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Vorlage - VII-Ifo-02317  

 
 
Betreff: Information zum Entwurf des Teilschulnetzplans für die berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Schule und Demokratie
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters
FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales Information zur Kenntnis
23.02.2021    FA Wirtschaft, Arbeit und Digitales      
FA Jugend, Schule und Demokratie Information zur Kenntnis
04.03.2021    FA Jugend, Schule und Demokratie      
18.03.2021    FA Jugend, Schule und Demokratie      
Ratsversammlung Information zur Kenntnis

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Die Information wird zur Kenntnis genommen

 

 

Räumlicher Bezug:

gesamtes Stadtgebiet

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges: Teilschulnetzplanung für Berufsbildende Schulen durch das SMK

 

Der Stadt Leipzig liegt aktuell der Entwurf des Teilschulnetzplans für die berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen zur Anhörung vor. Es erfolgt eine Darstellung der wesentlichen Inhalte und Auswirkungen auf die Stadt Leipzig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 


Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Nicht erforderlich.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Die Vorlage ist nicht eilbedürftig.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Die Vorlage ist öffentlich.

 

III.  Strategische Ziele

 

Die Stadt Leipzig ist in die Prozesse zur Erstellung des Teilschulnetzplanes für die berufsbildenden Schulen eingebunden gewesen und setzte sich in diesem Rahmen für eine zukunftsorientierte Schullandschaft und die Vernetzung mit der Wirtschaft ein.

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

Aktuell liegt der Stadt Leipzig der Entwurf des Teilschulnetzplans für die berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen zur Anhörung vor. In der Vergangenheit lag der Aufgabenbereich in der Eigenverantwortung der Landkreise und Kreisfreien Städte. Mit der Novellierung des Sächsischen Schulgesetz im Jahr 2018 ergab sich eine Änderung der Zuständigkeit an die oberste Schulaufsichtsbehörde und damit an das Sächsische Staatsministerium für Kultus.

In dieser Vorlage werden Vorgehensweisen, Planungsprämissen und Kerninhalte sowie Auswirkungen für die Berufsschulzentren der Stadt Leipzig dargestellt.

Rückblickend beschloss die Stadt Leipzig am 21.06.2017 die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes letztmalig auch für die Schulart der Beruflichen Schulen.

 

2. Ausführliche Darstellung der Information

 

Vorgehensweise nach Änderung Sächsisches Schulgesetz

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus verstand die Erstellung des Teilschulnetzplanes als Gemeinschaftsaufgabe und beteiligte von Beginn an die sächsischen Schulträger, betroffene Kammern, wirtschaftliche Akteure aber auch die Berufsschulzentren selbst. Dadurch konnte eine bestmögliche Realisierung und Umsetzung eines für den gesamten Freistaat Sachsen geltenden Teilschulnetzplan für die beruflichen Schulen geschaffen werden.

Dem Teilschulnetzplan gingen unter anderem Sachverhaltsanalysen der Beruflichen Schulzentren aber auch zahlreiche Gespräche voraus. Mit den Schulträgern erfolgten in Einzelgesprächen und in Abstimmungsrunden umfangreiche Analysen der aktuellen Sachstände aber auch eine konkrete Betrachtung der Auswirkungen bei Verlagerungen oder Neueinrichtung von Ausbildungsgängen oder Fachklassen. Die Stadt Leipzig war an der Prozessentwicklung und an dem Entscheidungsprozesse zahlreich beteiligt.

Des Weiteren erfolgten unter anderem mehrere Beratungen mit dem Landesausschuss für Berufsbildung und es hat ein öffentlicher Austausch seit März 2020 nach Vorlage eines Arbeitsentwurfes stattgefunden.

 

Aktuelle Situation an den BSZ in Leipzig

Die Stadt Leipzig verfügt über 9 Berufliche Schulzentren in kommunaler Trägerschaft mit insgesamt 11.336 Schülern im Schuljahr 2019/20. Die Beruflichen Schulzentren haben sich auf Berufsbereiche spezialisiert und erreichen dadurch eine ausgeprägte Profilierung.

