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Vorlage - VII-DS-01211  

 
 
Betreff: Baubeschluss Ausbau Verwaltungsgebäude Röschenhof, Theodor-Heuss-Str. 43,
Einbau Operatives Zentrum Tierseuchen und abschließender Ausbau Dachgeschoss (Bestätigung überplanmäßiger Aufwendungen/Auszahlungen gem. § 79 (1) SächsGemO)

Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1.
2. Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Beschlussfassung
DB OBM - Vorabstimmung
FA Stadtentwicklung und Bau Information zur Kenntnis
22.09.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Finanzen Information zur Kenntnis
28.09.2020    FA Finanzen      
FA Umwelt, Klima und Ordnung Information zur Kenntnis
29.09.2020    FA Umwelt, Klima und Ordnung      
SBB Ost Information zur Kenntnis
30.09.2020 
SBB Ost      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1 - Nutzungskosten
Anlage 2 - Grundriss Untergeschoss
Anlage 3 - Grundriss Dachgeschoss

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschluss des Oberbürgermeisters vom 07.09.2020:

 

  1. Die Baumaßnahme wird realisiert (Baubeschluss gem. Hauptsatzung § 22 (2) Nr. 7 in der zurzeit gültigen Fassung)

 

  1. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 903.000 €. Der städtische Anteil beträgt 903.000 €.

 

  1. Die überplanmäßigen Auszahlungen gem. § 79 (1) SächsGemO i. H. v. 672.000 € im PSP-Element „Am Röschenhof“ (7.0000205.700) werden bestätigt.

 

Die Deckung i.H.v. 600.000 € im HHJ 2020 erfolgt aus dem PSP-Element "Einzahlungen investive SZW" (7.0000615.760, SK 6811 1000) sowie i.H.v. 72.000 € im HHJ 2020 aus dem PSP-Element "Sonstige allgemeine Finanzwirtschaft" (1.100.61.2.0.01, SK 4517 1100)

 

  1. Die überplanmäßigen Aufwendungen gem. § 79 (1) SächsGemO für die konsumtive Ausstattung im PSP-Element „Lebensmittelüberwachung“ (1.100.12.2.1.05) im Haushaltsjahr 2020 i.H.v. 30.000 € werden bestätigt.

Die Deckung i.H.v. 30.000 € im HHJ 2020 erfolgt "Sonstige allgemeine Finanzwirtschaft" (1.100.61.2.0.01, SK 4517 1100)

 

Die überplanmäßigen Auszahlungen gem. § 79 (1) SächsGemo für die investive Ausstattung im PSP-Element „Erwerb Betriebs- und Geschäftsausstattung“ (7.0000092.710) im Haushaltsjahr 2020 i.H.v. 70.000 € werden bestätigt.

Die Deckung i.H.v. 70.000 € im HHJ 2020 erfolgt "Sonstige allgemeine Finanzwirtschaft" (1.100.61.2.0.01, SK 4517 1100)

 

  1. Die ab dem HHJ 2022 anteilig anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 15.940 € sowie ab dem HHJ 2023 anfallenden Nutzungskosten i.H.v. 23.910 € werden innerhalb des Budgets des Fachamtes berücksichtigt.

 

Räumlicher Bezug:

Stadtteil Paunsdorf, Stadtbezirk Ost, LIGIS-ID: 013249 g 001

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

Mit dem Grundsatzbeschluss zur Finanzierung (Beschlussvorlage Nr. VI-DS-05632 vom 05.09.2018) wurde die Verwaltung beauftragt, im Kellergeschoss des Röschenhofs ein Operatives Zentrum Tierseuchen (OZ) sowie im Dachgeschoss zusätzliche Büroräume für das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt zu schaffen.

 

 


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

X

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

2020

 

 

 

 

 

30.000

 

 

1.100.12.2.1.05

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

2020

2020

 

 

 

672.000

70.000

 

 

7.0000205.700

7.0000092.710

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

x

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

2022 (anteilig)

2023

 

 

siehe Anlage 1, Tabelle 1

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

X

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

Die Notwendigkeit einer eilbedürftigen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

Die Notwendigkeit einer nichtöffentlichen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

III.  Strategische Ziele

Der Beschluss dient der Herstellung gesetzlich vorgeschriebener Bedingungen für die Tierseuchenbekämpfung und der Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit des Amtes durch Schaffung erforderlicher Büroarbeitsplätze.

