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Vorlage - VII-DS-02087-NF-01  

 
 
Betreff: Bau- und Finanzierungsbeschluss - Eigenbetrieb Oper Leipzig: Erneuerung Obermaschinerie Opernhaus Augustusplatz
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Neufassung
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VII-DS-02087
Beratungsfolge:
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
23.02.2021    FA Stadtentwicklung und Bau - Videokonferenz      
BA Kulturstätten 2. Lesung
04.03.2021    BA Kulturstätten      
FA Finanzen 2. Lesung
08.03.2021    FA Finanzen      
SBB Mitte Vorberatung
11.03.2021    SBB Mitte      
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2)

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Baumaßnahme wird im Jahr 2023 realisiert (Baubeschluss gemäß § 8 Abs. 3 Nr. 18 der Hauptsatzung der Stadt Leipzig in der zurzeit gültigen Fassung).

 

  1. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen 2.620 T€. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus Eigenmitteln der Oper. Die Mittel werden in den Wirtschaftsplänen der Oper für 2021 und 2022 (Planungskosten) sowie 2023 (Kosten der Baumaßnahme) entsprechend abgebildet.

 

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Die Steuerung der Obermaschinerie der Oper Leipzig wurde in den Jahren 1999-2001 errichtet und ist seither in Betrieb. Bedingt durch die langjährige Nutzung häuften sich in den letzten Jahren die Ausfälle von Komponenten der Steuerung, die nach über 15 Jahren nicht mehr produziert werden und die auf dem Markt auch nicht mehr zu beschaffen sind. Die aktuelle Anlage ist in höchstem Maße ausfallbedroht. Ohne funktionstüchtige Obermaschinerie ist kein angemessener Spiel- und Probenbetrieb möglich. Mit dieser Vorlage soll die Erneuerung der Obermaschinerie beschlossen werden.

Für das veranschlagte Investitionsvolumen obliegt die Beschlussfassung der Ratsversammlung (Baubeschluss gemäß § 8 Abs. 3 Nr. 18 der Hauptsatzung i.d. z.Zt. gültigen Fassung)

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

X

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

X

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

X

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Trifft nicht zu.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Trifft nicht zu.

 

III.  Strategische Ziele

 

Sicherstellung der Spielfähigkeit der Oper und damit Beibehaltung der künstlerischen Angebote der Oper.

 

 

 

 

 

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

Die Oper Leipzig betreibt mit dem Haus am Augustusplatz eines der größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum. Zur Erhaltung der Spiel- und Probenfähigkeit der der Oper sind Maßnahmen in Haus- und Bühnentechnischen Anlagen notwendig. Für einen sicheren Spiel- und Probenbetrieb ist eine funktions-sichere Obermaschinerie unerlässlich.

 

Die Entwurfsplanung zur Erneuerung der Anpassung des Sicherheitsstandards der Obermaschinerie auf SIL 3 liegt vor; ebenso wie der Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2; vgl. Anlage). Der Gegenstand dieser Vorlage ist die Beschlussfassung zur baulichen Umsetzung der Maßnahme.

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

Grundlagen

Ziel und Entwicklungskonzeption

Die Oper Leipzig zählt zu den großen und renommierten Opernhäuser Deutschlands und prägt seit mehr als 325 Jahren das Kulturleben der Stadt Leipzig. Die Geschichte des Opernhauses am Augustusplatz reicht mit dem NEUEN THEATER bis ins Jahre 1868 zurück und ist aufs das engste mit der Musikstadt Leipzig verbunden. 

 

Beschlüsse

Keine.

 

Begründete Zielstellung der Baumaßnahme

Beschreibung des Ist-Zustandes

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde am 8. Oktober 1960 als erster und einziger Opernneubau in der DDR eröffnet. Der Theaterbau verfügt über einen bemerkenswerten Zuschauerraum der allen Besuchern eine hervorragende Sicht auf das Bühnengeschehen ermöglicht, Haupt, Seiten- und Hinterbühne sowie verschiedenste Ebenen und Geschosse im Bühnen und Zuschauerbereich.

