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Vorlage - VII-A-02444  

 
 
Betreff: Auf außergewöhnliche Situationen angemessen reagieren
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
24.02.2021 
Ratsversammlung (Videokonferenz) (offen)     
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
02.03.2021    FA Umwelt, Klima und Ordnung      
BA Stadtreinigung Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit der LVB und der Stadtreinigung, im Internet eine Prioritätenliste für den Winterdienst aufzustellen. Zusätzlich soll eine im Internet abrufbare Karte deutlich machen, welche Straßen bereits geräumt wurden und welche Straßen als nächstes geräumt werden. Dabei soll vor allen Dingen die Kommunikation, nach Vorbild der LVB, verbessert werden.

 

Die Stadtverwaltung wird weiterhin beauftragt ein Konzept für das Freiwilligenmanagement aufzustellen und das Konzept dem Stadtrat bis zum 3. Quartal 2021 vorzulegen. Mit dem Freiwilligenmanagement sollen in außergewöhnlichen Situationen Einsätze von Freiwilligen besser koordiniert werden können.

 

Begründung

 

Bedingt durch einen instabilen Polarwirbel über dem Nordpol konnte im Februar 2021 polare Kaltluft nach Mitteleuropa vordringen und hat auch Leipzig vor enorme Herausforderungen gestellt.

Inwieweit perspektivisch solche Situationen in Zukunft häufiger auftreten können, bedingt durch den Prozess des Klimawandels, ist derzeit nicht mit Sicherheit feststellbar. Allerdings ist mit einer Zunahme von Extremwettereignissen zu rechnen, zu denen auch Starkregen oder Einbruch polarer Luftmassen gehört.

 

Unabhängig von der auftretenden Häufigkeit kann Leipzig jedoch Lehren aus den Ereignissen 2021 ziehen.

 

Ein nachvollziehbares und im Internet einsehbares Räummanagement, aus dem hervorgeht wann welche Straßen geräumt werden, kann Einwohner*innen helfen, ihre Planungen anzupassen und Vorsorge zu treffen. Die LVB hat etwa über den Kurznachrichtendienst Twitter live und nachvollziehbar kommuniziert, welche Strecken geräumt wurden und wo es noch hakt. 

 

Diese Kommunikation sollte auch im Bereich des Winterdienstes eingesetzt werden.

Dabei sollte auf die Erfahrungen aus Hannover zurückgegriffen werden.

 

Zudem hat sich gezeigt, dass Hilfsbereitschaft vorhanden ist. Nicht nur die Aktion der Gastwirte unter dem Motto „Schippendales“ oder der DHfK-Handballer haben deutlich gemacht, dass Freiwilligendienste in einer Ausnahmesituation helfen. Auch viele Bürger*innen haben geholfen Straßen und Fußwege zu räumen.

 

Die Hilfsbereitschaft könnte noch größer sein, wenn es für Menschen, die weniger stark in Initiativen oder Vereinen engagiert sind, die Möglichkeit gebe sich zu beteiligen. Dies soll durch ein Freiwilligenmanagement geleistet werden, wo Hilfsangebote und Möglichkeiten eingestellt werden - unter dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe‘.

 

Ein Freiwilligenmanagement, das Hilfe in Ausnahmesituationen organisiert und steuert, kann auch den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft fördern.

 

Gerade in außergewöhnlichen Situationen wie Hochwasserlagen (2013), extremer Wintereinbrüche (1996, 1987, 2021) kommt es auf alle Bürger*innen der Stadt an, damit wir gemeinsam eine Lösung finden. Ein Freiwilligenmanagement, das koordiniert, und eine Kommunikation, die zeitnah informiert und Wertschätzung schafft, sind die Grundlagen.

 

Wir sind die Stadt und gemeinsam können wir, wenn die Verwaltung den Rahmen organisiert, mehr schaffen. 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2