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Vorlage - VII-Ifo-01925  

 
 
Betreff: Bericht zur Entwicklung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) 2019
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Information zur Kenntnis
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Information zur Kenntnis
FA Stadtentwicklung und Bau Information zur Kenntnis
01.12.2020    Videokonferenz - FA Stadtentwicklung und Bau      
Verwaltungsausschuss Information zur Kenntnis
03.12.2020 
Verwaltungsausschuss      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Der Bericht zur Entwicklung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) im Jahr 2019 wird zur Kenntnis genommen.

 

Räumlicher Bezug:

 

Der Bericht umfasst in erster Linie Aussagen zum Gebiet der Stadt Leipzig, aber auch zum

kompletten Verbundgebiet.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Gemäß Beschluss-Nr. RBIII-311/00 ist jährlich über die Arbeit des MDV zu den für die Stadt

Leipzig interessanten Aufgabenschwerpunkten zu berichten. Nachfolgend wird über die Arbeit im Geschäftsjahr 2019 informiert.

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

x

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

x

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Es liegt keine Eilbedürftigkeit vor.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Die Vorlage ist öffentlich.

 

III.  Strategische Ziele

 

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) koordiniert im Auftrag der Städte Halle und

Leipzig sowie der angrenzenden Landkreise und der dort verkehrenden

Verkehrsunternehmen das Nahverkehrsangebot in Mitteldeutschland. Durch die

Zusammenarbeit aller Verbundpartner sorgt der MDV für einen attraktiven, vernetzten

Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und stößt mit Blick auf die Zukunft

Entwicklungsprozesse für die Verbesserung der Nahverkehrsleistungen in Mitteldeutschland

an. 

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) erstreckt sich über die drei Ländergrenzen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und umfasst ein Gebiet von fünf Landkreisen und den zwei kreisfreien Städten Leipzig und Halle (Saale).

 

Seit dem 15. Dezember 2019 gilt der MDV-Tarif auch für die Fahrgäste in allen S-Bahnen und Regionalzügen nach Dessau-Roßlau und in die Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld (MDV Nord).

 

Mit einem Anteil von 51 % halten die zehn Aufgabenträger die Mehrheit der Gesellschafteranteile. Die verbleibenden 49 % werden von den im Verbundraum tätigen 13 Verkehrsunternehmen des straßen- und schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bzw. deren Zusammenschlüssen gehalten. Die Stadt Leipzig ist mit einem Anteil von knapp 16 % Gesellschafter des MDV.

 

Im Zusammenhang mit der Erweiterung im Dezember 2019 übernahmen die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, DB Regio AG und Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH zusätzliche Gesellschafteranteile von insgesamt EUR 2.550,00 sodass das Stammkapital zum 31. Dezember 2019 auf EUR 76.050,00 stieg. Die entsprechenden Änderungen im Gesellschaftsvertrag wurden am 13. bzw. 16. Dezember 2019 im Handelsregister eingetragen.

 

Nachfolgend wird gemäß Beschluss-Nr. RBIII-311/00 über die Arbeit des MDV im Geschäftsjahr 2019 zu den für die Stadt Leipzig interessanten Aufgabenschwerpunkten berichtet.

 

2. Ausführliche Darstellung der Information

 

Bericht zur Entwicklung des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV) 2019

 

1. Einnahmeentwicklung der Verkehrsunternehmen im MDV

Auch 2019 hielt die positive Entwicklung an. Die Verbundeinnahmen entwickelten sich mit einem Zuwachs um EUR 16,2 Mio. bzw. 6,9 % überdurchschnittlich positiv. Dazu beigetragen haben Zuwächse in allen Tarifproduktgruppen sowohl in den beiden kreisfreien Städten, als auch in den Landkreisen im MDV. Die Steigerung in der Tarifzone Leipzig mit 7,9 % resultiert in einem starken Maße aus dem Zuwachs im Segment Zeitkarten Jedermann (EUR + 5,0 Mio. bzw. + 8,3 %), was anteilig auch auf den gestiegenen Zuschuss der Stadt Leipzig für die Leipzig-Pass-Mobilcard zurückzuführen ist. Aufgrund der Einführung neuer sächsischer Tarifprodukte sind deutliche Zuwächse im Segment der ermäßigten Zeitkarten zu verzeichnen. Zwischen Einführung im August 2019 und Dezember 2019 haben allein 3.874 junge Leute das AzubiTicket Sachsen erworben. Die Nutzerzahlen sind damit um ca. 7 % gestiegen. Bei den Fahrgastzahlen stehen den anhaltenden Zuwächsen im SPNV eher stagnierende Fahrgastzahlen der ÖPNV-Verkehrsunternehmen gegenüber.

