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Vorlage - VII-DS-02446  

 
 
Betreff: Straßenbenennung 1/2021
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Allgemeine Verwaltung
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters
OR Lützschena-Stahmeln Anhörung
FA Allgemeine Verwaltung
11.05.2021    FA Allgemeine Verwaltung, abgehalten in Form einer Videokonferenz      
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
FA Allgemeine Verwaltung
SBB Südost Anhörung
SBB Nord Anhörung
SBB Nordwest Anhörung
SBB Südwest Anhörung
OR Engelsdorf Anhörung
OR Wiederitzsch Anhörung
FA Umwelt, Klima und Ordnung 2. Lesung
SBB Nordost Anhörung
SBB Ost Anhörung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Der Stadtrat beschließt die Neu- und Teilumbenennung sowie Aufhebung folgender Straßen:

 

Nr. 

Stadtbezirk/Ortsteil 

Beschreibung der Lage 

Benennungsvorschlag 

1. Neubenennungen 

1.1

Nordost / Schönefeld-Ost

Straße nördlich der Stöhrerstraße 

Paulownienweg

1.2

Ost / Engelsdorf

 

B-Plan E-164 “Südlich der B 6” 3. Änderung

Angelusweg

1.3

Südost / Probstheida

Feldstraße / Russenstraße

Auf dem Gemüseacker

1.4

Südost / Meusdorf

B-Plan 398 “Parkstadt Dösen”

Geschwister-Steinhausen-Park,

Margaretha-Rothe-Straße, Georg-Lehmann-Bogen,

Otto-Wilhelm-Scharenberg-Bogen,

Erna-Stahl-Straße

1.5

Südwest / Knautkleeberg-Knauthain

B-Plan 391 “Wohngebiet nördlich der Fortunabadstraße/ Dieskaustraße;

Verlängerung Dieskaustraße

1.6

Südwest / Knautkleeberg-Knauthain

B-Plan 96

Angersiedlung

Verlängerung Birkenpilzweg

1.7

Nord / Gohlis-Mitte

Benennung des Platzes (und nur des Platzes) zwischen der Virchowstraße, Wilhelm-Plesse-Straße und dem Viertelsweg

Fritz-Riemann-Platz

1.8

Nord / Wiederitzsch

B-Plan 208 “Industriegebiet Seehausen II”

Paul-Beiersdorf-Straße

2. Teilumbenennung 

2.1

Ost / Sellerhausen-Stünz

Umbenennung des südlichen Abschnitts der Püchauer Straße

Thallwitzer Straße

2.2

Nordwest / Wahren

Umbenennung des westlichen Abschnitts der Stammerstraße

Polyphonstraße

3. Aufhebung

3.1

Nordwest / Lützschena-Stahmeln

B-Plan 354

Neuer Ring

Die Benennungen werden mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Neubenennung und Teilumbenennung von Straßen sowie Aufhebung von Straßennamen in der Stadt Leipzig.


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 


Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Entfällt.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Entfällt.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Entfällt.

 

III.  Strategische Ziele

 

Entfällt.

 


IV. Sachverhalt

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Neubenennungen von Straßen      7