 

Berufliche
Schulzentren

Berufsbereiche

Schularten

Schülerzahlen
Schuljahr 2019/20

Teilzeit

Vollzeit

gesamt

BSZ 1

Wirtschaft und Verwaltung

- Berufsschule
- Fachoberschule
- Berufliches Gymnasium
- Berufsvorbereitungsjahr
- Berufsgrundbildungsjahr

817

194

1011

BSZ 3,
Karl Heine Schule

Metalltechnik, Fahrzeugtechnik

- Berufsschule
- Berufsfachschule
- Fachoberschule
- Berufliches Gymnasium
- Berufsvorbereitungsjahr
- Berufsgrundbildungsjahr

198

1138

1336

BSZ 6,
Arwed-Rossbach-Schule

Bautechnik, Wirtschaft und Verwaltung

- Berufsschule
- Berufliches Gymnasium
- Berufsvorbereitungsjahr
- Berufsgrundbildungsjahr

91

382

473

BSZ 7

Informationstechnik, Elektrotechnik,
Farbtechnik, Raumgestaltung

- Berufsschule
- Berufsfachschule
- Fachoberschule
- Berufsvorbereitungsjahr

1490

488

1978

BSZ 8,
Gutenbergschule

Buch, Büro, Druck, Medien, Sprachen, Kunst, Wirtschaft und Verwaltung

- Berufsschule
- Fachoberschule
- Berufsvorbereitungsjahr

1337

116

1453

BSZ 9,
Ruth-Pfau-Schule

Gesundheit und Sozialwesen

- Berufsschule
- Berufsfachschule
- Berufsvorbereitungsjahr

2091

315

2406

BSZ 10,
Susanna-Eger-Schule

Gastronomie und Ernährung

- Berufsschule
- Berufsfachschule
- Berufsvorbereitungsjahr
- Berufsfachschule

250

138

388

BSZ 11,
Henriette-Goldschmidt-Schule

Gesundheits- und Sozialwesen

- Berufsschule
- Berufsfachschule
- Fachoberschule
- Berufsvorbereitungsjahr

775

494

1269

BSZ 12,
Robert-Blum-Schule

Berufsbildende Förderschule

- Berufsbildende Förderschule
- Berufsvorbereitungsjahr (FöS)
- berufliche Grundbildung

877

145

1022

 

 

 

7926

3410

11336

 

Ziele und Planungsprämissen des Teilschulnetzplanes

Vorrangig wurden zur Erstellung des Teilschulnetzplanes der berufsbildenden Schulen die Bevölkerungsentwicklung und die daraus resultierenden Schülerzahlen genutzt. Außerdem lagen die prognostizierten demografischen Entwicklungen, das Nachfrageverhalten vergangener Zeiträume aber auch mögliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren zu Grunde und bildeten die Basis für die Planung und die Ziele des Teilschulnetzplanes.

Das Hauptziel des Teilschulnetzplanes ist es, ein landesweit abgestimmtes ausgewogenes Bildungsangebot sowohl in den Oberzentren als auch im ländlichen Raum zu schaffen, um auf ein flächendeckendes, verlässliches und zukunftsfähiges Netz an den berufsbildenden Schulen im gesamten Freistaat Sachsen hinzuwirken. Dabei sollen zum einen die Berufsschulzentren im ländlichen Raum stabilisiert und gestärkt werden und zum anderen soll gleichzeitig eine Absenkung der Ausnahmegenehmigungen bei Unterschreitung der Anmeldezahlen erzielt werden.

Ein weiteres Ziel ist es, Planungssicherheit für die sächsische Berufsschullandschaft, die Kammern und für Berufsschülerinnen und Berufsschülern herzustellen. Aufgrund dessen ist der Teilschulnetzplan auf die nächsten 10 Jahre ausgerichtet und weist mindestens mittelfristig tragfähige Berufliche Schulzentren und Bildungsgänge aus. Damit wird die Sicherheit für Investitionen in die Berufsschulzentren geschaffen.