 

2. MDV-Strategie 2025 - Arbeitspakete

Im Rahmen der Umsetzung des 2012 begonnen Strategieprozesses zum Thema „Die Zukunft der Mobilität in Mitteldeutschland 2025“ wurde auch in 2019 u. a. in folgenden drei Themenbereichen weitergearbeitet:

 

  1. Tarif und Technik
  2. Verkehrsplanung
  3. Verbundweites Marketing

 

2.1              Tarifliche und technische Schwerpunkte

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung musste auch im Jahr 2019 der Verbundtarif aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusätzlich preislich fortgeschrieben werden, da für einen großen Teil der Verkehrsunternehmen zum derzeitigen Stand zur Gegenfinanzierung keine anderweitigen oder nicht ausreichenden Mittel zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig wurden in der Stadt Leipzig politische Vorgaben sowie zusätzliche finanzielle Mittel für den städtischen Nahverkehr diskutiert. Als Ergebnis dieser Diskussion beschloss der Leipziger Stadtrat am 24. Oktober 2018, dass die Fahrpreise in der Tarifzone 110 (Leipzig) in den Jahren 2019 und 2020 nicht erhöht werden und die Kostensteigerung der LVB durch zusätzliche kommunale Mittel getragen werden sollen.

Weitere Schwerpunktthemen waren:

  • Im Rahmen der sachsenweiten Strategie, die verschiedenen Verbundtarife zu vereinheitlichen und gleichzeitig attraktive Tarifangebote für junge Leute anzubieten, wurden zum Tarifwechsel 2019 das AzubiTicket Sachsen und das SchülerFreizeitTicket eingeführt:
    • Das (vom Freistaat geförderte) AzubiTicket Sachsen ist zu einem günstigen Abonnementpreis MDV-weit für alle Azubis nutzbar, die eine Bildungseinrichtung in Sachsen besuchen. Der Zukauf für Fahrten eines/mehrerer weiterer Verbünde in Sachsen ist optional möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Offizieller Startschuss zum neuen AzubiTicket Sachsen, mit Verkehrsminister Dulig.
Quelle: MDV GmbH

  • Auch das SchülerFreizeitTicket wird vom Freistaat gefördert, so dass Schülern allgemeinbildender Schulen eine MDV-weite Freizeitnutzung für einen günstigen Verkaufspreis im Abonnement angeboten werden kann.
  • Als Test für einen Sachsentarif fungiert der gleichfalls zum Tarifwechsel 2019 eingeführte Übergangstarif für Fahrten zwischen den Tarifzonen 41 Riesa (VVO) und Oschatz 127 (MDV). Der Verbundgrenzen überschreitende Tarif integriert die Nutzung des SPNV-Nahverkehrs, des straßengebundenen ÖPNV-Angebots (Bus) und der Döllnitzbahn.
  • Die Umsetzung des Erwerbs all dieser Produkte in den ABO-Vertriebssystemen der MDV-Unternehmen wurde durch die Verbundgesellschaft technisch-organisatorisch betreut. Zusätzlich übernahm der MDV die Federführung in der Arbeitsgruppe Vertrieb zur Sicherstellung der Anerkennung und Kontrollierbarkeit des AzubiTicket Sachsen bei der sachsenweiten Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit den anderen sächsischen Verkehrsverbünden, um einvernehmliche Lösungen zu Ticketlayouts, Fahrscheinsicherheit, Anerkennung und Kontrollprozessen mit den Partnerverbünden im Interesse des Fahrgastes zu erarbeiten und umzusetzen.
  • Eine weitere Vereinheitlichung zwischen den sächsischen Verbünden konnte mit der zum Tarifwechsel erfolgten Anhebung der Kinderaltersgrenze um ein Jahr erreicht werden (Altersgrenze nun bei 14 Jahren).
  • Neben den sachsenweiten Entwicklungen wurden aber auch die MDV-Angebote kontinuierlich weiterentwickelt. Ein zentraler Bestandteil war dabei die Neuverhandlung und der erfolgreiche Abschluss der Semesterticketverträge mit den Universitäten in Leipzig, in Halle und in Merseburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Vertragsunterzeichnung Semesterticket Leipziger und Hallenser Hochschulen.
Quelle: MDV GmbH