 

 

 

 

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

1.1 Grundlagen / Beschlüsse

Der Röschenhof wurde als Rathaus von Paunsdorf 1911/12 errichtet. Von 1977 bis 2004 diente das Gebäude als städtisches Altenpflegeheim. Von 2008 bis 2010 wurde das Haus im EG, 1.OG und 2.OG zu einem verwaltungsgenutzten Gebäude umgebaut und saniert. Seitdem nutzt das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt die Räumlichkeiten. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurde das Dachgeschoss für den Ausbau vorbereitet und der Keller weitestgehend abgedichtet.

 

Grundlage für den weiteren Ausbau von Keller- und Dachgeschoss stellt der Grundsatz-beschluss zur Finanzierung, Beschlussvorlage Nr. VI-DS-05632 vom 05.09.2018, dar.

 

1.2 Ziel und Entwicklungskonzeption

Ziel ist die Einrichtung eines operativen Tierseuchenbekämpfungszentrums im Unter-geschoss sowie Schaffung weiterer Büroarbeitsplätze im Dachgeschoss.

 

Bei der Erstellung des Tierseuchenkrisenplans der Stadt Leipzig wurden mögliche Synergieeffekte hinsichtlich bereits im Gebäude vorhandener Räumlichkeiten und Daten-verarbeitungstechnik sowie vorhandener technischer Einrichtungen (hier Stiefelwäsche und Möglichkeit zur Reinigung und Desinfektion) im Keller berücksichtigt. Entsprechend bietet sich an, die Kellerräume des VLA baulich so zu ertüchtigen, so dass die Anforde-rungen an ein Tierseuchenbekämpfungszentrum auf lokaler Ebene erfüllt werden. Das Kellergeschoss eignet sich insbesondere wegen bestehender separater Zu- und Aus-gänge und der Anordnung der Räume. Zugangsbeschränkungen, Schwarz-Weiß-Trennung und Zwangsführung von Personen sind zu realisieren, ohne die sonstige Nutzung des Gebäudes wesentlich zu beeinflussen. Gleichzeitig ermöglichen die kurzen Wege (OZ und VLA in einem Haus) schnelles Reagieren und die Mitnutzung der Amts-ressourcen.

 

1.3 Beschreibung des IST-Zustandes

In das bisher für den Ausbau vorbereitete Dachgeschoss sollen weitere dringend benötigte Büroräume für das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt geschaffen werden.

 

Die bisher ungenutzten Kellerflächen sollen für ein operatives Tierseuchenbekämpfungs-zentrum umgebaut werden. Aufgrund der vorhandenen Raumreserven im Gebäude und der direkten Anbindung an die vorhandenen Büroräume, ist die Schaffung der Räumlich-keiten im Kellergeschoss des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes sehr gut geeignet.

 

1.4 Ableitung des Bedarfs

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Polen immer weiter Richtung Westen aus. Die letzten Nachweise bei Wildschweinen lagen nur zwölf Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Ein Einbruch der Seuche nach Sachsen ist wahrscheinlich.

Das Vorhandensein eines Operativen Zentrums Tierseuchen ist Voraussetzung, diese (und zukünftig andere) Tierseuchen effektiv bekämpfen zu können.

 

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind die räumlichen Kapazitäten im EG bis 2. OG des Röschenhofs sehr beengt für die Anzahl der Mitarbeiter. Um die beengte Raumsituation im Bestand aufzulösen, müssen weitere Büroräume geschaffen werden. Das Dachge-schoss wurde bereits im Rahmen der Nutzung des Gebäudes als städtisches Alten-pflegeheim genutzt und wird nun durch die Sanierungsmaßnahme zur Nutzung für Verwaltungszwecke umgebaut.