Eine Etablierung und Ausrichtung von Bildungsgängen unter Berücksichtigung regionaler und wirtschaftlicher Besonderheiten wird im hohen Maße angestrebt. Dafür definiert der Teilschulnetzplan berufsbildender Schulen eine langfristige Entwicklung der Beruflichen Schulzentren zu regionalen Kompetenzzentren. Ziel ist eine Profilierung der einzelnen Berufsschulzentren, um auch zukünftig eine qualitativ hochwertige berufliche Schullandschaft weiter zu entwickeln.

Alle bestehenden Standortfestlegungen und die für die Zukunft festgelegten Ausführungsmaßnahmen wurden unter der Gewährleistung eines zumutbaren und erreichbaren Angebotes beruflicher Bildung in allen Landesteilen getroffen.

Dabei spielen das Wohnortprinzip und die Umstellung auf Blockunterricht für regionale Fachklassen und Landesfachklassen ab dem Schuljahr 2019/20 eine grundlegende Rolle. Das Wohnortprinzip regelt für viele Ausbildungsbereiche zumindest für das 1. Ausbildungsjahr die Möglichkeit einer wohnortnahen gemeinsamen Beschulung, bevor das 2. Ausbildungsjahr an Kompetenzzentren in entsprechenden Fachklassen fortgeführt wird.

Regionale Fachklassen beziehen sich auf das Gebiet eines oder mehrerer Landkreise oder einer oder mehrere Kreisfreien Städte sowie Teile davon als Einzugsgebiet und Landesfachklassen umfassen als Einzugsbereich den gesamten Freistaat. Im Hinblick auf die Bildung von Fachklassen ist dabei eine Unterbringungsmöglichkeit der Auszubildenden eine grundsätzliche Voraussetzung für die Schulträger.

Bisher wurden durch die oberste Schulaufsichtsbehörde jährlich die Fachklassenstandorte in Fachklassenlisten mit einer einjährigen Dauer festgeschrieben. Diese entfällt künftig. Um Veränderungen und Dynamiken der Berufsausbildungen trotz dessen abbilden zu können, werden jährlich Begleitlisten zum Teilschulnetzplan Berufsbildende Schulen beigelegt. Die Begleitlisten zeigen Neueinrichtung und Aufgabe von Bildungsgängen und Standorten auf, die aus vergleichsweise kurzfristigen Entwicklungen resultieren.

In dieser Liste sind ebenso die für das Schuljahr zutreffenden Neuordnungen, die länderübergreifenden Fachklassen außerhalb Sachsens, Einzugsbereiche dieser Klassen sowie die länderübergreifende Beschulung auf der Grundlage von pauschalen bilateralen Vereinbarungen erfasst.

 

Veränderungen in Berufsausbildungen die im Teilschulnetzplan berufsbildende Schulen Berücksichtigung fanden und zu Veränderungen der Standortfestlegung führt:

  • Baugewerbe: Auf Bundesebene wird die Berufsausbildung neu geordnet. Eine Trennung der drei Spezialisierungen (Tief-, Hoch- und Ausbau) ist angestrebt.
  • Fahrzeugtechnik: eine berufsreine Beschulung wird ab dem 2. Ausbildungsjahr vorgenommen und für den Ausbildungsberuf Kraftfahrzeugmechatroniker, Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik eine Konzentration an Standorten im ländlichen Raum angestrebt. Das 1. Ausbildungsjahr bleibt aufgrund gemeinsamen Beschulung im Berufsbereich Fahrzeugtechnik nahezu flächendeckend an den Berufsschulzentren erhalten.
  • Gastgewerbe: Es wurde ein Neuordnungsverfahren gestellt und neue Lehrpläne werden zum 1. August 2022 in Kraft treten. Die Ausbildung zur Fachkraft für Gastgewerbe wird in zwei Ausbildungsberufe (Fachkraft für Gastronomie und Fachkraft Küche) angeboten. Weiterhin ist geplant, dass die gemeinsame Beschulung der Berufsbereiche nur noch in der Grundstufe stattfindet. Ab dem 2. Ausbildungsjahr der Restaurantfachmann mit dem Systemgastronomen und der Hotelfachmann mit dem Hotelkaufmann für Hotelmanagement. Ab dem 3. Ausbildungsjahr werden dann alle Berufsbereiche einzeln unterrichtet.
  • Handwerkliche Berufe im Berufsbereich Elektronik werden zum 1. August 2021 neu geordnet. Dadurch kann der Ausbildungsberuf Informationselektroniker im ersten Ausbildungsjahr gemeinsam mit handwerklichen Elektroberufen beschult werden.

