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Vorlage - VI-DS-03517-DS-04  

 
 
Betreff: 2. Änderung Bau- und Finanzierungsbeschluss zum Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über die Weiße Elster - Teilobjekt Brückenbau (Bestätigung gem. § 79 (1) SächsGemO)
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VI-DS-03517
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Bestätigung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
14.07.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Finanzen 1. Lesung
31.08.2020    FA Finanzen      
SBB Alt-West Anhörung
02.09.2020 
SBB Alt-West ungeändert beschlossen   
SBB Mitte Anhörung
         
03.09.2020 
SBB Mitte ungeändert beschlossen   
SBB Südwest Anhörung
07.09.2020 
SBB Südwest - Berufsbildungswerk Leipzig (BBW), Knautnaundorfer Str. 4, 04249 Leipzig, Besprechungsraum Cafeteria im Haus 2 ungeändert beschlossen   
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
08.09.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Finanzen 2. Lesung
14.09.2020    FA Finanzen      
Ratsversammlung Beschlussfassung
16.09.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig ungeändert beschlossen     

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die 2. Änderung zum Bau- und Finanzierungsbeschluss zum Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über die Weiße Elster wird bestätigt.

 

  1. Die Gesamtkosten für Planung und Bau erhöhen sich von 6.229.550 € um 700.000 € auf 6.929.550 €.

 

Die Deckung des Mehrbedarfes erfolgt innerhalb des Budgets des Verkehrs- und Tiefbauamtes i. H. v. 700.000 € im Jahr 2020.

 

3. Die Auszahlungen sind im PSP-Element „Plagwitzer Brücke“ (7.0001018.700) in den Haushaltsjahren wie folgt geplant:

 

bis 2016:      59.477,49 €

 2017: 2.279.972,51 €

 2018: 3.150.950,00 €

 2019:    420.150,00 €

 2020:    820.000,00 €

 

4. Die überplanmäßigen Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO für das Haushaltjahr 2020 i. H. v. 700.000,00 € im PSP-Element „Plagwitzer Brücke“ (7.0001018.700) werden bestätigt.

 

Die Deckung erfolgt aus den PSP-Elementen:

 

Folgemaßnahme CTL - TV Süd (7.0000501.700)   213.625,49 €

B2 neu, Br. Am Goth. Bad, Brandenburger Br. (7.0000908.705.007) 206.631,54 €

Antonienbrücke (7.0000529.705)      135.000,00 €

Landsberger Brücke (7.0001017.700)     144.742,97

 

5. Die Einzahlungen aus Landeszuweisungen werden im PSP-Element „Plagwitzer Brücke“ (7.0001018.700) in den Haushaltsjahren wie folgt vereinnahmt:

 

 2018:  1.104.340,50 €

 2019:  2.783.000,00 €

 2020:  1.586.436,91 €

 

Die Einzahlungen aus Landeszuweisungen erhöhen sich von 3.325.083 € um 2.148.694,41 € auf 5.473.777,41 €.

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Die Plagwitzer Brücke überquert die Weiße Elster am Übergang der Karl-Heine-Straße in die Käthe-Kollwitz-Straße auf der Stadtbezirksgrenze Südwest/Alt-West.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Mit Beschluss der Ratsversammlung vom 08.03.2017 (VI-DS-03517) wurde die Umsetzung der Maßnahme „Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über die Weiße Elster - Teilobjekt Brückenbau“ bestätigt. Die 1. Änderung wurde am 18.10.2017 beschlossen. Das Bauwerk befand sich in kritischem Zustand. Die Schäden beeinflussten die Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit. Der Neubau der Brücke war dringend notwendig.

 

Hauptursache für die Erhöhung der Baukosten waren veränderte Baugrundverhältnisse, die im Rahmen der Maßnahme festgestellt wurden.

 

 

 

 


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

X

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

2018

2020

5.473.777,41

7.0001018.705

 

Auszahlungen

2015

2015

2020

2017

6.730.550,00

199.000,00

7.0001018.700

7.0000582.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

X

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

X

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Es sind keine unterschiedlichen fachlichen Beurteilungen aufgetreten, die abgewogen werden müssen.