 

Ableitung des Bedarfes

Die Oper Leipzig betreibt mit dem Haus am Augustusplatz nicht nur eines der großen und renommierten Opernhäuser Deutschlands. Die Geschichte des Opernhauses am Augustusplatz reicht mit dem NEUEN THEATER bis ins Jahre 1868 zurück und ist aufs das engste mit der Musikstadt Leipzig verbunden Der Erhalt der Spiel- und Probenfähigkeit sind von Investitionen ins Gebäude und die technische Substanz am Standort abhängig. Aufgrund des hohen Sanierungsstaus sind die arbeitsschutzrechtlichen und betriebs­sicherheitsrelevanten Voraussetzungen zum Betrieb des Hauses auf den Stand der aktuell gültigen Vorgaben zu bringen. Die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des technischen Standes der zum Betrieb des Theaters notwendigen nutzungsspezifischen Anlagen nötig sind, stellt eine Pflichtaufgabe der Stadt Leipzig als Eigentümer dar.

 

Notwendigkeit/Dringlichkeit der Baumaßnahme

Die Steuerung der Obermaschinerie der Oper Leipzig wurde in den Jahren 1999-2001 errichtet und ist seither in Betrieb. Bedingt durch die langjährige Nutzung häuften sich in den letzten Jahren die Ausfälle von Komponenten der Steuerung, die nach über 15 Jahren nicht mehr produziert werden und die auf dem Markt auch nicht mehr zu beschaffen sind. Bereits 2016 wurde angesichts dieser Situation angezeigt, dass eine Sanierung der Steuerung der Obermaschinerie mit den erforderlichen Anpassungen an die neue, geänderte Vorschriftenlage erforderlich ist. Gespräche mit Planern wurden aufgenommen, aber auch mit den zuständigen Errichterfirmen geführt. Während der letzten Sanierung war SBS Bühnentechnik Dresden für den maschinentechnischen Teil und die Firma IBK Bühnentechnik GmbH für den steuerungstechnischen Teil der Anlage verantwortlich. In den folgenden Jahren wurde die Anlage durch diese Firmen auch in der Wartung betreut. In den ersten Gesprächen wurden der aktuelle Zustand der Bestandsanlage sowie mögliche Herangehensweisen besprochen. Es wurde festgelegt, dass diese Maßnahme eine reine Bestandsertüchtigung darstellen würde, bei der die vorhandenen Parameter der maschinentechnischen Anlagen, wie Nutzlast oder Fahrgeschwindigkeit unverändert bleiben würden.  Als Ziel wurde benannt, alle betroffenen maschinentechnischen Anlagen und die Steuerung dem Sicherheitslevel SIL3 entsprechen sollen.

 

Einen weiteren wichtigen Punkt stellt die Kommunikation zwischen der Steuerung der OM und der Steuerung der UM dar. Auf Grund der getrennten Steuerungen (dieser Zustand soll in jedem Fall beibehalten werden) bedarf es zumindest einer Kommunikation im Fehlerfall, bei dem das Auftreten eines Fehlers nicht nur am Bedienpult der jeweiligen Steuerung angezeigt wird, sondern auch eine Anzeige am Bedienpult der nicht betroffenen Steuerung erfolgt. Eine Recherche bezüglich am Markt zur Verfügung stehender Bremsen wurde vorgenommen und konnte mit der Festlegung des Einsatzes von Produkten der Firma Mayr abgeschlossen werden. Im Ergebnis der ersten Beratungsrunden wurde beschlossen, einen Maschinenzug, der selten bei Inszenierungen genutzt wird als Prototypen für die notwendigen mechanischen Umbauten auszuwählen, diesen entsprechend umzubauen und wieder in die Steuerung zu integrieren. Der Umbau erfolgte etappenweise in den spielfreien Zeiten 2017-2019. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf der Integration einer zuverlässig funktionierenden Lasterfassung. Bedingt durch die Einbausituation kam der Einsatz einer Getriebestütze nicht in Frage. Somit war eine Lasterfassung über den Sammelrollenbock über dem jeweiligen Antrieb notwendig. Hierbei musste der Tatsache Rechnung getragen werden, dass je nach Lage des Antriebs auf dem Maschinenboden die Tragseile in unterschiedlicher Anzahl nach rechts und links verzogen werden, was eine Lasterfassung zusätzlich erschwert. Nach Einsatz und Erprobung unterschiedlicher Varianten, erwies sich die Variante mit 2 Lastmessdosen unter dem jeweiligen Sammelrollenbock als die zuverlässigste und somit als anzuwendende Ausführung. Mit Blick auf den erfolgreichen Testlauf des Maschinenzuges 56 wurde für den weiteren Verlauf vereinbart, ebenfalls einen Punktzug vorab umzurüsten und für die eigentliche Maßnahme 2 Bauabschnitte vorzusehen. Im 1.BA würden die mechanischen Umbauten und der Austausch der steuerungstechnischen Sensorik an allen Antrieben erfolgen, die in der nachfolgenden Spielzeit mit der Bestandssteuerung weitergefahren werden können, um dann im 2.BA die alte Steuerungstechnik zu demontieren, die neue Steuerungstechnik zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

