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Vorlage - VII-DS-02084-NF-01  

 
 
Betreff: Bau- und Finanzierungsbeschluss - Eigenbetrieb Oper Leipzig: Erneuerung Inspizientenanlage Opernhaus Augustusplatz
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Neufassung
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VII-DS-02084
Beratungsfolge:
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
23.02.2021    FA Stadtentwicklung und Bau - Videokonferenz      
BA Kulturstätten 2. Lesung
04.03.2021 
BA Kulturstätten      
FA Finanzen 2. Lesung
08.03.2021    FA Finanzen      
SBB Mitte Vorberatung
11.03.2021    SBB Mitte      
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2)

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Baumaßnahme wird im Jahr 2023 realisiert (Baubeschluss gemäß § 8 Abs. 3 Nr. 18 der Hauptsatzung der Stadt Leipzig in der zurzeit gültigen Fassung).

 

  1. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme i. H. v. 3.360 T€ werden bestätigt. Die Finanzierung erfolgt anteilig i. H. v. 1.660 T€ aus Eigenmitteln der Oper, die in den Wirtschaftsplänen 2021 bis 2023 abgebildet werden. Die übrigen 1.700 T€ werden der Oper aus den Einnahmen der Gästetaxe zur Verfügung gestellt. Die Erneuerung der Inspizientenanlage wird im Haushaltsjahr 2022 i. H. v. 850.000 EUR als städtische Maßnahme, die aus der Gastetaxe finanziert werden soll, bestätigt. Die im Haushaltsjahr 2023 aus der Gästetaxe benötigten Mittel i. H. v. 850.000 EUR werden entsprechend bestätigt und für die Verwendung der Gästetaxe vorgemerkt.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Die im Opernhaus installierten technischen Module der Inspizientenanlage entsprechen im Wesentlichen den Anforderungen zum Zeitpunkt der Errichtung und Inbetriebnahme des Opernhauses (Verteiler und Verkabelung aus dem Jahr 1960). Im Jahr 2001 fand die letzte technische Teilsanierung der Inspizientenanlage statt. Die Ausfallanfälligkeit der Anlage ist hoch und führte bereits zu Ausfällen des Systems, dessen Risiko auch in Zukunft stetig steigt und zu kompletten Vorstellungsausfällen führen kann. Für einen Großteil der Anlagen gilt, dass die Vorhaltung von Ersatzteilen seitens der Hersteller eingestellt wurde. Eine Ersatzteilbeschaffung der bestehenden Anlage wird immer schwieriger bzw. kann nicht mehr sichergestellt werden. Mit der Erneuerung der Inspizientenanlage soll die Spielfähigkeit der Oper langfristig gesichert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden. Diese Baumaßnahme hat höchste Priorität zur Erhaltung des Spielbetriebes.

 

Für das veranschlagte Investitionsvolumen obliegt die Beschlussfassung der Ratsversammlung (Baubeschluss gemäß § 8 Abs. 3 Nr. 18 der Hauptsatzung i.d. z.Zt. gültigen Fassung).

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

2022

2023

2022

2023

850.000

850.000

7.0000016.740

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

X

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

X

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

X

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

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I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Trifft nicht zu.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Trifft nicht zu.

 

III.  Strategische Ziele

 

Sicherstellung der Spielfähigkeit der Oper und damit Beibehaltung der künstlerischen Angebote der Oper.

 

 

 

 

 

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

Die Oper Leipzig betreibt mit dem Haus am Augustusplatz eines der größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum. Zur Erhaltung der Spiel- und Probenfähigkeit sind Maßnahmen in Haus- und Bühnentechnischen Anlagen notwendig. Für einen sicheren Spiel- und Probenbetrieb ist eine funktionssichere Inspizientenanlage unerlässlich.