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

entfällt

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

entfällt

 

III.  Strategische Ziele

 

entfällt

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Im Rahmen des Ersatzneubaus der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über die Weiße Elster war es zur abschließenden Umsetzung des Bau- und Finanzierungsbeschlusses notwendig umfangreiche Zusatzleistungen zu beauftragen, deren Erbringung durch das beauftragte Bauunternehmen im Ergebnis zu Mehrkosten führen.

 

2. Beschreibung der Maßnahmen/Begründung der Mehrkosten

 

2.1   Änderung Baugrundverhältnisse (ca. 580.000,00 €)

 

Ab Oktober 2018 wurden Spundungsarbeiten für die Herstellung des landseitigen Spundwandkastens ausgeführt. Als Spundwandkasten bezeichnet man eine von Spundwänden umgebene Baugrube, die Arbeiten unter dem Grundwasserstand ermöglichen soll. Im Rahmen dieser Baumaßnahme sollten im Schutz der Spundwandkästen die neuen Brückenwiderlager geschalt und betoniert werden.

 

Während der Rammarbeiten unmittelbar neben dem Bestandsbauwerk ist die mit dieser Leistung beauftragte Baufirma auf Rammhindernisse gestoßen, die das Einbringen von Spundwänden unmöglich machten. Die den Spezialtiefbau betreffenden Arbeiten mussten zu einem überwiegenden Teil geändert werden. Aufgrund der Rammhindernisse im Baugrund (alte Holzpfähle, Flügelwände alter Brücken aus Naturstein, eine alte Wehrschwelle) war es notwendig Bodenaustauschbohrungen zu veranlassen. Die Rammhindernisse mussten ausgebohrt und die entstandenen Hohlräume mit einem kiesigen und rammbaren Ersatzmaterial aufgefüllt werden. Anschließend war durch das neue Bodenmaterial das Rammen der Spundwände an der geplanten Stelle möglich.

 

In Folge des neuen Bodenmaterials änderte sich das statische System, so dass die neu einzubringenden Spundbohlen länger werden mussten als planmäßig vorgesehen. Als problematisch erwies sich dabei, dass durch den nun anstehenden kiesigen Boden anstelle des erkundeten bindigen Materials vermehrt Wasser an den Spundwänden anstehen konnte. Eine nachträgliche Schlossabdichtung der Spundwände war erforderlich, um massiven Wassereintritt in die Spundwandkästen und die Ausspülung von feinsten Bestandteilen des anstehenden Bodens zu verhindern. Es hätte hier im Nachhinein durch die Änderung der Bodensieblinien zu Grundbrüchen und Setzungen des Bodens im Straßenbereich kommen können.

 

Der Umfang der für die Auswahl der Gründungsvariante maßgeblichen Baugrunduntersuchung entsprach in Bezug auf die Untersuchungsabstände und -tiefe den Empfehlungen der DIN EN (1997-2./Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds). Im Zuge der Baugrunduntersuchung wurden im April 2014 beidseitig der geplanten Brückenwiderlager je 2 Trockenkernbohrungen bis 20,0 m unter OK Gelände abgeteuft. Bei einer DIN-konformen Baugrunduntersuchung wird weniger als 1 % des Baugrundes durch Baugrundaufschlüsse erkundet und auf die Gesamtbaufläche interpoliert. Kleinräumige Änderungen im Baugrund werden in der Fachliteratur als sogenanntes Baugrundrisiko bezeichnet. Im Besonderen in über Jahrhunderte bebauten Stadtgebieten können Änderungen im Baugrund nicht ausgeschlossen werden. Bei der Spezifizierung der ausgelegten Bohrkerne waren keine Hinweise auf eine vorhandene Tiefgründung mit Holzpfählen sichtbar. In den verfügbaren Bestandsunterlagen zur Plagwitzer Brücke gab es ebenfalls keine Angaben zu einer vorhandenen Holzpfahlgründung. Die Trockenkernbohrungen mussten entsprechend des Leitungsbestandes (Gashochdruckleitungen usw.) und der Vorgabe der Straßenverkehrsbehörde (keine Vollsperrung der Straße) seitlich der Bestandsbrückenwiderlager in den Gehwegbereichen durchgeführt werden.