 

  • Zum 15. Dezember 2019 wurde die vorerst auf den SPNV beschränkte Verbunderweiterung umgesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Kommunikationskampagne zur 3. MDV-Verbunderweiterung.
Quelle: MDV GmbH

Seitdem gilt der MDV-Tarif auch für die Fahrgäste in allen S-Bahnen und Regionalzügen nach Dessau-Roßlau und in die Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld. Die Umstellung verlief insgesamt erfolgreich und in der öffentlichen Gesamtwahrnehmung positiv. Eine wesentliche technische Voraussetzung war die Anpassung aller Vertriebs- und Auskunftssysteme im alten und neuen Verbundgebiet. Dazu wurde auch ein System zum automatisierten Erstellen der Tarifmatrix eingeführt, um in allen Vertriebsgeräten die Relationen ins Erweiterungsgebiet ohne das bisherige aufwendige händische Erstellen und Bearbeiten der Tarifdaten durch Verbundgesellschaft und Sachbearbeiter der Verkehrsunternehmen anzulegen. Vorbereitet und begleitet wurde die Verbunderweiterung durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. Eine erste Kampagnen-Evaluation zeigte, dass alle Maßnahmen planmäßig umgesetzt wurden und damit die gewünschte breite öffentliche Wahrnehmung als wichtigstes Kommunikationsziel weitestgehend erreicht wurde.

  • Wichtigstes Arbeitspaket im technischen Bereich war 2019 die künftige Tarif- und Vertriebsstrategie im MDV. Hierfür wurden vorbereitende Studien und Recherchen durchgeführt und diese mit den Gesellschaftern diskutiert. Dieser Prozess soll 2020 fortgesetzt werden, um eine abschließende Entscheidung für die nächsten Jahre zu treffen. Die Komplexität der Diskussion ist sehr hoch, zumal hier spezifische unternehmensinterne Ziele einfließen. Dies sind insbesondere die Reduzierung bzw. mittelfristige Abschaffung von Bargeld und Papiertickets.
  • Das MDV Zentralsystem für die Sammlung aller elektronischen Fahrkarten im MDV (MDV-Berechtigungssystem „BerSy“) wurde erweitert, um künftig auch bspw. Einzelfahrkarten auf Chipkarten ausgeben zu können. In der 1. Stufe wird die LVB die Umsetzung in all ihren Vertriebssystemen umsetzen. Damit kann der Kunde einfach bargeldlos über standardisierte Zahlverfahren seine Fahrkarten erwerben.
  • Das handybasierte Auskunfts- und Ticketingsystems easy.GO hat sich zu einem stabilen Fahrplan- und Tarifauskunfts- sowie Ticketingdienst für die Kunden im Mitteldeutschen Verkehrsverbund entwickelt. 2019 ist die Nutzung wiederum angestiegen. Anfragen zu Verbindungen und Abfahrtzeiten stiegen von 54,5 Mio. in 2018 auf 68,8 Mio. in 2019 und damit um 26 %. Mit fast 1,3 Mio. Ticketkäufen in Höhe von EUR 3,75 Mio. bedeutet dies einen Anstieg von rd. 30 % zum Vorjahr.

