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Vorlage - VI-DS-03451-Ifo-01  

 
 
Betreff: Willkommenszentrum Leipzig - Bericht zur Evaluation
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Soziales, Gesundheit und VielfaltBezüglich:
VI-DS-03451
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Vorberatung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
Migrantenbeirat Information zur Kenntnis
14.01.2021 
Migrantenbeirat zur Kenntnis genommen     
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt Information zur Kenntnis
18.01.2021    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt - Videokonferenz      
Ratsversammlung Information zur Kenntnis
20.01.2021 
Ratsversammlung vertagt     
21.01.2021 
Ratsversammlung (Fortsetzung vom 20.01.2021) vertagt     
18.02.2021    Ratsversammlung (Videokonferenz)      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Die Ratsversammlung nimmt den Bericht zur Evaluation des Willkommenszentrum Leipzig zur Kenntnis.

 

Räumlicher Bezug:

 

Gesamtstadt

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Mit Beschluss der Vorlage VI-DS-03451 wurde die Einrichtung des Willkommenszentrums Leipzig beschrieben und festgelegt, dass in regelmäßigen Abständen eine Evaluation der Arbeit zu erfolgen hat. Diesem Auftrag wird mit dem vorliegenden Bericht entsprochen.


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Kein Abwägungsprozess erforderlich.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Es liegt keine Eilbedürftigkeit vor.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Die Vorlage ist öffentlich.

 

III.  Strategische Ziele

 

Weltoffene Stadt: 
- Unterstützung und Ausbau der Willkommenskultur
- Zentrale Anlaufstelle zur Erstorientierung und Verweisberatung für neuzugewanderte Migrant/-innen sowie für Leipziger/-innen mit Migrationshintergrund
- Anlauf- und Beratungsstelle für Akteure der Integrationsarbeit

Chancengleichheit in der inklusiven Stadt:
- Empowerment von Migrant/-innen zur gesellschaftlichen Teilhabe
- Niedrigschwellige und zentrale Anlaufstelle für Migrant/-innen, für Einwohner/-innen zum Themenbereich der Migration und Integration und für Akteure der Leipziger Integrationsarbeit

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung  
Leipzig hat folgende 5 Gebiete zu den „Schwerpunktgebieten der integrierten Stadtentwicklung“ ernannt: Grünau, Leipziger Osten mit Parkbogen-Ost, Schönefeld, Paunsdorf und Mockau (nach INSEK 2030). In diesen Bereichen besteht ein besonderer Bedarf bei der Unterstützung im Bereich Migration/ Integration; oftmals gibt es nur einen zentralen Ansprechpartner für den Bereich Integration seitens der Stadt Leipzig (u. a. Koordinierungsstelle). Um ein „nachhaltiges Wachsen der Stadt Leipzig“ (als oberstes Ziel von INSEK 2030) zu gewährleisten, sollte auch weiterhin darin investiert werden, Menschen mit Migrationsgeschichte in allen Stadtteilen zu erreichen:
-> Mittlerer Ring: Strategische Ziele und Handlungsschwerpunkte (INSEK 2030)

- Leipzig stärkt Internationalität (um Leipzig als progressive europäische Großstadt klar zu positionieren)
- Leipzig schafft soziale Stabilität (Zentrales Ziel ist eine inklusive Stadtentwicklung, die Benachteiligungen abbaut, soziale Mischung unterstützt)

Mehrwert für die Stadtgesellschaft:
- Dienstleistung für eine internationale und tolerante Stadt laut INSEK Leipzig 2030
- Anbindung an das Referate für Migration und Integration
- Aushängeschild der Stadt Leipzig für eine vielfältige Stadtverwaltung
- Begegnungsort für die Leipziger Netzwerke und Integrationsarbeit
- Niedrigschwellige und zentrale Anlaufstelle für Migrant/-innen, für Einwohner/-innen zum      Themenbereich der Migration und Integration und für Akteure der Leipziger Integrationsarbeit
- Servicestelle und Unterstzungsstruktur zur Information und Beratung ausländischer Fachkräfte im Rahmen des FKEG
- Vielfältige und umfangreiche Bibliothek an Flyern, Informationsmaterialien und Publikationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IV. Sachverhalt

 

Inhaltsverzeichnis:

 

  1. Einleitung        Seite   5
  2. Aufgabenspektrum des Willkommenszentrum Leipzig  Seite   7
  3. Ergebnisse der Evaluation      Seite 12
  4. Auswertung        Seite 22
  5. Fazit und Ausblick       Seite 22
  6. Übersicht angesprochene Akteure     Seite 24

 

1. Einleitung

Ausgehend vom Migrationsbericht 2018 des Deutschen Städtetag kommen immer mehr Menschen nach Deutschland, sei es um hier zu studieren oder zu arbeiten, wobei rund 67% aller zugewanderten Personen aus einem anderen europäischen Land stammen.

Die Verwaltung ist als „Maschinenraum des Gemeinwohls“[1] nicht nur für die Menschen mit Migrationshintergrund wichtig, sondern auch für die Neu-Leipzigerinnen und Neu-Leipziger. Das betrifft bei einer Gesamtbevölkerung mit rund 600 000 Einwohner-/innen in etwa 92 000 Menschen (15,3%).[2] (Stand 2019)

Für eine stabile und gelebte gesellschaftliche Willkommenskultur sind viele verschiedene Akteure verantwortlich. Die öffentliche Verwaltung allerdings, ist der relevanteste Akteur in diesem Feld. Zu diesem Schluss kommen die Autor/-innen des „Welcome Europe Toolkit“: Die öffentliche Verwaltung legt den Grundstein für die Inklusion von Migrant/-innen in städtische Strukturen. Barrieren der Inklusion können nur abgebaut werden, indem effektive und zugängliche Willkommensservices bereitgestellt werden.

In Leipzig gab es bereits im Jahr 2013 erste Überlegungen, ein themenübergreifendes „Welcome Centre“ einzurichten, welches als offene Anlaufstelle allen Neuzugewanderten sowie bereits länger in Leipzig lebenden Migrant/-innen zur Verfügung stehen soll. Im November 2015, zur Hochphase starker Migrationsbewegungen nach Deutschland, stellte eine Stadtratsfraktion besonders mit Blick auf die Ankunft einer großen Zahl von Geflüchteten einen Antrag zur Einrichtung eines solchen „Welcome Centre“.[3]

Nach Beschluss der Neufassung dieses Antrages wurde eine Verwaltungsvorlage[4] erarbeitet, welche die Einrichtung eines Willkommenszentrums für alle in der Stadt lebenden Migrant/-innen vorschlug. In einer über Jahrzehnte durch Migration und Zuwanderung geprägten Stadt wie Leipzig ist ein Willkommenszentrum sinnvoll und notwendig. Egal ob für Neu-Leipziger/-innen, aus Drittstaaten, Fachkräfte und Studierende, Geflüchtete oder aus diversen Gründen Zugewanderte. Das Referat für Migration und Integration hat auf die Einbeziehung aller Neu-Leipziger/-innen mit Migrationshintergrund hingewiesen.