 

Die Austauschbohrungen waren in allen Achsen der beiden Widerlagerspundwandkästen notwendig. Bei den wasserseitigen Ausbohrungen kam es zu Erschwernissen gegenüber der Bohrung auf der Landseite. Durch den Lasteintrag des schweren Bohrgerätes gab es feststellbare Lageveränderungen den uferseitig vorhandenen Brückenflügeln in Richtung Weiße Elster. Diese sollten als temporärer Baubehelf (Stützwand) zwischen Wasserspiegel und Bohrebene fungieren. Deshalb war es notwendig die abgegangenen Flügel mittels grober Steinschüttung im Wasser als Kolkschutz und im oberen Bereich als Mineralgemischsteinschüttung zu sichern, um die Bohr- und Spundungsarbeiten sicher ausführen zu können.

 

Um die durch die zusätzlichen Leistungen drohenden Bauverzögerungen zu kompensieren wurde durch das Fachamt entschieden, einen zweiten Bohrkomplex anliefern zu lassen, damit an beiden Widerlagern parallel gearbeitet werden kann.

 

Durch dennoch entstandenen Bauverzug konnten die Verbundfertigteilträger (VFT) des Brückenüberbaus nicht wie geplant montiert werden. Es kam zu längeren Lagerzeiten und höheren erforderlichen Lagerkapazitäten der Stahlträger im Herstellerwerk.

 

2.2   Änderung Verwaltungsvorschrift (ca. 10.000 €)

 

Aufgrund einer geänderten Verwaltungsvorschrift zum Straßenverkehr konnten die VFT- Träger nicht wie geplant in zwei, sondern verlangsamt in drei Tagen montiert werden.

 

Ursprünglich war vom Bauunternehmen kalkuliert, dass alle Schwerlastfahrzeuge ohne unterwegs Standzeiten zu haben an zwei Tagen (einmal 7 und einmal 8 Träger) direkt zum Montageplatz fahren können.

Vor dem Hintergrund des Inkrafttretens einer neuen Verwaltungsvorschrift im Februar 2019, also deutlich nach Bauvertragsabschluss, ist es der Polizeibehörde nun möglich in Anlehnung an ihre personellen Möglichkeiten zusätzliche und/oder neue Forderungen an den Spediteur zu stellen. In Bezug auf die Brückenbaumaßnahme wurde durch die Polizei wegen der knappen personellen Ausstattung zur Begleitung der Schwertransporte festgelegt, dass pro Nacht maximal fünf Schwertransporte (5 Träger) gefahren werden dürfen.

Die daraus resultierenden verlängerten Vorhaltekosten für die Schwertransporte und Hebegräte waren durch die Stadt Leipzig entsprechend zu übernehmen.

 

2.3   Bodenentsorgung (ca. 75.000,00 €)

 

Im Rahmen der während der Planungsphase stattgefundenen Baugrunduntersuchungen wurden die auszubauenden Böden durch Deklarationsanalysen auf ihren Schadstoffgehalt und damit in Verbindung hinsichtlich ihrer späteren Wiederverwendungsfähigkeit untersucht. Die untersuchten Böden wurden gemäß Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) in von den festgestellten Schadstoffhöchstwerten abhängigen Kategorien/Einbauklassen Z0 bis Z5 unterteilt, wobei Z0 die Gruppe mit der geringsten Belastung und daher freiesten, breitesten Verwertbarkeit ist. Die als Ergebnis des Baugrundgutachtens von 2014 festgestellten Einbauklassen lagen im Bereich von Z 1.2, so dass die ausgebauten Böden ohne Bedenken wiederverwendet werden hätten können. Dieses Ergebnis wurde Grundlage des mit der Baufirma geschlossenen Bauvertrages.

