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Vorlage - VII-DS-01168  

 
 
Betreff: Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung der Stadt Leipzig
Anlass: Verwaltungshandeln
Status:öffentlich (Vorlage rückverwiesen)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Schule und Demokratie
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
07.12.2020    Dienstberatung des Oberbürgermeisters      
DB OBM - Vorabstimmung Bestätigung
gemeinsames Gremium SBB/OR
21.01.2021 
gemeinsames Gremium SBB/OR - Sonderthema Kita (offen)     
SBB West Vorberatung
25.01.2021 
SBB West ungeändert beschlossen   
SBB Südost Vorberatung
02.02.2021 
SBB Südost - Videokonferenz      
SBB Nordost Vorberatung
SBB Süd Vorberatung
27.01.2021 
SBB Süd vertagt     
FA Jugend, Schule und Demokratie Vorberatung
07.01.2021    FA Jugend, Schule und Demokratie      
SBB Nord Vorberatung
28.01.2021 
SBB Nord      
SBB Nordwest Vorberatung
04.02.2021    SBB Nordwest - Videokonferenz      
Jugendparlament Vorberatung
11.01.2021 
Jugendparlament (offen)   
SBB Südwest Vorberatung
01.02.2021 
SBB Südwest      
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
11.01.2021 
Jugendhilfeausschuss (offen)   
25.01.2021 
Jugendhilfeausschuss      
SBB Ost Vorberatung
03.02.2021 
SBB Ost      
SBB Alt-West Vorberatung
03.02.2021 
SBB Alt-West      
SBB Mitte Vorberatung
04.02.2021 
SBB Mitte      
FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt Vorberatung
18.01.2021    FA Soziales, Gesundheit und Vielfalt - Videokonferenz      
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
VII-DS-01168_Anlage1_Integrierte KJHP_17.11.20
Anlage2_Arbeitsprogrammm IKJHP_24.11.2020

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung der Stadt Leipzig für die Jahre 2020 bis 2025 (Anlage 1) sowie das Arbeitsprogramm zur Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung (Anlage 2) werden beschlossen.
  2. Die Planung wird gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft evaluiert. Hierfür wird ab dem vierten Quartal 2021 dem Jugendhilfeausschuss zweijährlich berichtet.

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Stadt Leipzig

 

Zusammenfassung:

 

Die Vorlage stellt die Jugendhilfeplanung der Stadt Leipzig im Sinne von § 80 SGB VIII dar. Für die Leistungsbereiche Frühkindliche Bildung, Kinder- und Jugendförderung, Erziehungs- und Familienberatung, Hilfen zur Erziehung und Schulische Bildung erfolgte eine integrierte Planung, die gemeinsame Herausforderungen benennt und strategische Ziele sowie eine Maßnahmeplanung vorgibt.

 

Darüber hinaus setzt die Vorlage die Ratsbeschlüsse zur Bedarfserfassung der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (VII-A-01017-NF-03) und zur Gesamtstrategie zur Prävention armutsbedingter Folge (VII-A-00966-NF-02) um.

 

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften  - § 80 SGB VIII

Stadtratsbeschluss – VII-A-01017-NF-03 Offene Freizeittreffs in Leipzig und VII-A-00966 Leipzig bekämpft Kinderarmut – für eine Leipziger Kindercharta

Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

entfällt

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

entfällt

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

entfällt

 

III.  Strategische Ziele

Mit der vorliegenden Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung wird das Ziel verfolgt, die Lebensqualität für jungen Menschen und deren Familien in Leipzig nachhaltig zu verbessern. Mit einem sinnstiftenden, wertevermittelnden und persönlichkeitsfördernden Freizeit-, Kultur- und Sportangebot, welches den Lebenswelten junger Menschen entspricht sowie spezifischen individuellen Hilfsangeboten soll jungen Menschen in Leipzig Teilhabe ermöglicht und Chancengerechtigkeit gewahrt werden.

 

Die Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung zielt direkt auf Chancengerechtigkeit und gemeinschaftliche Quartiersentwicklung in Leipzig ab. Mit unseren Partnern der Stadtentwicklung und -planung werden Zukunftskonzepte der sozialen Infrastruktur entwickelt, die sowohl in den konkreten Sozialraum als auch stadtweit von Bedeutung sind und den Menschen soziale Stabilität und Wohlbefinden ermöglichen. In diesem Zusammenhang steht die Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung auch direkt in Abstimmung mit der Schulentwicklungsplanung und der langfristigen Infrastrukturplanung im Bereich der Kindertagesstätten.

 

Die Vorlage steht zudem in direktem sozialräumlichen Bezug zu den fachübergreifenden Schwerpunktgebieten bzw. der Ortsteilstrategie des INSEK, Teil B, S. 21-51 (Nr. VI-DS-04159). Die in der Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung identifizierten Schwerpunkträume und Aufmerksamkeitsgebiete sind nahezu deckungsgleich mit den im INSEK ausgewiesenen Schwerpunktgebieten.

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

Anlass der Erarbeitung einer Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung war die im Jahr 2017 geplante Reform des SGB VIII und die Beachtung der Konsequenzen für die inhaltliche Arbeit und Arbeitsorganisation der Kinder- und Jugendhilfe in Leipzig. Darüber hinaus stand die Fortschreibung von drei für die Jugendhilfe relevanten Teilfachplanungen und die Notwendigkeit der Verschneidung und Vernetzung der Inhalte, Methoden und der strategischen Ausrichtung dieser Teilfachplanungen an.

