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Vorlage - VII-DS-02364  

 
 
Betreff: Förderprojekt ID-Ideal - Anwendung sicherer digitaler Identitäten, Teilnahme
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Wirtschaft, Arbeit und Digitales
2. Dezernat Allgemeine Verwaltung
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Vorberatung
12.03.2021    DB OBM - Vorabstimmung      
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 1. Lesung
23.03.2021    FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales      
FA Allgemeine Verwaltung Vorberatung
30.03.2021    FA Allgemeine Verwaltung, abgehalten in Form einer Videokonferenz      
13.04.2021    FA Allgemeine Verwaltung, abgehalten in Form einer Videokonferenz      
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales 2. Lesung
06.04.2021    FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales      
FA Finanzen Vorberatung
12.04.2021    FA Finanzen      
Verwaltungsausschuss Beschlussfassung
14.04.2021 
Verwaltungsausschuss      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Stadt Leipzig beteiligt sich am Projekt „ID-Ideal“ zum Management digitaler Identitäten, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Beteiligung erfolgt mit dem Ziel, für Bürger und Unternehmen jeweils eine einheitliche digitale Identität für die Leistungen der Stadt und ihrer Beteiligungen einzurichten.

 

  1. Die Projektaufwendungen und -erträge in Höhe von 985.000,00 EUR im Zeitraum von 01.04.2021 bis 31.03.2024 (36 Monate) sind durch eine Förderquote von 100% vollständig abgedeckt. Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch das Referat Digitale Stadt im PSP-Element: Digitale Transformation (1.100.57.1.0.06), Innenauftrag: „ID-Ideal“ 108257100005

 

  1. Im Innenauftrag 108257100005 wird für die gesamte Projektlaufzeit die Aufnahme eines nachträglichen Zweckbindungsvermerks gemäß §19 Abs. 1 SächsKomHVO bestätigt.

 

  1. Die aus Projektmitteln finanzierten 3,5 VZÄ werden in Abhängigkeit von der Fördermittelzusage aus dem Stellenpool bereitgestellt und dem Referat Digitale Stadt zugeordnet.

 

 

Räumlicher Bezug:

Gesamte Stadt

 

 

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Schaufenster sichere digitale Identitäten“ werden herausragende Ansätze für neue offene, interoperable und einfach nutzbare ID-Ökosysteme gefördert, die in Modellregionen anwendungsnah erprobt werden. Das Konsortium ID-Ideal unter der Führung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden hat im Dezember 2020 mit seinem Konzept den Zuschlag zur Förderung erhalten (Förderquote von 100%).

 

Die Stadt Leipzig bringt sich in das Projekt ID-Ideal mit fünf Anwendungsfällen ein. Diese werden im neuen ID-Ideal Trust Framework (Vertrauensnetzwerk) gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in einem Reallabor getestet. Eine erfolgreiche Umsetzung des auf drei Jahre angelegten Projektes schafft die technischen Voraussetzungen für eine breite Anwendung digitaler Identitäten im kommunalen Umfeld. Außerdem entwickelt es eine belastbare Grundlage für die Souveränität über persönliche digitale Identitäten und eine Verbesserung der Akzeptanz für deren Nutzung bei Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Leipzig und darüber hinaus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

2021

 

222.000

PSP Element 1.100.57.1.0.06

Innenauftrag

108257100005

(Vorbehaltlich der Bestätigung)

 

 

2022

 

340.500

 

 

 

2023

 

344.500

 

 

 

2024

 

78.300

 

 

Aufwendungen

2021

 

222.000

PSP Element 1.100.57.1.0.06

Innenauftrag

108257100005

(Vorbehaltlich der Bestätigung)

 

 

2022

 

340.500

 

 

 

2023

 

344.500

 

 

 

2024

 

78.300

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 

 

 

 


Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Im Rahmen der Vorabstimmung der Vorlage mit den betreffenden Fachbereichen gab es keine inhaltlichen Zielkonflikte-

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Der Projektträger DLR hat klar kommuniziert, dass das Projekt unbedingt pünktlich zum 01.04.2021 beginnen soll. Es ist davon auszugehen, dass der Fördermittelbescheid bis zum 31.03.2021 eingehen wird. Damit der Projektstart pünktlich erfolgen kann und die Einstellung des dafür benötigten Personals zeitnah erfolgen kann, bitten wir um eilige Bearbeitung. Der Beschluss ist für den Verwaltungsausschuss am 14.04.2021 vorgesehen.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Nicht relevant

 

III. Strategische Ziele

 

Die Vereinheitlichung und Erleichterung des Zugangs zu den Online-Diensten der Stadt wirkt sich positiv sowohl auf die Rahmenbedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze als auch das Umfeld für Innovationen, Gründer und Fachkräfte aus. Durch die Rückgewinnung der Souveränität über die persönlichen Daten wird sich die Akzeptanz von Online-Diensten deutlich erhöhen und die Kommunikation zwischen Bürgerschaft, Wirtschaft und Verwaltung signifikant vereinfachen und beschleunigen. Für eine konsequente Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (OZG) ist das Projekt ID-Ideal ein wesentlicher Baustein.

