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Vorlage - VII-EF-02575-AW-01  

 
 
Betreff: Mariannenpark - Was passiert hier gerade?
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Umwelt, Klima, Ordnung und SportBezüglich:
VII-EF-02575
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Frage 1: Wieso zieht man diese Leitung scheinbar planlos quer durch den Park? Wäre eine Verlegung im Bereich der Wege nicht effektiver und weniger ein Eingriff in den denkmalgeschützten Mariannenpark.

 

Antwort:

 

Die Linienführung des Leitungsgrabens ist auf das Ziel der Minimierung des Eingriffs in den Park, insbesondere den Schutz des vorhandenen Gehölzbestandes, zurückzuführen. Es wurden verschiedene Trassenverläufe für die Brauchwasserleitung geprüft und die in diesem Sinne verträglichste, weil mit den geringsten Eingriffen verbundene Trasse gewählt. Eine Verlegung der Leitungen in den Wegen und eine geradlinige Ausführung hätte zu massiven Störungen im Bereich der Wurzeln des Baum- und Gehölzbestandes geführt. Es wurde die Trassenführung gewählt, bei welcher der Baumbestand am geringsten beeinträchtigt wird.

Für die Querung des Ernst-Thälmann-Hains wurde eine Linie ausgewählt, die mit den aktuellen Planungen zur Neugestaltung des Ernst-Thälmann-Hains am besten vereinbar ist und zum geringsten Eingriff in die denkmalpflegerisch relevanten Bereiche führt. Gleichzeitig kann so sichergestellt werden, dass auch der Ernst-Thälmann-Hain durch die aktuelle Maßnahme einen Wasseranschluss zur Bewässerung der dortigen Beet- und Gehölzflächen erhält.

 

 

Unterfrage 1: Inwieweit wird durch das Grünflächenamt und die bauausführende Firma sichergestellt, dass während und nach Abschluss der Grabarbeiten die Wege, Pflanzbereiche und Wiesen wieder in den ursprünglichen nutzbaren Zustand zurückversetzt werden? Insbesondere die Wiederherstellung einer ebenen, begehbaren Fläche, Neubepflanzungen, Neuaussaaten vor den Sommermonaten einschließlich Nachsorge damit eine normale Nutzung durch die Besucher/innen des Parks ebenso gewährleistet wird wie die Nutzung der Hundewiese.

 

Antwort:

 

Wie bei allen Baumaßnahmen im Bestand, wird auch hier der ursprüngliche, d. h. vor der Maßnahme vorgefundene Zustand und die entsprechende Nutzungs- und Funktionsfähigkeit der Anlage wiederhergestellt.

 

 

 

Unterfrage 2: Wieso wurden weder die Nutzer/innen des Mariannenparks (Hundebesitzer/innen im Bereich der Hundewiese) noch die örtlichen Akteure (AG Pro Schönefeld) vorab über den massiven Eingriff in den Mariannenpark informiert? (Medienmitteilung, Mail, Schild vor Ort)

 

Antwort:

 

Bei der aktuellen Maßnahme handelt es sich um Restarbeiten der 2020 begonnenen Baumaßnahmen zur Herstellung von Wasseranschlüssen im Mariannenpark, die noch im frühen Frühjahr abgeschlossen werden sollen, um die dann wieder zunehmende Nutzung des Parks nicht zu beeinträchtigen.

 

Eine Meldung zum Thema ist auf der Homepage der Stadtreinigung Leipzig am 5. März 2021 unter "Aktuelles" eingestellt und über die Social-Media-Kanäle der Stadtreinigung Leipzig (Facebook, Instagram) veröffentlicht worden. Beschilderungen vor Ort haben sich nicht wirklich bewährt, weil diese oft nach wenigen Tagen nicht mehr vorzufinden sind. Die Anregung, die örtlichen Akteure intensiver direkt einzubeziehen nehmen wir gerne auf, wie wir auch grundsätzlich die Unterstützung des Stadtteilmanagements in Bezug auf Information und Beteiligung gerne in Anspruch nehmen und die Kooperation mit diesem in den letzten Jahren ständig intensiviert haben.

 

 

Unterfrage 3: Bedarf es der Zustimmung bestimmter Ämter und Behörden diese Arbeiten durchzuführen zu dürfen? (Denkmalschutz, Naturschutz, NABU) Inwieweit wurden die zuständigen Ämter und Behörden (Denkmalschutzamt, Naturschutzbehörde) in diese Arbeiten eingebunden bzw. informiert? Inwieweit erfolgt eine entsprechende notwendige Dokumentation nach der Verlegung der Leitung für spätere Erdarbeiten?

 

Antwort:

 

Für die aktuellen Baumaßnahmen zur Herstellung der Brauchwasserleitung mit Führung über die Wiesenflächen liegt eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung vor. Ein Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde hergestellt. Eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde ist im Rahmen der Einholung dieser Denkmalschutzrechtlichen Genehmigung wie üblich und auch hier erfolgt.

 

Selbstverständlich wird eine Dokumentation des Leitungsverlaufes nach Abschluss der Maßnahme durchgeführt.

 

 

Stammbaum:
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VII-EF-02575-AW-01   Mariannenpark - Was passiert hier gerade?   67 Amt für Stadtgrün und Gewässer   schriftliche Antwort zur Anfrage