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Vorlage - VII-A-02629  

 
 
Betreff: Instandsetzung und Instandhaltung des Kunstdenkmals Objekt-Nr. 09293508 (Gefallenendenkmal Neustädter Markt)
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:CDU-Fraktion
Beratungsfolge:
SBB Ost Anhörung
12.05.2021    SBB Ost      
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
21.04.2021 
Ratsversammlung (Videokonferenz)      
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
27.04.2021    FA Umwelt, Klima und Ordnung      
FA Kultur 1. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Stadtverwaltung sorgt dafür, dass das im Betreff genannte, ortsgeschichtlich und künstlerisch bedeutende Kulturdenkmal kurzfristig instandgesetzt und damit wieder in einen würdigen Zustand versetzt wird. Es wird darüber hinaus geprüft, das in den 40er Jahren entfernte und eingeschmolzene Ziergitter um das Denkmal herum wieder zu errichten.

 

  1. Die Stadtverwaltung geht auf die Anlieger am Neustädter Markt (z.B. Pöge-Haus e.V., Wilhelm-Wander-Schule, Kirchgemeinde) sowie weitere zivilgesellschaftliche Akteure (z.B. Bürgerverein) im Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld zu, um eine Art Patenschaftsmodell zur dauerhaften Instandhaltung des Denkmals zu erreichen.

 

 

Begründung

 

Das Denkmal auf dem Neustädter Markt wurde zum Gedenken an die 725 im ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Kirchgemeinde im Jahr 1926 eingeweiht. Angesichts dieser hohen Zahl verzichtete man auf die damals übliche Namensnennung und errichtete stattdessen ein Denkmal, das einen knienden, unbekleideten, verwundeten Soldaten darstellt, der sich mit seiner linken Hand ans Herz fasst. Die Darstellung deutet vordergründig auf ein nacktes Menschsein und die Verwundbarkeit.

 

Das Denkmal befindet sich auf der Liste der Kulturdenkmäler des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. In jüngster Vergangenheit wurde es mehrfach durch offenbar politisch motivierte Farbschmierereien beschädigt.

 

Wir gehen davon aus, dass es einen breiten Konsens in der Stadtgesellschaft gibt, dass das Gedenken an ALLE Toten der Weltkriege auch durch einen würdevollen Zustand der Denkmäler in unserer Stadt zum Ausdruck gebracht werden soll. Insofern besteht u.E. auch eine Verpflichtung der Stadt, unterstützend bei der Instandhaltung dieser Denkmäler mitzuwirken. Durch Bündelung aller Akteure im Umfeld, denen ein würdevolles Gedenken an die Kriegstoten wichtig ist, sollte darüber hinaus wieder ein gesellschaftliches Klima erzeugt werden, in welchem das Beschmieren oder anderweitiges Beschädigen von Gedenkstätten nicht als Teil vermeintlich progressiver Großstadtkultur empfunden, sondern ganz klar verurteilt und geächtet wird.

 

 

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