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Vorlage - VII-Ifo-01352  

 
 
Betreff: Telefonische Elternberatung während der Corona-Pandemie
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Information zur Kenntnis
Jugendhilfeausschuss Information zur Kenntnis
06.07.2020 
Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis genommen   
FA Jugend, Schule und Demokratie Information zur Kenntnis
25.06.2020    FA Jugend und Schule      
03.09.2020    FA Jugend und Schule      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Die Information wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Stadt Leipzig

 

 

Zusammenfassung:

 

Bericht über die Elternhotline des Amtes für Jugend, Familie und Bildung während der Corona-Pandemie

 

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Entfällt.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Entfällt.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Entfällt.

 

III.  Strategische Ziele

 

Leipzig schafft soziale Stabilität.

 

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Im Zuge der Verbreitung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch entsprechende Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen der Sächsischen Staatsregierung stieg der Informations- und Beratungsbedarf der Bevölkerung. Gerade im Hinblick auf Themenbereiche Kinder und Familie war mit einem erhöhten Anfrageaufkommen zu rechnen. Um diesem gerecht zu werden, unterstützte das Amt für Jugend, Familie und Bildung in Absprache mit dem Hauptamt das Bürgertelefon mit einem eigenen Sammelanschluss.

 

2. Ausführliche Darstellung der Information

 

Grundsätzliches

 

Um das strategische Ziel, Leipzig schafft soziale Stabilität, zu erfüllen, ist es erforderlich, dass das Amt für Jugend, Familie und Bildung auch in Krisensituationen Ansprechpartner und Dienstleister für die Bevölkerung der Stadt Leipzig ist und gerade für junge Menschen und ihre Familien mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

Für das allgemeine, dauerhaft bestehende Bürgertelefon (0341 123-0) ergab sich aufgrund der Herausforderung der Corona-Pandemie die Notwendigkeit, dieses Serviceangebot der Stadt kurzfristig, organisatorisch und inhaltlich neu aufzustellen. Um den neuen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde durch den städtischen IT-Dienstleister ein Sprachdialogsystem implementiert, wodurch Anrufer durch ein elektronisches Sprachmenü zum passenden Anschluss geleitet wurden. Zu den thematischen Anschlüssen gehörte neben einer telefonischen Meldestelle des Gesundheitsamtes für Erkrankte bzw. Kontaktpersonen, ein Beratungstelefon zum Thema Corona (organisiert durch das Hauptamt) und dem regulären Bürgertelefon, auch eine „Eltern-Hotline“ des Amtes für Jugend, Familie und Bildung.

 

Zum Bürgertelefon des Amtes für Jugend, Familie und Bildung

 

Eingerichtet mit dem Ziel, Eltern in Zeiten von geschlossenen Kindertageseinrichtungen und Schulen mit individuellen Ratschlägen und Hilfestellung zur Erziehung zur Seite zu stehen, wurden von Anfang an alle Fragen, die die Anrufer assoziativ dem Thema „Kinder, Jugendliche und Familie“ zuordneten, von Mitarbeiter/-innen des Amtes entgegengenommen. Dabei kamen Fachkräfte aus den Bereichen Kindertagesbetreuung, Schulsozialarbeit und Jugendarbeit sowie erfahrende Verwaltungsmitarbeiter/-innen zum Einsatz.

 

Der sogenannte Sammelanschluss des Amtes für Jugend, Familie und Bildung bestand aus drei Telefonen, die äquivalent zum regulären Bürgertelefon von 8 bis 18 Uhr besetzt waren. Die Mitarbeiter arbeiteten in einem Zweischichtsystem von 7.30 bis 13.30 Uhr und von 12.30 bis 18.30 Uhr. Insgesamt waren 26 Mitarbeiter aus den Abteilungen Jugendhilfe (51.3), Bildung (51.7) und Kindertageseinrichtungen (51.8) tätig. Die organisatorische Leitung lag in der Abteilung Jugendhilfe.