 

Alternativlösungen

Bei dem Zustand der Anlage gibt es keine Alternative zur Erneuerung der entsprechenden Komponenten.

 

Beschreibung der beabsichtigten Baumaßnahme

Städtebauliche Einordnung

Die Oper Leipzig liegt im Zentrum der Stadt am Augustusplatz. Das Gebäudeensemble bestehend aus dem Vorderhaus mit dem Zuschauerraum und Bühnenhaus mit den entsprechenden technischen Anlagen, Seitenbühnen, Hinterbühne, Garderoben, Verwaltung, und sämtlichen Direktionsbereichen. Das gesamte Gebäude unterliegt dem Denkmalschutz.

 

Erläuterung der Planung

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

 

nicht relevant

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

 

Die Bauleistungen sind zum größten Teil Nebenleistungen der Installations- und Verkabelungsarbeiten sowie dem Herrichten der notwendigen Betriebsräume. Sie umfassen das Herstellen und Schließen von Kabelschlitzen und Durchbrüchen, sowie im Besonderen das fachgerechte Öffnen und Schließen von Brandschotten, die Errichtung von Schächten.

 

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

 

Wärmeerzeugung und -verteilung:

 

nicht relevant

 

Lüftungstechnische Maßnahmen:


Der elektrische Betriebsraum erhält eine Lüftungsanlage zur Ableitung der entstehenden Wärme aus der Verstärkeranlage.

 

Wasser/Abwasser:


nicht relevant

 

Stark- und Schwachstrom:

Starkstrom:

 

Schwachstrom

Umbau Maschinenzüge / Panorama-Züge

Alle Maschinenzüge, einschließlich der Panorama-Züge sind auf dem separaten Maschinenboden auf +30,00 m über dem Schnürboden angeordnet. Für das Verziehen der Tragseile zu den Zugstangen ist ein Rollenboden über dem Maschinenboden angeordnet. Dort sind die Sammelrollen über den Seiltrommeln der Maschinenzüge situiert, die die Tragseile zu den jeweiligen Umlenkrollen der Seilgassen führen.

Alle vorgesehenen Maßnahmen an den Maschinenzügen wurden am Maschinenzug 56 bereits umgesetzt und im Spielbetrieb getestet. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass diese Ausführung des Umbaus für alle Maschinen- und Panoramazüge zum Einsatz kommen soll. Um sicher zu stellen, dass diese Ausführung aus abnahmefähig ist, wurde selbige einem ermächtigten Sachverständigen vorgestellt und von diesem für abnahmefähig befunden.

Maßnahmen an den Antrieben

Die Bestandsbremsen werden durch ein redundantes System bestehend aus zwei unabhängig voneinander wirkenden Bremsen mit Luftspaltüberwachung ersetzt. Geräte, Komponenten und Kabel, die nicht mehr benötigt werden, sind fachgerecht zu entsorgen.