Die Ratsversammlung stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu und beschloss somit die Einrichtung eines Willkommenszentrums für alle Migrant/-innen. Im April 2018 konnte das Willkommenszentrum Leipzig neben dem zentralen Bürgeramt in der Otto-Schill-Straße 2 in Betrieb genommen werden.

Das Willkommenszentrum Leipzig richtet sich in erster Linie an alle neuzugewanderte Migrant/-innen in Leipzig („Primäre Zielgruppe“), die seit weniger als 12 Monaten in der Stadt leben. Es soll jene Menschen erreichen, die die behördlichen, sozialen und kulturellen Angebote in der Stadt noch nicht kennen und sich einen Überblick verschaffen möchten. Sie erhalten unter anderem einen Willkommensstadtplan und können sich im direkt nebenan liegenden Bürgeramt (mit fremdsprachlicher Unterstützung durch die Willkommensassistentinnen) anmelden. Durch diese erste „Informationsversorgung“ und mithilfe einer engen Vernetzung mit Kooperationspartner/-innen können auch externe Anlauf- und Beratungsstellen entlastet werden.

Darüber hinaus ist das Willkommenszentrum eine generelle Anlaufstellung für Leipziger/-innen mit Migrationshintergrund, welche schon länger hier leben („Sekundäre Zielgruppe“). Außerdem können sich auch externe Akteure der Integrationsarbeit im Willkommenszentrum beraten lassen, Informationen austauschen und Netzwerkarbeit betreiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Punkt 7 des beschlossenen Verwaltungsvorschlages wurde festgelegt, dass die Aufgaben, Angebote und die Arbeitsweise des Willkommenszentrums Leipzig laufend einem Praxistest unterzogen und nachjustiert werden. Nach einer Erprobungsphase von ca. 1,5 Jahren soll die Arbeit des Willkommenszentrums evaluiert und dem Stadtrat eine Kurzbewertung vorgelegt werden, die eventuell erforderliche Anpassungsvorschläge beinhaltet.

Durch den Wechsel der Referatsleitung und einer Interimsbesetzung fehlten die Ressourcen, diese Evaluation bereits im Dezember 2019 dem Stadtrat vorzulegen.

Die nun vorliegende Evaluation bildet die Entwicklung des Willkommenszentrums Leipzig der vergangenen zwei Jahre ab. Als Datenbasis diente ein kontinuierliches Monitoring und die Auswertung einer Umfrage mittels Fragebögen im Mai 2020.

Die Arbeit im Willkommenszentrum wurde bereits seit der Eröffnung einer stetigen Qualitätskontrolle unterzogen, um zeitnah und effektiv verbesserte Arbeitsprozesse umsetzen zu können. Durch die Evaluation werden die Entwicklungsziele für die kommenden Jahre festgelegt. Dabei sollen die Potentiale und Chancen des Willkommenszentrums deutlich werden und gleichermaßen die Verantwortung für die personellen, finanziellen und räumlichen Ressourcen beachtet werden.

2. Aufgabenspektrum des Willkommenszentrums Leipzig

Im Juni 2018 wurde das Willkommenszentrum Leipzig personell über die Richtlinie „Integrative Maßnahmen“ des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (SMGI) gestärkt. Die dort eingesetzten Kommunalen Integrationskoordinator/-innen (KIK) haben die Aufgabe sowohl im Willkommenszentrum Leipzig (WZL) als auch in den Sozialräumen[5] tätig zu sein.

Die Mitarbeiter/-innen beraten zu jeglichen Fragen des täglichen Lebens, zum Beispiel zu Themen wie Sprache, Arbeit, Wohnen, Aufenthalt, Gesundheit, Familie und Sport. Sie informieren über die zuständigen städtischen Ämter und Behörden, Regelinstitutionen und relevanten Beratungsstellen und unterstützen bei der Kontakt- und Terminvereinbarung.

Darüber hinaus ist es ein Ziel, durch regelmäßige Informationsveranstaltungen in Kooperation mit entsprechenden Fachstellen, vertiefendes Wissen zu speziellen Themen sowie die Ansprechpartner/-innen zu vermitteln.

 

Beratung

Die Beratung während der Öffnungszeiten des Willkommenszentrums erfolgt durch die Mitarbeiter/-innen des Referats für Migration und Integration sowie durch die Kooperationspartner/-innen der Migrationsberatungsstellen:

  • Internationaler Bund, Jugendmigrationsdienst (JMD)
  • Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE):
    • Mosaik e.V.
    • Verband binationaler Familien und Patenschaften, iaf e.V.
    • Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

Die Willkommensassistentinnen betreuen die Öffnungszeiten des Willkommenszentrums und unterstützen die Berater/-innen mit ihren Sprachkenntnissen sowie interkulturellen Kompetenzen. Die Mitarbeiter/-innen sprechen sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Spanisch, Rumänisch und Japanisch. Inkludiert man die Fremdsprachenfertigkeiten der Kooperationspartner/-innen, so werden im Willkommenszentrum Leipzig insgesamt zehn Sprachen angeboten.

Neben den allgemeinen (Erst-)Beratungen gibt es spezifische, wiederkehrende Beratungsangebote, Sprechstunden und Workshops zu verschiedenen Themen im Willkommenszentrum, welche von weiteren Kooperationspartnern durchgeführt werden:

  • Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (IHK)                                                                  
  • Handwerkskammer zu Leipzig (HWK)
  • ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. (AUL Sachsen)
  • Kommunaler Eigenbetrieb Leipzig / Engelsdorf (KEE)
  • Verbraucherzentrale Sachsen e.V. (VBS)
  • Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS)

Die Verbraucherzentrale Sachsen e.V. berät beispielsweise zu Verbraucherfragen, der Kommunale Eigenbetrieb Engelsdorf (KEE) und Arbeit und Leben Sachsen e.V.  zu arbeits- und ausbildungsspezifischen Themen und die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte Sachsen (BABS) zu arbeitsrechtlichen Themen.

Die Mitarbeiter/-innen des Willkommenszentrums bieten außerdem Unterstützung bei der Kitaplatz-Suche an. Die Bedienung und Nutzung des ElternPortals der Stadt Leipzig steht dabei im Fokus.

