiligen Maßnahmen im Rahmen der HHP 2023/2024 wieder zur Verfügung zu stellen.

 

Die ab dem Haushaltsjahr 2022 (anteilig) anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 5.432 €

sowie ab dem Haushaltsjahr 2023 anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 10.863 € werden

innerhalb des Budgets des Fachamtes finanziert und durch das Fachamt entsprechend

bei der Haushaltsplanung berücksichtigt.

 

 

 

4.3 VgV-Betrachtung / Planungsbeteiligte

Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VgV geprüft.

Der maßgebliche Schwellenwert wird nicht erreicht.

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33

L.P. Bauplanung GmbH

Freianlagen nach § 38

L.P. Bauplanung GmbH

Tragwerksplanung nach § 49

L.P. Bauplanung GmbH

Technische Ausrüstung nach § 53

GRUPPEVIER Leipzig

 

 

4.4 Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt.

Die Maßnahme der Vorlage ist eine Modernisierung mit Flächenzuwachs.

 

Die Nutzungskosten sind in der Anlage 1 ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2022

 

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

4.767

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

6.096

 

Das Bauvorhaben geht voraussichtlich am 01.07.22 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

2.384

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

3.048

 

 

4.5 Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

Die unter diesem Punkt aufgeführten Kosten sind Kosten des Bauwesens - Hochbau, die die DIN 276 regelt, nicht zu verwechseln mit den aufgeführten Nutzungskosten nach DIN 18960. In beiden DIN werden die gleichen Kurzbezeichnungen der Kostengruppen verwendet (z. B. KG 200, KG 300 etc.), diese unterscheiden sich jedoch maßgeblich voneinander.

 

Kennwerte des Vorhabens:

NUF

 

     

BGF

Aufzug 14,00

Brücke 13,50

BRI

Aufzug 255,00

Brücke 50,00

KG 300 + 400

486.036

 

Ein vergleichbares Objekt, d.h. separater Anbau eines Aufzuges an eine Plattenbauschule, liegt nicht vor, auch über BKI ist kein Vergleich möglich.

 

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

Die Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den Stellenplan.

 

6. Bürgerbeteiligung

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

7. Besonderheiten

Keine

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

Bei Nichtbeschluss ist keine barrierefreie Nutzung für Schüler und Personal, Eltern möglich.

 

Anlagen:

Anlage 1 - Nutzungskosten

Anlage 2 - Grundrisse KG – 3.OG

Anlage 3 - Ansicht

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 Nutzungskosten (24 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2.1 Grundriss KG (405 KB)    
Anlage 3 3 Anlage 2.2 Grundriss EG (626 KB)    
Anlage 4 4 Anlage 2.3 Grundriss OG 1 (578 KB)    
Anlage 5 5 Anlage 2.4 Grundriss OG 2 (567 KB)    
Anlage 6 6 Anlage 2.5 Grundriss OG 3 (493 KB)    
Anlage 7 7 Anlage 3 Ansicht (984 KB)