Ratsinformationssystem

Vorlage - VII-Ifo-01623  

 
 
Betreff: Auftaktvorlage: Fachplan Offene Behindertenarbeit
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Bestätigung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Information zur Kenntnis
Seniorenbeirat Information zur Kenntnis
06.10.2020 
Seniorenbeirat (offen)   
Migrantenbeirat Information zur Kenntnis
08.10.2020 
Migrantenbeirat - Ort: Werk II, Halle A, Kochstraße 132, 04277 Leipzig zur Kenntnis genommen     
Ratsversammlung Information zur Kenntnis
14.10.2020 
Ratsversammlung vertagt     
11.11.2020 
Ratsversammlung      
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt Information zur Kenntnis
19.10.2020    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt      
30.11.2020    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt      
Behindertenbeirat Information zur Kenntnis
23.11.2020    Behindertenbeirat      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Die Auftaktvorlage zum Fachplan Offene Behindertenarbeit wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Die Vorlage betrifft das gesamte Stadtgebiet.

 

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Die Vorlage beschreibt den Prozess zur Erarbeitung des Fachplans Offene Behindertenarbeit der Stadt Leipzig.

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Nicht erforderlich.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Nicht erforderlich.

 

 

 

 

III.  Strategische Ziele

 

Das Handlungsfeld der Offenen Behindertenarbeit ordnet sich den strategischen Zielen „Leipzig schafft soziale Stabilität“ und „Leipzig setzt auf Lebensqualität“ zu. Offene Behindertenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadtgesellschaft. Sie trägt dazu bei, Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen weiter abzubauen, stärkt die soziale Teilhabe und befördert Inklusion.

Ziel Offener Behindertenarbeit ist es, die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Damit werden Möglichkeiten geschaffen, sich aktiv in die Stadtgesellschaft einzubringen und das Gemeinwesen zu stärken. Eng verbunden sind damit Kooperationsformen der Offenen Arbeit mit quartiersnahen Freizeit-, Kultur- oder Sportangeboten, die sozialräumlich ausgerichtet, bedarfsgerecht und für alle zugänglicher gestaltet sind. Kooperationen und die Weiterentwicklung von Offenen Angeboten schaffen Impulse für die Stadtteilkultur und tragen zur Attraktivität der Wohnviertel bei.

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

In Leipzig haben sich in den zurückliegenden Jahren vielfältige Angebote der Offenen Behindertenarbeit entwickelt. Dazu gehören Angebote der Beratung und Vermittlung zu sozialen Diensten sowie Angebote zur Freizeitgestaltung wie Kreativkurse, kulturelle Veranstaltungen oder organisierte Ausflüge. Die Angebote werden gemäß dem Subsidiaritätsprinzip überwiegend durch freie Träger der Behindertenhilfe erbracht.

Das Sozialamt der Stadt Leipzig bezuschusst Vereine und Verbände der Behindertenarbeit mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Die Förderung ist auf Angebote von Kontakt- und Beratungsstellen sowie Begegnungsstätten für Menschen mit Behinderungen gerichtet. 2019 förderte das Sozialamt Angebote der Offenen Behindertenarbeit im Umfang von 821.108 Euro. Grundlage der Förderung ist die „Fachförderrichtlinie der Stadt Leipzig zur Vergabe von Zuwendungen im Verantwortungsbereich des Sozialamtes“ in Verbindung mit der „Rahmenrichtlinie zur Vergabe von Zuwendungen der Stadt Leipzig an außerhalb der Stadt stehende Stellen (Zuwendungsrichtlinie)“.

 

Im Teilhabeplan der Stadt Leipzig „Auf dem Weg zur Inklusion“ 2017-2024 (Ratsbeschluss VI-DS-04839-NF-01 vom 13.12.2017) wurde zur Weiterentwicklung der Offenen Behindertenarbeit ein Handlungsbedarf formuliert und mehrere Maßnahmen abgeleitet. Mit den Maßnahmen 35, 110 und 111 des Teilhabeplans ist der Auftrag verbunden, eine Fachplanung als Grundlage für die Förderung der Vereine und Verbände zu erarbeiten. Der Fachplan dient der Planung und Steuerung von geförderten Angeboten der Offenen Behindertenarbeit in den Förderschwerpunkten Kontakt- und Beratungsstellen sowie Begegnungsstätten für Menschen mit Behinderungen.

