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Vorlage - VII-F-01131-AW-01  

 
 
Betreff: Umgang mit Schenkungen an und eingelagerter Kunst aus Privatbesitz in Museen der Stadt Leipzig
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VII-F-01131
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Frage 1: Bestehen für die Stadt Leipzig verbindliche Richtlinien, Vereinbarungen oder anderweitig relevante Regularien, welche den Umgang öffentlicher Museen mit privaten Schenkungen betreffen, und falls ja, um welche handelt es sich?

 

Antwort

Die Richtlinien der Stadt Leipzig zu Schenkungen sind grundlegend in der Dienstanweisung DA 14/2019 vom 3.6.2019 festgelegt. Jedes Schenkungsangebot wird danach sorgsam geprüft und bewertet.

 

 

Frage 2: Ist es nach Kenntnis der Stadt Leipzig üblich, dass Kunstwerke privater Sammler in den Depots der öffentlichen Museen ohne vorangegangene Schenkung „zwischengelagert“ werden, und falls ja, welche weiteren Fälle sind der Verwaltung bekannt?

 

Antwort

In den städtischen Museen werden Werke sowohl privater wie öffentlicher Sammler als Dauerleihgaben in den Sammlungsbeständen betreut oder bis zur endgültigen Übereignung zwischengelagert. Die Zweckbestimmung ist eine Verfügbarkeit und Nutzung dieser Werke im Rahmen der Kultur- und Bildungsaufgaben der Museen.

 

 

Frage 3: Inwieweit kommen im Rahmen solcher „Zwischenlagerungen“ schriftliche Abmachungen, Leihverträge o. ä. zur Anwendung und was ist der Stadt Leipzig über den Inhalt entsprechender Vereinbarungen bekannt?

 

Antwort

Zwischenlagerungen sind nur mit einer vertraglichen Regelung möglich, beispielsweise mit einer Übereignungserklärung, die vom Stadtrat bestätigt wird.

Dauerleihgaben werden immer vertraglich vereinbart und in ein gesondert zu führendes Leihgabenverzeichnis aufgenommen sowie nach üblichen Grundsätzen inventarisiert. Gerade weil es sich bei Dauerleihgaben um langfristige Entscheidungen und Festlegungen handelt, kommt der Vertragsgestaltung eine herausragende Bedeutung zu und die Rechtssicherheit wird vom Rechtsamt geprüft. Eine solide vertragliche Basis ist Grundlage für das Gelingen der Kooperation zwischen Eigentümer und Museum.

Schenkungsverträge werden grundsätzlich in Abstimmung mit dem Rechtsamt ausgearbeitet und geprüft.

 

Frage 4: Durch welche Maßnahmen ließe sich der Verlust von Kunstobjekten (z. B. aufgrund der Rücknahme durch die mutmaßlichen Stifter - wie im oben dargestellten Fall) für die Museen und Sammlungen in Trägerschaft der Stadt Leipzig künftig vermeiden?

 

Antwort

Es gelten für alle Dauerleihgaben, Leihgaben und Schenkungen die Richtlinien der Stadt Leipzig, welche durch das Rechtsamt ausgearbeitet und geprüft sind. Diese werden strikt angewendet und in jedem Fall vom Stadtrat bestätigt.

 

Die Frage oben kann aber nicht in allgemeiner Form für künftig Eintretendes beantwortet werden.

 

 

Stammbaum:
VII-F-01131   Umgang mit Schenkungen an und eingelagerter Kunst aus Privatbesitz in Museen der Stadt Leipzig   Geschäftsstelle der AfD-Fraktion   Anfrage
VII-F-01131-AW-01   Umgang mit Schenkungen an und eingelagerter Kunst aus Privatbesitz in Museen der Stadt Leipzig   41 Kulturamt   schriftliche Antwort zur Anfrage