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Vorlage - VII-A-00794-VSP-01  

 
 
Betreff: Würdiges Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VII-A-00794
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Kultur Vorberatung
15.05.2020    FA Kultur - Videokonferenz      
SBB Mitte Vorberatung
07.05.2020 
SBB Mitte - Videokonferenz vertagt     
25.06.2020 
SBB Mitte vorerst keine Weiterberatung     
Ratsversammlung Beschlussfassung
20.05.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
28.05.2020 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 20.05.2020, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
10.06.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
17.06.2020 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 10.06.2020, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Sachverhalt bereits berücksichtigt

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Im Rahmen der Erstellung des Konzeptes zur Erinnerungskultur sollen Vorschläge für ein zeitgemäßes Gedenken unterbreitet werden.

 

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges: Antrag der Fraktion DIE LINKE

 

Die Stadt Leipzig fördert im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie "Leipzig. Ort der Vielfalt" seit vielen Jahren Projekte, die sich der Dokumentation und der Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt in Leipzig widmen, darunter die von chronikL.E verantworteten  Broschüren „Leipziger Zustände“, die Ausstellung „Die verschwiegenen Toten. Opfer rechter Gewalt in Leipzig seit 1990“ (2014) sowie Vorträge und Veranstaltungen. Auch im Konzept zur Erinnerungskultur wird die Auseinandersetzung mit diesen Themen eine Rolle spielen. Grundsätzlich muss aktive Form des Gedenkens gefunden werden, die Zusammenhänge und Strukturen transparent macht. Das Stadtgeschichtliche Museum wird sich bei der Neugestaltung der Dauerausstellung mit rechtsmotivierter Gewalt sowie der Rolle von Minderheiten in Leipzig auseinandersetzen.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung  entfällt

II. Begründung Nichtöffentlichkeit              entfällt

III.  Strategische Ziele    entfällt

IV. Sachverhalt

1. Begründung


Es ist ein Anliegen von gesellschaftlicher und zeitgeschichtlicher Relevanz, das Gedenken an die Opfer rechtsmotivierter Gewalt in Leipzig wachzuhalten. Dabei sind insbesondere die politische Bildung und die Erziehung zu Demokratie und Gewaltfreiheit gefordert.

 

Grundsätzlich muss Form des Gedenkens gefunden werden, die Zusammenhänge und Strukturen transparent macht.

 

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie „Leipzig. Ort der Vielfalt“ wird seit 2011 aktiv an Projekten und demokratiefördernden Maßnahmen entsprechend der Vorgaben gearbeitet. Seitdem werden jährlich Projekte gefördert, die beispielsweise Präventionsarbeit gegen Extremismus, Ideologien der Ungleichwertigkeit und gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit leisten.

 

Auch das Stadtgeschichtliche Museum wird sich bei der Neugestaltung der Dauerausstellung sich mit rechtsmotivierter Gewalt nach 1990 sowie der Rolle von Minderheiten in Leipzig auseinandersetzen. Geeignet dafür ist der Bereich der Dauerausstellung zur Neuesten Geschichte in der 2. Etage des Alten Rathauses. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen und Wiedereinrichtung der 1. Etage im Alten Rathaus soll dieser Bereich neugestaltet werden.

 

Ein weiterer Ort, eine würdige Form des Gedenkens zu finden, ist das Konzept Erinnerungskultur. Der Stadtrat hat mit Bestätigung des Maßnahmeplans zum Kulturentwicklungsplan 2016 - 2020 das Dezernat Kultur beauftragt, ein solches Konzept vorzulegen.


In die Erarbeitung des Konzeptes soll auch ein breites Spektrum von Institutionen, Vereinen und Initiativen eingebunden werden, die unterschiedliche lokalgeschichtliche Aspekte mit eigenen Formaten abdecken. Die Vielfalt erinnerungskultureller Akteure trägt zu einer lebendigen öffentlichen Auseinandersetzung mit historischen Themen und Fragestellungen bei. In diesem Rahmen sollen auch Vorschläge für ein zeitgemäßes Gedenken entwickelt werden. Dabei sollen auch neue Wege gesucht werden. Als Beispiel sei das Münchener Projekt Memory Loops genannt, ein virtuelles Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus (www.memoryloops.net).

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Stammbaum:
VII-A-00794   Würdiges Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Antrag
VII-A-00794-VSP-01   Würdiges Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig   41 Kulturamt   Verwaltungsstandpunkt
VII-A-00794-ÄA-02   Würdiges Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   Änderungsantrag