G:\Stab\SD\Verbundbericht an Stadt Leipzig\2019\Zuarbeiten\steckbrief_apps.jpgIm Jahr 2018 wurde beschlossen, die App easy.GO mit den Schwerpunkten zusätzliche Bezahlverfahren, Buchung von Rufbusfahrten und verbundüberschreitende Auskunft und Verkäufe inklusive Reiseketten im Bereich Sachsen bzw. später Mitteldeutschland weiterzuentwickeln. Hierfür wurde 2019 eine europaweite Ausschreibung durchgeführt und nach Auftragsvergabe im August 2019 mit den Arbeiten begonnen, die in mehreren Stufen 2020 produktiv gesetzt werden sollen. Die neue App wird den Markennamen „MOOVME“ tragen. Mit Abschaltung der App easy.GO im Jahr 2020 wird der Kunde die Möglichkeit haben, eine der im MDV verfügbaren Apps zu nutzen, je nachdem, welche Funktionen ihm am wichtigsten sind. Hierfür wurden in den letzten Jahren im MDV spezialisierte Apps entwickelt, die in der folgenden Übersicht dargestellt sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Überblick zu den ÖPNV-Apps im MDV
Quelle: MDV GmbH

 

 

  • Die Datendrehscheibe für den verkehrsunternehmensübergreifenden Datenaustausch wurde um zusätzliche Funktionen für die Fahrgastinformation erweitert. Mittels eines DFI-Konverters ist es möglich, Fahrten von Fremdunternehmen aus den Auskunftsdaten für die DFI-Schnittstellen der Abnehmer aufzubereiten. In 2020 ist geplant, die Datendrehscheibe des Verkehrsverbundes Oberelbe an die MDV/NASA- Datendrehscheibe anzuschließen, wozu bereits 2019 die Vorarbeiten und Abstimmungen durchgeführt wurden. Gleichzeitig wurde das Thema Anschlusssicherung vorangetrieben, indem durch den Bereich Verkehrsplanung neue Anschlusssicherungspunkte für PlusBus-Linien in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig definiert wurden.
  • Im Zuge der Open Data Strategie wurde der Zugang zu den Fahrplänen im GTFS-Format weiter vereinfacht. Der Datensatz kann ohne Einschränkungen über die Verbundseite bezogen werden und wird entsprechend der INSA-Auskunft wöchentlich aktualisiert. Darüber hinaus erfolgte die Veröffentlichung der Daten auf Google Maps. Der Datensatz wird auch zunehmend durch die Verbundpartner für eigene Vorhaben genutzt, wie z. B. LVB Flexa, HAVAG FARTIQ oder das Tool „Reachie“ im Projekt LOW CARB. Der GTFS-Datensatz wird laufend optimiert, wobei im Vordergrund die Abbildung von Rufbussen steht. Mit der Bereitstellung der Soll-Fahrplandaten an DELFI und den sog. nationalen Zugangspunkt (DODP) erfüllen die MDV-VU zudem die aktuellen Anforderungen der EU bezüglich der Bereitstellung von Mobilitätsinformationen gem. der delegierten Verordnung (EU) 2017/1926. Die Anschaffung von Echtzeitdatenschnittstellen konnte dagegen bisher noch nicht umgesetzt werden.
  • Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung Verkehrsmanagement (KOV-VM) wurden insbesondere der Austausch der Partner und Stakeholder in den Bereichen automatisiertes Fahren, umweltsensitive Verkehrssteuerung, E-Mobilität und Datenmanagement vorangetrieben. In der AG Autonomes Fahren fand ein umfassender Austausch der Projektbeteiligten, kommunalen Akteuren, Landesbehörden und der Forschung im MDV statt. Der Geschäftsbesorger unterstützt die Partner nach Bedarf mit Daten und Know-How im Bereich der Leitstellentechnik. Im Bereich umweltsensitive Verkehrssteuerung konnte durch die Universität Leipzig und die Stadt Leipzig eine Referenzmessstelle zur Erfassung von Luftschadstoffen an einer offiziellen Landesmessstelle eingerichtet werden. Die Erkenntnisse zur Verlässlichkeit der kostengünstigen Erfassungsmethode sowie möglicher Anwendungsfälle werden 2020 im Rahmen der KOV-VM geprüft. Einen weiteren Baustein des Datenmanagements bildet die Bereitstellung eines Abfahrtstafelgenerators für Anzeiger Dritter. Die Bereitstellung erfolgt voraussichtlich in 2020.
  • Mit der Realisierung der neuen Verbund-App wird seit 2019 das Thema der Beauskunftung, Buchung und Bezahlung von Anrufbussen umgesetzt. Entsprechende Erweiterungen der geplanten App sowie des Hintergrundsystems INSA wurden konzipiert und beauftragt. Die Grundlage dazu bilden die Dispositionssysteme der Verkehrsunternehmen Geißler Reisen und Regionalbus Leipzig.
  • Die Daten der Automatischen Fahrgastzählsysteme bilden eine wesentliche Säule der Einnahmeaufteilung. Da sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich eine Fortschreibung der Fahrgastzähltechnik erforderlich ist, hat die Verbundgesellschaft im Jahr 2019 in einer zweiten Stufe eine Ausschreibung für die Neubeschaffung der Software für die Hochrechnung, den Saldenausgleich und die Stichprobenbildung vorbereitet und durchgeführt.