 

2. Prozessbeschreibung zur Erarbeitung des Fachplans

2.1 Gegenstand und Inhalt der Fachplanung Offene Behindertenarbeit

 

Offene Behindertenarbeit ist darauf ausgerichtet, spezielle Hilfen im Bereich der Beratung und Begegnung für Menschen mit Behinderung sowie für deren Angehörige anzubieten. Zu den wesentlichen Aufgaben gehören die allgemeine Beratung und Vermittlung von sozialen Diensten und Angeboten, die Organisation und Durchführung von Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsangeboten sowie die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Behindertenhilfe.

Die Offene Behindertenarbeit richtet sich grundsätzlich an alle Menschen mit Behinderung, unabhängig vom Alter, dem Geschlecht und ihrer Lebenslage. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich Menschen mit Behinderung in ihrer sozialen, familiären, beruflichen oder ökonomischen Situation ebenso wie in Art und Umfang ihrer Beeinträchtigung voneinander unterscheiden.

Der wesentliche Auftrag Offener Behindertenarbeit besteht darin, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen zu größtmöglicher Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu befähigen bzw. zu stärken und zur Wahrnehmung eigener Rechte zu ermutigen. Die Prinzipien der Offenheit, Freiwilligkeit, Selbstbestimmung, Beteiligung und Alltagsnähe liegen der Arbeit zugrunde.

Der Fachplan setzt die Maßnahmen des Teilhabeplans der Stadt Leipzig „Auf dem Weg zur Inklusion“ 2017 – 2024 zur Weiterentwicklung der Offenen Behindertenarbeit um. Im Mittelpunkt stehen die geförderten Angebote des Sozialamtes in den Förderschwerpunkten Kontakt- und Beratungsstellen sowie Begegnungsstätten für Menschen mit Behinderungen. Angebote der Offenen Behindertenarbeit sollen so ausgerichtet sein, dass Teilhabe, Inklusion und generationenübergreifende Ansätze weiter ausgebaut oder gestärkt werden. Bei der Weiterentwicklung von Beratungsangeboten soll der Bedarf älterer Angehöriger von Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden.

Abb. 1 Bestandteile des Fachplans Offene Behindertenarbeit

 

Im Fachplan werden rechtliche und konzeptionelle Grundlagen der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig aufgeführt. Darauf aufbauend werden Ziele entwickelt und Zielgruppen benannt. Die Vielfalt von Angeboten der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig wird erfasst und sozialräumlich aufbereitet. Für die vom Sozialamt geförderten Angebote der Offenen Behindertenarbeit erfolgt eine Situationsanalyse, aus der Handlungsansätze für die Fachplanung abgeleitet werden. Es werden Annahmen zum Bedarf getroffen und ein Vorschlag zur Weiterentwicklung der Angebote und zur räumlichen Verteilung erarbeitet. Für die geförderten Angebote der Offene Behindertenarbeit werden Fachstandards formuliert.

 

Bei der Erarbeitung des Fachplans Offene Behindertenarbeit werden in Umsetzung des INSEK-Ziels „Leipzig schafft soziale Stabilität“ die Maßnahmenpakete berücksichtigt, die im Fachkonzept Soziale Teilhabe des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 2030 benannt sind. Entsprechend werden Schnittstellen der Offenen Behindertenarbeit zu anderen Konzepten und Fachplanungen (z. B. Offene Seniorenarbeit, Soziokultur, Offene Kinder- und Jugendarbeit) hinsichtlich der folgenden Zielstellungen betrachtet und Ansätze zur Weiterentwicklung herausgearbeitet:

 

-          Mehrfachnutzung von Objekten (M 1.1),

-          Öffnung offener Angebote (M 1.2),

-          Niedrigschwellige Zugänglichkeit (M 2.2),

-          Sozialraumorientierung sozialer Angebote (M 3.3),

-          Generationenübergreifende Konzepte (M 4.1),

-          Aktivierung von Nachbarschaften (M 4.2),

-          Patenschaftsprogramme, Besuchs- und Begleitdienste (M 4.3).