 

Konkrete Veränderungen an den Berufsschulen der Stadt Leipzig durch den Teilschulnetzplan Berufsbildende Schulen

Grundsätzlich wird seitens des Staatsministeriums für Kultus kein Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig in Frage gestellt. Alle Berufsschulzentren der Stadt Leipzig werden als zukunftsorientiert einschätzt. Die Standorte haben eine klare Profilierung und sind sehr gut auf das Angebot der angrenzenden Landkreise abgestimmt.

Die Standortfestlegungen erfolgen alle unter der Maßgabe, dass die Schulträger für die bedarfsgerechte Unterbringung der Schülerinnen und Schüler Sorge trägt. Hierzu erfolgte von Seiten der Stadt Leipzig in den Verhandlungen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus die Zusage sich um eine bedarfsgerechte Unterbringung für Auszubildende zu bemühen. Die Unterbringungsmöglichkeiten von Auszubildenden sichert der Stadt Leipzig den Fortbestand der Ausbildungsgänge und vor allem der Fachklassen. Eine finanzielle Entlastung für Aufwendungen bei Unterkunft und Verpflegung der Auszubildenden wird in der Sächsischen Schülerunterbringungsleistungsverordnung geregelt. Diese beträgt derzeit 16 Euro pro Unterrichtstag. Darüber hinaus hat Sachsen im Jahr 2019 das Azubi-Ticket eingeführt.

 

Arwed-Rossbach-Schule, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig:

-          Berufsbereich Bautechnik - Aufgrund der Schließung des Berufsschulzentrums Leipziger Land ist mit steigenden Schülerzahlen von Schülerinnen und Schülern mit Wohnsitz im Leipziger Land zu rechnen.

 

Gutenbergschule, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig:

-          Ausbildungsberuf Buchhändler – Schülerzahlen sind seit Jahren rückläufig, bleibt aber mit einer Ausnahmegenehmigung nach § 4a Absatz 5 SächsSchulG zunächst erhalten. Die Beobachtung und daraus resultierende Anpassungen werden in den kommenden Jahren notwendig.

-          Ausbildung zum Medientechnologen Siebdruck - besteht kein öffentliches Bedürfnis. Im ersten Ausbildungsjahr ist eine gemeinsame Beschulung mit der Ausbildung zum Medientechnologen Druck möglich. Ab dem 2. Ausbildungsjahr ist eine Abgabe an ein anderes Bundesland bereits im Schuljahr 2020/21 abschließend umgesetzt.

 

Karl-Heine-Schule, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig:

-          Berufsbereich Fahrzeugtechnik – Verlagerung der Ausbildung von den Standorten Grimma und Leipzig an das Berufsschulzentrum Eilenburg. Im Zusammenhang mit der geplanten Konzentration der Kraftfahrzeugmechatroniker mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik in der Region Leipzig sollen Planungs- und Standortsicherheit für Auszubildende, Unternehmen und Schulträger erzeugt sowie eine qualitative hochwertige Ausbildung sichergestellt werden. Die aktuellen Schülerströme verdeutlichen, dass für diesen Ausbildungsgang aus dem Einzugsbereich der Stadt Leipzig heraus, kein eigenes öffentliches Bedürfnis besteht.
Somit beschult die Karl-Heine-Schule die Auszubildenden zum Kraftfahrzeugmechatroniker nur im 1. Ausbildungsjahr, ab dem 2. Ausbildungsjahr ist das Berufsschulzentrum Eilenburg Fachklassenstandort für die Leipziger Region.

-          Automobilkaufmann – Verlagerung der Ausbildung von der Karl-Heine-Schule an das Berufsschulzentrum Leipziger Land in Böhlen. Der Standort im ländlichen Raum kann gestärkt werden und Raumkapazitäten für die Stadt Leipzig geschaffen werden.

