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Vorlage - VII-A-02593  

 
 
Betreff: Ernährungswende im Leipziger Zoo und Wildpark sowie flankierende Maßnahmen
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:CDU-Fraktion
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
Jugendparlament Vorberatung
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
FA Kultur 1. Lesung
Beirat für Tierschutz Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Ernährung der Bewohner*innen von Zoo und Wildpark wird ab 01.01.2022 auf rein veganes Futter umgestellt.

Ausnahmen bedürfen eines amtstierärztlichen Attestes und sind vom Rat zu genehmigen, analog zur Verfahrensweise bei der Beschaffung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor trotz Klimanotstand.

 

  1. Um die Akzeptanz für diese (für manche Bewohner*innen ungewohnte) Ernährungsform zu sichern, sind die zuständigen Mitarbeiter*innen bzgl. einer ausgewogenen und abwechslungsreichen veganen Ernährung zu schulen.

Zu diesem Zweck wird in 2021 ein mehrtägiger Workshop mit Leipziger Vegan-Köchen durchgeführt.

 

  1. Die Abteilung Stadtforsten im ASG wird beauftragt, im Jahr 2021 eine Sensibilisierungskampagne unter den Bewohner*innen des Leipziger Auwaldes durchzuführen, um diesen mit geeigneten Kommunikationsformen die Vorteile einer rein veganen Ernährung nahezubringen.

               Im Jahr 2022 erfolgt eine Evaluation unter Beteiligung des Tierschutzbeirates.

 

  1. Die Stadt Leipzig erlässt eine Allgemeinverfügung, wonach der Verkauf von nichtveganen Tierfutter im Stadtgebiet untersagt wird.

 

  1. Die Werbeaussage „ 20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ wird geändert in „20 Prozent auf alles, auch auf vegane Tiernahrung“.

 

  1. Die zuständigen Bürger*innenmeister*innen werden beauftragt, die Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen kontinuierlich zu evaluieren und halbjährlich, mit Stichtag 01.04. und 11.11., Bericht zu erstatten

Begründung:

 

Zu 1. und 2.:

Die vegane Ernährungswende ist aufgrund des Klimanotstands unverzichtbar und alternativlos. Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere tierischen Mitbewohner*innen müssen dazu ihren Beitrag leisten.

Die Stadt sollte dabei mit gutem Beispiel vorangehen und eine Vorreiterrolle einnehmen.

 

Zu 3.:

Auch die Bewohner*innen des Auwaldes sollen ihren Beitrag zur Ernährungswende leisten.

 

Zu 4.:

Dies begründet sich aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz.

 

Zu 5.:

Die Stadt Leipzig hat beschlossen, gegen diskriminierende Werbung vorzugehen. Die zitierte Werbeaussage ist eine Diskriminierung von Tierbesitzer*innen gegenüber den anderen Baumarktkund*innen.

 

Zu 6.

Evaluierung ist immer gut.

 

 

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