1.1 Stadtbezirk Nordost, Ortsteil Schönefeld-Ost     7

Paulownienweg         7

1.2 Stadtbezirk Ost, Ortsteil Engelsdorf      9

Angelusweg          9

1.3 Stadtbezirk Südost, Ortsteil Probstheida      11

Auf dem Gemüseacker        11

1.4 Stadtbezirk Südost, Ortsteil Meusdorf      13

Geschwister-Steinhausen-Park       13

Margaretha-Rothe-Straße        13

Georg-Lehmann-Bogen        14

Otto-Wilhelm-Scharenberg-Bogen       14

Erna-Stahl-Straße         15

1.5 Stadtbezirk Südwest, Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain   18

Dieskaustraße         18

1.6 Stadtbezirk Südwest, Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain   20

Birkenpilzweg          20

1.7 Stadtbezirk Nord, Ortsteil Gohlis-Mitte      22

Fritz-Riemann-Platz         22

1.8 Stadtbezirk Nord, Ortsteil Wiederitzsch      24

Paul-Beiersdorf-Straße        24

2. Teilumbenennung von Straßen      26

2.1 Stadtbezirk Ost, Ortsteil Sellerhausen-Stünz    26

Thallwitzer Straße         26

2.2 Stadtbezirk Nordwest, Ortsteil Wahren      28

Polyphonstraße         28

3. Aufhebung         30

3.1 Stadtbezirk Nordwest, Ortsteil Lützschena-Stahmeln    30

Neuer Ring          30

4. Information         32

4.1 Stadtbezirk Mitte, Ortsteil Zentrum-Ost      32

Preußenseite          32


  1. Neubenennungen von Straßen

 

1.1 Stadtbezirk Nordost, Ortsteil Schönefeld-Ost

 

Bauvorhaben nördlich der Stöhrerstraße

 

Es wird vorgeschlagen, die neu entstehende Straße

 

Paulownienweg

 

zu benennen.

 

Länge: ca. 293 m

Breite: 3,6 m

 

 

Erläuterung: Paulownia

-       Paulownien sind die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Blauglockenbaumgewächse

-       Die Gattung Paulownia beinhaltet ca. sieben Arten

  • Der Blauglockenbaum ist in Europa die bekannteste Art

-       Wuchshöhe: ca. 12 bis 15 Meter

-       Blütenfarbe: blauviolett

-       Blütezeit:  April / Mai

-       Ursprung:   Ostasien

 

Begründung: Die Privatstraße entsteht auf einem Gelände, welches gewerblich genutzt wird und bleibt auch nach der Benennung eine Privatstraße. Da auf dem Gelände verschiedene Gebäude entstehen, werden mehrere neue Hausnummern benötigt. Diese müssten sich ohne einen neuen Straßennamen in die Hausnummerierung der nächstgelegenen Straße einfügen. Dies ist hier nicht ohne den unverhältnismäßigen Aufwand der Adressänderung weiterer Anlieger möglich. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Privatstraße zu benennen. Bei der Privatstraße wurde der Eigentümer in die Abwägung des Straßennamens einbezogen. In Anbetracht der Anpflanzung mehrerer Pflanzen aus der Gattung der Paulownien, welche das Straßenbild prägen werden, wird vorgeschlagen, die Straße „Paulownienweg“ zu benennen.

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:

 


 


1.2 Stadtbezirk Ost, Ortsteil Engelsdorf

 

B-Plan Nr. E-164 „Südlich der B6“, 3. Änderung

 

Es wird vorgeschlagen,

 

den Siedlungsweg 1 und 2

Angelusweg

 

zu benennen.

 

Länge: ca. 53 m

Breite: 4 – 6 m

 

 

Erläuterung: Angelus

-       Aus dem Lateinischen = Engel, Bote Gottes

-       Bezieht sich auf den Engel im Wappen der Ortschaft Engelsdorf

 

Begründung: Im Bereich des Bebauungsplans Nr. E-164, 3. Änderung entsteht ein Wohngebiet mit 22 Reihenhäusern. Dies macht eine Benennung der neu entstehenden Privatstraße notwendig. Der Straßenname bezieht sich auf den Engel, der im Wappen der Ortschaft Engelsdorf enthalten ist und stellt so einen Bezug zur Ortschaft Engelsdorf her, in welcher die Straße entsteht. Der Ortschaftsrat Engelsdorf hat in seiner Sitzung vom 05.10.2020 für den oben genannten Straßennamen gestimmt.

 Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, die Straße „Angelusweg“ zu benennen.

 

 

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:

 


 

 

 


 

1.3 Stadtbezirk Südost, Ortsteil Probstheida

 

Bauvorhaben Feldstraße

 

Es wird vorgeschlagen, die neu entstehende Straße

 

Auf dem Gemüseacker

 

zu benennen.