 

Der Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2) liegt vor (vgl. Anlage). Der Gegenstand dieser Vorlage ist die Beschlussfassung zur baulichen Umsetzung der Maßnahme.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

Grundlagen

Ziel und Entwicklungskonzeption

Die Oper Leipzig zählt zu den großen und renommierten Opernhäuser Deutschlands und prägt seit mehr als 325 Jahren das Kulturleben der Stadt Leipzig. Die Geschichte des Opernhauses am Augustusplatz reicht mit dem NEUEN THEATER bis ins Jahre 1868 zurück und ist aufs das engste mit der Musikstadt Leipzig verbunden. 

 

Beschlüsse

Keine

 

Begründete Zielstellung der Baumaßnahme

Beschreibung des Ist-Zustandes

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde am 8. Oktober 1960 als erster und einziger Opernneubau in der DDR eröffnet. Der Theaterbau verfügt nicht nur über einen bemerkenswerten Zuschauerraum der allen Besuchern eine hervorragende Sicht auf das Bühnengeschehen ermöglicht, sondern auch über Haupt, Seiten- und Hinterbühne sowie verschiedenste Ebenen und Geschosse im Bühnen und Zuschauerbereich. Ein wichtiger und sensibler Teil in den Bereichen Bühnen- und Zuschauerraum ist die Ton- Videotechnik.  Übergreifend verantwortlich für Kommunikation sowie künstlerischen Ausführungen ist diese sich schnell entwickelnde Technik weit hinter dem aktuellen Stand zurück und bedarf einer grundlegenden Erneuerung. Besonders wichtig für die Sicherheit der Vorstellungsabläufe ist die Inspizienten Anlage als Herzstück.  

 

Ableitung des Bedarfes

Der Erhalt der Spiel- und Probenfähigkeit ist von Investitionen für die Erneuerung technischer Anlagen in hohem Maße abhängig. Aufgrund des hohen Sanierungsstaus sind die arbeitsschutzrechtlichen und betriebs­sicherheitsrelevanten Voraussetzungen zum Betrieb des Hauses auf den Stand der aktuell gültigen Vorgaben zu bringen. Die Maßnahmen, welche zur Aufrechterhaltung des technischen Standes der zum Betrieb des Theaters notwendigen nutzungsspezifischen Anlagen nötig sind, stellt eine Pflichtaufgabe der Stadt Leipzig als Eigentümer dar.

 

Notwendigkeit/Dringlichkeit der Baumaßnahme

Die im Opernhaus installierten Anlagen entsprechen im Wesentlichen den Anforderungen zum Zeitpunkt der Errichtung und Inbetriebnahme.

 

-          Letzte TEILsanierung der Inspiziententechnik:  2001 (Inspipulte, -zentrale und Intercom/Wechselsprechen)

-          Letzte TEILsanierung Ton- und Videotechnik:  1993 (Ton-Leitungsnetz, Video-Leitungsnetz, Anschlussfelder, Lautsprecher)

 

Die Verteiler und Verkabelung der Bühnenruf- und Mithöranlage in den Etagen und zu den Zentralen stammt noch aus dem Jahr 1960. Die Lautsprecher für den Bühnenruf und das Mithören sind zum erheblichen Teil ebenfalls auf dem Stand von 1960.

 

Die Prüfung der Generalruf- und Wechselsprechanlage sowie der Inspi-Pulte im Juli 2014 haben schon damals erhebliche Mängel aufgezeigt, welche in den letzten 5 Jahren zugenommen haben.

 

Prüfprotokolle liegen vor.

 

Die verlegten Videoleitungen - RG59 - sind für den Video-Standard FBAS (analog) dimensioniert. Es liegen somit, bedingt durch für die Übertragung digitaler Signale benötigte, höhere Übertragungsqualität und daraus resultierenden Längenrestriktionen, erhebliche Einschränkungen vor. Das Video-Netz ist für digitale Komponenten prinzipiell unbrauchbar.