 

Ämter, Referate und kommunale Unternehmen der Stadt mit Schnittstellen zur Offenen Behindertenarbeit werden anlassbezogen eingebunden. Dazu gehören u. a. das Amt für Jugend, Familie und Bildung, Kulturamt, Gesundheitsamt, Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung und das Referat für Migration und Integration. In der AG Integrierte Stadtentwicklung wird über den Planungsprozess berichtet.

 

2.2 Beteiligung

 

Fachkräfte der Offenen Behindertenarbeit, Beiräte, Stadträtinnen und Stadträte sowie Adressatinnen und Adressaten der Begegnungs- und Beratungsangebote werden in den Prozess der Planung einbezogen. Der Prozess wird durch eine Arbeitsgruppe im Sozialamt der Stadt Leipzig begleitet. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind die Amtsleiterin, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, die Leiterin der Abteilung Soziale Angelegenheiten, die Sachgebietsleiterin des Bereichs Fördermittel und Mitarbeiterinnen der Sozialplanung.

Gesprächsrunden, Workshops oder Fachtage sind in absehbarer Zeit aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen nicht mehr bzw. nur in veränderter Form möglich. Bei der Beteiligung ist deshalb eine Kombination aus Präsenz- und Onlineformaten vorgesehen. Bevorzugt werden Präsenzveranstaltungen mit entsprechenden Hygienekonzepten geplant. Onlineformate sind alternativ bei verschärften Kontaktbeschränkungen vorgesehen. Sowohl Präsenzformate als auch Onlineformate werden barrierefrei gestaltet.

Über den Sachstand wird im Behindertenbeirat und im Fachausschuss Soziales und Gesundheit berichtet und Informationen zum Planungsprozess auf der Internetseite der Stadt Leipzig bereitgestellt. Die Ergebnisse der Beteiligung werden dokumentiert und im Fachplan veröffentlicht. Es werden folgende Formate der Beteiligung genutzt:

Abb. 2 Beteiligungsformate
 

 

Beteiligung von Trägern der Offenen Behindertenarbeit

Träger der Offenen Behindertenarbeit werden in den Planungsprozess über drei Beteiligungsformate einbezogen. Die Beteiligung dient gleichzeitig dem Aufbau eines Trägernetzwerkes der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig.

Formate: Fachrunde als Präsenzveranstaltung, alternativ bei Kontaktbeschränkungen: Onlineveranstaltung

 Abfrage per E-Mail

Stellungnahme

Zielsetzung: Vorstellung des Vorhabens zur Erarbeitung des Fachplans

Erfassung der bestehenden Angebote der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig

Ermittlung von Handlungsbedarf zur Weiterentwicklung

Entwicklung von Fachstandards für die Leistungsmodule Begegnung und Beratung

Diskussion und Feinabstimmung der Fachstandards

Zeitrahmen:  2 Stunden pro Fachrunde

Zielgruppe: circa 20 Vertreterinnen und Vertreter von Trägern der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig (Begegnungsstätten, Kontakt- und Beratungsstellen, Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Vertreter/-in der Selbsthilfe) – davon 10 durch das Sozialamt geförderte Träger

 

WAS?

WANN?

1. Fachrunde mit den Trägern der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig (entweder Präsenzveranstaltung oder Online-Dialog)

  • Vorstellung des Arbeits- und Beteiligungsprozesses zum Fachplan Offene Behindertenarbeit
  • Was sind die Erwartungen der Träger an den Prozess?
  • Präsentation der Ergebnisse zur Situationsanalyse geförderter Angebote der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig
  • Was ist Offene Behindertenarbeit? / gemeinsame Erarbeitung handlungsleitender Prinzipien Offener Behindertenarbeit
  • Ausblick

November 2020

Abfrage per E-Mail

  • Ergänzung von Informationen zu bestehenden Angeboten (Welche Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten haben die Träger?)
  • Benennung / Beschreibung von Ansätzen zur Gestaltung inklusiver Begegnungsangebote (u. a. Welche Kooperationen bestehen und welche wären darüber hinaus realisierbar?)
  • Formulierung von Handlungsbedarf aus Sicht der Träger (Welche Handlungsansätze schlagen die Träger vor?)