Darüber hinaus werden an fünf Tagen der Woche telefonische Beratungen, sowie eine Kontaktaufnahme und Auskunft via E-Mail durch die Willkommensassistentinnen gewährleistet.
 

Flyer-Bibliothek

Mit der Flyer-Bibliothek leistet das Willkommenszentrum Leipzig einen wichtigen Beitrag zum Informationsaustausch. Hier erlangen Migranten/-innen einen umfangreichen Überblick zu nahezu allen sozialen, sprachlichen, kulturellen, politischen, unterstützenden sowie integrativen Angeboten in Leipzig. Eine ständig aktualisierte Informationsdatenbank zu den oben benannten Bereichen steht den Kooperationspartnern und weiteren Interessenten sowohl digital als auch analog zur Verfügung. Durch diese Flyer-Bibliothek sind alle Informationen zu vorhandenen Beratungsstellen und Regelstrukturen in Leipzig gebündelt.

Zudem erstellen die Mitarbeiterinnen des Willkommenszentrums Übersichten, Broschüren und Informationsblätter zu alltagsrelevanten Themen, z.B. Erste Schritte in Leipzig, Deutsch lernen in Leipzig, Leipzig Interkulturell – Wegweiser, Wohnen, Gesundheit, Unterstützungsangebote im Bereich Studium, Ausbildung und Arbeit u.v.m.

 

Veranstaltungen
Im Willkommenszentrum werden regelmäßig mehrsprachige Informationsveranstaltungen zu Alltagsthemen in Form einer monatlichen Veranstaltungsreihe angeboten. (s. Abb. 2)

Die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltungen orientiert sich an Bedarfsmeldungen von Klient/-innen und Akteuren der Integrationsarbeit. Bisher gab es Veranstaltungen zu Themen wie z.B. Arbeitsrecht, Wohnen, Gesundheit, Sportangebote.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Das Willkommenszentrum besitzt einen eigenen Auftritt auf der Webseite der Stadt Leipzig
(https://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/auslaender-und-migranten/willkommenszentrum/).
Hier gibt es Informationen zum Willkommenszentrum selbst, dessen Öffnungszeiten, Anschrift sowie Hinweise zu den monatlich stattfindenden vom Willkommenszentrum organisierten Veranstaltungen für Menschen mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus werden auch aktuelle Mitteilungen (wie z.B. Verweise auf andere mehrsprachige Seiten) angezeigt. Alle Einträge sind auf Deutsch und Englisch einsehbar.

Seit Mai 2020 betreibt das Willkommenszentrum eine eigene Facebook-Seite (https://www.facebook.com/willkommenszentrum ). Anlass dafür waren die zur Eindämmung des Corona-Virus erstellten mehrsprachigen Informationen der Stadt Leipzig. Darüber hinaus wird über Facebook eine unmittelbare Nähe zur Zielgruppe generiert, wodurch aktuelle Trends und öffentliche Fragen verfolgt werden können. Die Facebook-Seite enthält Beiträge in sechs Sprachen, die von den Mitarbeitern/-innen verfasst werden.

Bereits nach 6 Wochen hatte die Seite 496 Abonnenten und 449 „Gefällt-mir“-Angaben (Stand 01. Juli .2020). In einem Beitrag vom 13. Juni 2020 konnten 4365 Personen erreicht werden. Längerfristiges ist es Ziel, rund 2000 Abonnenten zu erreichen. Über Facebook ist das Willkommenszentrum eng mit wichtigen Akteuren, Migrantenorganisationen, Beratungsstellen, (inter-)kulturellen Einrichtungen, internationalen Gruppen sowie Initiativen vernetzt.

Seit Oktober 2018 werden monatlich Pressemitteilungen zu den relevanten Veranstaltungen und Angeboten des Willkommenszentrums verfasst und der Leipziger Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus können Kooperationspartner/-innen und Interessierte seit September 2018 einen Newsletter abonnieren, der monatlich über diverse Veranstaltungen und Angebote des Willkommenszentrums informiert. Mittlerweile sind über 350 Personen im Verteiler des Newsletters registriert.

Außerdem wurde für das Willkommenszentrum Leipzig ein Flyer in 10 Sprachen herausgegeben. Zusätzliche gibt es einen vierteljährlich erscheinenden, mehrsprachigen Flyer zu den Spezialangeboten im Willkommenszentrum.

 

Vernetzung

Seit Juli 2018 liegt ein Schwerpunkt der Arbeit der Willkommensassistentinnen darin, das Willkommenszentrum als Erstanlaufstelle für alle Migrant/-innen bei Behörden, Ämtern und allen relevanten Akteuren in Leipzig vorzustellen.

Zudem nahmen die Mitarbeiterinnen des Willkommenszentrums seit August 2018 an der Integrationsmesse, Jobfair Glocal, Studentencafé sowie an diversen Stadtteilfesten teil, um das Willkommenszentrum und seine Angebote stadtweit zu bewerben. (s. Abb. 3)

Datum

Veranstaltung

Anzahl erreichter Personen (circa)

18.08.2018

LO.FE Leipziger Osten Fest

30

13.11.2018

1. Leipzig Glocal Job Fair

55

13.03.2019

Studieren in Leipzig?! Info-Veranstaltung für Geflüchtete

50

03.05.2019

Integrationsmesse

52

12.06.2019

Stadtteilfest Paunsdorf

10

05.08-29.08.2019

Park Office Grünau

64

24.08.2019

LO.FE Leipziger Osten Fest

120

25.10.2019

8. Internationales Café

107

26.11.2019

3. Leipzig Glocal Job Fair

75


 

In Abbildung 4 erfolgt die Auflistung aller angesprochenen Akteure zwischen 2018 und 2020 mit Darstellung der räumlichen Verteilung in der Stadt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten über 130 Netzwerkpartner bestimmt werden, die mit dem Willkommenszentrum im Austausch stehen. Darunter finden sich vor allem Migrationsberatungsstellen (MBE, JMD), allgemeine Beratungsstellen, städtische Ämter und Behörden, Soziokulturelle Zentren, Gemeinschaftsunterkünfte und viele weitere Vereine und Akteure der Integrationsarbeit. Auf der Karte ist zu erkennen, dass sich der Bekanntheitsgrad des Willkommenszentrums Leipzig vorrangig von West nach Ost erstreckt. Im Norden und Süden ist die Präsenz des Willkommenszentrums Leipzig eher gering ausgeprägt. Dies ist darin zu begründen, dass die derzeitigen Sozialräume der Kommunalen Integrationskoordinatoren Grünau, Schönefeld, Mockau, Paunsdorf und der Leipziger Osten sind. Die Festlegung der Sozialräume hängt wiederum mit der Schwerpunktsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Leipzig 2030 (INSEK 2030) zusammen.  