 

2.2    Verkehrsplanerische Schwerpunkte

  • Im von der EU geförderten Projekt „LowCarb – Clever unterwegs im Nordraum Leipzig“ haben sich die Projektpartner LVB, Stadt Leipzig und MDV das Ziel gesetzt, für die weiterhin stark wachsenden Gewerbestandorte im Norden von Leipzig u. a. den „Masterplan Mobilität Nordraum Leipzig" zu erstellen, der entsprechende Maßnahmen zur Steuerung des zunehmenden Verkehrsaufkommens in diesem Gebiet zu Gunsten des Umweltverbundes vorsieht. In 2019 wurde der Masterplan für eine stufenweise Einführung entwickelt und die Maßnahmen sowohl mit den Verwaltungen als auch mit den ansässigen Unternehmen besprochen. Das EU-Projekt "LOW CARB" hat eine Laufzeit bis ins 4. Quartal 2020. Die Umsetzung des Masterplans wird von den Projektpartnern u.a. mithilfe sich anschließender Förderprojekte in Angriff genommen.

 

Abbildung: Maßnahmebündel des „Masterplans Mobilität Nordraum Leipzig“ 

Quelle: Stadt Leipzig

 

  • Im Projekt „Landkreis Leipzig in Fahrt“ konnten im Jahr 2019 sowohl der neugestaltete Stadtverkehr Grimma als auch der komplett neue Stadtverkehr von Bad Lausick in Betrieb genommen werden. Dabei wurden in Grimma vor allem Linienläufe verbessert, die Haltestellenanzahl deutlich erhöht, die Taktlücken am Vormittag geschlossen und das Angebot am Abend und am Wochenende erstmals eingerichtet. Die Fahrgastzahlen sind in Grimma schon wenige Wochen nach der Umstellung deutlich gestiegen. Während der Stadtverkehr in Grimma im April 2019 umgesetzt wurde, startete Bad Lausick im Dezember 2019. Wie auch in Grimma wird hier ein Halbstundentakt mit dichten Haltestellenangebot, Verknüpfung zum Regionalverkehr und zum SPNV in Richtung Leipzig angeboten.

Die Planungen für den Stadtverkehr in Colditz sind Ende 2019 fast vollständig fertig gestellt worden. Hier soll der nächste Innovationsschritt umgesetzt werden, eine Umsetzung als flexibler Rufbus. Start ist für den August 2020 vorgesehen. Ein Pre-Test für flexible Bedienformen hat Regionalbus Leipzig im Raum Bennewitz seit Dezember 2019 gestartet. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sowohl die Dispositionssoftware „Cover“ als auch die technischen Abläufe bei Regionalbus Leipzig funktionieren und eine gute Basis für den flexiblen Stadtverkehr Colditz bieten. Kritisch dagegen ist, dass die Genehmigungsbehörde keine Genehmigung als Linienverkehr erteilt hat. Das Verfahren befindet sich derzeit in Klärung.

