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Vorlage - VII-A-01903  

 
 
Betreff: Weniger Papierwerbung - mehr Umweltschutz
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion DIE LINKE
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
14.10.2020 
Ratsversammlung (offen)   
FA Umwelt, Klima und Ordnung 1. Lesung
27.10.2020    FA Umwelt, Klima und Ordnung (Videokonferenz)      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverwaltung prüft bis zum Ende des I. Quartals 2021, ob und wie die Stadt Leipzig durch eine Satzung eine sogenannte „Opt-in-Lösung“ für Werbepost einführen kann.

 

Begründung:

 

Trotz Digitalisierung ist sie noch immer ein bekanntes Phänomen im Briefkasten: die Papierwerbung. Wer keinen „Werbung, nein danke!“-Aufkleber angebracht hat, pendelt regelmäßig zwischen Briefkasten und Papiertonne, um die Masse an Werbeprospekten zu entsorgen. Auch diejenigen, die dachten, sich durch einen entsprechenden Aufkleber davon befreien zu können, stolpern häufig trotzdem im Hausflur über stapelweise abgelegte „Einkauf aktuell“ und ähnliche Lektüre. Dabei leiden aber nicht nur die Empfänger*innen der unerwünschten Werbung darunter, viel mehr leidet die Umwelt: 35 kg Werbepost landen jährlich in jedem Briefkasten in Deutschland, das entspricht 14 % des privaten Papiermülls. Um diesen zu produzieren, werden pro Briefkasten 1.400 Liter Wasser und 54 kg Holz benötigt. (1)

 

Um diesem Problem zu begegnen, hat Amsterdam 2018 den Spieß umgedreht: Werbung darf ab sofort nur in Briefkästen eingeworfen werden, wo ein „Werbung, ja bitte!“-Aufkleber angebracht ist. Dadurch spart Amsterdam 6 Mio. kg Papier und etwa 600 bis 750 Müllabfuhren im Jahr. (2)

 

Der Verein „Letzte Werbung“ geht davon aus, dass so ein System in Deutschland auch kommunal per Satzung umgesetzt werden kann und erarbeitet mit einigen Städten bereits entsprechende Satzungen. Besonders vor dem Hintergrund des Klimanotstands wäre es sinnvoll, wenn auch in Leipzig ein solches System eingeführt würde (so lange der Bundesgesetzgeber nicht entsprechend handelt). Die Verwaltung soll mögliche Umsetzungsvarianten prüfen, sinnvoll wäre es, dabei auch externe Fachexpertisen, z. B. beim Verein „Letzte Werbung“, in die Prüfung mit einzubeziehen.

 

(1)   https://www.letzte-werbung.de/wissen-studie

(2)   https://www.letzte-werbung.de/unsere-forderung

 

 

 

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