Maßnahmen an der Steuerung

Es ist die vollständige Demontage, Entsorgung und anschließende Erneuerung der dezentralen Antriebsschränke an den Maschinenzügen vorgesehen. Die grundsätzliche Infrastruktur der Bestandssteuerung bleibt hinsichtlich Kabelwegen, Lage und Anzahl der Not-Aus-Taster, Lage und Anzahl der Bedienpulte sowie Aufstellungsort der Zentralrechner unberührt. 

Die Einbindung der Hinterbühnenzüge in die Antriebe der Gruppe 8 kann optional umgesetzt werden.

Die Kettenzuganlagen auf der rechten und linken Seitenbühne bleiben als autarke Anlage mit einer Bedienung vor Ort erhalten

Umbau Punktzüge

Die 24 Punktzüge sind auf der Schnürbodenebene +27,00 m in zwei Gruppen zu je 12 Maschinen angeordnet. Diese Gruppe sind rampenparallel in jeweils einer Reihe zum einen über der Portalanlage und zum anderen vor der Rückwand situiert. Damit können vom vorderen und hinteren Bereich der Hauptbühne die Punktzüge zum Einsatz kommen.

Analog zum Prototypen der Maschinenzüge wurde auch ein Punktzug entsprechend der vorgesehenen Ausführung umgebaut und erfolgreich in die Steuerung integriert. Die Vorstellung und Begutachtung durch den Sachverständigen ist noch nicht erfolgt, wird aber im Herbst 2020 erfolgen.

 

Maßnahmen an den Antrieben

Die Bestandsbremsen werden durch ein redundantes System mit Luftspaltüberwachung ersetzt.

 

Umbau Oberlichter und Rundhorizont

Die Antriebe der 6 Oberlichter und des Rundhorizontzuges sind auf der rechten Seite der Schnürboden ebene + 27,00 m angeordnet.

Von jedem der Antriebe der Oberlichter greift ein Zugseil über Seilumlenkungen am unteren Ende eines Gegengewichtsschlittens an. Am oberen Ende dieses Schlitten sind die Tragseile befestigt, die über die Sammel- und Seilabgangsrollen des Rollenbodens zu den Gestellen der Oberlichter geführt werden.

Vom Antrieb des Rundhorizonts werden die Tragseile über ein System von Seilumlenkungen auf dem Rollenboden zu den jeweiligen Seilabgangsrollen geführt und sind unterhalb des Schnürbodens an der Zugstange des Rundhorizonts mittels Seilschloss befestigt.

Maßnahmen an den Antrieben

Die Bestandsbremsen werden durch ein redundantes System mit Luftspaltüberwachung ersetzt.

Es werden neue Geber an den Antrieben montiert.

Für die Lasterfassung werden entsprechende Lastmessbolzen vorgesehen.

Maßnahmen an der Steuerung

Es ist die vollständige Demontage, Entsorgung und anschließende Erneuerung der dezentralen Antriebsschränke an allen Antriebseinheiten der Oberlichter und des Rundhorizonts vorgesehen.

 

Umbau Portalbrücke

Der Antrieb der Portalbrücke ist auf sind auf der rechten Seite der Schnürbodenebene + 27,00 m angeordnet.

 

Maßnahmen am Antrieb

Die Bestandsbremsen werden durch ein redundantes System mit Luftspaltüberwachung ersetzt.

Es werden neue Geber am Antrieb montiert.

Für die Lasterfassung werden entsprechende Lastmessbolzen vorgesehen.

Maßnahmen an der Steuerung

Es ist die vollständige Demontage, Entsorgung und anschließende Erneuerung des dezentralen Antriebsschrankes des Portalbrückenantriebs vorgesehen.