  • Für den Bereich rund um Wurzen ist ab 2020 gemeinsam mit dem Landkreis Nordsachsen kreisgrenzenüberschreitend ein ÖPNV-Projekt vorgesehen, dass den Bereich Taucha, Borsdorf, Wurzen, Falkenhain Mockrehna und Eilenburg umfasst. Die Federführung – unter fachlicher Begleitung des MDV wird bei den Aufgabenträgern liegen.
  • Das unter Federführung des Burgenlandkreises zur Umsetzung vorgesehene Projekt „Clever unterwegs im Burgenlandkreis“ liegt derzeit auf Eis. Hintergrund waren sowohl personelle Engpässe bei der PVG Burgenlandkreis als vor allem auch die Notwendigkeit des Landkreises, die für das ÖPNV-Konzept vorgesehenen finanziellen Mittel für eine außerordentliche Situation im Landkreis einzusetzen.

Daher ist die für 2019 avisierte begleitende Kommunikation und Marketing des Vorhabens gegenüber politischen Meinungsbildern, Schulen, Öffentlichkeit, Presse, Fahrpersonalen und Fahrgästen in die Jahre 2020/21 verschoben worden.

  • Auf Grundlage der Kooperationsvereinbarung mit den ÖPNV-Aufgabenträgern zur gemeinsamen Bearbeitung der jeweiligen Nahverkehrspläne wurde in 2019 der Nahverkehrsplan für den Landkreis Nordsachsen fertig gestellt und vom dortigen Kreistag beschlossen. Die Bearbeitung der Pläne für den Landkreis Leipzig und das Altenburger Land sollen in 2020 fertig gestellt werden. Damit wären für alle fünf MDV-Landkreise der erste Nahverkehrsplan gemäß der Kooperationsvereinbarung erstellt. Die erste Aktualisierung wird in 2020 im Saalekreis begonnen.
  • Im durch den Freistaat Thüringen geförderten Projekt „Schmölln macht mobil“ wurden bis Jahresende 2019 die Planungen für Linienlauf, Haltestellen und Fahrpläne fertiggestellt. Problematisch hierbei war der parallel laufende Prozess des Freistaats Thüringen, das Schulgesetz zu verändern, was wiederum Auswirkungen auf die Schulstandorte haben kann. Insgesamt kam der Prozess der Fahrplangestaltung langsamer als geplant voran, da sich durch die Abstimmungen mit den Kommunen zu Haltestellen und Fahrwegen immer wieder neue Anforderungen ergeben haben. Die Planungen sind jetzt fertiggestellt und werden dem Kreistag in Form von Baustein-Paketen zur Abstimmung angeboten: Basispaket (vertaktete Linien + Schülerverkehr), Abendverkehr, Wochenendverkehr, kleine Ortschaften (Rufbus) und Nachbarschaftsverkehr (kreisgrenzenüberschreitender Verkehr). Ein Beschluss ist für 2020 vorgesehen. Der Freistaat Thüringen fördert das Vorhaben im Personal- und Marketingbereich.

Seit August 2017 wird das Projekt durch Kommunikation und Marketing gegenüber politischen Meinungsbildern, Schulen, Öffentlichkeit, Presse, Fahrpersonalen und Fahrgästen begleitet.

  • Der PlusBus feierte im Dezember 2019 seinen sechsten Geburtstag. Inzwischen fahren in Deutschland über 100 Linien unter dieser Markenbezeichnung. Mit dem Lizenzvertrag an die Nah.SH ist dem PlusBus erstmals der Schritt in die Nordwestdeutschen Bundesländer gelungen. Die Marke wird von der NASA GmbH und dem MDV lizensiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Der PlusBus im MDV seit Dezember 2013
Quelle: MDV GmbH

  • Der MDV unterstützt die Verbundpartner bei der Erfassung von Daten zur Barrierefreiheit. Mit der Erarbeitung des DELFI-Handbuchs für Barrierefreiheit im ÖPNV (DELFI e.V.) wurden deutschlandweite Standards für die Datenerhebung festgelegt, die auch im MDV angewendet werden sollen. Durch die Bereitstellung einer Softwarelösung für die Erfassung von Haltestellendaten sowie einer Datenspezifikation schuf der MDV eine Grundlage für die Erfassung der Daten im Verbund. Des Weiteren wurden bereits in den Fahrplandaten gelieferte Fahrzeuginformationen (geplanter Einsatz eines Niederflurfahrzeugs) in Leipzig, Halle und SPNV-Netz in der Auskunft freigeschaltet.