Eine moderne, (verfahrens-) transparente und sichere Anwendung von digitalen Identitäten[1] (wie bspw. die elektronische Identität auf dem Personalausweises) ist die Voraussetzung für eine zukunftsgerichtete, leistungsfähige informationstechnische Infrastruktur und eine auch im digitalem sichere Stadt.

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Das Konsortium ID-Ideal unter Beteiligung der Stadt Leipzig hat sich im Jahr 2020 in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren für das vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie geförderte Schaufensterprojekt „Sichere digitale Identitäten“ durchgesetzt und wurde im Dezember 2020 gemeinsam mit zwei weiteren Konsortien zur Förderung empfohlen (Förderquote von 100%)

 

Die Stadt Leipzig hat sich gemeinsam mit der Leipziger Gruppe mit fünf Anwendungsfällen in den finalen Projektantrag eingebracht und beantragt aktuell die dafür erforderlichen Fördermittel beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 Konsortium ID-Ideal

 

Die Stadt Leipzig verfügt schon heute über eine große Anzahl von Fachverfahren, die online genutzt werden können. Mit der Umsetzung der Maßnahmen zum Onlinezugangsgesetz werden bis 2022 weitere Angebote hinzukommen. Zusammengenommen mit Angeboten der Leipziger Gruppe kommen Nutzerinnen und Nutzer so schnell auf eine zweistellige Zahl unterschiedlicher Login-Verfahren. In der Regel ist es eine Kombination aus Benutzername oder E-Mail und Passwort, die sich die Nutzerin oder der Nutzer merken oder notieren muss. Das erschwert die Nutzung und kann zu Überforderung und zu einer geringen Akzeptanz führen.

 

Global agierende Anbieter haben als Alternative zu proprietären – im Eigentum einzelner Firmen befindlicher – Login-Verfahren „föderierte“ Identitäts(ID)-Systeme entwickelt, die heute eine große Verbreitung finden und intuitiv zu verwenden sind (z. B. Google, Facebook, Apple-ID). Die Anzahl der nötigen Online-Identitäten können mit deren Hilfe zwar deutlich reduziert werden, aber im Gegenzug gibt der Nutzer persönliche Informationen und Daten zum Nutzerverhalten im Internet nahezu schutzlos preis. Globale Anbieter unterliegen gar nicht oder nur bedingt den Regeln des Europäischen Datenschutzes. Der Einsatz derartiger Verfahren in deutschen Verwaltungen schließt sich somit aus.

 

ID-Ideal ist das Projekt eines sächsischen Konsortiums unter der Konsortialführerschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden mit dem Ziel des Aufbaus eines regionalen Vertrauensnetzwerkes für den breiten Einsatz digitaler Identitäten. 

 

Unter der Konsortialführerschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden hat sich ein Konsortium aus über 40 Kooperationspartnern aus den Bereichen Wissenschaft, Mobilität, Industrie 4.0, Energie und Handel sowie Vertretern kommunaler Verwaltungen organisiert. Ergänzt wird das Konsortium durch Technologiepartner mit besonderer Expertise im Bereich einschlägiger ID-Diensten (siehe Abb. 1)

 

 

Abbildung 1: Übersicht der Konsortialpartner des Projekts ID-Ideal (aus dem ID-Ideal Projektantrag)

 

Die Stadt Leipzig als Konsortialpartner engagiert sich im Arbeitspaket 3: Großstadt in der Rolle eines „Frontrunners“, d. h. die Entwicklung und Testung erfolgt prototypisch mit dem Ziel des späteren Transfers der Projektergebnisse an „Follower“-Partner. Im Arbeitspaket 5: Mobilität tritt die Stadt Leipzig gemeinsam mit der Leipziger Gruppe als „Follower“ an. Hier sind die Dresdener Verkehrsbetriebe unter Einbeziehung von nextbike und teilauto in der „Frontrunner“ Position.

 

2.2 Ziel und Anwendungsfälle

 

Im sächsischen ID-Ideal Konsortium wird ein Vertrauensnetzwerk (Trust Framework) für sichere digitale Identitäten für Personen, Organisationen und Objekten geschaffen, angewendet und eine Verbreitung vorbreitet. Das Trust Framework soll mittels international akzeptierter Standards sowie klar definierter Prozesse und Regeln eine Interoperabilität für den Austausch digital gesicherter Identitätsmerkmale zwischen ID-Inhabern, Herausgebern und Akzeptanzstellen schaffen.

 

C:\Users\SoissonAn\Downloads\ID IDEAL-01.png

Abbildung 2: ID-Ideal Vertrauensnetzwerk

 

Für die Stadt Leipzig werden im Rahmen des Projektes ID-Ideal die grundsätzlichen technischen, rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Teilnahme am ID-Ideal Vertrauensnetzwerk geschaffen und die Stadt damit in die Lage versetzt die Verwendung eines potentiellen neuen bundesweiten Standards (eine entsprechende Gesetzesvorlage ist bereits im Beteiligungsverfahren) in naher Zukunft schnell ausrollen und anwenden zu können. Das Projekt integriert bereits in der Pilotphase unterschiedliche Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und eröffnet so die Möglichkeit das Netzwerk zügig auch für Unternehmen und Anwendungsfälle der regionalen Wirtschaft zu öffnen. Eine positive Wirkung auf die lokale Digitalwirtschaft und die innovative Strahlkraft der Stadt Leipzig ist in jedem Fall zu erwarten.

 

Für die Pilotierung des Vertrauensnetzwerkes ID-Ideal wurden Anwendungsfälle ausgewählt, die eine große Erreichbarkeit von potentiellen Pilotnutzerinnen und -nutzern ermöglichen, verschiedene Technologien unterstützen und unterschiedlich technikaffine Nutzergruppen ansprechen:

 

  1. Anbindung Portal der Leipziger Stadtbibliothek (LSB - Frontrunner; Bibliothek -Dresden Follower)
  2. Anbindung Portal der Volkshochschule (VHS - Frontrunner)
  3. Anbindung des Serviceportal Amt24, Anwendungsfall: Erhebung der Gästetaxe (Stadt Leipzig - Frontrunner) mglw. auch Digitalisierung Mittelstandsförderprogramm
  4. Umsetzung SSI-Verfahren im Rahmen der Entwicklung einer Leipzig-App (Stadt Leipzig - Frontrunner)
  5. Anbindung LeipzigMOVE (LVB - Follower im Mobilitätsszenario)

 

Damit liefert das Projekt ID-Ideal ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur sicheren und einfachen Nutzung der zu entwickelnden Leipzig-App (VII-A-01367) und ermöglicht einem (vorgesehenen) lokalen Entwicklungspartner einen Technologievorsprung und damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

 

2.3 Steuerung und Zusammenarbeit im Projekt

 

Das Referat Digitale Stadt übernimmt die Gesamtsteuerung der Projektumsetzung innerhalb der Stadtverwaltung, im lokalen Konsortium mit der Leipziger Gruppe und Akteuren aus der Bürgerschaft und arbeitet im sächsischen Konsortium mit.

Die Umsetzung und Pilotierung der Anwendungsfälle erfolgt durch die Projektmitarbeiter in enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachverantwortlichen:


1. LSB (Fachverantwortliche Dez. IV),

2. VHS (Fachverantwortliche Dez. IV),

3. Amt24 (Fachverantwortliche Dez. II und I),

4. Leipzig-App (Projektverantwortung Dez. VIII)

5. LeipzigMove (Fachverantwortliche Leipziger Gruppe / LVB)

 

Die Lecos unterstützt die prototypische Umsetzung der Anwendungsfälle im Rahmen der Digitalen Werkstatt sowie durch Unterbeauftragungen aus dem Projekt. Entsprechende Sachmittel sind im Projektbudget enthalten.

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 15.12.2020 das Projekt-Konsortium ID-Ideal für eine Förderung im „Schaufenster sichere digitale Identität“ vorgeschlagen. Der Vollantrag für die Bewilligung der Fördermittel wurde fristgerecht am 01.02.2021 beim Projektträger Deutsche Luft und Raumfahrttechnik (DLR) eingereicht. Mit einer Bewilligung der Fördermittel wird bis zum 31.03.2021 gerechnet. Der Start des Projektes ist, dies vorausgesetzt, für den 01.04.2021 geplant. Die Projektlaufzeit gemäß Förderrichtlinien beträgt 36 Monate, d.h. das Projektende ist für den 31.03.2024 vorgesehen.

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Im Rahmen des BMWi-Programmes erhält die Stadt Leipzig Fördergelder für die Neueinstellung von Projektpersonal, Reisekosten sowie Sachkosten. Die Grundausstattung für Arbeitsplätze ist nicht förderfähig. Die entsprechenden Mittel werden aus dem Haushalt des Referates Digitale Stadt bereitgestellt.

 

Die geplanten Gesamtkosten der Stadt Leipzig betragen 985.000 EUR, die zu 100 % im Rahmen des Projektes gefördert werden. Finanzielle Eigenmittel sind nicht notwendig.

 

Die beantragten Projektmittel werden in dem Innenauftrag „ID-Ideal“ (PSP-Element 1.100.57.1.0.06, Innenauftrag voraussichtlich 108257100005, Sachkonten Erträge 31400000, Aufwendungen 42711200) in folgenden Jahresscheiben bereitgestellt:

 

Jahr

Aufw./Ertr.

Personalkosten

Sachkosten

Gesamt

2021

Aufwendungen

182.000 EUR

40.000 EUR

222.000 EUR

 

Erträge

182.000 EUR

40.000 EUR

222.000 EUR

2022

Aufwendungen

247.500 EUR

93.000 EUR

340.500 EUR

 

Erträge

247.500 EUR

93.000 EUR

340.500 EUR

2023

Aufwendungen

247.500 EUR

96.700 EUR

344.200 EUR

 

Erträge

247.500 EUR

96.700 EUR

344.200 EUR

2024

Aufwendungen

58.000 EUR

20.300 EUR

78.300 EUR

 

Erträge

58.000 EUR

20.300 EUR

78.300 EUR

Gesamt

Aufwendungen

735.000 EUR

250.000 EUR

985.000 EUR

 

Erträge

735.000 EUR

250.000 EUR

985.000 EUR

 

Die Mehrerträge in Höhe der geplanten Personalaufwendungen werden für die Haushaltsjahre 2021 und 2022 gesperrt. Die Erträge sowie Personal- und Sachaufwendungen für die Folgejahre werden für die Planung des Doppelhaushaltes 2023/2024 durch das Referat Digitale Stadt angemeldet.

 

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Im Rahmen des Förderprogramms sind Personalmittel zur Planung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen voll förderfähig. Die beantragten Fördergelder können zur Finanzierung von 3,5 VZÄ für die Dauer von 3 Jahren genutzt werden. Die Stellen werden, sobald die Fördermittelzusage vorliegt, aus dem „Pool für refinanzierte Projektstellen“ beantragt und dem Referat Digitale Stadt zugeordnet. Eine entsprechende Verfügbarkeit wurde vom Hauptamt bestätigt.

 

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

Es ist ein Beteiligungsverfahren der Bürgerschaft im Zuge der Testung der ID-Ideal-Lösung in einem Reallabor vorgesehen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern soll vorrangig die Nutzerfreundlichkeit der Lösung geprüft werden. Das Projekt fokussiert aber auch auf Wissensvermittlung mit dem Ziel das Akzeptanzniveau für die Nutzung digitaler Identitäten zu erhöhen. Hierzu werden geeignete Bildungs- und Beteiligungsformate entwickelt. Abhängig vom technisch-organisatorischen Fortschritt im Projekt sind im 1. Quartal 2022 erste Formate geplant.

 

7. Besonderheiten

 

Nicht relevant


8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Im Falle der Ablehnung ist eine Teilnahme am Projekt ID-Ideal und damit die Nutzung der Fördermittel in Höhe von 985.000 EUR nicht möglich.

 

Das Projekt ID-Ideal lebt von der Vielfalt der Anwendungsfälle. Ein wesentliches Ziel ist es, eine große Reichweite zu erzielen. Sollte Leipzig als Konsortialpartner ausfallen, kann dieses Projektziel auch für das Gesamtkonsortium nicht erreicht werden, ferner werden Follower nicht aus den Erkenntnissen der Stadt Leipzig profitieren können und deren Anschlussprojekte nicht stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


[1] Eine digitale Identität ist ein elektronisches Äquivalent zu seiner physischen Identität. Sie dient der elektronischen Charakterisierung einer realen Person mit bestimmten Eigenschaften. Dafür kommen Attribute wie Benutzername und Passwort, Chipkarten, Token oder aber auch biometrische Daten zum Einsatz.