 

Länge: ca. 221 m

Breite: 3,55 m bzw. 6 m

 

 

Erläuterung: Auf dem Gemüseacker

-       Erinnerung an den Gärtnerei-Hintergrund von Probstheida

-       Hinweise vorhanden, dass im 19. Jahrhundert bereits viel Kohl und Kraut in Probstheida angebaut und verkauft wurde

-       Um 1900 herum gab es in Probstheida 19 Gärtnereibetriebe, welche unter anderem Gemüse anpflanzten

-       Zur Zeit der DDR wurden die Gärtnereien zusammengeschlossen zur Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft

-       Von 1952 - 1990 wurde hier vor allem Gemüse angebaut

 

Begründung:  Auf dem Gelände ist ein Wohngebiet mit 53 Wohneinheiten geplant.

Es ist dementsprechend aus Ordnungs- und Orientierungsgründen notwendig, die neu entstehende Straße zu benennen. Im Umfeld des neu entstehenden Wohngebiets sowie auf dem Gebiet selbst waren im letzten Jahrhundert viele Gärtnereibetriebe ansässig, die unter anderem Gemüse anpflanzten. Der neue Straßenname soll auf diese frühere Gegebenheit hinweisen und das Handwerk der Gärtnerei würdigen. Der SBB Südost wurde in den Prozess der Abwägung eines Straßennamens einbezogen und hat am 02.02.2021 unter anderem den Vorschlag gemacht, die Straße „Auf dem Gemüseacker“ zu benennen. Für die neu entstehende Straße wird dementsprechend der Straßenname „Auf dem Gemüseacker“ vorgeschlagen.

 

 

 

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:

 

 

 


1.4 Stadtbezirk Südost, Ortsteil Meusdorf

 

B-Plan Nr. 398 „Parkstadt Dösen“

 

Es wird vorgeschlagen,

 

 

a)      die Grünfläche

 

Geschwister-Steinhausen-Park

 

zu benennen.

 

Fläche: ca. 8120 m²

 

 

Erläuterung: Geschwister Steinhausen

Sigrid Olimpia Steinhausen (*08.11.39 Leipzig – 24.05.1941 Leipzig)

Bruder Manfred Olaf Steinhausen (10.10.37 Zerbst – 01.10.1941 Pirna)

-       Beide Geschwister sind keine 4 Jahre alt geworden

-       Sigrid Steinhausen wurde nachweislich im Rahmen der Kindereuthanasie in der Parkstadt Dösen ermordet

-       Manfred Steinhausen wurde in Pirna Sonnenstein vergast

-       Sigrid Steinhausen wird exemplarisch auch als Kind im Gedenkort im Friedenspark Leipzig genannt

 

 

b)      die Planstraßen A, B, C

 

Margaretha-Rothe-Straße

 

zu benennen.

 

Länge: insgesamt ca. 777 m

Breite: Planstraßen  A 9,5 m

  Planstraße  B 9,5 m 

  Planstraße C 8 m

 

Erläuterung: Margaretha Rothe

-       Geboren 1919 in Hamburg - gestorben 1945 in Leipzig

-       Studierte in Hamburg Medizin

-       War Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose in Hamburg

-       Wurde 1943 von der Gestapo verhaftet,

-       Wurde aufgrund der Luftangriffe auf Hamburg, über Berlin nach Cottbus und dann nach Leipzig (auf einem Viehwagen) gebracht

  • Erkrankte aufgrund des Transports im Februar 1945;
  • Kam erst ins Frauengefängnis Leipzig-Meusdorf und dann in die Heilanstalt Dösen
  • Verstarb wahrscheinlich in Dösen an den Folgen einer Lungentuberkulose und Rippenfellentzündung

-       Wurde in Hamburg postum mehrfach geehrt

c)      die Straße südlich der Planstraße A

 

Georg-Lehmann-Bogen

 

zu benennen.

 

Länge: ca. 321 m

Breite: 9,5 m

 

 

Erläuterung: Georg Lehmann

-       Geboren 1855 - gestorben 1918

-       1901: Erster Direktor der Heilanstalt Dösen

-       Bekannt für sein Engagement für die Versorgung psychisch Kranker

-       Hat in der Frühphase der Entwicklung der Psychiatrie für erste in die Stadtgemeinde orientierende Behandlungswege - Familienpflege - gesorgt

 

 

d)      die Straße südlich der Planstraße B

 

 Otto-Wilhelm-Scharenberg-Bogen 

 

zu benennen.