Januar 2021

Stellungnahmen der Träger zum Entwurf des Fachplans Offene Behindertenarbeit

Juli 2021

2. Fachrunde mit den Trägern der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig (entweder Präsenzveranstaltung oder Online-Dialog)

  • Vorstellung der überarbeiteten Fassung des Teilfachplans
  • Diskussion und Feinabstimmung, insbesondere zu den Fachstandards und Stellungnahmen

September 2021

Beteiligung von Adressatinnen und Adressaten der Offenen Behindertenarbeit

Adressatinnen und Adressaten der Offenen Behindertenarbeit sind Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Angehörige. Sie werden am Planungsprozess über das Format der Kommunalen Bürgerumfrage und leitfadengestützte Interviews beteiligt.

Die leitfadengestützten Interviews sollen mit Menschen mit Behinderungen als Expert/-innen ihrer Lebenswelt sowie Angehörigen von Menschen mit Behinderung persönlich, telefonisch oder per Videotelefonie durchgeführt werden. Bei der Auswahl der Gesprächspartner/-innen werden die Kategorien Alter, Geschlecht und Art der Beeinträchtigung berücksichtigt. Bei der inhaltlichen Gestaltung und Durchführung der Gespräche wird auf Barrierefreiheit geachtet.

Die Interviews sollen einen Einblick in Sichtweisen von Adressatinnen und Adressaten ermöglichen. Eine repräsentative Erfassung ist damit nicht möglich. Die Anzahl der Interviews wird aufgrund des damit verbundenen hohen Aufwandes beschränkt.

Modul 1: Interviews mit Menschen mit Behinderungen

Format: Leitfadengestütztes Einzelinterview im Präsenzformat, alternativ bei Kontaktbeschränkungen: Telefon- oder Videointerview

Zielsetzung: Anforderungen von Nutzerinnen und Nutzern für die Weiterentwicklung der Begegnungs- und Beratungsangebote ermitteln

Zielgruppe: 10 Erwachsene mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, die Erfahrungen mit geförderten Angeboten von Kontakt- und Beratungsstellen oder Begegnungsstätten gemacht haben

 Zu den Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern soll der Kontakt über Träger von Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetrieben und ambulant betreuten Wohnangeboten vermittelt werden.

Zeitrahmen: max. 1 Stunde pro Interview

Wann?  Oktober und November 2020

Leitfragen: Welches Angebot der Beratung / Begegnung haben Sie genutzt? Wie haben Sie die Beratung / Begegnung erlebt? Was hat Ihnen an der Beratung / Begegnung gut und nicht so gut gefallen? Wie haben Sie von der Beratung / Begegnung erfahren? Wie kann das Angebot der Beratung / Begegnung in Leipzig verbessert werden? Welche weiteren Angebote der Beratung / Begegnung nutzen Sie in Leipzig?

Modul 2: Interviews mit Angehörigen von Menschen mit Behinderung

Format: Leitfadengestütztes Telefoninterview

Zielsetzung: Anforderungen von Nutzerinnen und Nutzern für die Weiterentwicklung der Begegnungs- und Beratungsangebote ermitteln

Zielgruppe: 5 Angehörige von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, die Erfahrungen mit geförderten Begegnungs- und Beratungsangeboten haben. Die Gesprächspartner/-innen sollen in vier Kontakt- und Beratungsstellen angesprochen werden.