 

Da Geräte der Inspizientenanlage nahezu täglich – Proben und Vorstellungen – in Betrieb sind, entsprechen die Laufzeiten mittelfristig den von den Herstellern angegebenen „Lebenszeiten“. Die sogenannte MTTF (Mean Operating Time To Failure) dürfte durchgehend erreicht sein.

 

Beispielrechnung:

18 Jahre (seit Errichtung der Anlagen)

x 320 Tage (Einsatztage im Jahr)

x 16 Stunden (Proben + Vorstellungen)

= 92.160 Betriebsstunden

 

Für einen Großteil der Anlagen gilt, dass die Vorhaltung von Ersatzteilen seitens der Hersteller eingestellt wurde (üblicherweise im professionellen AV- Bereich = 10 Jahre).

 

Ausgehend von den Betrachtungen zur Laufzeit der Geräte (MTTF) ist anzunehmen, dass die jährlichen Kosten zur Aufrechterhaltung der Funktion und des Spielbetriebes in den nächsten Jahren erheblich steigen werden. Selbst kleine Ausfälle/Störungen können durchaus eine komplette Vorstellung gefährden, sodass noch zusätzliche Kosten entstehen.

 

Die gesamte elektronische Steuerung und die Audio-, Video- und Inspiziententechnik entsprechen nicht mehr dem heute geltenden „Stand der Technik“.

Ergänzend ist anzumerken, dass viele der steuerungstechnischen Bauteile zum einen abgekündigt sind und bei den Herstellern keinerlei Ersatzteilverfügbarkeit mehr besteht. Die meisten Komponenten und Bauteile haben das Ende des Lebenszyklus bereits erreicht bzw. längst überschritten. Auf die Herstellerfirmen ist teils schon nicht mehr zurückzugreifen, da die Produkte nicht mehr im Lieferprogram (Firmenwechsel) sind, oder die Firmen selbst bereits nicht mehr existent sind.

Es müssen zurzeit aufwendige und teure Alternativ- sowie Ersatzmaßnahmen ergriffen werden. Diese können den Anforderungen an Normen, Richtlinien und den Theaterbetrieb, wenn dann nur eingeschränkt und nur im geringsten Maße und/oder gar nicht entsprechen.

Um einen sowohl für Mitarbeiter/innen sicheren, als auch reibungslosen Betriebsablauf sowie ein Höchstmaß an Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten, ist eine umfassende Sanierung so schnell wie möglich notwendig. Nur so können möglichst gleichmäßig reproduzierbarer technische Abläufe und ein störungsfreier Vorstellungsbetrieb ermöglicht werden.

 

Alternativlösungen

Bei dem Zustand der Anlage gibt es keine Alternative zur kompletten Erneuerung der Inspizientenanlage.

 

Beschreibung der beabsichtigten Baumaßnahme

Städtebauliche Einordnung

Die Oper Leipzig liegt im Zentrum der Stadt am Augustusplatz, Gemarkung Leipzig, Flurstück-Nr. 758/10. Das Gebäudeensemble bestehend aus dem Vorderhaus mit dem Zuschauerraum und Bühnenhaus mit den entsprechenden Bühnen- und Betriebstechnischen Anlagen, Seitenbühnen, Hinterbühne, Garderoben, Verwaltung, und sämtlichen Direktionsbereichen. Das gesamte Gebäude unterliegt dem Denkmalschutz.

Erläuterung der Planung

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

 

nicht relevant

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

 

Die Bauleistungen sind zum größten Teil Leistungen der Verlegung und Installation der gesamten Lautsprecher- und Versorgungsverkabelung, die notwendigen Renovierungsarbeiten der Räume und Flure sowie dem Herrichten der notwendigen Betriebsräume. Sie umfassen das Herstellen und Schließen von Kabelschlitzen und Durchbrüchen, sowie im Besonderen das fachgerechte Öffnen und Schließen von Brandschotten, die Errichtung von Schächten, die Errichtung und Beseitigung von Staub- und sonstigen Schutzwänden sowie Putz- und Malerarbeiten.  Des Weiteren muss der Raum für die Schaltanlage gemäß den Vorschriften für Betriebsräume hergerichtet werden.

