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Vorlage - VII-A-02663  

 
 
Betreff: Nachhaltige Graffiti-Prävention bei städtischen Bau- und Gestaltungsvorhaben obligatorisch berücksichtigen
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion DIE LINKE
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
21.04.2021 
Ratsversammlung (Videokonferenz) (offen)   
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
27.04.2021    FA Umwelt, Klima und Ordnung      
FA Jugend, Schule und Demokratie 1. Lesung
29.04.2021    FA Jugend, Schule und Demokratie      
Jugendhilfeausschuss 1. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

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Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverwaltung Leipzig wird beauftragt, ab sofort bei der Reinigung, Erneuerung oder Einbringung von Flächen im und in den öffentlichen Raum obligatorisch das Thema nachhaltige Graffitiprävention durch eine frühestmögliche und konstruktive Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Koordinierungsstelle Graffiti in Leipzig zielführend und verbindlich zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für die Gestaltung von Kindertagesstätten und Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Sporthallen, Bauzäunen und Lärmschutzwänden sowie Tunnel- und Brückenbauwerken. Dabei sollten sowohl eigene Liegenschaften und Bauprojekte einbezogen werden sowie auch jene, auf deren Entwicklungsprozesse entsprechend Einfluss genommen werden kann.

Begründung:

Seit 2015 arbeitet in Leipzig die Koordinierungsstelle Graffiti, die Graffiti als Kunst- und jugendkulturelle Ausdrucksform fördert und die legale Gestaltung von Flächen begleiten soll. Die Arbeit wird auf Basis eines von der Stelle erarbeiteten, durch den Stadtrat am 17.5.2017 bestätigten und mit finanziellen Mitteln ausgestatteten Präventionskonzeptes geleistet. Im Jahr 2019 wechselte die Koordinierungsstelle vom Ordnungsamt ins Amt für Jugend und Familie. Trotz der engagierten Arbeit der Koordinierungsstelle schöpft die Stadtverwaltung deren Potenziale und Möglichkeiten nicht ausreichend aus. Das zeigt beispielsweise der (Nicht-)Umgang mit der Wand am Streetballplatz in Connewitz, die eben nicht von Anfang an partizipativ gestaltet wurde.

Mit dem Antrag soll erreicht werden, dass alle Stellen der Stadtverwaltung, die mit Gestaltungen im öffentlichen Raum befasst sind, die Koordinierungsstelle bei konkreten Projekten obligatorisch einbeziehen.

 

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