Im Jahr 2019 begann die Aufnahme der im „Leitfaden für die Barrierefreiheit im MDV“ und DELFI-Handbuch Barrierefreiheit enthaltenen Anforderungen zur Ausstattung von Haltestellen in den Landkreisen Saalekreis und Burgenlandkreis. Die Landkreise Leipzig und Nordsachsen führen eigenständig aber in enger Abstimmung mit dem MDV ebenfalls die Erhebungen durch. Im Landkreis Altenburger Land im Vorfeld durchgeführte Erhebungen sollen mit integriert werden. Dieser gemeinsame Datenbestand soll sowohl für die Beauskunftung barrierefreier Reiseketten als auch für Informationen auf der Webseite verwendet werden.

  • Aus der ÖPNV-Strategiekommission im Freistaat Sachsen wurden neben verschiedenen Tarif- und Vertriebsmaßnahmen auch ein sachsenweites Netz aus Plus- und TaktBussen entwickelt, dass zusammen mit dem SPNV ein engmaschiges Netz an hochwertigen ÖPNV-Angeboten darstellt. Der Freistaat Sachsen beabsichtigt, den Betrieb von über 100 Plus- bzw. TaktBus-Linien in ganz Sachsen finanziell zu fördern. 2019 wurden bereits 59 Linien auf das neue Qualitätsniveau gehoben bzw. komplett neu eingerichtet. Eine ähnlich große Anzahl ist für 2020 zur Umsetzung vorgesehen. Der MDV hat federführend die sachsenweite Umsetzung sowie ein Gestaltungskonzept für die einheitliche Vermarktung bei allen sächsischen Verbünden auf den Weg gebracht.
  • Die Kooperationsvereinbarung mit dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ist Ende 2019 ausgelaufen und wurde durch eine neue Vereinbarung ersetzt. Themen in 2019 waren u. a.:
  • Planung von Anschlusssicherung von PlusBus-Linien an den SPNV
  • Abschätzung Kapazitätsbedarf Bus-Verknüpfungsstellen Regis-Breitingen, Neukieritzsch, Gaschwitz
  • Stadtverkehr Borna - Grundlagenplanung
  • Kontrolle von SEV-Leistungen und von SPNV-Qualitätskontrollen.
  • Gefördert über die Fachkräfterichtlinie des Freistaats Sachsen werden die Landkreise Leipzig und Nordsachsen das betriebliche Mobilitätsmanagementprojekt „Betriebe in Fahrt“ durchführen. Aufgrund von Personalengpässen konnte die Arbeit in 2019 nicht in vollem Umfang durchgeführt werden. Trotz dessen wurde insbesondere das betriebliche Mobilitätsmanagement beim größten Arbeitgeber des Landkreises Leipzig, dem Landratsamt, vorangebracht. Im Landkreis Nordsachsen wurde die grundlegende BMM-Datenbank mit allen relevanten Unternehmen sowie deren Erreichbarkeit und den Vor-Ort-Ansprechpartnern erstellt. Die speziell für das Gewerbegebiet rund um den Glascampus in Torgau initiierte StadtBus-Linie konnte bereits im Dezember 2019 in Betrieb genommen werden. Im Jahr 2020 werden intensive Beratungen durchgeführt um gemeinsam mit den Betroffenen Mobilitätslösungen zu entwickeln und umzusetzen.
    Die derzeitige Förderung läuft noch bis Februar 2021.

 

2.3              Schwerpunkte des verbundweiten Marketings

  • Das Marketing konzentrierte sich auf die Verbesserung der Informationen an den Haltestellen, auf die Vermarktung der neuen Stadtverkehre in Grimma, Brandis und Bad Lausick sowie die Einführung der neuen Tarifprodukte (vor allem ABO Aktiv).
  • Im Südlichen Leipziger Neuseenland konnte in zwei Teilschritten im August und im Dezember 2019 das angepasste Liniennetz von RL und THÜSAC mit entsprechender kommunikativer Begleitung in Betrieb gehen. Vertaktete Linien und gute Anschlüsse zum SPNV in Richtung Leipzig sind auch hier die Merkmale des neuen Angebotes. Insbesondere der Stundentakt zwischen Pegau und Groitzsch (aus zwei überlagernden Linien gestaltet) stellt eine deutliche Verbesserung des Angebotes dar.