Durch die regelmäßige Präsenz der Willkommensassistentinnen im Willkommenszentrum und im Sozialraum konnten positive Synergieeffekte entstehen. Der Wissens- und Informationstransfer in beide Richtungen, von der Verwaltung in die Stadtgesellschaft und vom Zentrum an den Stadtrand ist dabei besonders effektiv. (s. Abb. 5)

 

 

 

3. Ergebnisse der Evaluation

Um die Arbeit des Willkommenszentrums erfolgreich zu evaluieren, wurden quantitative und qualitative Verfahren eingesetzt. Während es sich bei der quantitativen Auswertung um ein Auswertungstool zur Erfassung von Daten der Besucher/-innen handelt, wurden für die qualitative Evaluation Fragebögen erstellt, um das Feedback der Kooperationspartner/-innen und der in der Integrationsarbeit aktiven Akteure einzuholen.

 

Quantitativ
Im Rahmen einer statistischen Erfassung werden seit der Eröffnung des Willkommenszentrums alle Beratungen während der Öffnungszeiten und alle Spezialangebote des Willkommenszentrums in Auswertungsbögen erfasst. Hierbei werden vor allem der Zeitpunkt des Besuchs, der Besuchsgrund, das Herkunftsland, die verwendete Sprache während der Erstberatung und einige weitere Informationen zu den Besuchern/-innen erfasst. Die Informationen aus diesen Auswertungsbögen werden in einem digitalen Auswertungstool gespeichert, welches die quantitative Evaluation erleichtert. Mithilfe des Auswertungstools wird die zahlenmäßige Nutzung des Willkommenszentrums fortlaufend beobachtet.

Das digitale Auswertungstool der Datenbank auf Basis von Lotus Notes ermöglicht einen Überblick über die Arbeit der letzten Jahre und legt die Entwicklungsziele für die kommenden Jahre fest.

 

Besucheranzahl

Die folgende Abbildung stellt die monatliche Besucherzahl des Willkommenszentrums im Zeitraum von April 2018 bis April 2020 mit einer Gesamtbesucherzahl von 1358 Personen dar.

 


Herkunftsländer
Das folgende Diagramm zeigt die Herkunftsländer der Besucher/-innen von April 2018 bis April 2020. Die meisten Besucher/-innen des Willkommenszentrums stammen aus Syrien (29%), gefolgt von Spanier/-innen und Rumän/-innen mit je 9%. Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass das Willkommenszentrum Leipzig ebenso von deutschen Bürger/-innen besucht wird (8%), woraus sich schlussfolgern lässt, dass das Willkommenszentrum als ein niederschwelliges Angebot mit breitem Informationsspektrum für alle Leipziger/-innen angesehen wird.

 

 

Besuchsgründe

Es gibt eine Vielzahl von Besuchsgründen im Willkommenszentrum, die auch quantitativ erfasst wurden. Durch die räumliche Nähe zum Bürgeramt stehen an der Spitze der Besuchsgründe die Dienste des Bürgeramts (18%), gefolgt von der Frage nach Deutsch lernen (14%). Im Anschluss kommt die Suche nach Arbeit (12%). Weitere Besuchsgründe sind u. a. Aufenthalt (10%) und Familienthemen (8%), z. B. die Kitaplatz-Suche.

 

 

Mehrsprachige Gesprächsführung

Die sowohl von den Willkommensassistentinnen als auch von den Berater/-innen vorgehaltenen Sprachkenntnisse ermöglichen die Gesprächsführung in verschiedenen Sprachen. Die meist gesprochenen Sprachen sind Deutsch (43%), Englisch (25%) und Arabisch (17%).

     

 

Beratung und Vermittlung

Die Abbildung zeigt, dass 44 % der Anliegen an zuständige Fachstellen verwiesen wurden. 31% der Anliegen wurden unmittelbar durch die angebotene Beratung der Kooperationspartner im Willkommenszentrum behandelt. Die Willkommensassistentinnen haben 25% der Anliegen eigenständig bearbeitet.

 

Die Besucher/-innen wurden mit ihrem Anliegen an folgende Stellen verwiesen:

 


Qualitativ
Anfang Mai 2020 versendeten die Mitarbeiter/-innen des Willkommenszentrums Leipzig einen Online-Befragungsbogen über QuestorPro (von Blubbsoft) an die Kooperationspartner/-innen sowie an die Akteure, die mit dem Willkommenszentrum im Austausch stehen, um die zweijährige Arbeit zu evaluieren und etwaige Anpassungen vorzunehmen.

Der Aufbau der Fragebögen war bei beiden Gruppen ähnlich: Im ersten Teil des Fragekataloges wurde nach den Beweggründen für eine Zusammenarbeit gefragt. Ferner wurde sich erkundigt, wie die jeweiligen Akteure auf das Willkommenszentrum aufmerksam geworden sind. Im darauffolgendem Abschnitt der Umfrage wurden die Befragten dazu aufgefordert, eine Einschätzung zu dem Bekanntheitsgrad des Willkommenszentrums in Leipzig abzugeben. Darüber hinaus wurde nach dem Stellenwert eines solchen Angebotes für Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund in Leipzig gefragt. Nachdem erfragt wurde, welche Vorteile die Besucher/-innen und welchen Mehrwert die Akteure und Kooperationspartner/-innen selbst durch das Willkommenszentrum erhalten, wurde abschließend um ein Feedback sowie um Verbesserungsvorschläge und Ideen zur Weiterentwicklung gebeten.

Die Fragebögen beinhalten Fragen mit Einfach-und Mehrfachauswahl sowie offene Fragen. Sowohl die Antworten der Befragten aus der Gruppe der Kooperationspartner/-innen als auch aus der Gruppe der Akteure waren sehr aufschlussreich. Auch wenn von einer sehr erfreulichen Rücklaufquote bei beiden befragten Gruppen gesprochen werden kann, muss darauf hingewiesen werden, dass die Umfrage während der Corona-Beschränkungen erfolgte und daher nicht alle Institutionen bzw. Akteure erreicht werden konnten.

Auswertung der Fragebögen der Kooperationspartner/-innen

14 der insgesamt 15 angeschriebenen Kooperationspartner/-innen nahmen an der Umfrage teil. Dies ergibt eine Rücklaufquote von 93%.