 

1.5 Notwendigkeit / Dringlichkeit der Baumaßnahme

Gemäß § 30 Abs. 2 Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) besteht die Verpflichtung zur Errichtung von Tierseuchenbekämpfungszentren um bei Ausbruch der Tierseuche unver-züglich einsatzbereit zu sein. § 10 Abs. 1 Sächsisches Ausführungsgesetz zum Tier-gesundheitsgesetz (SächsAGTierGesG) legt fest, dass bei den Behörden nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 (Veterinäramt) Tierseuchenbekämpfungszentren bestehen, die bei Verdacht oder Feststellung des Ausbruchs einer anzeigepflichtigen Tierseuche nach § 30 Abs. 2 TierGeG aktiviert werden.

 

Die Vorgaben zu Aufbau und Ausstattung lokaler Tierseuchenbekämpfungszentren gemäß Buchstabe E der VwV Landestierseuchenkrisenplan auf Ebene der kreisfreien Städte werden durch den Tierseuchenkrisenplan der Stadt Leipzig (TKPL), DA 06/2017 – Tierseuchenkrisenplan, umgesetzt.

 

Die im Grundsatzbeschluss erwähnten sechs zusätzlichen Büroarbeitsplätze für 2018 und HH 2019/2020 wurden bereits umgesetzt. Diese Büroarbeitsplätze sind temporär in den unteren Etagen untergebracht, jedoch sind die räumlichen Reserven damit komplett ausgeschöpft. Für Auszubildende und Praktikanten hat das VLA ebenfalls entsprechend städtischer Vorgaben Büroarbeitsplätze bereitzuhalten, was derzeit nur eingeschränkt möglich ist. Der Bedarf eines weiteren Personalaufwuchses ist bereits durch das VLA angemeldet. Für die direkte Abwicklung eines Seuchengeschehens, die Monate dauern wird, sind im Untergeschoss (OZ) vorübergehend Arbeitsplätze einzurichten (zusätzliches Personal wird dafür nicht benötigt.). Da die unteren Etagen bereits überbelegt sind und das VLA eines weiteren Personalzuwachses bedarf, werden die Büroarbeitsplätze im Dachgeschoss dringend benötigt.

 

1.6 Alternativlösungen

Mit der Entscheidung zum Ausbau des Röschenhofs gibt es keine Alternativen, siehe Grundsatzbeschluss.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 städtebauliche Einordnung

Der Röschenhof befindet sich im Osten von Leipzig, im Stadtteil Paunsdorf. Aufgrund der direkten Nähe zu einer Bus- und Straßenbahnhaltestelle ist das Gebäude durch den ÖPNV bereits sehr gut erreichbar. Durch die Anbindung zur Bundesstraße ist die regionale Erschließung von diesem Standort sehr gut.

 

2.2 Erläuterung der Planung

 

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

Das Gebäude ist medientechnisch komplett erschlossen.

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

Wesentliche Bauarbeiten im Kellergeschoss:

OZ: Die in der Vorlage enthaltene Möblierung wird als Möblierungsbeispiel gesehen, das noch der Konkretisierung bedarf. Im OZ sind Anschlüsse für Computer, Telefon sowie Steckdosen vorzusehen.

-       Partielle Bauwerksabdichtung

-       Absenkung des Fußbodens in den Schwarz-Weiß Bereichen

-       Einrichtung von Schwarz-Weiß Bereichen und Duschen

-       Partielle Auslegung von Boden- und Wandfliesen

-       Nachrüstung von Brandschutztüren

-       Erneuerung einzelner Fenster

-       Erneuerung einer Außentür

-       Montage Handlauf Kellertreppe

 

Wesentliche Bauarbeiten im Dachgeschoss:

-       Erneuerung Fenster, inkl. Verschattung

-       Erneuerung Fußbodenbelag

-       Ergänzung von F-30 Deckenverkleidungen

-       Denkmalgerechte Aufarbeitung der Bestandstüren

-       Nachrüstung Brandschutztüren

-       Erneuerung einiger Innentüren

-       Einbau von Toiletten

-       Drempel-Vorwandinstallation in einigen Büroräumen

 

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

Wesentliche Bauarbeiten im Kellergeschoss:

-       Errichtung der Sanitäranlagen

-       Verlegung der Grundleitungen entsprechend der neuen Nutzung

-       Installation neuer Hebeanlage

-       Ertüchtigung Ablauf am Fußpunkt des Kellerabgangs

-       Einbau einer hygrostatischen Lüftung

-       Herstellen einer Datendoppeldose

-       Installation Beleuchtung in neu geschaffenen Räumlichkeiten

 