-          Fahrradmonteur -  der Ausbildungsgang verbleibt als überregionale Landesfachklasse mit separater Beschulung ab dem 2. Ausbildungsjahr am Standort, da ein allgemeines gesellschaftliches Interesse besteht und mittelfristig mit einem Anstieg aufgrund der zunehmenden Bedeutung von „grünen Verkehrsmitteln“ zu rechnen ist.

-          Staatlich geprüfter Techniker für Gießereitechnik – Ausbildungsgang wird nicht mehr am Standort ausgebildet, da es für die Berufsrichtung in den letzten 5 Jahren keine Anmeldungen. Das Berufsschulzentrum Freital-Dippoldiswalde wird aufgrund des dort ansässigen Berufsbereiches Metalltechnik für den Bildungsgang vorbehalten.

 

BSZ 7, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig - Elektrotechnik:

-          Ursprünglicher Ausbildungsberuf Elektroniker/in, Fachrichtung (FR) Informations- und Telekommunikationstechnik, Informationselektroniker - die beiden Ausbildungen werden ab dem 1. August 2021 in den Ausbildungsberufen Informationselektroniker ohne Schwerpunkte zusammengefügt. Ab dem Schuljahr 2021/ 22 wird der neugeordnete Ausbildungsberuf am Berufsschulzentrum Radeberg als Fachklasse aufgenommen.

-          Neugebildeter Ausbildungsberuf Elektroniker, FR Automatisierungs- und Systemtechnik – das Berufsschulzentrum wird Schulstandort für diesen neu geordneten Ausbildungsberuf.

-          Elektroniker, FR Gebäudesystemintegration – der Schulstandort in Leipzig wird für diesen Ausbildungsberuf Fachklassenstandort.

Aufgrund der Neuordnung des Berufsbereiches Elektronik sind Schülerströme und Schülerzahlen in den kommenden Schuljahren zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

 

BSZ 1, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig - Wirtschaft und Verwaltung:

-          Tourismuskaufmann – Abgabe an das Berufsschulzentrum Vogtland, Schulteil Rodewisch zur Stärkung des ländlichen Raumes ab der Schulanmeldung für das Schuljahr 2021/22. In den vergangenen Jahren erfolgte die Beschulung an drei Standorten, dem BSZ Voigtland (Schulteil Rodewisch), dem BSZ 1 der Stadt Leipzig, Wirtschaft und Verwaltung und dem BSZ für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“ Dresden. Dabei erreichte im Schuljahr 2020/21 kein Standort die Mindestschülerzahl. Auch die künftigen die Anmeldezahlen werden rückläufig prognostiziert.

-          Kaufmann für Tourismus und Freizeit – wurde bereits nach Brandenburg und Thüringen zum Schuljahr 2020/21 verlagert.

 

Robert-Blum-Schule, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig mit sonderpaedagogischen Profil:

-          Es werden ausschließlich Bildungsgänge, Berufsvorbereitung und berufliche Grundbindung in verschiedenen Berufsbereichen und Ausbildungsgängen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf vorgehalten. Es werden vom Teilschulnetzplan der berufsbildenden Schulen keine Standortfestlegungen getroffen. Von Mindestschülerzahlen kann im Rahmen des Sächsischen Schulgesetzes abgewichen werden.

 

Ruth-Pfau-Schule, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig:

-          Es sind keine Verlagerungen oder Neueinrichtungen von Bildungsgängen vorgesehen.

 

Susanne-Eger-Schule, Berufsschulzentrum der Stadt Leipzig:

-          Es sind gegenüber dem Referenzjahr 2019/20 keine Verlagerungen oder Neueinrichtungen von Bildungsgängen vorgesehen. Durch rückläufige Anmeldezahlen und Belastung der Unternehmen im Gastgewerbe durch die Corona Pandemie ist mittelfristig von einer Minimierung der Ausbildungsverträge zu rechnen, dann werden die Standorte der Ausbildungsberufe im Gastgewerbe evaluiert und Entscheidungen folgen.