 

Gründe für die Zusammenarbeit

Die Frage nach den Beweggründen für die Zusammenarbeit mit dem Willkommenszentrum Leipzig wurde in 45% der Fälle mit der Stärkung der Willkommenskultur sowie der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung begründet. Zusätzlich gab ein Viertel der Befragten die frühzeitige Erreichbarkeit für Besucher/-innen als Motiv für eine gemeinsame Arbeit an.

 

Zur Bekanntheit des Willkommenszentrums

Obwohl der Bekanntheitsgrad des Willkommenszentrums Leipzig nach Meinung der Kooperationspartner eher mittelmäßig (43%) bis gering (36%) ausfällt, sagen 79% der Kooperationspartner/-innen, dass das Angebot von der Zielgruppe, die uns kennt, gut angenommen wird.

Die Hauptursache für den geringen Bekanntheitsgrad sehen die Befragten darin, dass die Werbung die Zielgruppe nicht erreicht (40%) und dass das Willkommenszentrum nicht in den sozialen Medien präsent ist (26%).

Mehrere Befragte erwähnen außerdem, dass die Kommunikation mit anderen Bürgerämtern verbessert werden muss und dass das Willkommenszentrum aktiv von anderen Ämtern beworben werden sollte (Sozialamt, Ausländerbehörde etc.). Dabei stellt der Eingangsbereich vor Ort die größte Hürde für die Besucher/-innen dar. So regen 36% der Befragten eine verbesserte Beschilderung (innerhalb und außerhalb des Gebäudes) an. Eine direkte Ansprache der Zielgruppe sei zudem erfolgversprechend. Die Befragten empfehlen, direkt an die migrantische Gemeinschaft, an große Migrantenorganisationen und Vereinsmitglieder heranzutreten und das Willkommenszentrum vorzustellen.

 

Stellenwert des Willkommenszentrums

64% der Befragten finden, dass das Willkommenszentrum einen hohen (50%) bis sehr hohen (14%) Stellenwert für Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund hat.

Besonders die Mehrsprachigkeit des Teams des Willkommenszentrums wird wiederholt gelobt.

 

Nutzen für die Besucher/-innen

Besucher/-innen des Willkommenszentrums profitieren aus Sicht der Kooperationspartner vor allem durch:

  • eine anonyme, kostenlose Erstauskunft und eine gezielte Weiterleitung an zuständige Stellen (22%)
  • eine zentral gelegene, niedrigschwellige Anlaufstelle (22%)
  • die Mehrsprachigkeit des Teams und der Kooperationspartner im Willkommens-zentrum (20%)

Nutzen für die Kooperationspartner/-innen

Die Kooperationspartner/-innen schätzen vor allem die Möglichkeiten des Austausches vor Ort, den schnellen und aktuellen Informationsfluss sowie die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Nach eigenen Angaben profitieren die Kooperationspartner/-innen vor allem durch:

  • den aktuellen Gesamtüberblick über integrationsbezogene Angebote in ganz Leipzig (34%)
  • die Nähe zur Stadtverwaltung, insbesondere zum Referat für Migration und Integration (20%)
  • die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen Akteuren (17%)


Bewertung des Willkommenszentrums

Die Partner sind zufrieden (64%) bis sehr zufrieden (36%) mit der Zusammenarbeit. Außerdem würden 100% der Kooperationspartner/-innen das Willkommenszentrum weiterempfehlen.

 

Positive Aspekte des Willkommenszentrums

Die Einrichtung eines Willkommenszentrums stößt generell auf ein positives Echo. Es wird sehr geschätzt, dass es nun einen ersten Anlaufpunkt für Zuwanderer/-innen ohne Einschränkung der Zielgruppe gibt, der gleichzeitig ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Dies wird als Symbol der Willkommenskultur gesehen. Positive Rückmeldungen betreffen ebenfalls die zentrale Lage des Willkommenszentrums.

Mehrfach wurden die Kompetenzen der Mitarbeiter/-innen, deren Mehrsprachigkeit, Zusammenarbeit, Kommunikation und Freundlichkeit gelobt.

 

Negative Aspekte des Willkommenszentrums

  • Versteckter Zugang zu den Räumlichkeiten (fehlender separater Eingang)
  • Defizite bei Absprachen oder Abstimmungen
  • Ungestörte Beratung ist nicht möglich (Durchgangszimmer)
  • Noch zu wenig Besucher/-innen (besonders bei den Spezialangeboten)

Verbesserungsvorschläge und Ideen zur Weiterentwicklung

  • Etablierung als dauerhaftes Angebot
  • Nutzung von Sozialen Medien wie beispielsweise Facebook
  • Bessere Beschriftung des Gebäudes sowie ein Wegeleitsystem im Inneren des Gebäudes zu den Räumlichkeiten des Willkommenszentrums
  • Wunsch nach Anwesenheit einer KIK im Wartebereich
  • Bewerbung des Willkommenszentrums durch die Bürgerämter

Auswertung der Fragebögen der Akteure

Der zweite Fragebogen wurde an 214 Akteure versandt, wovon 96 Personen an der Umfrage teilgenommen haben. Dies entspricht eine Rücklaufquote von 45%.

 

Fokus der Arbeit der Akteure

Die Akteure, die sich mit dem Willkommenszentrum Leipzig austauschen, sind in verschiedenen Bereichen aktiv. Die hier Befragten sind vor allem in der Beratung (17%) sowie im Bereich der Begegnung und Vernetzung (16%) tätig, gefolgt von Akteuren, die kulturelle und künstlerische Angebote (11%) anbieten. Des Weiteren gibt es auch Akteure aus dem Bildungssektor, dem Forschungsbereich und andere.

 

 

Erste Kontaktaufnahme mit dem Willkommenszentrum Leipzig

Die Mitarbeiter/-innen des Willkommenszentrums sind an die Akteure und Multiplikator/-innen herangetreten und haben für das Willkommenszentrum geworben. Daher gaben die meisten Akteure (30%) an, dass sie durch die Vorstellung des Willkommenszentrums seitens seiner Mitarbeiterinnen auf das Willkommenszentrum aufmerksam geworden sind. Für 19% der Befragten erfolgte dies über eine persönliche Empfehlung, dicht gefolgt von den Flyern des Willkommenszentrums (17%). Darüber hinaus wurde das Willkommenszentrum über die Mitarbeiter/-innen des Referats, in Arbeitsgruppen und in diversen Netzwerktreffen beworben. Bei der Bekanntmachung des Willkommenszentrums spielen die Homepage und die sozialen Medien bisher eine untergeordnete Rolle. Nur 3,6% gaben an, dass sie über die Webplattform Afeefa auf das Willkommenszentrum aufmerksam geworden sind. 5% der Befragten gaben an, dass sie über Mitteilungen in Sozialen Medien[6] vom Willkommenszentrum gehört haben.

