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Vorlage - VII-EF-01662-AW-01  

 
 
Betreff: Entwicklung im Stadtteil Reudnitz
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VII-EF-01662
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Sehr geehrter Herr Sroka,

 

Ihre Einwohneranfrage kann ich wie folgt beantworten:

 

1. Welche Entwicklungen sind durch die Stadtverwaltung bzw. privaten Investoren entlang des Täubchenweges durch die Stadtverwaltung geplant?

 

In der jüngeren Vergangenheit wurden für diesen Bereich insbesonder nachfolgende Bauvorhaben positiv beschieden:

 

1. Baugenehmigung zur Errichtung eines achtgeschossigen Wohn- und Geschäftshauses mit 186 Wohneinheiten sowie Gewerbeeinheiten im EG und 1. OG. Dieses Vorhaben umfass das gesamte Geviert zwischen Täubchenweg, Göschenstraße, Reichpietsstraße und Crusiusstraße.

2. Baugenehmigung zur Umnutzung des ehemaligen "Schraderhauses" in ein Gymnasium der Stadt Leipzig nebst Umgestaltung der Heinrichstraße zur temporären Schulhofnutzung.

3. Bauvorbescheid zur Errichtung einer Eckbebauung mit 6 Vollgeschossen an der Ecke Täubchenweg / Kippenbergstraße.

 

Für die letzten brachliegenden Flächen zwischen Gerichtsweg, Täubchenweg, Crusiusstraße und Frommannstraße gibt es in unregelmäßigen Abständen Anfragen zur Bebaubarkeit. Konkrete Vorhaben oder Entwicklungsabsichten der jeweiligen Eigentümer sind der Verwaltung aktuell aber nicht bekannt.

 

2. Wann und wie will die Stadtverwaltung die Haltestelle Reudnitz, Köhlerstraße entwickeln um die Verkehrssituation für den Stadtteil Reudnitz zu verändern bzw. auch Probleme mit dort vorkommenden Personengruppen (v.a. Drogenkonsumenten) entgegenzuwirken?

 

Die Haltestelle ist eine wichtige Umstiegshaltestelle mit hohen Nutzerzahlen im Leipziger Osten. An diesem Verknüpfungspunkt bestehen gesicherte Anschlüsse zwischen Straßenbahnen und Bussen, wobei die Gestaltung der Bedeutung im Netz noch nicht gerecht wird. Leider ist es bislang noch nicht gelungen eine Lösung zu finden, die den vielen Nutzungsansprüchen an dieser Stelle, wie bspw. Denkmalschutz, Lieferung und Andienung der Geschäfte, Auslagen, Freisitze, Haltestellenlänge für Doppelhaltestellen, vorhandene Kurvenlage vor Stadtteilzentrum Reudnitz, Begrünung usw., gerecht wird. Daher wurde im Rahmen der Zweiten Fortschreibung des Nahverkehrsplans für diese Haltestelle die Aufnahme konkreter Planungen bis 2024 vorgesehen. Im Rahmen der Vorplanung sind dann Varianten zu betrachten, die möglichst viele der umfangreichen Nutzungsansprüche in Einklang bringen. Im Rahmenplan zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie wird die Realisierung der Maßnahme für 2027 angestrebt.

 

Der Köhlerplatz ist dem Gesundheitsamt zudem als Treffpunkt für Menschen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch bekannt, von denen viele auch die Suchtberatungsstellen in der Chopin- und Heinrichstraße nutzen. Das Mobile Angebot der Straßensozialarbeit ist hier aktiv und Polizei und Ordnungsamt führen regelmäßig Personenkontrollen durch. Insgesamt handelt es sich um ein zwischen den Institutionen der Stadt und der Polizei abgestimmtes Konzept des Umgangs mit der Situation am Platz.

 

3. Beabsichtigt die Stadtverwaltung Leipzig die zentralen Wege im Friedenspark für die Nutzergruppen der Fußgänger und Fahrradfahrer aufzuwerten um eine bessere Wegebeziehung herzustellen?

 

Der Hauptweg des Friedenspark befindet sich in keinem wünschenswerten Zustand. Die Oberfläche besteht abschnittsweise aus einer bituminösen Befestigung sowie aus einer Befestigung in ungebundener Bauweise. Der Belag, insbesondere in den Bereichen mit bituminöser Befestigung, ist überaltert und verschlissen, jedoch frei von Gefahrstellen.

 

Für eine wesentliche und dauerhafte Zustandsverbesserung ist ein Ersatzneubau erforderlich. Für diesen ist eine planerische Betrachtung notwendig, die auch die Besonderheit der Lage in einer Grünanlage berücksichtigt (u.a. Wurzelauftriebe, Oberflächenentwässerung). Gegenwärtig ist eine derartige Maßnahme, auch vor dem Hintergrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Mittel, nicht vorgesehen.  

 

Im Übergangsbereich zwischen Friedenspark und Linnéstraße wurden 2018 mehrere Gehwegnasen hergestellt, welche auch den Radfahrerinnen und Radfahrern die Ausfahrt aus dem Park in Richtung Fakultät für Physik und Geowissenschaften erleichtern.

 

 

Stammbaum:
VII-EF-01662   Entwicklung im Stadtteil Reudnitz   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Einwohneranfrage
VII-EF-01662-AW-01   Entwicklung im Stadtteil Reudnitz   02.6 Dezernat Stadtentwicklung und Bau   schriftliche Antwort zur Anfrage