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Vorlage - VII-DS-01124  

 
 
Betreff: Schulnamensgebung für die Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
DB OBM - Vorabstimmung
SBB Südwest Anhörung
08.06.2020 
SBB Südwest - Videokonferenz/Stadtbüro ungeändert beschlossen   
FA Jugend, Schule und Demokratie 1. Lesung
14.05.2020    FA Jugend und Schule      
Ratsversammlung Beschlussfassung
10.06.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
17.06.2020 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 10.06.2020, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
08.07.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage_1_Antrag auf Namensänderung 5.03.2020
Anlage_2_Protokoll Schulkonferenz 25.06.2029
Anlage_3_Protokoll_Steuergruppe.docx
Anlage_4_Artikel_LVZ_16._09._2019.docx
Anlage_5_Beispiel_einer_Unterrichtsstunde.docx
Anlage_6 Fragebogen_Wir_suchen_einen_neuen_Schulnamen.docx
Anlage_7_Tag_der_offenen_Tür.docx
Anlage_8_SBB_Südwest_Mail_vom_31.03.2020
Anlage_9_E-Mail_Amt_für Stadtgrün_und_Gewässer.docx
Anlage_10_Schreiben_Pro_Leipzig_e.V

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Ratsversammlung stimmt gemäß der Richtlinie zur Schulnamensgebung (DS-00226/14) der Schulnamensänderung für die Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig zu.

 

  1. Die Schule trägt ab dem 01.08.2020 den Schulnamen „Schule am Grünen Gleis“. Die Schulart wird ergänzend angefügt. Der bisherige Name (Schule am Adler) wird damit aufgehoben.

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Stadtbezirk Südwest.

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Schulen in Trägerschaft der Stadt Leipzig können nach dem Durchlaufen des zugehörigen Beteiligungsverfahrens gemäß der Richtlinie zur Schulnamensgebung (DS-00226/14) einen Antrag auf Schulnamensänderung stellen. Die Änderung eines Schulnamens bedarf eines Beschlusses durch den Stadtrat der Stadt Leipzig. Von der Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, wurde ein Antrag auf Schulnamensänderung mit pädagogischem Konzept gestellt. Ziel der Vorlage ist die Beschlussfassung der Namensänderung.

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen

x

nein

 

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

 

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Nicht erforderlich.

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Nicht erforderlich.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Nicht erforderlich.

 

III.  Strategische Ziele

 

Die Vorlage ist auf den Handlungsschwerpunkt „Zukunftsorientierte Kita- und Schulan-gebote“ sowie „Lebenslanges Lernen“ im Zielfeld „Leipzig schafft soziale Stabilität“ der strategischen Ziele der Stadtentwicklung (INSEK 2030) ausgerichtet. Eine ausreichende und gut erreichbare Bildungsinfrastruktur ist eine Grundbedingung für soziale Stabilität. Der neue Schulstandort im Stadtbezirk Südwest (Stadtteil Plagwitz) orientiert sich an den Bedürfnissen der Familien und trägt zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit bei.

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Die Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, stellte gemäß Beschluss der Schulkonferenz einen pädagogisch begründeten Antrag auf Änderung des Schulnamens in Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig (s. Anlage 1 und 2).

Der pädagogisch begründete Antrag auf Schulnamensänderung sowie der zugehörige Schulkonferenzbeschluss gingen am 12.03.2020 im Amt für Jugend, Familie und Bildung ein.

Die Schule am Adler befindet sich derzeit gemeinsam mit der gleichnamigen Oberschule im Schulgebäude in der Antonienstraße 24, 04229 Leipzig, was häufig zu Verwechslungen führt. Aufgrund der räumlichen Enge und steigender Schülerzahlen wurde ein Schulneubau für die Grundschule am Standort Baumannstraße 13 (Stadtteil Plagwitz im Stadtbezirk Südwest) geplant und umgesetzt. Der Bezug des neuen Gebäudes ist zum Schuljahresbeginn 2020/21 vorgesehen. Mit dem Umzug verknüpft die Schule den Wunsch nach einem neuen identitätsstiftenden Schulnamen.