 

Dauer der Zusammenarbeit

Schon seit der Inbetriebnahme im April 2018 befinden sich 62% der Befragten im regelmäßigen Austausch mit dem Willkommenszentrum Leipzig. 32 % der Befragten stehen mit dem Willkommenszentrum Leipzig seit 2019 in Kontakt. Lediglich 5 Akteure geben an, dass sie seit 2020 mit dem Willkommenszentrum vernetzt sind, was auf die Corona-Krise zurückzuführen ist. Die Mitarbeiterinnen des Willkommenszentrums bemühen sich kontinuierlich um einen aktiven Austausch mit den Akteuren und machen das Willkommenszentrum in den Sozialräumen und sozialen Einrichtungen bekannt. (s. Abb. 4)

 

Wahrnehmung der Angebote im Willkommenszentrum

Die Befragten nutzen vorrangig das Willkommenszentrum, um Informationen zu integrationsbezogenen Veranstaltungen und Publikationen der Stadt Leipzig (29%) zu erhalten. 24% der Befragten äußerten, dass sie ihre eigenen Besucher/-innen bzw. Nutzer/-innen zum Beratungsangebot des Willkommenszentrums weiterleiten. Ferner nutzen 18% der Befragten die Möglichkeit über das Willkommenszentrum für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit.

 

Zur Bekanntheit des Willkommenszentrums

Die Akteure gaben an, dass der Bekanntheitsgrad des Willkommenszentrums innerhalb der Leipziger Bevölkerung mittelmäßig (52%) bis gering (28%) ist.

Die Hauptursache für den geringen Bekanntheitsgrad sehen die Befragten darin, dass die Werbung die Zielgruppe nicht erreicht (32%) und das Willkommenszentrum nicht in den sozialen Medien präsent ist (25%). Die Werbung sei generell noch zu gering ausgeprägt (16%) und Informationen über das Willkommenszentrum schwer auffindbar (12%).

 

Stellenwert des Willkommenszentrums

54% der Befragten finden, dass das Willkommenszentrum als Erstanlaufstelle einen hohen (40%) bis sehr hohen (14%) Stellenwert für Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund hat. Lediglich 13% geben an, dass das Willkommenszentrum einen „geringen“ Stellenwert habe.

 

Nutzen für die Besucher/-innen

Nach Meinung der Akteure ist die zentrale Lage und die Beratung ohne Terminvergabe ein wesentlicher Vorteil für die Besucher/-innen des Willkommenszentrums. Sie profitieren nach der Meinung der Akteure vor allem durch:

  • Anonyme, kostenlose Erstauskunft und eine gezielte Weiterleitung an zuständige Stellen (19,5%)
  • Mehrsprachigkeit des Teams und der Kooperationspartner/-innen im Willkommenszentrum (16%)
  • Bündelung von Wissen und Expertise (15%)

Nutzen für die Akteure selbst

Die Akteure sehen vor allem in folgenden Punkten eine Bereicherung für ihre eigene Arbeit:

  • Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen Akteuren (28%)
  • Nähe zum Referat für Migration und Integration und zur Stadtverwaltung (22%)
  • Erreichen der migrantischen Zielgruppe (16%)

Außerdem habe die Zusammenarbeit einen positiven Effekt auf die Steigerung des eigenen Bekanntheitsgrades (14%).

 

Bewertung des Willkommenszentrums

90% der Akteure würden das Willkommenszentrum weiterempfehlen.

Zukünftige Zusammenarbeit

Die meisten Akteure (30%) plädieren dafür, in Zukunft insbesondere Informationsmaterialien auszutauschen. 27% der Akteure wollen künftig einen fachlichen Austausch mit dem Willkommenszentrum. Außerdem haben einige Akteure (20%) Interesse daran, eigene (Info-) Veranstaltungen in den Räumen des Willkommenszentrums durchzuführen.

 

Gewünschte Themen und Informationen

Während viele der Befragten angeben, dass das Willkommenszentrum bereits viele Themen abdeckt, wünschen sich einige weitere Informationen in nachfolgenden Bereichen. Diese könnten gleichzeitig auch als mögliche, zukünftige Themen für weitere Info-Veranstaltungen dienen:

  • Möglichkeit der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Ausbildungen
  • Rassismus im Allgemeinen und insbesondere bei der Wohnungssuche
  • psychologische Beratungen in Fremdsprachen
  • Kontinuierliche Angebote zur Arbeitsmarktintegration und Ausbildung von Geflüchteten
  • Schule, Sprachkurse und Berufsbildung
  • Veranstaltungen über das Schul- und Berufsbildungssystem in Sachsen
  • Asylverfahren, Vorbereitung auf den Termin im Gerichtssaal
  • Förderprogramm für interkulturelle Projekte
  • Mehrsprachige Begleitung zu Behörden / zum Arzt

Ferner bitten die Akteure darum, auf aktuelle und für Migrant/-innen wichtige Themen hinzuweisen und den aktuellen Diskurs zu beleuchten.

 

Verbesserungsvorschläge und Ideen zur Weiterentwicklung

Die Vorschläge beziehen sich zunächst auf die bessere Bekanntmachung der Existenz des Willkommenszentrums und seines Angebotsspektrums. Dazu wird das Auslegen von Informationsmaterial bei Behörden und Ämtern, insbesondere bei der Ausländerbehörde sowie eine engere Zusammenarbeit mit Ämtern, die von der Zielgruppe der Migrant/-innen aufgesucht werden (bspw. Ausländerbehörde, Jobcenter), angeregt. Darüber hinaus empfehlen die Befragten die direkte Kontaktaufnahme mit der Zielgruppe, zum Beispiel über Sprachschulen.

Auch bei den Akteuren herrscht die Meinung, dass die Auffindbarkeit des Willkommenszentrums mit den Hürden im Eingangsbereich das größte Problem für die Besucher/-innen darstellt. Darüber hinaus wünschen sich die Akteure eine bessere Übersichtlichkeit bei den ausgelegten Broschüren sowie eine optimierte Raumtrennung.

Eine Nutzung von Sozialen Medien (z.B. Facebook) wird außerdem empfohlen.

Ferner verweisen die Akteure darauf, dass die tatsächliche Zielgruppe des Willkommenszentrums nicht für alle potentiellen Besucher/-innen ersichtlich ist. Laut der Akteure herrscht oftmals die Meinung, dass das Willkommenszentrum nur für Geflüchtete zuständig ist.

Für eine Vielzahl von Menschen ist das Ämtersystem zu komplex. Daher wird die Bündelung des Bürgeramtes, der Ausländerbehörde und dem Willkommenszentrum an einem Ort empfohlen.