Die Vermarktung wird federführend durch den MDV in enger Abstimmung mit dem Landkreis Leipzig und den beiden Verkehrsunternehmen durchgeführt.

  • Das in 2017 und 2018 auf den Weg gebrachte Konzept zur verbundweiten Marktbearbeitung wurde 2019 als mehrstufige Kampagne realisiert. Vorangegangen war ein Agenturwettbewerb im Rahmen einer Ausschreibung. Die Ziele waren insbesondere, verbundweite Aufmerksamkeit für das gemeinsame Gesamtprodukt „Nahverkehrssystem in Mitteldeutschland“ zu erzeugen und mit Dialogmarketing Neukunden zu gewinnen. Die Kampagne ist erfolgreich verlaufen und wird verbundweit je nach Thema und Unternehmensbeteiligung weiter ausgerollt. Ab Mitte 2020 soll ein Evaluierungskonzept erarbeitet werden.

 

 

Abbildung: Verbundweite Aufmerksamkeit mit

 Anwendung der Klammermarke
Quelle: MDV GmbH

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Neukundengewinnung mit Schnuppertickets
Quelle: MDV GmbH

 

 

 

 

  • Die weiteren Schwerpunkte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation lagen auf folgenden Handlungsfeldern:
  • Vermarktung, Pressekampagne und politische Kommunikation zur 3. Verbunderweiterung („MDV Nord“)
  • Marketingkampagnen AzubiTicket Sachsen, SchülerfreizeitTicket, Übergangstarif Oschatz-Riesa (in Abstimmung mit den VV in Sachsen)
  • Entwicklung eines einheitlichen Marktauftrittes für PlusBus und TaktBus in Sachsen (in Abstimmung mit den Verkehrsverbünden in Sachsen)
  • verbundweite Mobilitätsberatung am MDV-Infomobil sowie am MDV-Infotelefon zu Verbindungen, neuen Tarifprodukten und neuen Verkehrsangeboten
  • Tarifwechsel 1. August 2019 (Herausgabe der Tarifpublikationen, Pressearbeit, Beratung)
  • Strategiearbeitsgruppe Systemzugang (Fokus Zusatzaushänge an Haltestellen in den Landkreisen)
  • Fahrplanwechsel im August und Dezember (Herausgabe von Fahrplanbüchern bzw. Ergänzungsheften, Pressemeldungen)
  • Schulungen der Verbundunternehmen sowie
  • Pressearbeit zu strategischen Themen des MDV.

 

3.   Realisierung des Wirtschaftsplans 2019

 

Der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2019 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 13. Dezember 2018 beschlossen. Entsprechend dem Wirtschaftsplan schließt der MDV das Geschäftsjahr 2019 mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Der durch die Gesellschafter entsprechend § 5 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages in 2019 zu zahlende Zuschuss von TEUR 2.662 entsprach der mittelfristigen Planung des Vorjahres. Mit dem Wirtschaftsplan 2019 und dem Beschluss zum Jahresabschluss 2018 wurden zusätzlich nicht verbrauchte Zuschüsse in Höhe von TEUR 359 auf Folgejahre zweckgebunden übertragen.

Die Bilanzsumme von TEUR 2.938 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.416) um 22 % gestiegen. Dies begründet sich wesentlich aus dem Anstieg des Anlagevermögens (TEUR 203) und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 245) auf der Aktivseite. Die Erhöhung der Forderungen betrifft insbesondere Forderungen gegen Gesellschafter aus verschiedenen weiterberechneten Marketingleistungen. Durch die anteilige Förderung der Anlagenzugänge bei gleichzeitiger planmäßiger Auflösung für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von TEUR 138 erhöhte sich der Sonderposten aus Investitionszuschüssen (TEUR 107). Die nicht verbrauchten Betriebskostenzuschüsse und Mittel aus dem projektbezogenen Erfolgsanteil führten zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 168) und die zum Stichtag noch nicht in Anspruch genommenen Fördermittel zu einer Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 212) auf der Passivseite.

Die Finanzierung der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 gesichert.