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Vorlage - VII-A-01508  

 
 
Betreff: Attraktive Großwohnsiedlungen - Reaktivierung von noch ungenutztem Potential für einen vielfältigen und attraktiven Wohnungsmarkt
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:CDU-Fraktion
Beratungsfolge:
zeitweilig beratender Ausschuss Wohnen Vorberatung
08.09.2020    zeitweilig beratender Ausschuss Wohnen      
SBB West Anhörung
SBB Ost Anhörung
SBB Nordost Anhörung
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
08.07.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig (offen)   
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
08.09.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
zeitweilig beratender Ausschuss Wohnen 2. Lesung
06.10.2020    zeitweilig beratender Ausschuss Wohnen      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Gemeinsam mit den Wohnungs- und Grundstückseigentümern sowie den Mietern / Bewohnern in den Großwohnsiedlungen Grünau, Paunsdorf, Mockau und Schönefeld werden Stadtteilkonzepte erarbeitet bzw. aktualisiert, um diese Stadtteile Schritt für Schritt attraktiver zu gestalten.

 

Dabei stehen folgende Themen im Mittelpunkt:

  •                  Schaffung von Angeboten für breite Bevölkerungsschichten, inkl. Unterstützung für

neue und ergänzende Angebote.

  •                  Aktivierung von derzeit ungenutzten Potentialen, insbesondere die Reaktivierung von derzeit nicht vermietbaren Wohnungen.
  •                  Durchmischung der Nutzungsarten in den Gebieten, im Sinne von Wohnen,       Gewerbe und Freizeit.
  •                  Stärkung der Stadtteilzentren. Ziel sollte es sein, die Attraktivität über kurze Wege

und einer Identifikation mit dem Gebiet zu erreichen. Nebeneffekt wäre eine Verringerung des Verkehrsaufkommens in der Stadt.

 

Begründung:

 

Die Entwicklung des Wohnungsmarktes und der Wohnumfeldqualität vollzieht sich in der Stadt Leipzig sehr unterschiedlich. Die als „angesagt“ geltenden Stadtteile, insbesondere die innenstadtnahmen Gründerzeitviertel sind weitgehend vermietet, weisen ein überdurchschnittliches Niveau der Angebotsmieten und gleichzeitig eine vielfältige und attraktive Nutzungsmischung auf. Die Wohnungsnachfrage in diesen Stadtteilen führt zu einem wachsenden Druck, auch noch die letzten Freiflächen der örtlichen Baulandreserve zu aktivieren, es droht sozusagen eine „Überverdichtung“.

 

Ein entspannteres Bild bieten die Leipziger Großwohnsiedlungen.

Diese werden in der Öffentlichkeit eher nicht oder zum Teil auch negativ wahrgenommen, was zum einen der Rückbaupolitik ab Ende der 1990er Jahre geschuldet ist, aber auch der Konzentration von Transferempfängern infolge des vergleichsweise günstigen Mietniveaus. Zu diesem Bild trägt auch die geringere Nutzungsdurchmischung bei, etwa in Bezug auf wohnungsnahe Arbeitsplätze. Insofern bieten die Großwohnsiedlungen ein vergleichsweise hohes noch auszunutzendes Potential, zudem gibt es hier Baulandreserven ohne die Gefahr einer Überverdichtung.

 Durch die vorwiegend homogenen Besitzverhältnisse dieser Wohnungsbestände in kommunaler (LWB) und genossenschaftlicher Hand, wäre ein gemeinsames Vorgehen für eine attraktive Stadt unter Einbeziehung der Eigentümer denkbar. Damit würde die soziale Wohnraumversorgung in attraktiven Stadtteilen wesentlich nachhaltiger ausgestaltet werden können. Eine stärkere Berücksichtigung und Förderung dieser Großwohnsiedlungen könnte ein wesentlicher Schlüssel sein, um den Wohnungsmarkt in Leipzig ausgeglichener zu gestalten und den hohen Nachfragedruck auf die sogenannten angesagten Stadtteile zu verringern.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2