Viele Akteure bedanken sich, dass es das Willkommenszentrum gibt und schätzen diese „Institution für die Orientierung unserer Migranten“ sowie deren „Veranstaltungen zu verschiedenen Themen“. Das Willkommenszentrum gilt „als Blaupause in Sachen Kompetenz und Freundlichkeit“. Der Großteil der Akteure unterstreicht die Mehrsprachigkeit, Freundlichkeit und Kompetenz des Teams. Es besteht Interesse an einer Kooperation und Zusammenarbeit (Workshops, Events und ähnliches) mit dem Willkommenszentrum seitens verschiedener Träger. Insgesamt sei „eine positive Entwicklung zu beobachten“. Als sehr gutes und sinnvolles Angebot der Stadt Leipzig sollte dies als dauerhaftes Angebot etabliert werden.

4. Auswertung

Positive Bewertung

Sowohl Akteure als auch Kooperationspartner/-innen gaben an, dass das Willkommenszentrum als Erstorientierung eine wichtige Anlaufstelle für Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund ist. Es wurde deutlich, dass das Willkommenszentrum Leipzig den Auftrag erfüllt, der ihm auferlegt wurde.


Handlungsbedarf

Aus der Evaluation geht hervor, dass die mangelnde Bekanntheit das Hauptproblem des Willkommenszentrums ist. Die Kooperationspartner/-innen und Akteure sind einhellig der Meinung, dass die Werbung die Zielgruppe nicht ausreichend erreicht und eine Präsenz des Willkommenszentrums in den sozialen Medien unabdingbar ist.

Neben dem mangelnden Bekanntheitsgrad stellen die Räumlichkeiten eine weitere Barriere für die Ratsuchenden dar und hemmen gleichzeitig die Kontaktaufnahme. Ein barrierefreier Eingangsbereich mit einer adäquaten Beschilderung ist mittelfristig notwendig.

Außerdem sollte generell deutlich gemacht werden, dass das Willkommenszentrum nicht nur für Geflüchtete, sondern für alle (Neu-)Leipziger/-innen mit Migrationshintergrund zuständig ist.

5. Fazit und Ausblick

Eine weltoffene internationale Stadt lebt von der Haltung einer Willkommenskultur. Dafür ist die kontinuierliche Ausstattung sowohl mit personellen als auch mit sachlichen Ressourcen auch zukünftig zu berücksichtigen. Gerade die Zeit während der Corona-Pandemie hat verdeutlicht, wie dieser offene Raum mittlerweile zum Selbstverständnis innerhalb der Stadt geworden ist. Das Willkommenszentrum war während der Kontaktsperre ein zuverlässiger Ansprechpartner und konnte sowohl telefonisch als auch per E-Mail eine hohe Zahl an (mehrsprachigen) Anfragen beantworten.

Durch die Evaluation der vergangenen Arbeit im Willkommenszentrum Leipzig hat sich herauskristallisiert, dass es ein wesentliches Ziel sein muss, das Willkommenszentrum zukünftig bekannter zu machen. Dafür benötigt es weiterhin genügend Ressourcen, qualifiziertes Personal und eine finanzielle Absicherung der Strukturen.

Die Einrichtung einer eigenen Facebook-Seite im Mai 2020 wird den Bekanntheitsgrad überdies voranbringen und zur Vernetzung in die migrantischen Gemeinschaften beitragen. Des Weiteren soll ein Logo bzw. eine Wort-Bild-Marke entwickelt werden und mit einer Plakataktion soll das Willkommenszentrum sichtbarer gemacht werden. Auch die Homepage wird diesbezüglich professionalisiert.

Weiterhin wird sich das Willkommenszentrum mit neuen Kooperationen seinen stabilen Platz bei den Leipziger Akteuren, die das Thema Integration und Migration mitverantworten, sichern. Außerdem soll das Willkommenszentrum eine erste niedrigschwellige Anlaufstelle für Fachkräfte im Rahmen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FKEG) sein.

Die Lage des Willkommenszentrums Leipzig direkt neben dem zentralen Bürgeramt der Stadt zeigt die hohe Wertschätzung für dieses Thema. Den Ort zu etablieren und für Veranstaltungen und Begegnungen weiterzuentwickeln sollte mittelfristig geplant werden.

Mit dem Erhalt und der Weiterentwicklung eines Willkommenszentrums im Herzen von Leipzig schafft die Stadt die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander und fördert die Diversität innerhalb der Stadtgesellschaft.

Die Existenz des Willkommenszentrums Leipzig stärkt die Internationalität dieser weltoffenen Stadt, bekennt sich gegen Rassismus und setzt ein Zeichen für die Chancengerechtigkeit in einer inklusiven Stadt.

6. Übersicht über die angesprochenen Akteure (Map Akteursnetzwerk, s. Abb. 4, S. 11)

100. Schule Leipzig

125. Oberschule Leipzig

20. Oberschule Leipzig

84. Oberschule Leipzig

ADB Antidiskriminierungsbüro Sachsen e. V.

Ahmaddiya Gemeinde e. V.

Aktive Senioren Leipzig e. V.

Astrid-Lindgren-Grundschule

AWO Gerontopsychiatrisches Pflegeheim "Marie Juchacz"

AWO Kreisverband Leipzig-Stadt e.V.

Berufliches Schulzentrum 12 (BSZ) Robert Blum

Bibliothek Grünau-Mitte

Bibliothek Grünau-Nord

Bibliothek Grünau-Süd

Bibliothek Schönefeld

Bilbliothek Paunsdorf

Bildungsinstitut Mitteldeutschland der Johanniter-Akademie, Patenschaftsprogramm

Bunte Gärten Leipzig e. V.

Bürgerverein Leipzig Nordost e. V.

Bürogemeinschaft Gauly & Heck

CABL e.V. - Clearingstelle

Caritasverband Leipzig e. V., Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Grünau

Caritasverband Leipzig e. V., Beratungsstelle für Flüchtlinge

Caritasverband Leipzig e. V., Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer

Caritasverband Leipzig e.V. (Beratung Behinderung)

CASEED e. V.

CDU Leipzig

CFN gGmbH Sprachschule

CVJM Leipzig e. V.

DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH

DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, Arbeitsladen Plus

DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, BIWAQ IV Grünau

DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, Mobiler Jobcoach

DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, Motivation Unternehmertum

date up training GmbH

Der Kinderschutzbund Leipzig e. V., Kinder- und Jugendbüro

Deutsches Rotes Kreuz, Akademischer Kreisverband Leipzig e. V., Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Leipzig Stadt e. V., Kultursensible Gesundheitslotsen (KuGeL)

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Leipzig Stadt e. V., Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband leipzig-Stadt e. V., Kinder- und Familienzentrum "Dr. Bärchen"

Deutsch-Spanische Freundschaft e. V.