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

 

nicht relevant

 

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

 

nicht relevant

 

Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Baumaßnahme

                    Beseitigung von sicherheitstechnischen Defiziten,

                    Anlage nach baulichen Änderungen ohne Anpassung auf SIL 3 nicht mehr zugelassen

                    Verbesserung der Arbeitsbedingungen

                    Verbesserung der Proben- und Vorstellungsbedingen

                    Minimierung von Ausfällen und Fehlern

                    Anpassung an die geänderten Bedingungen und Erreichung des aktuellen Stands der Technik

Eigentumsverhältnisse

Eigentümer ist die Stadt Leipzig

 

Gemarkung

Leipzig

Flurstücksnummer

758/1 0

Flurstücksgröße in m²

9.900 m²

Eigentum

Stadt Leipzig

 

Energiekonzept

Die allgemeinen Begriffe werden in der Anlage "Erläuterung zum Energiekonzept" definiert.

  Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant

  Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant

 

Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

 

Neubau

Erweiterungsneubau

Komplette Modernisierung, ohne Denkmalschutz

Komplette Modernisierung, mit Denkmalschutz

Modernisierung der äußeren Hülle

Modernisierung einzelner Bauteile

 

Energetischer Standard/Energiekonzept:

 

Passivhaus

EnEV 2014 mit Passivhauskomponenten

EnEV 2016

Einhaltung des U-Wertes entspr. der Bauteilvorgaben der EnEV 2016

 

Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):

 

Der Passivhausstandard wurde nicht untersucht.

 

 

Der Passivhausstandard wurde untersucht.

 

Kennwerte

Soll-Wert

Ist-Wert

Planung

Heizwärmebedarf

kWh/(m²a)

max.15

<          >

<          >

Primärenergiebedarf

kWh/(m²a)

max.120

<          >

<          >

Luftdichtheit n50

h1

0,60

<          >

<          >

 

Nachweis nach EnEV 2016:

 

Anforderungswert:

Neubau   modernis. Altbau

Soll-Wert

Ist-Wert

Planung

Primärenergiebedarf

kWh/(m²a)

 

 

 

CO² –Emission

kg/(m²a)

 

 

 

Mittlerer U-Wert

W/m²K

 

 

 

 

Nachweis der U-Werte (Angabe nur bei Modernisierung einzelner Bauteile):

 

Bauteil

Wärmedurchgangskoeffizient (U in W/m²·K)

 

Umax EnEV

IST-Zustand

Planung

 

 

 

 

 

Energieträger:

 

Folgende Energieträger wurden untersucht:

 

Für aktuelle Baumaßnahme nicht relevant.

 

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Fernwärme

 

 

Erdwärme

 

 

Gas

 

 

Holz-Pellets

 

 

Öl

 

 

 

Barrierefreies Bauen

Im Rahmen der Barrierefreiheit wird in einem späteren Bauabschnitt für alle Plätze eine neue Höranlage für Personen mit eingeschränktem Hörvermögen installiert.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Nicht relevant

 

VgV-Betrachtung/Planungsbeteiligte

Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VgV geprüft.

Der maßgebliche Schwellenwert wird erreicht!

Nach Bestätigung des Beschlusses wird ein VgV-Verfahren für die weiteren Planungsleistungen durchgeführt.

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33

 

Freianlagen nach § 38

 

Tragwerksplanung nach § 49

 

Technische Ausrüstung nach § 53

entsprechend Ergebnis VgV-Verfahren

 

Effektivität und Wirtschaftlichkeit

Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist:

in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt

nicht in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt

nicht in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind nicht bekannt

Die Oper Leipzig als Eigenbetrieb der Stadt Leipzig ist für die Nutzung und Bewirtschaftung der
 Musikalischen Komödie zuständig. Die Kosten sind bekannt.

 

Die Maßnahme der Vorlage ist:

 

ein Neubau

ein Neubau, als Ersatz für einen Altbau

ein Neubau, als Erweiterung an einem bestehenden Gebäude (=Flächenzuwachs)

eine Modernisierung, ohne Flächenzuwachs

eine Modernisierung, mit Flächenzuwachs

 

Die Oper Leipzig wird während der gesamten Bauzeit nicht weiter betrieben.