 

Länge: ca. 252 m

Breite: 9,5 m

 

 

Erläuterung: Otto Wilhelm Scharenberg

-       Geboren 1851 in Kiel – gestorben 1920 in Erdmannsdorf

-       Architekt, Stadtbaurat

-       Studierte an der Berliner Bauakademie und Technischen Hochschule in Berlin

-       Arbeitete 1887 – 1895 bei der Bauleitung des Reichsgerichtsgebäudes in Leipzig

-       1898 – 1915 Stadtbaurat in Leipzig

-       Bedeutende Werke in Leipzig:

  • 1899 – 1902: Heilanstalt Leipzig-Dösen
  • 1901:    Realschule Lindenau (heute Helmholtzschule)
  • 1902:    Städtisches Waisenhaus (heute Haus der Demokratie)
  • 1906 – 1907:  5. Bezirksfeuerwache in Gohlis
  • 1906 – 1909:  Restaurierung des Alten Rathauses
  • 1905 – 1910:  Kapellenanlage mit Krematorium auf dem

 Südfriedhof

  • 1908 – 1913:  Krankenhaus St. Georg in Eutritzsch
  • 1912 – 1913: Städtisches Leihhaus (heute Finanzamt)
  • 1913 – 1915: Stadtbad Nord

e)      die Planstraße D

 

Erna-Stahl-Straße

 

zu benennen.

 

Länge:  ca. 150 m

Breite: 9,5 m

 

 

Erläuterung: Erna Stahl

-       Geboren 1900 in Hamburg – Gestorben 1980 in Hamburg

-       Reformpädagogin und im Umfeld der Weißen Rose tätig

-       Studierte an der Hamburger Universität Deutsch, Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie

-       Lehrte ab 1930 an der Lichtwarkschule, welche zu ihrer Zeit als eine moderne Schule galt

-       Sie hielt ihren Unterricht frei von NS Ideologien

-       Aus ihrem Unterricht war ein Lesekreis hervorgegangen, der sich vor allem 1935/36 sehr regelmäßig traf

-       Schüler ihres Lesekreises gründeten später die Widerstandsgruppe Weiße Rose

-       Sie wurde 1943 von der Gestapo inhaftiert und Anfang 1945 zwischenzeitlich ins Gefängnis Leipzig-Kleinmeusdorf überstellt;

-       Wurde im April 1945 von amerik. Gruppen in Bayreuth befreit

-       War 1950 an der Gründung der ersten frühen Form einer kooperativen Gesamtschule in Hamburg beteiligt

-       Wirkte an zahlreichen Erneuerungen des Schulwesens mit

-       Wurde in Hamburg mehrfach geehrt

 


Begründung: Zwischen der Chemnitzer Straße und der Paul-Flechsig-Straße befindet sich das Areal der ehemaligen „Heilanstalt Dösen“, welches in den letzten Jahren größtenteils ungenutzt war und zuletzt „verwilderte“. Die im B-Plan Nr. 398 „Parkstadt Dösen“ geplante Herstellung von Wohnraum für 1200 Menschen und die öffentliche Zugänglichkeit des Geländes erfordert die Benennung der entstehenden Straßen. Der Architekt der ursprünglichen „Heilanstalt Dösen“ war Otto Wilhelm Scharenberg, weshalb vorgeschlagen wird, eine Straße als „Otto-Wilhelm-Scharenberg-Bogen“ zu benennen. Der Name war bereits in den Namensvorrat aufgenommen worden und hat zu diesem Gebiet einen räumlichen Bezug. Zudem wird vorgeschlagen, eine weitere Straße „Georg-Lehmann-Bogen“ zu benennen. Lehmann war der erste Direktor der Heilanstalt Dösen und für sein Engagement für psychisch kranke Menschen bekannt. Mit diesen beiden Personen wäre der Entstehungsgeschichte der heutigen Parkstadt Dösen gedacht. Es wird vorgeschlagen, die längste Straße in dem Gebiet nach Margaretha Rothe, „Margaretha-Rothe-Straße“ zu benennen. Margaretha Rothe war eine Widerstandskämpferin im Nationalsozialismus, welche von der Gestapo verhaftet wurde und aufgrund der schlechten Haftbedingungen letztendlich in der Parkstadt Dösen verstarb. Sie steht an diesem Ort stellvertretend für viele weitere Opfer der Parkstadt Dösen und erinnert gleichzeitig an den gegen den Nationalsozialismus geleisteten Widerstand. Zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde in der Parkstadt Dösen vor allem Kinder-Euthanasie verbrochen. Den Opfern dieser Verbrechen gedenkend, wird vorgeschlagen, die Parkfläche in der Mitte der Anlage „Geschwister-Steinhausen-Park“ zu benennen. Hier bietet sich an einem zentralen Ort in der Mitte der Anlage die Möglichkeit der ermordeten Kinder zu gedenken. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass eine Adressvergabe in einem Wohngebiet nach den ermordeten Kindern vorgenommen wird. Kleinkinder, die die Bedeutung des eigenen Straßennamens erfragen, sollen nicht in der kindlichen Angst leben, dass ihnen Selbiges an jenem Ort zustoßen könnte. Aus eben diesem Grund wird vorgeschlagen, die südliche zum Kindergarten führende Straße „Erna-Stahl-Straße“ zu benennen. Erna Stahl war eine Reformpädagogin, deren Schüler die Weiße Rose gründeten. Sie überlebte die Gefangenschaft im südlich der Anlage gelegenen Frauengefängnis Leipzig-Kleinmeusdorf und setze sich weiterhin für Reformen im Schulwesen ein. Sie kann damit als Vorbild und Hoffnungsträgerin für junge Kinder dienen.