Zeitrahmen:  max. 1 Stunde pro Interview

Wann?  Oktober und November 2020

Leitfragen: Welches Beratungsangebot haben Sie genutzt? Wie haben Sie die Beratung erlebt? Was hat Ihnen an der Beratung gut und nicht so gut gefallen? Wie haben Sie von der Beratung erfahren? Wie kann das Beratungsangebot in Leipzig verbessert werden? Welche weiteren Angebote der Beratung / Begegnung nutzen Sie in Leipzig?

Modul 3: Kommunale Bürgerumfrage 2020

Format: Schriftliche Befragung

Zielsetzung: Information zur Bekanntheit und Nutzung der Angebote

Zielgruppe: Menschen mit Beeinträchtigungen, deren Angehörige

Wann? Erhebung Oktober 2020, Auswertung voraussichtlich im April 2021

Fragestellung: Kennen Sie Beratungs- oder Begegnungsangebote für Menschen mit dauerhaften Beeinträchtigungen in der Stadt Leipzig? Wenn ja, welche Angebote haben Sie in den letzten zwei Jahren selbst genutzt?

Beteiligung des Behindertenbeirates und von Vertreter/-in des Seniorenbeirates und Migrantenbeirates

Der Behindertenbeirat und ein/e Vertreter/-in des Seniorenbeirates und des Migrantenbeirates werden wie folgt beteiligt:

Formate: Gesprächsrunde im Umfang von 2 Stunden, alternativ bei Kontaktbeschränkungen: Abfrage per E-Mail

Stellungnahme

Berichterstattung

Zielsetzung: Bewertung der bestehenden geförderten Angebote der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig

 Ermittlung des Handlungsbedarfs zur Weiterentwicklung

Austausch von Informationen zum Planungsprozess

Rückmeldung zum Entwurf des Fachplans

Zielgruppe: 5 Mitglieder des Behindertenbeirates, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, je ein Mitglied des Seniorenbeirates und des Migrantenbeirates

 

WAS?

WANN?

Gesprächsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern des Behindertenbeirates und Vertreter/-in des Seniorenbeirates und Migrantenbeirates bzw. Abfrage per E-Mail an alle Mitglieder des Behindertenbeirates und an Seniorenbeirat und Migrantenbeirat

  • Bewertung bestehender Offener Begegnungs- und Beratungsangebote der Behindertenarbeit
  • Handlungsbedarf zur Weiterentwicklung von Angeboten der Offenen Behindertenarbeit
  • Vorschläge zur Weiterentwicklung inklusiver Begegnungsangebote

Dezember 2020

Berichterstattung zum Arbeitsprozess im Behindertenbeirat

März 2021

Stellungnahmen des Behinderten-, Senioren- und Migrantenbeirates zum Entwurf des Fachplans Offene Behindertenarbeit

Juli 2021

Berichterstattung zum Arbeitsprozess im Behindertenbeirat

November 2021

 

2.3 Zeitplan

 

Der Fachplan Offene Behindertenarbeit soll bis November 2021 erarbeitet werden.

 

Für Oktober und November 2020 sind die leitfadengestützten Interviews mit Adressatinnen und Adressaten Offener Begegnungs- und Beratungsangebote geplant.

 

Für November 2020 ist die erste Fachrunde mit den Trägern der Offenen Behindertenarbeit in Leipzig geplant. Im September 2021 folgt eine zweite Runde. Für den Dezember 2020 und Januar 2021 ist die Abfrage zu den Angeboten der Offenen Behindertenarbeit bei den Trägern vorgesehen. Stellungnahmen der Träger und der Beiräte zum Entwurf des Fachplans sind im Juli 2021 geplant. Im Dezember 2020 ist eine Gesprächsrunde mit Mitgliedern des Behindertenbeirates und einem/einer Vertreter/-in des Seniorenbeirates und Migrantenbeirates vorgesehen.

 

Die erste Berichterstattung zum Arbeitsstand soll im März 2021 im Behindertenbeirat und Fachausschuss Soziales erfolgen. Eine zweite Berichterstattung ist für November 2021 geplant.

 

Der Beschluss der Ratsversammlung soll im April 2022 erfolgen.

Abb. 3 Planungsprozess im Überblick