Aufgrund der Ortslage und mit Blick auf das direkt an das Schulgrundstück angrenzende Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Plagwitz hat sich die Schule bewusst für einen Regionalnamen entschieden, der eine Identifizierung der Schüler/-innen, Elternschaft und Lehrer/-innen mit der Schule am neuen Standort ermöglicht. Das angrenzende renaturierte Areal Plagwitzer Bahnhof soll gemäß dem im Stadtentwicklungskonzept 2030 verankerten Fachkonzept „Freiraum und Umwelt“ zu einem naturschutzorientierten Freiraum mit Urbanem Wald, Anbindung an die südliche Auenachse und als Erholungs- und Erlebnisraum den Einwohnern im Stadtteil Plagwitz wieder zugänglich gemacht werden.[1]

Die Schule hat in einem umfänglichen Beteiligungsprozess die Schüler/-innen, die Eltern, das Lehrerkollegium, den Hort und verschiedene Gremien in die Namensfindung einbezogen. Es fand eine intensive mit Beschäftigung und Recherche zu verschiedenen Namensvorschlägen statt. Der gewählte Schulname soll vielfältige Anknüpfungs-möglichkeiten im Schulalltag bieten und über die Grenzen der Schule hinauswirken. Er lässt sich in vielfältiger Weise in die Gestaltung des Bildungs- und Erziehungsprozesses einer Grundschule integrieren. Es ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte und Schnittstellen für den Unterricht, sowohl in Umsetzung des Lehrplans als auch im außerschulischen Bereich bzw. im Ganztag.

In der Auseinandersetzung mit dem künftigen Schulnamen spielen die Wertevermittlung wie Umweltbewusstsein, Heimat- und Naturliebe, Achtsamkeit, Verantwortung des Einzelnen und der Gemeinschaft eine wichtige Rolle.

Der Schulträger befürwortet den Antrag der Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, auf Namensänderung in Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig, am neuen Schulstandort in der Baumannstraße 13 im Stadtbezirk Südwest (Ortsteil Plagwitz) mit Beginn des Schuljahres 2020/21. Der Begriff wird als Eigenname im Sinne der festen Verbindung von Adjektiv und Nomen gebraucht und deshalb großgeschrieben.

Mit der Zustimmung zum neuen Schulnamen wird der bestehende Name Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, aufgehoben.

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 Ausgangssituation

Die Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, liegt an einer wichtigen Straßenkreuzung, die ihren Namen einem goldenen Adler an einer ehemaligen Gaststätte verdankt und unmittelbar gegenüber dem Lichtspieltheater Schauburg. Das Schulgebäude wurde im Jahr 1899 errichtet und beherbergt heute neben der Schule am Adler, Oberschule der Stadt Leipzig, mit insgesamt 14 Klassen auch die Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, mit insgesamt 9 Klassen. Seit der Grundsteinlegung für die neue Schule im November 2018 gab es Bestrebungen seitens der Lehrer- und Elternschaft, einen geeigneten Schulnamen am neuen Standort in der Baumannstraße zu suchen, der die Schule in ihrem Umfeld unverwechselbar macht und das pädagogische Konzept der Schule präsentiert.

Damals wurden bereits erste Überlegungen für einen neuen Schulnamen angestellt, diskutiert und wieder verworfen. Im April 2019 nahm die Steuergruppe „Schulname“ (s. Anlage 3), bestehend aus Vertretern der Lehrer- und Elternschaft sowie des Hortes ihre Arbeit auf, um das weitere demokratische Verfahren der Schulnamensfindung zielführend voranzutreiben.

 

2.2 Bezüge zum Schulkonzept

Mit der Entscheidung für den Namen Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig, will die Schule mehreren Besonderheiten Rechnung tragen. Erstens soll der neue Schulname Ausdruck sein für ein gelebtes natur- und umweltbasiertes Schulkonzept. Zweitens soll der historische Bezug zum ehemaligen Güterbahnhof Plagwitz und dem in der Planung des 4,55 ha großen Areals verwendeten Begriffs „Gleis-Grün-Zug“ hergestellt werden, der die positive Umnutzung des ehemaligen Industriegeländes zu einer öffentlichen Grünfläche verdeutlicht.