 

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

 

 

Wärmeerzeugung und -verteilung:

 

nicht relevant

 

Lüftungstechnische Maßnahmen:


Der elektrische Betriebsraum erhält eine Be- und Entlüftungsanlage zur Ableitung der entstehenden Wärme aus der Verstärkeranlage.

 

Wasser/Abwasser:


nicht relevant

 

Stark- und Schwachstrom:

Starkstrom: Um die Zentrale und die entsprechenden Anschlusspunkte für Zwischenverstärker, Inspizientenpulte, Monitore und die mobilen Einheiten mit Netzspannung zu versorgen sind die entsprechenden Zuleitungen zu verlegen und notwendige Verteilungen zu errichten.

Schwachstrom

Inspizientenanlage

Demontagen

Kurzbeschreibung

Inspizientenpulte

Die bauseits vorhandenen Inspizientenpulte und die zugehörigen Anschlusskästen sind zu demontieren.

Der Verbleib der Altgeräte erfolgt in Abstimmung mit den Fachabteilungen.

Geräte, Komponenten und Kabel, die nicht mehr benötigt werden, sind fachgerecht zu entsorgen.

Zentralen

Die bauseits vorhandenen zentralen Komponenten und die zugehörigen Anschlusseinheiten sind zu demontieren.

Der Verbleib der Altgeräte erfolgt in Abstimmung mit den Fachabteilungen.

Geräte, Komponenten und Kabel, die nicht mehr benötigt werden, sind fachgerecht zu entsorgen

 

Inspizientenpult

Kurzbeschreibung

Hauptbedieneinrichtung der Inspizientenanlage ist das Inspizientenpult. Es wird nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und besteht aus einer robusten Metallkonstruktion. Das Pult enthält alle Bedien-, Kommunikations-, und Kontrolleinheiten, die für einen reibungslosen Ablauf im Theaterbetrieb notwendig sind.

· Leuchtdrucktasten für die Kamerasteuerung sowie Quellenauswahl

· Steuerungsdisplay für Numeratoren

· Einbautelefon mit zusätzlicher optischer Anrufsignalisierung / Rufabschaltung

· Digital-Uhr mit Start / Stop - Funktion

· LED - Beleuchtung, in der Leuchtstärke regelbar

· Lautsprecher zum Mithören des Bühnengeschehens sowie für die Funktion “Intercom“, jeweils mit eigenständiger Lautstärkeregelung

· Headset-Anschluss

· TFT-Videomonitor (2 Stück)

· Touch-Panel-PC zur Steuerung von frei programmierbaren Sonderfunktione

· RFID- Leser zum personalisierten Abruf von Programmierungen

· USB- Anschluss zur Speicherung/Laden von kompletten Setups und

 

Zentrale Technik

Kurzbeschreibung

Die zentralen Baugruppen der Inspizientenanlage befinden sich in bauseits vorhandenen 19“ - Schaltschränken, die mit anderen Schränken der Ton- und Videotechnik an verschiedenen Standorten in abgeschlossenen Räumen stehen.

Die Stromversorgung des Inspizientensystems inkl. der Inspizentenpulte, sowie weiterer Baugruppen für Steuerung und Überwachung erfolgt über die Netzverteilung und Schaltlogik.

 

Bühnenruf und Alarmierung

Kurzbeschreibung

Bühnenruf

Die Anlage für den Bühnenruf wird neu errichtet. Im Bühnenportal werden dazu Lautsprechersysteme installiert. Die Signalführung erfolgt dabei über einen digitalen Signalprozessor, der auch für die Mithöranlage benutzt wird. Ausgewählte Intercom- Sprechstellen erhalten die Berechtigung für einen Bühnenruf, der jedoch vom Inspizienten abgeschaltet werden kann. In Abhängigkeit der Betriebsarten wird diese Funktion automatisch verwaltet.

