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Vorlage - VII-Ifo-02660  

 
 
Betreff: Bericht zur Umsetzung der Pflegekoordination im Sozialamt
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Soziales, Gesundheit und VielfaltBezüglich:
VI-DS-02234
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Vorberatung
30.04.2021    DB OBM - Vorabstimmung      
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Information zur Kenntnis
Seniorenbeirat Information zur Kenntnis
20.05.2021 
Seniorenbeirat (offen)   
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt Information zur Kenntnis
07.06.2021    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt - als Videokonferenz      
21.06.2021    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt      
Ratsversammlung Information zur Kenntnis
23.06.2021 
Ratsversammlung vertagt     
24.06.2021 
Ratsversammlung      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Die Information wird zur Kenntnis genommen.

 

Räumlicher Bezug:

 

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Am 18.05.2016 (VI-DS-02234) beschloss die Ratsversammlung die Einrichtung einer Pflegekoordination für die Stadt Leipzig. Mit dieser Vorlage wird über die Umsetzung und Ergebnisse der Arbeit der Pflegekoordinatorin berichtet.

 

 

 

 

 

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 


Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Entfällt.

 

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Entfällt.

 

 

III.  Strategische Ziele

 

Die Tätigkeit der Pflegekoordinatorin unterstützt die strategischen Ziele Leipzig schafft soziale Stabilität“ und „Leipzig besteht im Wettbewerb“.

 

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Am 18.05.2016 (VI-DS-02234) beschloss die Ratsversammlung die Einrichtung einer Pflegekoordination für die Stadt Leipzig. Das Sozialamt berichtet alle 2 Jahre über die Umsetzung und Ergebnisse der Arbeit der Pflegekoordinatorin. Aufgrund pandemiebedingt anderer Arbeitsaufgaben im Sozialamt hat sich die Berichterstattung, die im III. Quartal 2020 hätte erfolgen sollen, verzögert.

 

 

2. Ausführliche Darstellung der Information

 

Die Pflegekoordinatorin ist seit 2016 im Sozialamt tätig. Schwerpunktaufgabe war der Aufbau und die Implementierung eines städtischen Pflegenetzwerkes.

 

Das Netzwerk „Leipziger Kooperation Pflege“ (LeiKoP) wurde 2017 gegründet. Akteure aus Gesundheits- und Sozialwesen, Medizin, Selbsthilfe, Pflege und bürgerschaftlichem Engagement arbeiten im Rahmen der Netzwerkstrukturen daran, wohnortnahe, bedarfsorientierte und individuelle Beratung, Versorgung und Betreuung Pflegebedürftiger in Leipzig zu initiieren und zu verbessern.

 

Die „Leipziger Kooperation Pflege“ hat 121 Mitglieder aus 78 Institutionen. Aktive Mitglieder wirken in den (derzeit 5) Arbeitsgruppen mit: AG Fachkräftesicherung, AG Demenz, AG Überleitungsmanagement, AG Bestandsanalyse und AG Steuerung.

 

Im Folgenden werden die thematischen Arbeitsschwerpunkte der Arbeitsgruppen in den Jahren 2019 und 2020 dargestellt.

 

 

AG Fachkräftesicherung

In der Pflegebranche herrscht seit mehreren Jahren ein Fachkräftemangel, der weiter zunimmt. Nach Berechnungen des Institutes der deutschen Wirtschaft in Köln fehlen bis zum Jahr 2035 bis zu 307.000 Fachkräfte allein im stationären Bereich. Die Mitglieder der AG Fachkräftesicherung möchten dazu beitragen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und Fachkräfte für Leipzig zu gewinnen.

 

Am 12.04.2019 führte die Arbeitsgruppe die erste Schülermesse mit dem Titel „Der Pflegeberuf - 1. Informationsmesse für den Job der Zukunft“ durch. Vorab wurden Informationen in Printmedien, im Amtsblatt sowie online auf den Webseiten der AG-Mitglieder und der Stadt Leipzig veröffentlicht, um Schulen und Ausbildungsnetzwerke zu erreichen.

 

Die Messe im Neuen Rathaus fand großen Anklang und wurde von 400 Schülerinnen und Schülern besucht.

 

Parallel dazu wurde eine doppelseitige Beilage zur Leipziger Volkszeitung mit Informationen über den Pflegeberuf veröffentlicht.

 

Eine weitere Messe war für den 03.04.2020 geplant, musste allerdings aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. An der Umsetzung einer Alternative durch die Beteiligung an der Studien- und Ausbildungsmesse der Stadt Leipzig für 2021 wird gearbeitet.

