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Vorlage - VII-A-02069-VSP-01  

 
 
Betreff: Sportplätze als Grüne Inseln verstehen, gestalten und erhalten bzw. gestalten und verletzungsarmen Sport ermöglichen
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat Umwelt, Klima, Ordnung und SportBezüglich:
VII-A-02069
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Vorberatung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Sport Vorberatung
09.02.2021    FA Sport      
FA Finanzen Vorberatung
15.02.2021    FA Finanzen [statt 08.02.]      
FA Umwelt, Klima und Ordnung Vorberatung
16.02.2021    FA Umwelt, Klima und Ordnung      
Ratsversammlung Beschlussfassung
24.02.2021 
Ratsversammlung (Videokonferenz) (offen)     

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

Rechtswidrig und/oder

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Sachverhalt bereits berücksichtigt

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, bis Ende des zweiten Quartals 2021 zu prüfen, auf welchen weiteren städtischen Sportanlagen ebenfalls bessere Voraussetzung für das Auffangen von Regenwasser und dessen Nutzung für die Bewässerung von Sportflächen und Begleitgrün geschaffen werden müssten, um damit Flächen zu erhalten und zu pflegen, die neben der Nutzung für den Sport auch als Grünbereiche einen wichtigen Beitrag für das Stadtklima leisten.

 

Die Sportanlagen mit einem positiven Prüfergebnis werden in den nächsten Jahren Schritt für Schritt, entweder über eine Investitionsförderung oder aber von der Stadt selbst, mit Zisternen, Brunnen (sofern das im Einzelfall wasserrechtlich möglich ist) sowie wassersparenden Beregnungsanlagen ausgestattet.

 

 

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Gesamtes Stadtgebiet

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Die SPD-Fraktion hat einen Antrag für einen Beschluss im Stadtrat eingereicht.

Angesichts des Sanierungsstaus auf den kommunalen Sportanlagen kann die Umsetzung von Zisternen, Brunnen- und Beregnungsanlagen - wie bisher - nur schrittweise auf den dafür geeigneten Sportplatzanlagen erfolgen.  

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

nein

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

nein

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

nein

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

nein

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

ja

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

Ja

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

Klimawirkung durch den Beschluss der Vorlage

Stufe 1: Grobe Einordnung zur Klimawirkung (Klimaschutzes und zur -wandelanpassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingesetzte Energieträger (Strom, Wärme, Brennstoff)

keine / Aussage nicht möglich

erneuerbar

fossil

 

Reduziert bestehenden Energie-/Ressourcenverbrauch

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Speichert CO2-Emissionen (u.a. Baumpflanzungen)

 

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

Mindert die Auswirkungen des Klima­wandels (u. a. Entsiegelung, Regen­wassermanagement)

Aussage nicht möglich

ja

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschätzbare Klimawirkung mit erheblicher Relevanz

ja, da Beschlussgremium RV, GVA, oder VA und mind. 5 Jahre Betriebs- und Nutzungsdauer

nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage hat keine abschätzbare Klimawirkung

ja (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2: Die Vorlage berücksichtigt die zentralen energie- und klimapolitischen Beschlüsse (s. leipzig.de)

 

                        

ja

nein (Begründung s. Abwägungsprozess)

nicht berührt (Prüfschema endet hier.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 3: Detaillierte Darstellung zur abschätzbaren Klimawirkung nur bei erheblicher Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnete THG-Emissionen (in t bzw. t./a): ____________________

 

liegt vor: s. Anlage/Kapitel der Vorlage: ________________________

 

 

wird vorgelegt mit: ________________ (z. B. Planungsbeschluss, Baubeschluss, Billigungs- und Auslegungsbeschluss)

 

 

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Viele Sportplatzanlagen haben noch eine ganze Reihe baulich-technischer Mängel auf Anlagen oder an Gebäuden. Die Sportvereine (Pächter) und die Stadt Leipzig (Verpächter) beseitigen diese schrittweise.

 
Als Großverbraucher kommt auf beide aber auch verstärkt die Aufgabe zu, Energie- und Wasserressourcen umweltverträglich zu nutzen und die entsprechenden baulich-technischen Anlagen unter den Gesichtspunkten Sparsamkeit und Nachhaltigkeit zu modernisieren.


Beide kostenaufwendige Vorhaben müssen miteinander in Einklang gebracht werden.
 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

entfällt

 

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

entfällt

 

 

III.  Strategische Ziele

 

SPA sind beliebte Anlaufstellen für Vereins- und Freizeitsportler*innen aus den umliegenden Wohnquartieren. Insbesondere Kinder und Jugendliche in den Sportarten Fußball, Hockey und Leichtathletik nutzen diese regelmäßig für Training und Wettkämpfe.