Hausruf

Die Anlage für den Hausruf (Allgemein, Garderoben, etc.) wird neu errichtet. In den einzelnen Räumen werden dafür entsprechende Lautsprecher installiert. Die Signalführung erfolgt dabei über ein digitales Audionetzwerk, welches auch über die Intercomanlage und die Tonregie-Anlage versorgt werden kann

Mithöranlage

Kurzbeschreibung

Mithören

Die Signale von den Mithörmikrofonen werden über einen Digitalen Matrix-Signalprozessor auf die vorhandene Inspizienten- und Hausrufanlage übergeben. Funktion der Signalbearbeitung wie Summenbildung, Limiter, Kompressor, EQ dient der Prozessor der individuellen Signalverteilung des Mithörsignals. Dazu gehören die Anforderungen: Mithören im Haus, Mithören Inspizient Mithören Lichtregie, Mithören Schnürmeister, Mithören Sprechstellen, sowie die Einspeisung in die Schwerhörigenanlage.

 

Klavier- Anlage Bühne

Kurzbeschreibung

Auf der Bühne sind Lautsprecher für das Bühnenmonitoring vorgesehen, die seitlich in den Galerien bzw. an den Portaltürmen befestigt werden. Die Lautstärkeregelung der Bühnenmonitore soll vom Inspizienten-Pult und von der Tonregie möglich sein. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Einspielungen (z.B. für Ballettproben) vom Inspizienten-Pult auf die Bühnenmonitore zu realisieren. Entsprechende Anschlussmöglichkeiten für Zuspieler, Datenträger (USB- Stick) oder drahtlose Übertragung (Bluetooth) sind vorgesehen. Für Regie- Anweisungen sind entsprechende Mikrofone geplant.

 

Lichtzeichenanlage

Kurzbeschreibung

Lichtzeichen

Vom Inspizientenpult aus können die bereichsweisen zugeordneten Lichtzeichen geschaltet werden. Die im Haus installierten “RUHE“- Lichtzeichen bleiben erhalten und werden mit der bestehenden Leitungsanbindung auf die neue Zentrale aufgeschaltet. Die zur Sicherstellung des Vorstellungsbetriebes vorgesehenen Lichtzeichen werden neu installiert. Das dazu notwendige Kabelnetz wird in großen Teilen weiterhin verwendet und nur für neue LZ-Positionen ergänzt. Es kommen sowohl festmontierte als auch mobile Lichtzeichen zum Einsatz. Letztere können variabel über Versatzanschlüsse angeschlossen werden. Beim Stecken von mobilen Lichtzeichen erfolgt eine Signalisierung auf der entsprechend zugeordneten Taste am Inspizientenpult für die Betriebsbereitschaft.

 

Gegensprechanlage / Intercom

Kurzbeschreibung

Intercom- System

Die Sprechstellen für Intercom werden als 19“-Einheit, als Tischgerät, als Einbaugerät sowie als Wandanbaugerät ausgeführt. Sie verfügen über eine frei programmierbare Tastenzuordnung, die neben der Anwahl der Kommandoverbindung auch für andere Steueraufgaben verwendet werden können. Die Tasten signalisieren durch entsprechende Leuchtzustände eingegangene Rufe. Sie sind programmierbar mit Tast- und Rastfunktion, und vollflächig hinterleuchtet mit einstellbarer Helligkeit.

 

Videoanlage

Kurzbeschreibung

Die umfangreich zu errichtende Videoanlage dient der Darstellung unterschiedlicher Kamerabilder vom Bühnengeschehen in HD-Qualität auf verschiedenen Videomonitoren.

Fest eingebaute sowie mobil einsetzbare Kameras stehen unter anderem zur Verfügung.