Wesentliche Bauarbeiten im Dachgeschoss:

-       Errichtung der Sanitäranlagen

-       teilweiser Rückbau von nicht mehr genutzten Trinkwasserleitungen

-       Errichtung von automatischen Spüleinrichtungen am bestehenden Strangende zur Gewährleistung der Trinkwasserhygiene

-       Einrichten eines strukturierten Datennetzes

-       Installation Beleuchtung nach AMEV-Richtlinie und ASR

 

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

Die Ausstattung und die bewegliche Möblierung erfolgt entsprechend den baulichen Standards für Verwaltungsbauten der Stadt Leipzig sowie Abstimmungen mit dem Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt. Der Arbeits- und Sicherheitsdienst wurde in die Abstimmungen mit eingebunden.

 

2.3 Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Maßnahme

Mit dem operativen Tierseuchenzentrum im Kellergeschoss wird sichergestellt, dass bei Ausbruch von Seuchen schnell reagiert werden kann.

 

Durch den Ausbau des Dachgeschosses werden weitere dringend benötigte Arbeitsplätze für das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt geschaffen.

 

2.4 Eigentumsverhältnisse

Gemarkung

Paunsdorf

Paunsdorf

Flurstücksnummer

1411

1423

Flurstücksgröße in m²

279

2.206

Eigentum

Stadt Leipzig

Stadt Leipzig

 

2.5 Energiekonzept

Die allgemeinen Begriffe werden in der Anlage "Erläuterung zum Energiekonzept" definiert.

 

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:

Begründung z. B. nur Brandschutzmaßnahmen

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

 

Verwaltungsgebäude

Neubau

Erweiterungsneubau

Modernisierung (komplett), ohne Denkmalschutz

Modernisierung (komplett), mit Denkmalschutz

Teilmodernisierung Gebäudehülle

Teilmodernisierung einzelner Bauteile

Energetischer Standard / Energiekonzept:

 

Passivhaus

EnEV 2014 mit Passivhauskomponenten

EnEV 2014

Einhaltung des U-Wertes entspr. der Bauteilvorgaben der EnEV 2014, Anforderungen 2016

Nachweis der U-Werte (Angabe nur bei Modernisierung einzelner Bauteile):

 

Bauteil

Wärmedurchgangskoeffizient (U in W/m²·K)

     

Umax EnEV

Ist-Wert

Planung

Fenster

1,3

2,9 (Annahme)

1,04

     

     

     

     

Energetische Maßnahmen zu Technischen Anlagen (KG 400)

 

Wärmeerzeugung und -verteilung: Verbleibt im Bestand.

Warmwassererzeugung:  Verbleibt im Bestand.

Wasser/Abwasser:    Die Leitungsdämmung der neuen Anlagen erfolgt

nach EnEV.

Stark- und Schwachstrom:  Es werden Leuchten mit LED-Technik eingesetzt.

 

2.6 Barrierefreies Bauen

Das Keller- bis 3. Obergeschoss werden durch den vorhandenen Aufzug barrierefrei erschlossen. Aufgrund der baulichen Bestandssituation ist eine barrierefreie Zugänglichkeit der Räume im Dachgeschoss nicht möglich.

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Baubeginn

05/2021

Fertigstellung EG

05/2022

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Kostenermittlungsstufe

nach DIN 276 vom

Kostenberechnung

08.04.2020

 

Kostengruppe

Gesamt

100

Grundstück

0

200

Herrichten und Erschließung

0

300

Bauwerk - Baukonstruktionen

339.000

400

Bauwerk - Technische Anlagen

190.000

500

Außenanlagen

0

600

Ausstattung und Kunstwerke *

104.000

700

Baunebenkosten

270.000

Summe

903.000

Leistungserstattung des Amtes für
Gebäudemanagement fiktiv

81.000

Kostenangaben in Euro brutto, 19 % USt.