 

In der Bauphase müssen die Böden erneut untersucht werden, da die für die weitere Verwendung des Bodens entscheidenden Deklarationsanalysen nicht älter als 3 Monate sein dürfen. Der hierbei festgestellte Wert für die Einbauklasse betrug teilweise >Z2, so dass die betroffenen Böden nicht wiedereingebaut werden konnten und entsorgt werden mussten. Ursache hierfür ist wahrscheinlich die Mischprobenentnahme an den augenscheinlich schadstoffbelasteten Stellen an offenliegenden Haufwerken inhomogener Böden im Gegensatz zur Beprobung von Bohrkernentnahmen im Rahmen der Baugrunduntersuchungen. Durch die Entsorgung und den Zukauf neuer Bodenmaterialien sind zusätzliche Kosten entstanden.

 

2.4   Fahrbelag Behelfsbrücke (ca. 30.000,00 €)


Die vertraglich vereinbarte Bauleistung musste infolge von massiven Bürgerbeschwerden geändert werden. Die von Fußgängern und Radfahrern benutzten Behelfe „aufgeständerter Geh- und Radweg sowie die Behelfsbrücke“ hatten planmäßig eine Geh-/Fahrbahn aus vorkonfektionierten Systemgerüstbohlen aus Aluminium. In Benutzung erwiesen sich diese Bohlen wegen der Geräuschentwicklung (klappern), wegen der Neigung zur Spaltbildung zwischen den Bohlen und wegen mangelnder Rutschhemmung als ungeeignet, so dass es erforderlich war, eine Belagsergänzung mittels lastverteilender Holzplatten mit wasserstoppender Abdichtung und einem rutschhemmenden Belag aus Kunstrasen zu veranlassen.

 

2.5   Bereitschaftsdienst (ca. 5.000,00 €)

 

Gemäß Aufforderung der Polizeidirektion Leipzig im Rahmen einer Begehung war es erforderlich, eine 24-Stunden-Bereitschaft für die sofortige Reparatur der Beleuchtungsanlage der Behelfsbrücke zu beauftragen. Nach Aussage der Polizei war erfahrungsgemäß mit einem erhöhten Vandalismus Aufkommen bei niedrig verbauten Beleuchtungsanlagen zu rechnen. Eine Reparatur erst am nächsten Tag wäre bei dem im Bereich der Baustelle als hoch einzuschätzenden Verkehrsaufkommen unzumutbar gewesen. Deshalb wurde ein Bereitschaftsdienst beauftragt und die Telefonnummer beim Dispatcher der Stadtbeleuchtung Leipzig und der Leitstelle der Polizei hinterlegt, die eine sofortige Auftragsauslösung und Reparatur im Schadensfall beauftragen konnten.

 

Die zusätzlichen Leistungen waren im Rahmen der Planungsphase für das beauftragte Planungsbüro nicht erkennbar und konnten deshalb nicht im beschlossenen Bau- und Finanzierungsbeschluss berücksichtigt werden.

 

3. Realisierungs-/Zeithorizont

 

Die zusätzlichen Bauleistungen wurden im Rahmen der Baudurchführung bereits erbracht.

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Die Gesamtkosten betragen 6.929.550,00 €.

 

Weitere Mehrkostenanzeigen infolge des gestörten Bauablaufs liegen vor, sind aber derzeit seitens der Baufirma noch nicht monetär untersetzt. Ein entsprechendes Nachtragsangebot wurde zum Ende der Baumaßnahme angekündigt.

 

Bisher gem. Bau- und Finanzierungsbeschluss Nr. VI-DS-03517 vom 08.03.2017:

 

 

in €

Gesamt

bis 2015

Jahr 2016

Jahr 2017

Jahr 2018

Auszahlung Baumaßnahme

 

  7.0001018.700 (Bau)

  davon Plan

  davon Erm. Vorjahr

 

7.0000582.700 (Planung)

  davon Plan

  davon Erm. Vorjahr

4.531.200

 

4.288.000

 

 

 

243.200

55.700

 

 

0

0

 

 

55.700

0

1.581.300

 

 

1.246.550

251.750

 

 

83.000

0

52.500

 

 

0

0

 

 

52.500

0

2.841.700

 

 

2.789.700

0

 

 

52.000

0

 

