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Vorlage - VII-A-00727-NF-04  

 
 
Betreff: Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:Neufassung
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die GrünenBezüglich:
VII-A-00727
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss Vorberatung
02.09.2020 
Verwaltungsausschuss abgelehnt   
SBB Süd Anhörung
02.09.2020 
SBB Süd - Werk 2, Halle D, Kochstraße 132, 04277 Leipzig zur Kenntnis genommen     
FA Stadtentwicklung und Bau Vorberatung
08.09.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

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Beschlussvorschlag:

 

1. Der Oberbürgermeister wirkt darauf hin, dass im Zuge der Realisierung der neuen Stadtwerke Zentrale in Abstimmung mit den Leipziger Stadtwerken und der Leipziger Gruppe nachfolgende Maßnahmen umgesetzt werden:

 

  • Planung und Umsetzung der Aktiv-Achse-Süd zwischen Richard-Lehmann-Straße und Arno-Nitzsche-Straße sowie Öffnung des Campus zur Aktiv-Achse-Süd für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen,

 

  • Die Stadtverwaltung setzt sich gegenüber dem ZNVL, der DB AG und dem Freistaat Sachsen dafür ein, möglichst zeitnah mit der Planung sowie Realisierung des zusätzlichen S-Bahn Haltepunktes Marienbrunn zu beginnen. Die Realisierung soll unter Berücksichtigung von Entwicklungen des Gleisdreiecks „Black Triangle“ in zeitlicher Nähe zur Fertigstellung der neuen Stadtwerkezentrale sowie der Aktiv-Achse-Süd stattfinden.

 

  • Im Zuge der Realisierung des S-Bahn-Haltepunktes Marienbrunn wird auch das Gleisdreieck „Black Triangle“ mittels einer Brücke mit dem Haltepunkt sowie der Aktiv-Achse-Süd verbunden.

 

  • rderung umweltverträglicher Mobilitätsangebote für Mitarbeiter*innen, Geschäftspartner*innen und Kund*innen unter Beachtung der betrieblichen und logistischen Anforderungen der Stadtwerke,

 

  • Angebot von attraktiven barrierefreien Mobilitätsangeboten für alle Nutzer*innengruppen im Umweltverbund,

 

  • Bereitstellung von mindestens 500 Stellpätzen für Fahrräder auf dem Standortgelände in unmittelbarer Umgebung von Hausein- und ausgängen,

 

  • weitere Reduzierung der Anzahl von Kfz-Stellplätze aufgrund der sich in der Erarbeitung befindlichen Stellplatzsatzung der Stadt Leipzig für Gewerbeflächen,

 

  • ökologisch und flächensparendes Bauen auf dem Standortgelände unter Einbeziehung der Kombination aus Grün- und PV-Dach,

 

  • keine pauschale Eingrenzung des gesamten Plangebietes als Sicherheitsbereich, so dass im Rahmen der Umsetzung des Standortentwicklungskonzeptes Zwischen- und andere Nutzungen (auch hinsichtlich von Vorbehaltsflächen für Energieprojekte) diskutiert und umgesetzt werden können,

 

  • Prüfung einer Zwischennutzung der Fläche des dritten (zugeschütteten) Gasometers im nordöstlichen Bereichs
  • Prüfung einer Doppelnutzung der Parkplätze im südlichen Bereich des Standortgeländes für zu erwartenden Gäste des „Black Triangle“.

 

  • eine sich öffnende Einbindung des angrenzenden, abgeschlossenen und isoliert stehenden Panometer-Geländes

 

2. Über weitere Planungs- und Umsetzungsschritte hinsichtlich des Standortentwicklungskonzeptes sowie des Mobilitätskonzeptes werden Stadtrat und Stadtbezirksbeirat proaktiv informiert. Dies gilt ebenso hinsichtlich weiter zu diskutierender Zwischen- und/oder Doppelnutzung von Flächen.