 

Umgang mit auslaufenden Ausbildungsgängen

Wenn zukünftig Neueinrichtungen oder Aufhebungen von Bildungsgängen aufgrund von einem öffentlichen Bedürfnis nötig sind, so werden diese in mindestens drei aufeinanderfolgenden Aufnahmejahrgängen beobachtet, bevor Entscheidungen zum Fortbestand getroffen werden.

Die aus dem Teilschulnetzplan resultierenden Veränderungen haben in der Regel keine Folgen für die momentan in Ausbildung befindlichen Schülerinnen und Schülern. Die Ausbildungsgänge sollen an den bisherigen Standorten auslaufen. Es erfolgen keine Neuaufnahmen ab dem Schuljahr 2021/22.

 

 

Neuerungen für angrenzende Landkreise:

Landkreis Leipzig:

-          Alle drei Berufsschulzentren erreichen die gesetzlich vorgegebene Mindestschülerzahl

-          Das Berufliche Gymnasium stößt bei Eintreten des prognostizierten Schülerzuwachses an seine räumliche Kapazitätsgrenze.

-          Das Berufsschulzentrum Leipziger Land wird durch die Neueinrichtung der Ausbildung zum Automobilkaufmann deutlich gestärkt.

-          BSZ Wurzen – Neueinrichtung von Ausbildungen im medizinischen Bereich. Ab dem Schuljahr 2021/22 wird der Bildungsgang staatlich geprüfter Krankenpflegehelfer neu eingerichtet und ab dem Schuljahr 2023/24 der Bildungsgang Pflegefachmann.

 

Landkreis Nordsachsen:

-          Neugründung des Berufsschulzentrum Nordsachen ab dem Schuljahr 2021/ 2022, da die Mindestschülerzahl von 550 weder am Berufsschulzentrum Torgau noch am Berufsschulzentrum Oschatz erreicht werden konnten.

-          Das Berufsschulzentrum gliedert sich dann in den Schulteil Oschatz mit zwei Standorten und den Schulteil Torgau.

-          Ausbildung Kaufmann im Einzelhandel und Verkäufer werden im Schulteil Oschatz konzentriert, Zusammenlegung des vorher bestehenden Doppelangebotes an den beiden Schulteilen in Oschatz und Torgau.

-          Verlagerung des Ausbildungsberufes Glaser vom Berufsschulzentrum Schkeuditz an den Schulstandort nach Torgau. Ziel ist die Stärkung des Schulstandortes in Torgau, dieser wird zum Glaskompetenzzentrum (Glas-Campus-Torgau).

-          Berufsschulzentrum Schkeuditz erhielt im Schuljahr 2020/21 zwei Fachklassen für den Ausbildungsberuf Eisenbahner im Betriebsdienst aus Chemnitz, dadurch wird mit steigenden Schülerzahlen gerechnet.

-          Berufsschulzentrum Eilenburg wird durch den zusätzlichen Berufsbereich Fahrzeugtechnik gestärkt.

 

Derzeit befindet sich der Teilschulnetzplan berufsbildende Schulen im Anhörungsverfahren gemäß § 14 Sächsische Schulnetzplanungsverordnung. Die Frist zur Anhörung beträgt drei Monate nach Zugang der Entwurfsvorlage, es wurde der 01.03.2021 vom Sächsischen Ministerium für Kultus benannt.

 

Ausblick und künftige Berichte

Der Teilschulnetzplan wird gemäß § 8 Sächsischer Schulnetzplanverordnung nach jeweils fünf Jahren fortgeschrieben. Dabei ist er auf seine Vereinbarkeit mit den rechtlichen Grundlagen und tatsächlichen Gegebenheiten zu überprüfen und diesen erforderlichenfalls anzupassen.

 

 

Stammbaum:
VII-Ifo-02317   Information zum Entwurf des Teilschulnetzplans für die berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus   51 Amt für Jugend und Familie   Informationsvorlage
VII-Ifo-02317-NF-01   Information zum Entwurf des Teilschulnetzplans für die berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus   40 Amt für Schule   Neufassung