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:



 

1.5 Stadtbezirk Südwest, Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain

 

B-Plan Nr. 391 „Wohngebiet nördlich der Fortunabadstraße/Dieskaustraße“

 

Es wird vorgeschlagen, den verlängerten Abschnitt der Dieskaustraße namentlich der

 

Dieskaustraße

 

zuzuordnen.

 

Länge: ca. 56 m

Breite: 5,55 m

 

 

Erläuterung: Familie von Dieskau

-       Besitzer der Rittergüter Kleinzschocher, Großzschocher und Knauthain vom Ende des 16.bis zum Ende des 17. Jahrhunderts.

 

Begründung: Mit dem Ausbau des Straßenabschnittes, der sich an die Dieskaustraße anschließt, wird eine Benennung notwendig. An diesem Abschnitt sollen drei neue Wohngebäude entstehen. Aus diesem Grund wird für den entstandenen Straßenabschnitt vorgeschlagen, diesen namentlich der Dieskaustraße zuzuordnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:

 


 

 

 

 

 

 

 


 

1.6 Stadtbezirk Südwest, Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain

 

B-Plan Nr. 96 „Angersiedlung“

 

Es wird vorgeschlagen, den verlängerten Abschnitt des Birkenpilzwegs namentlich der Straße

 

Birkenpilzweg

 

zuzuordnen.

 

Länge: ca. 44 m

Breite: ca. 7 m

 

 

Erläuterung: Birkenpilz

-       Pilzart der Gattung Röhrlinge

-       Vorkommen: Bevorzugt in Symbiose lebend unter Birken

-       Wachstumszeit: von Juni bis November

 

Begründung: Die Siedlung liegt in der Nähe eines Gebietes, in dem Straßen nach Wildtieren benannt sind. Diesem und dem Charakter der Siedlung Rechnung tragend (Einfamilienhäuser mit viel Wohngrün) wurden die Straßen der Siedlung nach heimischer Fauna (hier Pilze) benannt. Die ursprüngliche Benennung und der Bau des Gebietes erfolgten bereits 1996. Nach einem Baustopp wird nun weitergebaut und die Benennung der Verlängerung des Birkenpilzwegs wird notwendig. Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, die verlängerte Straße namentlich dem „Birkenpilzweg“ zuzuordnen.

 

 

 

 

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:

 


 

 

 


 

1.7 Stadtbezirk Nord, Ortsteil Gohlis-Mitte

 

Platzbenennung

 

Es wird vorgeschlagen, den Platz zwischen der Virchowstraße, Wilhelm-Plesse-Straße und dem Viertelsweg als

 

Fritz-Riemann-Platz

 

zu benennen.