Die Heilsarmee, Kinder- und Jugendcafé "Die Brücke"

Evangelisch-Lutherische Matthäuskirchgemeinde Leipzig Nordost

Existenzgründerzentrum EGZ Schulungs- und Beratungsgesellschaft mbH

F. - A. - Brockhaus Gymnasium

FAIRbund e. V., Erziehungs- und Familienberatungsstelle

FAIRbund e. V.

FC Blau-Weiß Leipzig e. V.

Filmschule Leipzig e. V.

Finanzamt Leipzig I

Förderverein pro Kinder- und Jugendliche e. V.

Förderzentrum Sprachheilschule "Käthe Kollwitz"

Frauenkultur e. V., Projekte MiO und FiA

Freiwilligen-Agentur Leipzig e. V.

Gemeinschaftsunterkunft Braunstraße

Gemeinschaftsunterkunft Stöckelstraße

Gemeinschaftsunterkunft Torgauer Straße

Gesellschaft ProBildung  e. V. Leipzig

greater form / GIRO e. V.

Heizhaus des urban souls e.V. Leipzig

Helmholtz-Zentrum Umweltforschung GmbH - UFZ

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“

IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste

IC-E InfoCenter Eisenbahnstraße

Kindertagesstätte Goldsternstraße

interaction Leipzig e. V., Afeefa

Internationale Frauen e. V.

Internationale Frauen Leipzig e. V., Ankommen im Alltag - Migrant/-innen in Schönefeld

Jobcenter Leipzig

Jugend- und Altenhilfeverein e. V.

Jugendhaus Leipzig e. V., Jugendberatungsstelle jUkON

KAMOS Interkulturelle Kommunikation

Karl-Heine-Schule, Berufliches Schulzentrum der Stadt Leipzig

Katholisches Pfarramt Heilige Familie

Kinderhilfe Leipzig e. V., Sport frei

Kindertagesstätte "Entdeckerland"

Kindertagesstätte Eisenbahnstraße 52

Kleingartenverein "Hugo Breitenborn" e. V.

Kontakt Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt e. G.

Konzeptwerk Ökonomie e. V.

Koordinierungsstelle Migration/Integration Paunsdorf

Leipziger Modell - Lebens- und Bildungsraum e. V.

Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH

Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH, Integrationslotsen

Max-Klinger-Schule

Mosaik Leipzig e. V., Koordinierungsstelle für Energieberatung (KEB)

Mühlstraße 14 e. V.

Mütterzentrum e. V. Leipzig, Familienzentrum "Treffpunkt Linde" Plagwitz

Mütterzentrum e. V. Leipzig, Familienzentrum Grünau

Mütterzentrum e. V. Leipzig, Familienzentrum Paunsdorf

Mütterzentrum e. V. Leipzig, Familienzentrum Thekla

Naomi e. V., Jugendmigrationsdienst

Naomi e.V.

Offener Freizeittreff (OFT) Crazy

Offener Freizeittreff (OFT) Kirsche

Offener Freizeittreff (OFT) Rabet

Offener Freizeittreff (OFT) Völkerfreundschaft

Offener Treff für Kinder & Jugendliche "50° Nordost"

Offener Treff für Kinder & Jugendliche "Club Sellerhausen"

Offener Treff für Kinder und Jugendliche "Tante Hedwig"

Pflegenetzwerk Leipzig e. V.

Prima-Leipzig Kunst und Kulturförderung e. V.

Protegat gemeinnützige UG, Koordinierungsstelle Zusammenhalt und Integration Grünau

Quartiersmanagement Grünau

Quartiersmanagement Paunsdorf

RAA Leipzig, Projekt HEROES

Romano Sumnal e. V.

SAFE - Straßensozialarbeit für Erwachsene

Schloss Schönefeld e. V.

Soziale Dienste und Jugendhile gGmbH, Wir sind Paten Leipzig

Soziokulturelles Zentrum "Die VILLA"

Soziokulturelles Zentrum "KOMM-Haus"

Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe, Psychosoziales Gemeindezentrum Nordost

Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe, Wohnprojekt Losinskiweg

Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe, Wohnprojekt Schönefeld

Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe, Wohnstätte Am Vorwerk

Stadtsportbund Leipzig e. V.

Stadtteilprojekt Dresdnner59

start hope @ home

Studentenwerk Leipzig

Techniker Krankenkasse (TK)

The Leipzig Glocal

Türkisch Islamische Gemeinde zu Leipzig e. V. Dachverband DİTİB

TÜV Rheinland Akademie

Übergangswohnheim Uhlandstraße

Universität Leipzig

Volkshochschule Leipzig

Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e. V., Seniorenbüro Nordost

Zentrum für Extremismusprävention e. V.

ZEOK e. V.

zu Hause e. V. - Verein zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern

Zusammen e. V., Kontaktstelle Wohnen

 

 

Anlagen: keine

 

 

 


[1] Zitat von U. Hörning, Einführungsveranstaltung für neue Mitarbeiter/-innen am 23. Januar 2020.

[3] Beschlussausfertigung zu 15.2 Einrichtung eines Willkommenszentrums für Geflüchtete und Migranten und Migrantinnen (Vorlage: VI-A-01381-NF-003- Ratsversammlung vom 19.11.2015).

[4] Vorlage „VI-DS-03451 Willkommenszentrum Leipzig Verwaltungsvorschlag zum Beschluss der Ratsversammlung vom 19.11.2015 zur Vorlage VI-A-01381-NF-003“.

[5] Zu den derzeitigen Sozialräumen der Kommunalen Integrationskoordinatoren zählen: Grünau, der Leipziger Osten, Schönefeld, Mockau und Paunsdorf.

[6] Da es zum Befragungszeitpunkt jedoch noch keine eigene Präsenz des Willkommenszentrums in den sozialen Medien gab, wird geschlussfolgert, dass Akteure und Kooperationspartner/-innen für das Willkommenszentrum auf ihren eigenen sozialen Plattformen geworben haben.

Stammbaum:
VI-DS-03451   Willkommenszentrum Leipzig - Verwaltungsvorschlag zum Beschluss der Ratsversammlung vom 19.11.2015 zur Vorlage VI-A-01381-NF-003   18 Referat für Migration und Integration   Informationsvorlage
VI-DS-03451-Ifo-01   Willkommenszentrum Leipzig - Bericht zur Evaluation   18 Referat für Migration und Integration   Informationsvorlage