 

Die „Eltern-Hotline“ war vom 25. März 2020 bis zum 15. Mai 2020 auf das Bürgertelefon aufgeschaltet und war bis auf ein Wochenende (8. und 9. Mai) zu den benannten Zeiten durchgehend täglich erreichbar. Zwischen dem 30. März und dem 15. Mai wurden dabei 3.969 Anrufe entgegengenommen. Das höchste Anrufaufkommen wurde am 4. Mai mit 208 Anrufen erfasst. Arbeitstäglich riefen durchschnittlich 123 Ratsuchende an; werden die Wochenende einbezogen riefen durchschnittlich täglich 88 Ratsuchende an.

 

 

Abbildung 1: Übersicht über die täglichen Anrufe bei der Beratungshotline

 

Wie der Übersicht über die täglichen Anrufe bei der Beratungshotline zu entnehmen ist, sind die Anrufzahlen zumeist nach der Ankündigung neuer Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen und den damit verbundenen Regelungen zu Schließungen bzw. Öffnungen von Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie eventuellen Notbetreuungsberechtigungen sprunghaft angestiegen. Diese Tendenz entspricht auch den Erfahrungen der anderen Anschlüsse des Bürgertelefons. Ebenso gleicht das Anrufverhalten an Wochenenden den Gewohnheiten der Bürger: Da außerhalb von Krisensituationen das Bürgertelefon am Wochenende und Feiertagen nicht besetzt ist, wurden hier durchschnittlich weniger als neun Anrufe pro Tag verzeichnet. Daran anschließend lässt sich für fast jede Woche der Höhepunkt der Anruferzahlen auf die jeweiligen Montage datieren.

 

 

Abbildung 2: Übersicht der Beratungsanliegen der Anrufer

 

Zusätzlich zur elektronischen Gesamtanrufzählung, erfassten die Mitarbeiter die Anrufe auch nach den inhaltlichen Anliegen der Anrufer. Dabei wird sichtbar, welches Themenspektrum bearbeitet wurde. Die Kategorien wurden anhand der erfassten Anrufe im Zeitraum vom 25. März bis zum 3. April gebildet und bei Bedarf ergänzt. Der Übersicht der Beratungsanliegen der Anrufer ist zu entnehmen, welchen Anteil die jeweiligen Themen an der Gesamtanrufzahl hatten. Grundlegend können die Kategorien „Kinder“ und „Finanzen“ dem Aufgabenbereich des Amtes für Jugend, Familie und Bildung zugeordnet werden. Diese machten zusammen 41,9 % aus. Wie bereits angedeutet, kamen die restlichen Anrufe durch die Assoziation mit den Themen Kinder und Familie. So ging es beispielsweise bei Anliegen an das Standesamt oftmals um die Meldung von Neugeborenen.

 

Durch die Bereitstellung von Informationsmaterial und das Anlegen einer amtsinternen Übersicht über häufige Fragen, so genannte FAQ, konnten diese Anliegen von den Mitarbeiter/-innen des Amtes für Jugend, Familie und Bildung auf sehr hohem Niveau und standardisiert bearbeitet werden.

 

Im Zuge erster Lockerungen, der Wiedereröffnung von Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie dem gestiegenen Wissensstand innerhalb der Bevölkerung nahmen die Anrufe zu Themen des Amtes für Jugend, Familie und Bildung ab. Gleichzeitig stieg der Bedarf der Mitarbeiter in ihren eigentlichen Tätigkeitsbereichen. Somit wurde die „Eltern-Hotline“ zum 15. Mai eingestellt.

 

Zusammenfassung und Ausblick

 

Die Unterstützung des Amtes für Jugend, Familie und Bildung wurde in der Stadtverwaltung, insbesondere im Hauptamt, äußerst positiv aufgenommen. Das interne Ziel, das allgemeine Bürgertelefon zu entlasten und Eltern und Familien durch die Corona-Pandemie gut zu begleiten, wurde voll umfänglich erreicht und das strategische Ziel kann vorerst ebenso als erfüllt angesehen werden.

 

In den Abstimmungsrunden der Teamleiter wurde sich auf die Möglichkeit einer punktuellen oder erneut dauerhaften Unterstützung durch das Amt für Jugend, Familie und Bildung verständigt. Bei etwaigen Krisen ist vergleichbares Angebot wieder schnell zu installieren.

 

 

Anlagen:

 

Keine.