 

* Diese gliedern sich in konsumtive Erstausstattung / Einrichtungsgegenstände i.H. v. 30.000 €, eingeplant in PSP-Element 1.100.12.2.1.05 sowie investive Erstausstattung, Geräte, Desinfektion, Reinigung i.H.v. 4.000 € und Büroausstattung in Höhe von 60.000 € im PSP-Element 7.0000092.710. Die Ausstattungskosten setzen sich wie folgt zusammen: 70.000 € investive Ausstattungskosten setzen sich zusammen aus ca. 49.300 € für 22 Arbeitsplätze (Schreibtische, Schränke) + ca. 5.000 € für Küche + ca. 8.700 € für Archivschränke + 7.000 € Laborausstattung; 30T€ konsumtive Ausstattungskosten setzen sich zusammen aus ca. 25.000 € für 22 Arbeitsplätze (Bürostühle, Rollcontainer, Garderobenschränke) + ca. 5.000 € für Beratungsraum.

 

4.1 Finanzierungsplan

Die Maßnahme ist nicht förderfähig.

 

4.2 Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan

 

Angaben in € brutto

 

** Diese wurden gemäß Grundsatzbeschluss zur Finanzierung Ausbau Verwaltungsgebäude Röschenhof (Beschlussvorlage Nr. VI-DS-05632) i.H.v 127.000 € im PSP-Element „Am Röschenhof“ (7.0000205.700/ SK 78511000) und i.H.v. 4.000 € im PSP-Element „bewegliches AV Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt““ (7.0000092.710/ SK 78327400) bestätigt.

 

4.3 VgV-Betrachtung / Planungsbeteiligte

Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VOF geprüft.

Der maßgebliche Schwellenwert wird nicht erreicht.

 

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33 HOAI – LP 1-3

Ingenieur- und Planungsbüro Steffen Bonitz, Naumburger Str. 28, 04229 Leipzig

Objektplanung nach § 33 HOAI – LP 4-9

Winfried Endres Architekten,

Blümner Str. 25, 04229 Leipzig

Tragwerksplanung nach § 49

MLW Ingenieure Leipzig GmbH,

Wilhelm-Busch-Str. 4, 04357 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53

Eichhorn Glathe Schröder GmbH & Co. KG, Lützowstr. 11A, 04155 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53

B-Plan GmbH & Co. KG,

Karl-Liebknecht-Str. 19, 04107 Leipzig

 

4.4 Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt.

 

Die Maßnahme der Vorlage ist eine Modernisierung mit Flächenzuwachs (z. B. Ausbau KG oder DG).

 

Die Nutzungskosten sind in der Tabelle 1 ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2023

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

Bestandsgebäude, daher kostenneutral

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

23.910

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

10.038

 

Das Bauvorhaben geht voraussichtlich am 01.05.22 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

Bestandsgebäude, daher kostenneutral

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

15.940

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

6.692

 

4.5 Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

Ein Aufwandsvergleich ist nicht möglich aufgrund von Arbeiten in Teilbereichen des Gebäudes.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

Die Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den Stellenplan. Im Dachgeschoss werden dringend benötigte Büroräume für bereits vorhandenes Personal geschaffen, um die beengte Belegung in den anderen Etagen zu entflechten. Bei der Entscheidung zur Nutzung des „Röschenhof“ als Verwaltungsgebäude 2010 wurde von einer Nutzungsdauer von mindestens 30 Jahren ausgegangen. Auch eventuell zukünftig anstehender Personalzuwachs kann im Dachgeschoss untergebracht werden. Die im Operativen Zentrum vorgesehenen Arbeitsplätze werden nur temporär während einer Tierseuche genutzt.

 

6. Bürgerbeteiligung

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

7. Besonderheiten

keine

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

Bei Auftreten einer Tierseuche ist keine schnelle Reaktion und Handlungsfähigkeit des VLA gegeben. Dringend notwendige zusätzliche Mitarbeiter können nicht eingestellt werden, da keine adäquaten Arbeitsplätze bereitstehen.

 

Anlagen:

Anlage 1 - Nutzungskosten

Anlage 2 - Grundriss Kellergeschoss
Anlage 3 - Grundriss Dachgeschoss

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 - Nutzungskosten (72 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2 - Grundriss Untergeschoss (391 KB)    
Anlage 3 3 Anlage 3 - Grundriss Dachgeschoss (563 KB)