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

 

Baubeschluss

01/2021

VgV-Verfahren für Planungen

nach Baubeschluss (2021)

Erstellung der LP03-05

nach Vergabe (Mitte 2021)

Beendigung der Planungsphase und Ausschreibung der Leistungen

2022

Baubeginn

07/2023

Fertigstellung

10/2023

 

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

 

Kostenangaben in Euro brutto, 19 % MwSt.

Kostenermittlungsstufe: Kostenberechnung nach DIN 276

 

Kostengruppe

 

 

Gesamt

100

Grundstück

 

 

0

200

Herrichten und Erschließung

 

 

0

300

Bauwerk - Baukonstruktionen

 

 

50.000

400

Bauwerk - Technische Anlagen

 

 

2.170.000

500

Außenanlagen

 

 

0

600

Ausstattung und Kunstwerke

 

 

0

700

Baunebenkosten

 

 

400.000

Summe

 

 

 

Leistungserstattung des Amtes für Gebäudemanagement
(in KG 700 enthalten)

 

 

90.000

Gesamtsumme

 

 

2.620.000

 

Finanzierungsplan

Förderfähigkeit der Maßnahme:

  nicht förderfähig

  förderfähig

 

Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan (Euro brutto)

Jahr

Gesamt

2020

2021

2022

2023

Planung

310.000 €

30.000 €

50.000 €

90.000 €

140.000 €

Bau

2.220.000 €

 

 

 

2.220.000 €

AGM

90.000 €

 

20.000 €

20.000 €

50.000 €

Gesamt

2.620.000 €

30.000 €

70.000 €

110.000 €

2.410.000 €

Anteil Oper

2.620.000 €

30.000 €

70.000 €

110.000 €

2.410.000 €

 

Die Finanzierung der Baumaßnahme ist in vollem Umfang aus Eigenmitteln der Oper geplant. Die mit Inbetriebnahme der Obermaschinerie im Jahr 2023 aufwandswirksam werdenden Abschreibungen sollen aus den positiven Jahresergebnissen der Vorjahre, welche bei Anwendung des sog. Kreislaufmodells und Neutralisation der Abschreibungen auf gewidmetes Betriebsvermögen (Beschluss des sog. Kreislaufmodells durch den Stadtrat vorausgesetzt) sichtbar bzw. gewonnen werden, amortisiert werden. Alternativ ist eine entsprechende jährliche Entnahme aus der Kapitalrücklage vorgesehen. Die Planungskosten der Jahre 2020 bis 2022 werden aus dem jährlichen Basisetat (städtische Zuweisungen) für Baumaßnahmen finanziert.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

keine

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

 

7. Besonderheiten

 

keine

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Die Obermaschinerie ist mehr noch als die Untermaschinerie entscheidend für bühnentechnische und szenische Verwandlungen. Auf Grund der Größe, Komplexität und des daraus resultierenden Gewichtes ist die OM schon im Vorfeld der Proben und Vorstellungen für die Montage der Dekorationsteile absolut unverzichtbar. Fällt diese sicherheitsbeding aus, kann es im „harmlosesten“ Falle zu Vorstellungsausfällen und daraus resultierenden Einnahmeverlusten führen bis hin zu akuten Gefährdungen für Personen und Sachwerten. Ohne funktionstüchtige Obermaschinerie ist kein angemessener Spiel- und Probenbetrieb möglich.

 

 

Anlage:

 

Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2)

 

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Erläuterungsbericht zur Vorplanung (Leistungsphase 2) (960 KB)    
Stammbaum:
VII-DS-02087   Bau- und Finanzierungsbeschluss - Eigenbetrieb Oper Leipzig: Erneuerung Obermaschinerie Opernhaus Augustusplatz   02.4 Dezernat Kultur   Beschlussvorlage
VII-DS-02087-NF-01   Bau- und Finanzierungsbeschluss - Eigenbetrieb Oper Leipzig: Erneuerung Obermaschinerie Opernhaus Augustusplatz   02.4 Dezernat Kultur   Neufassung