 

Fläche: ca. 1550 m²

 

 

Erläuterung: Fritz Albin Ferdinand Riemann

   Geboren 1881 in Schlotheim – gestorben 1955 in Leipzig

-       Architekt und Städteplaner

-       Sohn eines Bäckermeisters

-       1907/08 Studium an der Technischen Universität Darmstadt

-       1911 – 1917: Anstellung beim Architekten Georg Lubowski in Leipzig

-       Ab 1919 selbstständiger Architekt

-       Bis 1939 errichtete er ca. 2.000 Wohnungen für die heutige VLW

-       Plante u. gestaltete bspw. Wohnanlagen und Einfamilienhäuser in:

  • Eisenbahnersiedlung in Lindenthal
  • Wohnanlage Blochmannstraße
  • Wohnungen in den Ortsteilen Connewitz, Eutritzsch, Gohlis und Leutzsch

-       Sein Grab befindet sich auf dem Leipziger Südfriedhof

 

Begründung: Der Platz zwischen der Virchowstraße, Wilhelm-Plesse-Straße und dem Viertelsweg hat offiziell bisher keinen Namen. Der Platz ist umgeben von Wohnhäusern, welche Fritz Riemann als freier Architekt in den 1930er-Jahren entwarf. Eine Benennung des Platzes kann erfolgen, ohne die Anschriften der umliegenden Gebäude zu ändern. Im umliegenden Gebiet wurden die Straßen teilweise mit und ohne Vornamen benannt, weshalb eine Benennung mit dem Vornamen hier möglich ist. Auf diese Weise kann zudem eine Verwechslung mit der „Riemannstraße“ verhindert werden, welche nach dem Musikforscher Hugo Riemann benannt ist. Es wird vorgeschlagen, den Platz „Fritz-Riemann-Platz“ zu benennen.

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

Lageplan umseitig:

 

 


1.8 Stadtbezirk Nord, Ortsteil Wiederitzsch

 

B-Plan Nr. 208 „Industriegebiet Seehausen II“

 

Es wird vorgeschlagen, die neu entstehende Straße

 

Paul-Beiersdorf-Straße

 

zu benennen.

 

Länge: ca. 460 m

Breite: 11 m, 18,5 m, 22,5 m (von Süd nach Nord)

 

 

Erläuterung: Paul C. Beiersdorf

-       Geboren 1836 in Neuruppin – gestorben 1896 in Berlin

-       1860 besteht er das Staatsexamen in Pharmazie an der Universität Berlin

-       Ab 1862 übernimmt er die Leitung einer Neusilberfabrik in Moskau

-       1864 wird er in Berlin Mitinhaber der Firma Schmidt & Haensch, welche optische Instrumente herstellt

-       1871 heiratet er seine in Moskau geborene Frau Antonie Maria Mauß und sie haben 4 Kinder zusammen

-       1874 – 1876  Besitzer einer Apotheke in Bärwalde

-       1876 – 1879:  Besitzer der Löwen-Apotheke in Grünberg

-       1880 – 1883:  Besitzer einer Apotheke in Hamburg

-       1882:   Erhalt des Patents zur „Herstellung von gestrichenen Pflastern“, welches gleichzeitig die „Geburtsurkunde“ der Firma Beiersdorf ist

-       Verkaufte nach dem Tod seines Sohnes 1890 das Unternehmen

-       1893: Erhalt des Patentes „Verfahren zur Herstellung von schweißaufsaugender Einlegesohlen

-       Mehrmals werden ihm Anträge auf Konzession für eine Apotheke abgelehnt, was zu seinem Selbstmord 1896 führt

 

Begründung: Im Gebiet des Bebauungsplans Nr. 208 „Industriegebiet Seehausen II“ entsteht ein neues Industriegebiet. Aus diesem Grund entsteht in diesem Gebiet eine Straße, welche als Anschrift für ansässige Unternehmen dienen soll. Eine Straßenbenennung ist hier demnach aus Ordnungs- und Orientierungsgründen notwendig. Der Ortschaftsrat Wiederitzsch hat sich in seiner Sitzung am 08.09.2020 für eine Benennung nach Paul Beiersdorf ausgesprochen. Die Verbindung zu diesem Namen beruht auf der neuen Ansiedlung der Beiersdorf AG auf dem Gelände. Der Grundsatz der Stadt Leipzig, ohne Vornamen zu benennen, wird hier umgangen, um eine Verwechslung mit dem Firmennamen auszuschließen. Es wird vorgeschlagen, die Straße „Paul-Beiersdorf-Straße“ zu benennen.