Im pädagogischen Konzept der Schule heißt es dazu: „ Es ist unser Anliegen, den Begriff des Grünen Gleises in Kleinzschocher zu einer über die Stadtteilgrenzen hinausgehenden markanten Ortsbezeichnung mit zu entwickeln und den neuen Schulstandort in Verbindung mit benachbarten Einrichtungen und dem Wohnumfeld zu einem bekannten und sicher geographisch einzuordnenden Ort werden zu lassen…“ [2]

Drittens trägt die Schule mit der Wahl des Schulnamens Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig, dem Erziehungs- und Bildungsauftrag und dem Auftrag der Grundschule gemäß Sächsischem Schulgesetz § 1 (3) ff. Rechnung. Hier werden u.a. der Umweltgedanke, und Werte wie Heimatliebe, Ehrfurcht vor allem Lebendigen explizit hervorgehoben.“[3]

 

2.3 dagogische Begründung

Die Grundschule hat den Auftrag, Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, politische Bildung und eine demokratische Grundhaltung zu befördern. Gleichermaßen unterstützt sie die Werteorientierung, die Herausbildung sozialer Kompetenzen und die an Nachhaltigkeit orientierte Entwicklung. Diese Inhalte werden ausgehend von der unmittelbaren Erfahrungswelt den Kindern vermittelt. Denn nur Inhalte aus der unmittelbaren Lebenswelt der Kinder wecken Emotionen und werden als Teil des eigenen Lebens reflektiert.

Am neuen Grundschulstandort (s. Anlage 4) bieten sich vielfältige Möglichkeiten für selbstständiges entdeckendes Lernen und das Sammeln von Erfahrungen über die Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur. Ausgehend von der direkten Umgebung soll ihr Verständnis für regionale und globale Entwicklungen geschärft werden. Außerdem erleben sie, wie die grüne Umgebung Entspannung und Erholung begünstigt, den Bewegungsdrang fördert, um anschließend wieder konzentriert dem Unterricht zu folgen. Vor diesem Hintergrund ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte und Schnittstellen auf dem Areal des „Grünen Gleises“ für den Unterricht –  sowohl in Umsetzung des Lehrplans, als Grünes Klassenzimmer und für den fächerverbindenden Unterricht als auch im außerschulischen Bereich und im Rahmen der Ganztagsangebote.

Im Sachunterricht wird in besonderem Maße die Beobachtungsfähigkeit der Schüler/-innen entwickelt, um eine positive Einstellung zur Natur und Umwelt sowie ein aktives Engagement zu ihrer Bewahrung und Gestaltung herauszubilden. Geeignet sind hier die Lernbereiche 

-          Begegnungen mit Pflanzen und Tieren,

-          Farben der Natur,

-          Umweltproblem Abfall, oder auch der Lernbereich

-          Experimente.

Das weitläufige grüne Areal am neuen Schulstandort ist für die gelingende Umsetzung dieser Lernbereiche prädestiniert.

Im Deutschunterricht bieten die gewonnenen neuen Erkenntnisse und Erfahrungen, die die Schüler/-innen am Standort gemacht haben, verschiedene Möglichkeiten zum zusammenhängenden Erzählen und zum Schreiben von Geschichten. Sprache wird als Ausdrucksmittel genutzt und die natürliche Erzählfreude der Kinder gefördert.

Im Fach Ethik ist der Lernbereich „Wir in der Welt“ Gegenstand und Ziel des Unterrichts. Hier geht es um das Gewinnen von Einblicken in die Wunderwelt der Natur, um deren Veränderlichkeit (Werden, Wachsen und Vergehen) um Bildung für nachhaltige Entwicklung und den Umgang mit der Natur. Am Schulstandort können Tiere und Pflanzen beobachtet, Materialsammlungen angelegt und präsentiert werden.