 

In den Arbeitstreffen der AG werden regelmäßig Informationen und Anliegen ausgetauscht, Gastredner referieren zu fachlichen Themen und neue Projekte der Mitglieder werden vorgestellt. Mit Beteiligung der Branddirektion wurde die Problematik der Evakuierung von Pflegebedürftigen in Notfallsituationen besprochen. Daraus ergab sich ein Schülerprojekt zur Gestaltung von Notfallevakuierungsplänen der Staatlich anerkannten Ersatzschulen des Europäischen Bildungswerkes für Beruf und Gesellschaft.

 

AG Demenz

Durch die Arbeitsgruppe wurden bereits 2018 Handlungsfelder zur Demenz erarbeitet. Für das bessere Verständnis der Einschränkungen Demenzerkrankter wurde die Demenzsimulation „Hands on Dementia“ angeschafft. Dabei handelt es sich um ein interaktives Tool, das Nutzern eine Demenzerkrankung spielerisch und praktisch nahebringt. Sie steht dem gesamten Netzwerk zur Verfügung und kann bei Bedarf ausgeliehen werden.

 

Zum Welt-Alzheimertag 2020 verfolgten die AG-Mitglieder das Ziel, Angebote für Demenzerkrankte und Angehörige gebündelt zu präsentieren. Eine Unterarbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Gestaltung dieses Tages und die Pflegekoordinatorin ging auf freie Träger zu, um Angebote zu initiieren. Die Leipziger Welt-Alzheimerwoche präsentierte verschiedene kleine, pandemiekonforme Angebote für Demenzerkrankte und deren Angehörige und andere Interessierte.

 

Auf der Grundlage des Beschlusses der Ratsversammlung vom 07.11.2019 (VI-HP-07465) wurde zum 01.04.2020 eine kommunale Demenzfachberatungsstelle im Sozialamt eingerichtet und dem Bereich Pflegekoordination zugeordnet. Die Demenzfachberatung berät Angehörige und Betroffene. Die AG Demenz wird künftig als eigenes Demenznetzwerk unter dem Dach des Netzwerkes LeiKoP firmieren. Sprecher/-in ist die städtische Demenzfachberaterin. Ein erstes Treffen findet am 12.05.2021 statt.

 

 

AG Überleitungsmanagement

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der Überleitung Pflegebedürftiger an den Schnittstellen zwischen Häuslichkeit, ambulanten Versorgungsstrukturen, Kliniken und stationären Pflegeeinrichtungen. Ein wichtiges Thema war 2019 das gesetzlich vorgeschriebene Entlass-Management der Kliniken. Im Fokus stand insbesondere die oftmals schwierige Vermittlung von Patienten aus Kliniken in Pflegeeinrichtungen.

 

In der Arbeitsgruppe wurde die Idee einer Pflegeplatzbörse entwickelt, angestoßen durch die Entstehung einer ähnlichen Plattform im Vogtlandkreis. Diese Kapazitätsdatenbank für stationäre Pflegeeinrichtungen wurde in Zusammenarbeit des Amtes für Geoinformation und Bodenordnung und dem Sozialamt erstellt. Anfang 2021 ging die Pflegeplatzbörse unter www.leipzig.de/pflegeplatzbörse online.

 

 

AG Bestandsanalyse

Die Arbeitsgruppe hat am 03.04.2017 die Arbeit aufgenommen. Sie analysiert die verfügbaren Pflegedaten der Stadt Leipzig, um die Ergebnisse in gesamtstädtischen Sozialplanungen berücksichtigen zu können, aktuell für das Kapitel Sorge und Pflege des in Erarbeitung befindlichen Fachplanes Seniorenarbeit.

 

 

AG Steuerung

Die Arbeitsgruppe setzt die Schwerpunkte der Netzwerkkonferenzen von LeiKoP und entwickelt die Internetpräsenz des Netzwerkes weiter. In der Arbeitsgruppe werden darüber hinaus Themen, die sich anderen Arbeitsgruppen nicht zuordnen lassen wie z.B. die Entwicklung einer Checkliste für den Pflegefall bearbeitet und übergreifende Querschnittsthemen wie die Digitalisierung in der Pflege und der Bericht der Enquete-Kommission des Sächsischen Landtages zur „Sicherstellung der Versorgung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege älterer Menschen im Freistaat Sachsen“ besprochen.