 

 

Begründung:

 

Die Stadtwerke Leipzig planen eine neue Unternehmenszentrale auf dem Unternehmensgelände Südost an der Arno-Nitzsche-Straße. Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hielt eine Masterplanung mit einer frühzeitigen Bürger*innen- und Akteursbeteiligung für erforderlich.

 

Mit öffentlichen Bekanntwerden der Planungen zum Neubau der Stadtwerke Zentrale hat die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Mitte Januar 2020 diesen Antrag eingebracht, mit insbesondere nachfolgenden Zielen,

 

  • eine Durchwegung des Gesamtareals zwischen den beiden aufeinander zuwachsenden Stadtteilen Südvorstadt und Connewitz sowie
  • flächensparendes Bauen unter Einbeziehung der Kombination aus Grün- und PV-Dach sicherzustellen,
  • weitere Nutzungsbedarfe auf dem Standortgelände zu ermöglichen und
  • ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu erarbeiten.

 

Ende Juni 2020 fand ein Bau-Workshop zum Projekt des Campus Südost mit einer Vor-Ort-Begehung und Diskussion statt, an der Vertreter*innen der Stadtwerke und der Stadtverwaltung sowie Stadträt*innen und Mitglieder des Stadtbezirksbeirates Süd teilnahmen.

 

Es fand eine außerordentlich konstruktive Diskussion statt. Allen Beteiligten ist dafür zu danken. In vielen Punkten konnte eine hohe Einigkeit erreicht werden, insbesondere hinsichtlich der Planung und Umsetzung der Aktiv-Achse-Süd zwischen Richard-Lehmann-Straße und Arno-Nitzsche-Straße sowie Öffnung des Campus zur Aktiv-Achse-Süd für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen.

 

Das hohe Maß an Einigkeit zeigt sich darin, dass wir in der Neufassung unseres Antrages die im Änderungsantrag der Fraktionen Die Linke und SPD angesprochenen und im Workshop gemeinsam erarbeiteten Zielstellungen übernommen haben.

 

In Bezug auf möglichen Zwischennutzungen von Flächen sollte es unseres Erachtens keine Vorfestlegung geben. Zwar ist eine Skateranlage vorstellbar, dennoch sollten Anwohner*innen und potentielle Nutzer*innengruppen frühzeitig mit ihren Ideen in die weiteren Überlegungen miteinbezogen werden. Selbstverständlich ist die Altlastensituation auf der Fläche des dritten (zugeschütteten) Gasometers zu klären.

 

Weiter ist die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen dafür, dass keine pauschale Eingrenzung des gesamten Plangebietes als Sicherheitsbereich erfolgen solle, so dass im Rahmen der Umsetzung des Standortentwicklungskonzeptes Zwischen- und andere Nutzungen (auch hinsichtlich von Vorbehaltsflächen für Energieprojekte) diskutiert und umgesetzt werden können.

 

Über weitere Planungs- und Umsetzungsschritte hinsichtlich des Standortentwicklungskonzeptes sowie des Mobilitätskonzeptes sollen Stadtrat und Stadtbezirksbeirat proaktiv informiert werden. Dies gilt ebenso hinsichtlich weiter zu diskutierender Zwischen- und/oder Doppelnutzung von Flächen, insbesondere mit den Anwohner*innen und potentiellen Nutzer*innengruppen.

 

 

 

 

 


 


 

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Stammbaum:
VII-A-00727   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VII-A-00727-VSP-01   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   61 Stadtplanungsamt   Verwaltungsstandpunkt
VII-A-00727-ÄA-02   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Änderungsantrag
VII-A-00727-NF-03   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Neufassung
VII-A-00727-NF-04   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Neufassung
VII-A-00727-NF-04-VSP-01   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   02.6 Dezernat Stadtentwicklung und Bau   Verwaltungsstandpunkt
VII-A-00727-NF-04-ÄA-02   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Änderungsantrag
VII-A-00727-NF-05   Zielstellung bei der Entwicklung der neuen Stadtwerke-Zentrale definieren, um Fehlsteuerung aufzuhalten!   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Neufassung