Die Signalführung erfolgt über eine steuerbare Kreuzschiene. Eine flexible Anordnung von Versatzanschlüssen ermöglicht so die Realisierung unterschiedlicher Anforderungen bei Produktion durch die Ansteuerung weiterer Monitore. Das Kabelnetz für die neue Videoanlage wird komplett neu errichtet. Die Videoverkabelung im Bestand (RG59) wird gegen eine neue Verkabelung für HD-SDI- Signale ausgetauscht.

 

Video- Produktion

Kurzbeschreibung

Für das Abspielen von Videos zur Wiedergabe über Projektoren und zur Bearbeitung von Bildmaterial ist ein Video- Produktions-System vorgesehen. Neben der Möglichkeit der "Live- Mischung" wird ein PC-basiertes Video- Schnitt-System zur Vor- und Nachbearbeitung geplant.

 

Netzverteilung und Schaltlogik

Kurzbeschreibung

Die Netzverteilung mit Bedien- und Schaltlogik der Audio-/Video- und Inspizienten- Anlage wird entsprechend der neu einzurichtenden Anlagen erneuert. Die Ansteuerung der noch vorhandenen Anlagen - z.B. Portalbeschallung, Hörschleifen - wird in das neue System integriert. Die Bedienoberflächen werden durch Displays mit Touch- Bedienung ersetzt. Stromkreise für mobile Geräte werden mit Fehlerstromschutzeinrichtungen ausgestattet.

 

Installation und Verlegesysteme

Kurzbeschreibung

Installation

Für die komplette Installation der Inspizientenanlage, einschließlich des zur Verlegung erforderlichen Installationsmaterials, wird ausschließlich Material nach dem Stand der Technik verwendet. Aus mechanischen Gründen wird im Bühnenbereich ausschließlich geschützte Kabelverlegung (z.B. in Stahlpanzerrohr oder in geschlossenen Kabelkanälen) gewählt. Bewegliche Kabel (an z.B mobilen Einheiten) werden in bühnentauglicher Ausführung angebracht.

 

Sonstige Leistungen

Kurzbeschreibung

Folgende sonstigen Leistungen sind vorgesehen:

Programmierung aller Systeme

Inbetriebnahme der gesamten Inspizienten- Technik

Funktions- Test der Schnittstellen zu bauseitigen Systemen

Einweisung und Nutzerschulungen

Dokumentation getrennt nach Inspizienten, künstlerischer Abteilung und Technik

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

 

nicht relevant

 

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

 

nicht relevant

 

Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Baumaßnahme

                    Beseitigung von sicherheitstechnischen Defiziten

                    Verbesserung der Arbeitsbedingungen

                    Verbesserung der Proben- und Vorstellungsbedingen

                    Minimierung von Ausfällen und Fehlern

                    Anpassung an die geänderten Bedingungen und Erreichung des aktuellen Stands der Technik

 

Eigentumsverhältnisse

Eigentümer ist die Stadt Leipzig

 

Gemarkung

Leipzig (0415)

Flurstücksnummer

758/1 0

Flurstücksgröße in m²

9.900 m²

Eigentum

Stadt Leipzig

 

 

Energiekonzept

Die allgemeinen Begriffe werden in der Anlage „Erläuterung zum Energiekonzept“ definiert.

  Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant

  Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant

 

Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

 

Neubau

Erweiterungsneubau

Komplette Modernisierung, ohne Denkmalschutz

Komplette Modernisierung, mit Denkmalschutz

Modernisierung der äußeren Hülle

Modernisierung einzelner Bauteile

 

Energetischer Standard/Energiekonzept:

 

Passivhaus

EnEV 2014 mit Passivhauskomponenten

EnEV 2016

Einhaltung des U-Wertes entspr. Der Bauteilvorgaben der EnEV 2016

 

Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):

 

Der Passivhausstandard wurde nicht untersucht.

 

 

Der Passivhausstandard wurde untersucht.

