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Vorlage - VII-A-01794-NF-01  

 
 
Betreff: Lebendige Auseinandersetzung mit der Friedlichen Revolution
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Neufassung
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die GrünenBezüglich:
VII-A-01794
Beratungsfolge:
FA Kultur 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

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Beschlussvorschlag:

 

 

Ziel, Inhalt und Struktur der Veranstaltungen und der Formen und Orte des Bewahrens der Werte der Friedlichen Revolution werden unter Federführung des Stadtgeschichtlichen Museums und unter Einbeziehung der Initiativgruppe „Tag der Friedlichen Revolution - Leipzig 9. Oktober" evaluiert und neu definiert. Das Kuratorium Friedliche Revolution wirkt begleitend und beratend.

 

Dieser Prozess soll in ein langjähriges Konzept mit Höhepunkt aller 5 Jubiläumsjahre münden und in das noch zu erarbeitende Konzept Erinnerungskultur eingebunden werden.

 

Die städtische Förderung wird dem Konzept angepasst.

 

Über die Umsetzung ist jährlich öffentlich Bericht zu erstatten.

 

 

Sachverhalt:

 

Die Erinnerungskultur, um die Friedliche Revolution dauerhaft im Gedächtnis zu bewahren, unterliegt einem Generationswechsel und erfordert damit eine Neujustierung der Erinnerungsformen und -schwerpunkte. Diesen Prozess aktiv zu gestalten hat sich der Stadtrat bereits vorgenommen: In einem ersten Schritt wurde 2018 auf interfraktionelle Initiative hin das Kuratorium „Friedlichen Revolution `89“ eingerichtet.

 

Mit der gewaltfreien Revolution von 1989 wurde ein gewaltbereites Regime besiegt. Es wurde die Tür zur Freiheit geöffnet, Rechtsstaatlichkeit zum Grundprinzip erhoben und ganz essenziell wurde eine Beteiligungs-Demokratie begründet. Diese Errungenschaften müssen immer wieder lebendig veranschaulicht werden. Wie wertvoll und zugleich wie leicht zerbrechlich sie sind, zeigen uns mit Rassismus, Antisemitismus und Sexismus die anhaltenden menschenfeindlichen Tendenzen in unserer Gesellschaft.

 

Die Revolutionen von 1989/90 in Mittelosteuropa ermöglichten ganz Europa Freiheit, Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Das Aufkommen autoritärer Tendenzen in Teilen der europäischen Gemeinschaft in den letzten Jahren mit der Stärkung der extremen, rechten und populistischen Parteien unterstreicht die Aufgabe, die europäische, weltoffene Demokratie und unsere europäischen Werte lebendig im Bewusstsein der Menschen zu halten.

 

Nachdem wir 2019 den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution in sehr würdiger und bedeutsamer Weise auf hohem künstlerischem Niveau unter breiter Beteiligung unserer Bevölkerung und Teilnahme unserer Gäste begehen konnten, ist jetzt der Zeitpunkt, die Werte, Errungenschaften und Orte der Friedlichen Revolution von 1989 neu in die sich verändernden Blickwinkel unserer heutigen Zeit zu übersetzen.

 

Ziel, Inhalt und Struktur der Veranstaltungen und der Formen und Orte müssen kritisch-konstruktiv hinterfragt und ggf. angepasst, verändert oder erweitert werden.

 

In der weiteren konstruktiven Zusammenführung der Potenziale der verschiedenen Akteure aus Verwaltung, privaten Initiativen und Akteuren der Zivilgesellschaft liegen noch erhebliche Reserven. Noch zu viel geschieht und organisiert sich nebeneinanderher und es gibt erhebliche Reserven in der wertschätzenden Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen Präsentation.

 

Die nun angebrochene Zeit nach dem Jubiläum bietet uns Raum, ohne Zeitdruck die begonnenen wichtigen Prozesse der Erneuerung fortzusetzen.

 

 

 

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Stammbaum:
VII-A-01794   Lebendige Auseinandersetzung mit der Friedlichen Revolution   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VII-A-01794-NF-01   Lebendige Auseinandersetzung mit der Friedlichen Revolution   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Neufassung