Im Kunstunterricht ist die Entwicklung künstlerischer und ästhetischer Wahrnehmungs-und Erlebnisfähigkeit ein wichtiges Lehrplanziel. Der Lernbereich „Körperhaft-räumliches Gestalten“ lässt das Experimentieren mit vorgefundenen Naturmaterialien zu und regt Fantasie und Neugier der Kinder an (Abmalen von Pflanzen; Anfertigen von Collagen, Weiterbearbeiten von Naturfundstücken wie Hölzer, Steine und andere sowie Präsentation).

Weitere pädagogische Bezüge bieten die Fächer Werken und Sport Potenzial. Im Werken-Unterricht können die Schüler/-innen beispielsweise anhand der noch vorhandenen Gleise auf dem Areal der Schule Einblicke in die Historie eines technischen Objekts gewinnen. Sie begreifen die Eisenbahn als Transportmittel, lernen Unterschiede früher und heute kennen, bauen nach etc. Der Lehrplan im Fach Sport enthält neben dem obligatorischen Lernbereich auch Lernbereiche mit Wahlcharakter; z. B. Bewegung in der Natur (Bewegungserlebnisse in Zusammenhang mit Naturerlebnissen erfahren), Gesundheitsförderung etc.

Der Antrag der Schule auf Schulnamensänderung enthält unter anderem die Darstellung einer in Klassenstufe 2 durchgeführten Unterrichtsstunde auf dem Gelände des Grünen Gleises (s. Anlage 5).

Im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung wird auch im außerunterricht-lichen Bereich des Hortes und im Rahmen der Ganztagsangebote Wert auf die naturverbundene und ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung gelegt. Für die Gestaltung des Nachmittagsbereiches und ganztägig in den Ferien wird der Hort das Areal am Grünen Gleis für Erkundigungen mit den Kindern nutzen, z. B. zu Obstwiesen, zum Urbanen Wald und zum freien Spiel in der Natur, für die Anfertigung von Nistkästen, Insektenhotels u.v.m. Im Sinne des sächsischen Bildungsplanes sammeln die Kinder vor Ort vielfältige Sinnes-, Natur- und Körpererfahrungen. Eine achtsame Grundhaltung für sich selbst aber auch im Umgang miteinander und mit der Natur wird gefördert.

Die Kontaktaufnahme zu Partnern der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort wie ANNALINDE gGmbH und zum Bürgerbahnhof Plagwitz sind ebenfalls vorgesehen.

 

2.4 Prozess der Namensfindung und Beteiligungsverfahren

Als erstes Ergebnis der im Frühjahr 2019 gegründeten Steuergruppe „Schulnamen“ nach einem geeigneten identitätsstiftenden Schulnamen standen folgende Namen zur Diskussion:

* Otfried Preußler (1923-2013); vielfach ausgezeichneter deutscher Kinder- und Jugendbuchautor.

* Schule am Grünen Gleis (Brückenschlag von der Vergangenheit des ehemaligen Güterbahnhofs Leipzig-Plagwitz, der ehemals größter Güterbahnhof Europas mit umliegenden Schienen verbundenes Industriegebiet war – in die Gegenwart/Zukunft zu einem vielfältig gestalteten und genutzten Naturraum)

* Schule am Karl-Heine-Holz (Karl-Heine-Holz ist die Bezeichnung der an das Schulgrundstück angrenzenden Grünfläche, die erst zu Beginn der Umnutzung des Geländes entstanden ist.)

Vor diesem Hintergrund wurde von der Steuergruppe „Schulnamen“ ein Fragebogen (s. Anlage 6) entworfen und an Schüler/-innen, Lehrer/-innen, Erzieher/-innen und die Eltern ausgereicht. Die Beteiligung an der Befragung lag bei 69%. Die Auswertung des Fragebogens ergab ein mit 85 % mehrheitliches Ergebnis für den Namen Schule am Grünen Gleis. In der sich anschließenden Kunstprojektwoche (01.04. – 05.04.2019) setzten sich die Kinder intensiv künstlerisch mit dem neuen Schulnamen auseinander und entwickelten vielfältige Gestaltungsideen zum Schulhof der neuen Schule mit Bezug zum angrenzenden Areal Grünes Gleis. Die Ergebnisse wurden am 28.05.2019 zum Tag der offenen Tür präsentiert und reichten von Ideen für eine Seilbahn über ein Feuchtbiotop bis hin zu Balancierparcours auf Gleisen und Baumhäusern (s. Anlage 7).