 

IV. Begründung

 

Die großen Grünflächen auf Sportplatzanlagen haben u.a. aufgrund ihrer Wasseraufnahme- und abgabe Auswirkungen auf das Klima im Umkreis. Immer wärmere Sommer bewirken einen immer größeren Beregnungsbedarf auf den Sportrasen- und Begleitgrünflächen. Die Erhaltung der Grünflächen mit einer sinnvollen Bewirtschaftung des Niederschlagswassers leistet einen positiven Beitrag zum Stadtklima.

 

„Leipzig wächst nachhaltig“ lautet das Ziel des INSEK 2030 und setzt bei der notwendigen Nachverdichtung auf die Strategie der doppelten Innenentwicklung. Neben baulicher Entwicklung wird parallel auch eine Entwicklung und Stärkung der grünen Infrastruktur für eine bessere Umwelt- und Lebensqualität fokussiert. So wird Leipzig durch eine nachhaltige Stadtentwicklung trotz Auswirkungen des Klimawandels für die Bürgerinnen und Bürger eine lebenswerte Stadt bleiben.

 

Im Fachkonzept Freiraum und Umwelt des INSEK 2030 wird darauf hingewiesen, dass innerhalb der städtischen Wärmeinseln neben u. a. Brachen, Kleingärten und Parks, auch Sportplätze unverzichtbare Kaltluftgebiete mit lufthygienischer Bedeutung darstellen.
Insbesondere durch ein klimawandelangepasstes Regen- und Hochwassermanagement soll u.a.  Regenwasser auf Grün- oder Sportflächen genutzt und bestenfalls zwischengespeichert werden.
 

Die zunehmenden Starkniederschlagsereignisse und Trockenperioden erfordern eine klimaangepasste Stadtentwicklung. Ziel ist es vor allem Niederschlagswasser vor Ort zurückzuhalten, zu speichern, zu versickern und zu verdunsten, um einerseits lokale Wasserkreisläufe zu schließen und gleichzeitig die Kanalisation zu entlasten.

 

Das dafür groß- und kleinräumig zu entwickelnde Regenwassermanagement sollte, wo es wirtschaftlich vertretbar ist, primär auf die Speicherung und Nutzung des Niederschlagswassers und nur sekundär auf dessen Verdunstung und Versickerung ausgerichtet werden.


Eine Bewässerung von Sport- und Grünflächen kann teilweise durch aufgefangene Niederschläge auf versiegelten Flächen erfolgen (Zisternen). Bei jedem Einzelvorhaben müssen Aufwand und Nutzen verglichen werden, denn Zisternen sind in der Anschaffung sehr teuer und ihr Wasservorrat reicht zwar für Kleingärten u.ä. aber in der Regel nicht für die Bewässerung großer Sportplatzflächen aus. Versickerungen in das Grundwasser und der Bau von Brunnenanlagen sind deshalb Alternativen. Allerdings bedarf der Einbau von Brunnen einer wasserrechtlichen Genehmigung im Einzelfall.


Aktuell wird auf der Sportplatzanlage Bruno-Plache-Stadion eine große Regenwasser-zisterne für 1,7 Mio. EUR gebaut. Sie wird ein Fassungsvermögen von insgesamt              500 Kubikmetern haben und unterteilt sich in 2 Bereiche: eine Zisterne mit 300 Kubikmetern für Brauchwasser zur Beregnung der umliegenden Naturrasenspielfelder sowie eine Zisterne für 200 Kubikmeter für zusätzliches Löschwasser. Diese Löschwasserbereitstellung dient dem Brandschutz der denkmalgeschützten Holztribüne und ist Auflage für deren Sanierung.

Im Doppelhaushalt 2019/2020 konnten jeweils auf den Sportplatzanlagen Mariannenpark und Lößnig neue Brunnenanlagen errichtet werden.

 

Der Bau von Zisternen, Brunnen und Beregnungsanlagen sind allerdings nicht die einzigen notwendigen Vorhaben, die mit dem zur Verfügung stehenden Budget des Landes, der Stadt und der Vereine umgesetzt werden müssen. Eine Abwägung von ökologischen und ökonomischen Interessen bleibt daher unerlässlich.


Gebäude und Sportanlagen befinden sich zum Teil noch in einem schlechten Bau- und Ausstattungszustand und müssen saniert bzw. modernisiert werden müssen. Beide Vorhaben sind mit höchster Priorität in den Sportfachplanungen „Sportprogramm 2024“ und „Fachkonzept Sport im INSEK 2030“ versehen.


 

Stammbaum:
VII-A-02069   Sportplätze als Grüne Inseln verstehen, gestalten und erhalten bzw. gestalten und verletzungsarmen Sport ermöglichen   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Antrag
VII-A-02069-VSP-01   Sportplätze als Grüne Inseln verstehen, gestalten und erhalten bzw. gestalten und verletzungsarmen Sport ermöglichen   52 Amt für Sport   Verwaltungsstandpunkt