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

Lageplan:

 

 


  1. Teilumbenennung von Straßen

 

2.1 Stadtbezirk Ost, Ortsteil Sellerhausen-Stünz

 

 

Es wird vorgeschlagen, den Straßenabschnitt der Püchauer Straße zwischen Wurzner Straße und Macherner Straße in

 

Thallwitzer Straße

 

umzubenennen.

 

Länge: ca. 140 m

Breite: ca. 11 m

 

 

Erläuterung: Thallwitz

-       Gemeinde in Sachsen

-       Lage: nordöstlich von Leipzig

-       Gehört zum Landkreis Leipzig in Sachsen

-       Einwohner: 3567

-       Gesamtfläche: 53 km²

 

Begründung: Die Hausnummerierung in der Püchauer Straße wurde in der Historie im nördlichen Teil der Püchauer Straße aufsteigend in Richtung Norden begonnen. Eine Bebauung des südlichen Teils der Püchauer Straße war wahrscheinlich nicht vorgesehen. Derzeit besteht die Möglichkeit, dass auch der südliche Teil der Püchauer Straße bebaut wird. Um eine ordnungsgemäße Hausnummerierung in der Püchauer Straße zu gewährleisten, ohne das unverhältnismäßig viele Anlieger ihre Adressen ändern müssen, ist eine Umbenennung des südlichen Teils der Püchauer Straße notwendig. Die umliegenden Straßen sind nach richtungsweisenden Ortsnamen (Bsp.: Portitzer Straße, Wurzner Straße etc.) benannt. Die Gemeinde Thallwitz liegt nordöstlich von Leipzig und damit direkt nördlich der Gemeinden Wurzen und Machern. Es wird vorgeschlagen, den umzubenennenden Straßenabschnitt der Püchauer Straße „Thallwitzer Straße“ zu benennen.

 

 

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

 

Lageplan umseitig:


 

 

 


 

2.2 Stadtbezirk Nordwest, Ortsteil Wahren

 

B-Plan Nr. 264 „Pittlerstraße / Stammerstraße / Linkelstraße Nutzungsarten“

 

Es wird vorgeschlagen, den Straßenabschnitt der Stammerstraße zwischen der Pittlerstraße und dem „Friedhof Wahren“ sowie dem Kleingartenverein „Wahren 1901“ in

 

Polyphonstraße

 

umzubenennen.

 

Länge: 220 m

Breite: 8 m

 

 

Erläuterung: Polyphon Werke AG bzw. Polyphon Musikwerke AG

-       In Anlehnung an das von 1895 bis 1930 ansässige Unternehmen

-       1889 eröffneten Gustav Brachhausen (1860–1943) und Ernst Paul Rießner (1859–1947) in Eutritzsch (Leipzig) unter dem Namen Brachhausen & Rießner mechanische Musikwerke, ein Unternehmen zur Herstellung von mechanischen Musikapparaten

-       1893 bezogen sie in Wahren, in der Bahnhofstraße 61 direkt am Bahnhof Wahren ein neues Gebäude (östlich der Pittlerstraße)

-       1895: Entstehung des Nachfolgers „Polyphon-Musikwerke AG“

-       Alleiniger Vorstand war Ernst Paul Rießner, da Gustav Brachhausen 1892 in die USA auswanderte

-       1899 hatte das Unternehmen bereits 780 Mitarbeiter

-       Die Produkte (Musikautomaten, Spieldosen, Orchestrions, Schallplatten usw.) waren weltweit bekannt

-       Die Firma gehörte zu den drei weltweiten Marktführern

-       1917 übernahm die Polyphon Musikwerke AG die Aktien der Deutschen Grammophon AG und wurde daraufhin zur bis 1930 bestehenden Polyphonwerke AG

 