 

Kennwerte

Soll-Wert

Ist-Wert

Planung

Heizwärmebedarf

kWh/(m²a)

max.15

<          >

<          >

Primärenergiebedarf

kWh/(m²a)

max.120

<          >

<          >

Luftdichtheit n50

h1

0,60

<          >

<          >

 

 

Nachweis nach EnEV 2016:

 

Anforderungswert:

Neubau   modernis. Altbau

Soll-Wert

Ist-Wert

Planung

Primärenergiebedarf

kWh/(m²a)

 

 

 

CO² –Emission

kg/(m²a)

 

 

 

Mittlerer U-Wert

W/m²K

 

 

 

 

Nachweis der U-Werte (Angabe nur bei Modernisierung einzelner Bauteile):

 

Bauteil

Wärmedurchgangskoeffizient (U in W/m²·K)

 

Umax EnEV

IST-Zustand

Planung

 

 

 

 

 

Energieträger:

 

Folgende Energieträger wurden untersucht:

 

Für aktuelle Baumaßnahme nicht relevant.

 

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Fernwärme

 

 

Erdwärme

 

 

Gas

 

 

Holz-Pellets

 

 

Öl

 

 

 

Barrierefreies Bauen

Im Rahmen der Barrierefreiheit wird in einem späteren Bauabschnitt für alle Plätze eine neue Höranlage für Personen mit eingeschränktem Hörvermögen installiert.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Nicht relevant

 

VgV-Betrachtung/Planungsbeteiligte

Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VgV geprüft.

 

Der maßgebliche Schwellenwert wird erreicht!

Nach Bestätigung des Beschlusses wird ein VgV-Verfahren für die weiteren Planungsleistungen durchgeführt.

 

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

 

Objektplanung nach § 33

 

Freianlagen nach § 38

 

Tragwerksplanung nach § 49

 

Technische Ausrüstung nach § 53

entsprechend Ergebnis VgV-Verfahren

 

Effektivität und Wirtschaftlichkeit

Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist:

in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt

nicht in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt

nicht in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind nicht bekannt

Die Oper Leipzig als Eigenbetrieb der Stadt Leipzig ist für die Nutzung und Bewirtschaftung des Opernhauses zuständig. Die Kosten sind bekannt.

 

Die Maßnahme der Vorlage ist:

 

ein Neubau

ein Neubau, als Ersatz für einen Altbau

ein Neubau, als Erweiterung an einem bestehenden Gebäude (=Flächenzuwachs)

eine Modernisierung, ohne Flächenzuwachs

eine Modernisierung, mit Flächenzuwachs

 

Die Modernisierungsarbeiten werden in der spielzeitfreien Zeit 2023 ausgeführt.

 

 

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

 

 

Baubeschluss

03/2021

VgV-Verfahren für Planungen

nach Baubeschluss (2021)

Erstellung der LP03-05

nach Vergabe (Mitte 2021)

Beendigung der Planungsphase und Ausschreibung der Leistungen

2022

Baubeginn

07/2023

Fertigstellung

10/2023

 

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Kostenangaben in Euro brutto, 19 % MwSt.

Kostenermittlungsstufe: Kostenberechnung nach DIN 276 vom 01.12.2016

 

Kostengruppe

 

 

Gesamt

100

Grundstück

 

 

0

200

Herrichten und Erschließung

 

 

0

300

Bauwerk – Baukonstruktionen

 

 

      1.000.000

400

Bauwerk – Technische Anlagen

 

 

     2.000.000

500

Außenanlagen

 

 

0

600

Ausstattung und Kunstwerke

 

 

0

700

Baunebenkosten

 

 

   360.000

Summe

 

 

 

Leistungserstattung des Amtes für Gebäudemanagement
(in KG 700 enthalten)

 

 

70.000

 

Gesamtsumme

 

 

3.360.000

 

Die Baukosten, KG 300 von ca. 1.000 T€ sind vorläufige Schätzkosten. Die Kosten begründen sich aus der Maßnahme notwendigen Verlegung der Anschlussverkabelung der ca. 500 Ruflautsprecher im gesamten Bühnen- und Personalbereich. Bei der Kabelverlegung sind die brandschutztechnischen Vorgaben zwingend einzuhalten. Teilrenovierungen der Räume und Flure sind unerlässlich.

 

Finanzierungsplan

Förderfähigkeit der Maßnahme:

  nicht förderfähig

  förderfähig

 

Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan (Euro brutto)

 

 

 

 

 

 

 - in € -

Jahr

Gesamt

2020

2021

2022

2023

Planung

290.000

50.000

50.000

90.000

100.000

Bau

3.000.000

 

 

1.000.000

2.000.000

AGM

70.000

 

20.000

20.000

30.000

Gesamt

3.360.000

50.000

70.000

1.110.000

2.130.000

Anteil Oper

1.660.000

50.000

70.000

260.000

1.280.000

Anteil Gästetaxe

1.700.000

0

0

850.000

850.000

 

 

Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme erfolgt ausweislich der vorstehenden Tabelle anteilig i. H. v. 1.660 T€ aus Eigenmitteln der Oper und i. H. v. 1.700 T€ aus den Einnahmen aus der Gästetaxe. Die Erneuerung der Inspizientenanlage wird im Haushaltsjahr 2022 i. H. v. 850.000 EUR als städtische Maßnahme, die aus der Gastetaxe finanziert werden soll, im Vorgriff auf die Vorlage "Finanzierung von städtischen Maßnahmen aus den Einnahmen aus der Gästetaxe in den Haushaltsjahren 2021 und 2022" bestätigt. Die im Haushaltsjahr 2023 aus der Gästetaxe benötigten Mittel i. H. v. 850.000 EUR werden entsprechend bestätigt und für die Verwendung der Gästetaxe vorgemerkt.

 

Die mit Inbetriebnahme der Inspizientenanlage im Jahr 2023 aufwandswirksam werdenden Abschreibungen sollen aus den positiven Jahresergebnissen der Vorjahre, welche bei Anwendung des sog. Kreislaufmodells und Neutralisation der Abschreibungen auf gewidmetes Betriebsvermögen (Beschluss des sog. Kreislaufmodells durch den Stadtrat vorausgesetzt) sichtbar bzw. gewonnen werden, amortisiert werden. Alternativ ist eine entsprechende jährliche Entnahme aus der Kapitalrücklage vorgesehen. Die Planungskosten der Jahre 2020 bis 2022 werden aus dem jährlichen Basisetat (städtische Zuweisungen) für Baumaßnahmen finanziert.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

keine

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

 

7. Besonderheiten

 

keine

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Die Inspizientenanlage ist das wichtigste gemeinsame Werkzeug, um einen sicheren Ablauf der Proben und Vorstellungen zu gewährleisten. Mit ihr werden nicht nur die Künstler zum Auftritt gerufen, sondern auch die Signale für bühnentechnische und szenische Verwandlungen gegeben. Fallen diese Signale aus, kann es im „harmlosesten“ Falle zu Vorstellungsausfällen und daraus resultierenden Einnahmeverlusten führen bis hin zu akuten Gefährdungen für Personen und Sachwerten. Ohne funktionstüchtige Inspizienten­anlage ist kein Spiel- und Probenbetrieb möglich.

 

Anlage:

 

Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2)

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2) (987 KB)    
Stammbaum:
VII-DS-02084   Bau- und Finanzierungsbeschluss - Eigenbetrieb Oper Leipzig: Erneuerung Inspizientenanlage Opernhaus Augustusplatz   02.4 Dezernat Kultur   Beschlussvorlage
VII-DS-02084-NF-01   Bau- und Finanzierungsbeschluss - Eigenbetrieb Oper Leipzig: Erneuerung Inspizientenanlage Opernhaus Augustusplatz   02.4 Dezernat Kultur   Neufassung