 

Aus der Idee eines Notfallverbundes von Pflegeheimen, um sich im Katastrophenfall gegenseitig unterstützen zu können, entwickelte sich 2020 eine projektbezogene AG Evakuierung unter Federführung der Branddirektion.

 

 

Weitere Tätigkeiten

 

Am 08.10.2020 fand die 2. Netzwerkkonferenz der Leipziger Kooperation Pflege statt. Die Arbeitsgruppen berichteten zu den Ergebnissen ihrer Arbeit und neue Projekte wie die Pflegeplatzbörse und die Demenzfachberatungsstelle wurden vorgestellt.

 

Die Pflegekoordinatorin brachte ihre fachliche Expertise in die Erarbeitung des Kapitels „Sorge und Pflege“ des Fachplanes Seniorenarbeit ein. Sie wirkte an der Erstellung einer Informationsbroschüre für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zum Thema „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten und bei der Neuauflage der Broschüre „Guter Rat für Ältere“ der Seniorenbeauftragten mit.

Die Pflegekoordinatorin und die Partner des Netzwerkes LeiKoP hatten eine aktive Rolle bei der Ausgestaltung des Tages der Seniorinnen und Senioren 2019 inne. Der Tag stand unter dem Motto „Körper und Geist - bewegen und pflegen“ ein.

 

Bei einem vermeintlichen Bombenfund im Mai 2020 unterstützte die Pflegekoordinatorin den Operativen Stab der Branddirektion intensiv bei der Vorbereitung und Durchführung der Evakuierungsmaßnahmen. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit.

 

Mit Beginn der Corona-Pandemie 2020 übernahm die Pflegekoordinatorin die Koordinierung der Verteilung von persönlicher Schutzausrüstung an Einrichtungen der Pflege und Behindertenhilfe. Sie führte Bedarfserhebungen für den Bund und den Freistaat Sachsen durch und gab die Informationen zum Pandemiegeschehen gebündelt weiter.

Pflegeeinrichtungen in Leipzig, ambulant wie auch stationär, die pandemiebedingt ihre pflegerische Versorgung nicht aufrechterhalten konnten, unterstützte die Pflegekoordinatorin bei der Vorbereitung von Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr (nach Artikel 35 GG).

 

Im Zuge der Vernetzung ist die Pflegekoordinatorin inzwischen auch in anderen Netzwerkstrukturen etabliert, wie zum Beispiel in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Gerontopsychiatrie (PSAG) und dem Zentralen Arbeitskreis offener Seniorenarbeit (ZAKOS).

Durch Netzwerkarbeit gelang es zudem, eine zweite Kontaktstelle für Nachbarschaftshelfer in Leipzig aufzubauen und so die Versorgungsstruktur an niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten in Leipzig zu verbessern.

 

Um die vernetzte Pflegeberatung weiterzuentwickeln wurden die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater aller Pflegekassen zu einem Treffen im November 2019 eingeladen. Die Beteiligten tauschten sich zu den Versorgungsstrukturen in der Pflegeberatung und der Seniorenarbeit aus, städtische Angebote der offenen Seniorenarbeit und das Projekt „Gesund im Alter mit Präventiven Hausbesuchen“ wurden vorgestellt. Aufgrund der positiven Resonanz war 2020 ein weiteres Treffen geplant, das pandemiebedingt auf 2021 verschoben werden musste.

 

In einer groß angelegten Aktion wurden alle Leipziger Allgemeinmediziner über die im Netzwerk entwickelte Checkliste für den Pflegefall informiert, um Betroffen und Angehörigen bei Eintritt eines Pflegefalls zu unterstützen. Die Checkliste wurde außerdem im Ärzteblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen veröffentlicht.

 

Aus dem Pflegebudget des Freistaates Sachsen wurden Notfalldosen angeschafft, die über die Seniorenbegegnungsstätten allen Leipziger Seniorinnen und Senioren zur Verfügung gestellt werden. Notfalldosen enthalten persönliche Informationen z.B. ausgefüllte Anamnesebögen, die für die medizinische Versorgung im Notfall wichtig sind.

 

 

Stammbaum:
VI-DS-02234   Einrichtung eines Pflegekoordinators für die Stadt Leipzig   50 Sozialamt   Beschlussvorlage
VI-DS-02234-ÄA-02   Einrichtung eines Pflegekoordinators für die Stadt Leipzig   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   Änderungsantrag
VII-Ifo-02660   Bericht zur Umsetzung der Pflegekoordination im Sozialamt   50 Sozialamt   Informationsvorlage