Begründung: Derzeit ist die Gelegenheit günstig, die Problematik der unterbrochenen Stammerstraße in Wahren aufzulösen, da es nur zwei Anlieger gibt, welche bereits bei der Hausnummernvergabe über eine mögliche Umbenennung der Straße informiert wurden. Hierbei soll der westliche Teil der Stammerstraße umbenannt werden. Der östliche Teil der Stammerstraße kommt für eine Umbenennung nicht in Frage, da zu viele Anlieger von einer Adressänderung betroffen wären. Nach Absprache mit dem Stadtbezirksbeirat Nordwest schlug dieser den Namen „Polyphonstraße“ in Anlehnung an das früher dort ansässige Unternehmen vor. In der näheren Umgebung sind mehrere Straßen nach ehemals ansässigen Unternehmen (Bsp.: Druckereistraße) oder deren Besitzern (Bsp.: Pittlerstraße) benannt, weshalb sich der Straßenname gut in das Umfeld einfügt. Dementsprechend wird vorgeschlagen, den westlichen Teil der Stammerstraße in „Polyphonstraße“ umzubenennen.

Die Benennung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

 

Lageplan:

 

 


 

  1. Aufhebung

 

3.1 Stadtbezirk Nordwest, Ortsteil Lützschena-Stahmeln

 

B-Plan Nr. 354 „Gewerbepark Stahmeln“

 

Es wird vorgeschlagen, den Straßennamen

 

Neuer Ring

 

aufzuheben.

 

Länge: ca. 151 m

Breite: ca. 6,5 m

 

 

Erläuterung: Neuer Ring

-       Benannt nach dem Straßenverlauf: Die Straße bildete einen Teil eines Ringes

 

Begründung: Der Straßenname „Neuer Ring“ soll aufgrund des Baus einer Lagerhalle auf dieser Fläche aufgehoben werden. Die Straße ist damit faktisch überbaut und benötigt keinen Straßennamen mehr. Zudem wurde die straßenrechtliche Einziehung der Straße „Neuer Ring“ bereits vollzogen und hat seit dem 04.08.2020 Rechtskraft. Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, den Straßennamen „Neuer Ring“ aufzuheben.

 

 

 

 

 

Die Aufhebung wird mit ihrer Bekanntgabe im Leipziger Amtsblatt wirksam und nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bzw. der Erschöpfung des Rechtsweges bestandskräftig.

 

 

Lageplan umseitig:


 


  1. Information

 

 

4.1 Stadtbezirk Mitte, Ortsteil Zentrum-Ost

 

B-Plan Nr. 323.2 „Hauptbahnhof Westseite, Teilbereich südlich der Parthe“

 

Es wird darüber informiert, dass die Verlängerung der

 

Preußenseite

 

aus der Vorlage VII-DS-01101 bis zur Berliner Brücke reicht. Diese Länge war in der Vorlage VII-DS-01101 nicht eindeutig erkennbar.

 

Länge: ca. 710 m (Verlängerung), ca. 933 m (Gesamtlänge)

Breite: 18,7 m (südlicher Teil) und 18,5 m (nördlicher Teil)

 

 

Erläuterung: Preußenseite

-       Preußen war bis 1945 größter Einzelstaat des Deutschen Reiches

-       Preußen wurde am 25.02.1947 durch den Alliierten Kontrollrat staatsrechtlich aufgelöst

-       Der 1915 eingeweihte Leipziger Hauptbahnhof war bis 1934 zweigeteilt mit je 13 preußischen und sächsisches Gleisen und je einer Eingangshalle

-       Der Vorschlag erinnert an diese historische Situation

 

Begründung: Die Verlängerung der Preußenseite wurde am 07.10.2020 von der Ratsversammlung beschlossen (VII-DS-01101-NF-04). Auf dem dazugehörigen Lageplan ist nicht eindeutig erkennbar, dass die Preußenseite nun bis zur Berliner Brücke reicht und eine Verbindung hergestellt ist. Damit im Weiteren keine Unklarheiten darüber entstehen, wird dieser Sachverhalt hiermit klargestellt und im umseitigen Lageplan dargestellt.

 

 

 

Lageplan umseitig: