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Vorlage - VII-A-01909-NF-02  

 
 
Betreff: Neue Skateanlagen in Leipzig ermöglichen
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Neufassung
Einreicher:Fraktion DIE LINKEBezüglich:
VII-A-01909
Beratungsfolge:
FA Jugend, Schule und Demokratie Vorberatung
18.02.2021    FA Jugend, Schule und Demokratie      
FA Sport Vorberatung
09.02.2021    FA Sport      
Ratsversammlung Beschlussfassung
24.02.2021 
Ratsversammlung (Videokonferenz) (offen)     

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Stadtverwaltung legt bis zum 3. Quartal 2021 ein Skateparkentwicklungskonzept vor. Dies beinhaltet sowohl die regelmäßige Instandsetzung und Wartung der bestehenden Anlagen im öffentlichen Raum sowie die Errichtung von jährlich mindestens einer neuen Skateanlage. Nach 5 Jahren wird eine Evaluation sowie die Fortschreibung des Skateparkentwicklungskonzepts durchgeführt. Das Konzept wird zudem fester Bestandteil zukünftiger Sportprogramme der Stadt Leipzig.
  2. Die Stadtverwaltung prüft bei der Errichtung von Kinderspielplätzen, Sportplätzen und anderen vergleichbaren Freizeitanlagen im öffentlichen Raum obligatorisch die Integration von Skate-Elementen.
  3. Bei der Sanierung und bei der Neuerrichtung von Skateanlagen wird deren barrierefreie Nutzung für Menschen mit Beeinträchtigungen (vor allem die rollstuhlgerechte Gestaltung) gewährleistet.

 

In den Gesamtprozess werden von Beginn an Interessenvertretungen von Skater*innen eingebunden.

 

Begründung:

 

Seit dem Beschluss des Stadtrates vom 16. Juli 2014 (V/A 520/14), nach dem die bestehenden Skate-Anlagen im öffentlichen Raum instandgesetzt und gewartet werden soll(t)en, sind Anlagen vor allem verfallen und abgebaut worden.

 

Von im Jahr 2015 gelisteten 15 Skateanlagen sind aktuell nur 5 nutzbar, der neue Skate-Park in der Parkallee befindet sich im Bau, weitere Anlagen (z. B. Robert-Koch-Park, am OFT Völkerfreundschaft, am Schwartzeplatz) sind aufgrund von ordnungsrechtlicher Intervention und vor allem wegen ihrem maroden Zustand nicht nutzbar. Der Stadtratsbeschluss zur Neuerrichtung einer Anlage in Süd-/Altwest wird seit drei Jahren nicht umgesetzt. Gleichzeitig wächst die Zahl an Skater*innen. Die bestehenden Anlagen sind überlastet.

 

In der Nachbarstadt Halle, mit weniger als die Hälfte der Einwohner*innen von Leipzig, gibt es allein 11 Skateanlagen im öffentlichen Raum. In der Stadt Leipzig besteht also ein erheblicher Nachholbedarf bei der Errichtung.

 

Aus Sicht der Antragstellerin ist eine „voraussichtliche“ Bedarfserhebung im Rahmen des Sportprogramms 2025 viel zu spät.

 

Die Stadtverwaltung muss endlich dort investieren, wo bestehende Anlagen verwahrlosen und in Kommunikation mit der Skaterszene planvoll die Errichtung neuer Anlagen in Angriff nehmen.

 

Auch an der im Verwaltungsstandpunkt abgelehnten obligatorischen Prüfung von Skateelementen beim Bau von öffentlicher Sport- und Freizeitinfrastruktur im öffentlichen Raum hält die Antragstellerin fest. Bereits im Sportprogramm 2014 schätzte der Verein Urban Souls als Interessenvertreterin von Teilen der Skater*innenszene ein, „dass stets die Berücksichtigung von Inlineskating-, Scooter- und Skateboard-Interessen beim Neubau geeigneter Multifunktionsflächen, Wege bzw. Plätze erfolgen sollte“ (Seite 289)

Bei der Errichtung der Anlagen sollen noch viel stärker die Bedürfnisse von körperlich beeinträchtigten Menschen berücksichtigt werden, auch vor dem Hintergrund, dass „adaptive Skateboarding“ in den kommenden Jahren zur paralympischen Disziplin werden könnte.

 


 

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Stammbaum:
VII-A-01909   Neue Skateanlagen in Leipzig ermöglichen   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Antrag
VII-A-01909-VSP-01   Neue Skateanlagen in Leipzig ermöglichen   67 Amt für Stadtgrün und Gewässer   Verwaltungsstandpunkt
VII-A-01909-NF-02   Neue Skateanlagen in Leipzig ermöglichen   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Neufassung
VII-A-01909-NF-02-ÄA-01   Neue Skateanlagen in Leipzig ermöglichen   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Änderungsantrag