Von Beginn an wurde das Amt für Jugend, Familie und Bildung in den Prozess der Namensfindung involviert. Die Vorschläge wurden in verschiedenen weiteren Beteiligungsgremien präsentiert u.a. im Stadtbezirksbeirat Südwest, der sich aufgrund der Neuorganisation und der aktuell schwierigen Lage mit dem neuen Schulnamen per Mail auseinandergesetzt und sich positiv geäußert hat (s. Anlage 8), mit Vertreter/-innen des Amtes für Stadtgrün und Gewässer (s. Anlage 9) und dem Verein PRO LEIPZIG (s. Anlage 10). Schlussendlich sprachen sich alle beteiligten Gremien für den Schulnamen Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig, aus.

Am 25.06.2019 beschloss die Schulkonferenz einstimmig, beim Schulträger den Antrag auf Namensänderung in Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig zu stellen.

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Mit Beschluss der Ratsversammlung wird die Schule am Adler, Grundschule der Stadt Leipzig, in Schule am Grünen Gleis, Grundschule der Stadt Leipzig zum 01.08.2020 umbenannt.

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Keine.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Keine.

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

 

Es wurde ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren zur Namensfindung durchgeführt.

 

7. Besonderheiten

 

Keine.

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

 

Der Nichtbeschluss hätte zur Folge, dass die Schule am neuen Schulstandort Baumannstraße 13 weiterhin als Bildungseinrichtung mit bisherigem Namen geführt würde und die Verwechslungsgefahr mit der Schule am Adler, Oberschule der Stadt Leipzig, fortbestünde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:

 

Anlage 1 Antrag auf Namensänderung vom 05.03.2020

Anlage 2 Protokoll der Schulkonferenz vom 25.06.2019

Anlage 3 Protokoll der Steuergruppe „Schulnamen“

Anlage 4 Artikel in der LVZ vom 16.09.2019

Anlage 5 Beispiel einer Unterrichtsstunde in Klassenstufe 2

Anlage 6 Fragebogen „Wir suchen einen neuen Schulnamen“

Anlage 7 Tag der offenen Tür; Präsentation

Anlage 8 SBB Südwest / Mail vom 31.03.2020

Anlage 9 Mail des Amtes für Stadtgrün und Gewässer

Anlage 10 Befürwortungsschreiben des Vereins Pro Leipzig e.V.

 

 

 

 

 

 


[1] Leipzig 2030; C2.3 Fachkonzept Freiraum und Umwelt, S.16

[2] Pädagogisches Konzept zum Antrag für die Namensänderung, S. 11

[3] Sächsisches Schulgesetz in der gültigen Fassung vom 1. Januar 2019, §1 (3)²

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage_1_Antrag auf Namensänderung 5.03.2020 (286 KB)    
Anlage 2 2 Anlage_2_Protokoll Schulkonferenz 25.06.2029 (431 KB)    
Anlage 3 3 Anlage_3_Protokoll_Steuergruppe.docx (390 KB)    
Anlage 4 4 Anlage_4_Artikel_LVZ_16._09._2019.docx (393 KB)    
Anlage 5 5 Anlage_5_Beispiel_einer_Unterrichtsstunde.docx (527 KB)    
Anlage 6 6 Anlage_6 Fragebogen_Wir_suchen_einen_neuen_Schulnamen.docx (337 KB)    
Anlage 7 7 Anlage_7_Tag_der_offenen_Tür.docx (371 KB)    
Anlage 8 8 Anlage_8_SBB_Südwest_Mail_vom_31.03.2020 (376 KB)    
Anlage 9 9 Anlage_9_E-Mail_Amt_für Stadtgrün_und_Gewässer.docx (145 KB)    
Anlage 10 10 Anlage_10_Schreiben_Pro_Leipzig_e.V (196 KB)