Zuwendungsfähige Kosten

 

 

3.888.986

 

 

 

 

Einnahme Fördermittel

7.0001018.705 Einzahlung

 

3.325.083

 

 

 

3.325.083

Stadtanteil

 

1.206.117

55.700

1.581.300

52.500

-483.383

Verpflichtungsermächtigung

(VE)

 

 

 

 

 

2.789.700

VE wirksam in

 

 

 

 

2.789.700

 

1. Änderung Bau- und Finanzierungsbeschluss Nr. VI-DS-03517-DS-02 vom 18.10.2017:

 

in €

Gesamt

bis 2015

Jahr 2016

Jahr 2017

Jahr 2018

Jahr 2019

Jahr 2020

Auszahlung

Baumaßnahme

 

  7.0001018.700

  (Bau)

  davon Plan

  davon Erm.

  Vorjahr

 

  7.0000582.700

  (Planung)

 

6.229.550,00

 

 

6.030.550,00

 

4.543.477,49

1.487.072,51

 

 

199.000,00

117.232,29

 

 

 

 

48.232,29

 

 

 

69.000,00

 

 

111.245,20

 

 

 

 

11.245,20

 

 

 

100.00,00

2.309.972,51

 

 

 

 

792.900,00

1.487.072,51

 

 

30.000,00

 

 

3.150.950,00

 

 

 

 

3.150.950,00

 

 

420.150,00

 

 

 

 

420.150,00

120.000,00

 

 

 

 

120.000,00

 

Neu: 2. Änderung Bau- und Finanzierungsbeschluss Nr. VI-DS-03517-DS-04

 

in €

Gesamt

bis 2015

Jahr 2016

Jahr 2017

Jahr 2018

Jahr 2019

Jahr 2020

Auszahlung

Baumaßnahme

 

  7.0001018.700

  (Bau)

  davon Plan

  davon Erm.

  Vorjahr

 

  7.0000582.700

  (Planung)

 

6.929.550,00

 

 

6.730.550,00

 

5.243.477,49

1.487.072,51

 

 

199.000,00

117.232,29

 

 

 

 

48.232,29

 

 

 

69.000,00

 

 

111.245,20

 

 

 

 

11.245,20

 

 

 

100.00,00

2.309.972,51

 

 

 

 

792.900,00

1.487.072,51

 

 

30.000,00

 

 

3.150.950,00

 

 

 

 

3.150.950,00

 

 

420.150,00

 

 

 

 

420.150,00

820.000,00

 

 

 

 

820.000,00

Einnahme Fördermittel

  7.0001018.705

  Einzahlung

 

5.473.777,41

 

 

 

1.104.340,50

2.783.000,00

1.586.436,91

 

Die Fördermittel unterliegen einer Zweckbindung. Die Mehrerträge resultieren aus im Vergleich zum ersten Fördermittelantrag (basierend auf Kostenschätzung nach Entwurfsplanung) erhöhten Kosten, die begründet und der Maßnahme zuzuordnen sind. Der Fördersatz bleibt dabei unverändert.

 

Mehraufwendungen infolge der Bewirtschaftung der Plagwitzer Brücke werden innerhalb des Budgets im Verkehrs- und Tiefbauamt finanziert.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

entfällt

 

6. Bürgerbeteiligung

 

entfällt

 

7. Besonderheiten

 

entfällt

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Bei Nichtbeschluss können in absehbarer Zeit offene Forderungen der vertraglich gebundenen Auftragnehmer nicht mehr beglichen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Stammbaum:
VI-DS-03517   Bau- und Finanzierungsbeschluss zum Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über die Weiße Elster - Teilobjekt Brückenbau   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage
VI-DS-03517-DS-02   1. Änderung zum Bau- und Finanzierungsbeschluss für den Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke und Bestätigung einer überplanmäßigen Auszahlung nach § 79 SächsGemO für 2017 und 2018   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage
VI-DS-03517-DS-04   2. Änderung Bau- und Finanzierungsbeschluss zum Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über die Weiße Elster - Teilobjekt Brückenbau (Bestätigung gem. § 79 (1) SächsGemO)   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage