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Vorlage - VII-A-02232  

 
 
Betreff: Hilfe für Menschen des dritten Geschlechts an Schulen
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Jugendparlament/Jugendbeirat
Beratungsfolge:
FA Jugend, Schule und Demokratie 2. Lesung
28.01.2021    FA Jugend, Schule und Demokratie      
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt 2. Lesung
15.02.2021    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt - als Videokonferenz      
Jugendparlament Vorberatung
10.03.2021 
Jugendparlament, abgehalten in Form einer Videokonferenz geändert beschlossen   
Jugendbeirat Vorberatung
22.03.2021 
Jugendbeirat, abgehalten in Form einer Videokonferenz geändert beschlossen   
offen ohne festgelegten RV-Termin/ruhend
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
20.01.2021 
Ratsversammlung (offen)   
FA Jugend, Schule und Demokratie 1. Lesung
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt 1. Lesung
29.03.2021    FA Soziales und Gesundheit - als Videokonferenz      
Beirat für Gleichstellung Vorberatung
08.03.2021 
Beirat für Gleichstellung (offen)   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, unter Einbezug von Expert*innen aus der Zivil-gesellschaft, Gleichstellungsverbänden und ähnlichen ein integratives Konzept, das alle Aspekte des schulischen Lebens beinhaltet (Formulare, Toiletten, Umkleide räume etc.), allgemein anwendbar ist und auf das Wohlbefinden der Person dritten Geschlechts abzielt, auszuar beiten . Ziel des Konzeptes sollte ein klarer Leitfaden für Schulen sein, wie Personen des dritten Geschlechts eine möglichst lückenlose, diskrete und integrative Teilnahme am Schulalltag ermöglicht werden kann. Das Konzept sollte den Schulen als Ressource zur Verfügung gestellt werden. Für das Schuljahr 2021/2022 soll mit der Möglichkeit um Bewerbung von Leipziger Schulen ein Pilotprojekt zur Umsetzung dieses Konzeptes eingeplant werden. Entsprechende Gelder sind vorzusehen

 

Begründung:

 

Seit 2019 erhalten Personen des dritten Geschlechts die ihnen zustehende rechtliche Anerkennung. Personen diversen Geschlechts steht seitdem die Gleichbehandlung zu. Natürlicherweise stehen Institutionen diesbezüglich vor Herausforderungen. Eine überforderte Schule, ohne ausreichend Anleitung und Hilfestellungen, würde so ungewollte Aufmerksamkeit auf das Outing der Person dritten Geschlechts werfen und könnte besagte Person in einer stark angreifbaren Situation in eine extrem unangenehme, potenziell gefährliche und psychisch schädliche Lage versetzen. Die Unberechenbarkeit von Gruppendynamik und der menschlichen Psyche könnten eine solche Situation noch weiter verschärfen. Ein Konzept als präventive Maßnahme, das Schulen zur Verfügung steht und mit wenig Abwandlung auf die Örtlichkeit abstimmbar ist, hat das Potenzial besagten Menschen eine erfolgreiche und lückenlose Ausbildung sowie Outing zu ermöglichen und das Coming out als solches zu erleichtern, da in einem Aspekt des Lebens ein sicheres Umfeld geschaffen ist.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Stammbaum:
VII-A-02232   Hilfe für Menschen des dritten Geschlechts an Schulen   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Antrag
VII-A-02232-VSP-01   Hilfe für Menschen des dritten Geschlechts an Schulen   51 Amt für Jugend und Familie   Verwaltungsstandpunkt
VII-A-02232-ÄA-02   Hilfe für Menschen des dritten Geschlechts an Schulen   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   Änderungsantrag
VII-A-02232-NF-03   Hilfe für Menschen des dritten Geschlechts an Schulen   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Neufassung