 

Mit den inhaltlichen und räumlichen Vorgaben des INSEK ist zugleich ein integrierter Handlungs- und Planungsansatz auch für die Kinder- und Jugendhilfe gefordert.

Aus diesen Gründen beauftragte der Jugendhilfeausschuss der Stadt Leipzig im Mai 2017 die Verwaltung mit der Erarbeitung einer Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

Ausgehend von der Bilanzierung der bisherigen Teilfachpläne und einer Analyse der aktuellen Rahmenbedingungen wurden in einem ersten Schritt zentraler Herausforderungen und strategische Ziele für alle Leistungsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe in Leipzig erarbeitet.

In einem zweiten Schritt wurden für alle Leistungsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe Teilfachplanungen erarbeitet, die die fachlichen, methodischen und strukturellen Rahmenbedingungen für die Leistungsbereiche Hilfen zur Erziehung, Kinder- und Jugendförderung, Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung, Schulische Bildung und Erziehungs- und Familienberatung definieren.

Um die einzelnen Leistungsbereiche zueinander in Beziehung setzen zu können wurden in einem dritten Schritt Synergien identifiziert und beschrieben.

Anschließend wurden gemeinsam mit den Trägern der freien Jugendhilfe und weiteren Partnern aus Verwaltung und angrenzenden Bereichen (z. B. Schule) Maßnahmen konzipiert, die im anstehenden Planungszeitraum - hier fünf Jahre - sowohl in der gesamten Stadt als auch in den Schwerpunkträumen der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden sollen.

Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung der Maßnahmen wurde auf die frühkindliche Präventionsarbeit mit dem Ziel des Abbaus herkunftsbedingter Benachteiligungen gelegt. Um die Folgen materieller Armut präventiv und wirksam begegnen zu können, setzen diese Maßnahmen frühzeitig an, um zur Stärkung individueller Bildungsbiografien und zur Stärkung der Regelsysteme im frühkindlichen und im schulischen Bereich beizutragen. Da in Deutschland familiale und sozioökonomische Verhältnisse eng mit der Bildungsbeteiligung und dem Kompetenzerwerb junger Menschen zusammenhängen und materielle Armut dabei einen großen Risikofaktor für die Gesundheit, die körperliche Verfassung, die Sozialisation und die Bildungsbiografie junger Menschen darstellt, besitzt die Förderung von Maßnahmen zur Erhöhung der Zukunfts- und Bildungschancen sowie der Bearbeitung der Folgen von Kinderarmut in der Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung oberste Priorität.

 

Die Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung mit ihrem Arbeitsprogramm versteht sich somit als eine städtische Gesamtstrategie, um Folgen von Armut im Kindes- und Jugendalter präventiv und wirksam begegnen zu können. Sie fügt sich mit ihrer sozialräumlichen Orientierung und ihrer strategischen Ziel-stellung in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept „Leipzig 2030“ (INSEK) ein und trägt zur Verbesserung von individuellen Lebensläufen und zur Stärkung der Einrichtungen, insbesondere in den Schwerpunkträumen bei. Damit wird sie dem Ratsbeschluss „VII-A-00966 Leipzig bekämpft aktiv Kinderarmut - für eine Leipziger Kindercharta“ gerecht.

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

Die Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung hat einen Planungshorizont von zunächst 5 Jahren (2020 bis 2025) und wird von der HTWK evaluiert. Ab dem Jahr 2021 ist vereinbart, die Ergebnisse der Rahmenplanung alle zwei Jahre im Jugendhilfeausschuss zu präsentieren und zum Diskussionsgegenstand zu machen.

 

4. Finanzielle Auswirkungen

Die vorliegende Planung ist eine inhaltliche Planung und beschreibt strategische Ziele und ein methodisches Vorgehen. Sie zieht daher direkt keine finanziellen Auswirkungen nach sich.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

entfällt

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

Die Beteiligungsformate bei der Erarbeitung der Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung sind und waren vielfältig und erreichen unterschiedliche Zielgruppen.

 

Die Betroffenenbeteiligung zur Umsetzung der Planung und des Beschlusses zur Kindercharta, also die Beteiligung junger Menschen und deren Familien, erfolgt z. B. über normierte Verfahren, aber auch in offener Diskussion zum Beispiel mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Diskussionsforen (z. B. Kindergerechte Kommune) oder speziellen thematischen Formaten (Runde Tische, Jugendparlament, StadtSchülerRat).

 

Die Ergebnisse werden in die Konzepterstellung der Leistungserbringer aufgenommen und umgesetzt.

 

7. Besonderheiten

entfällt

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

Bei Nichtbeschluss fehlt den Leistungserbringern der Kinder- und Jugendhilfe eine strategische Ausrichtung und Orientierung für die Entwicklung ihrer Leistungsangebote und Maßnahmen. Ein bedarfskonformes Vorhalten von Leistungen für jungen Menschen und deren Familien ist nicht gewährleistet. Die Intentionen des INSEK sind nicht umsetzbar.

 

Anlage – in ALLRIS einsehbar:

Anlage 1 Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung

Anlage 2  Arbeitsprogramm zur Integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 VII-DS-01168_Anlage1_Integrierte KJHP_17.11.20 (19158 KB)    
Anlage 8 2 Anlage2_Arbeitsprogrammm IKJHP_24.11.2020 (858 KB)