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Vorlage - VII-F-00964-AW-01  

 
 
Betreff: Nachfrage zur Anfrage VII-F-00368 "Mehr Sicherheit auf der S46 im Leipziger Südwesten"
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VII-F-00964
Beratungsfolge:
Ratsversammlung schriftliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

  1. Wurde der neuerliche Unfall durch die Straßenverkehrsbehörde hinsichtlich notwendiger Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit untersucht?

 

Nein, denn die Untersuchung einzelner Verkehrsunfälle ist eine polizeiliche Aufgabe. Erst wenn die Polizei Unfallhäufungen feststellt, werden diese von der Verkehrsunfallkommission untersucht und ggf. Abhilfemaßnahmen beschlossen. Dies erfolgt auf der Grundlage des Merkblattes zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen (M Uko), das im Freistaat Sachsen per Erlass verbindlich zur Arbeitsgrundlage der Verkehrsunfallkommissionen erklärt wurde.

 

 

  1. Sind mittlerweile nähere Gründe für den Unfall bekannt geworden?

 

Nein, aber eine Nachfrage bei der Polizeidirektion Leipzig ergab, dass mit Stand 12.03.2020 seit 01.01.2019 auf den 3 einzelnen Abschnitten zwischen den einzelnen Knotenpunkten der S 46 je 1 Verkehrsunfall polizeilich registriert wurde. Zwei dieser Unfälle waren Wildunfälle ohne Personenschaden. Ein Unfall war ein Unfall im Längsverkehr mit Personenschaden (eine leicht verletzte Person). Unfallursache hierbei war ungenügender Sicherheitsabstand.

 

 

  1. Kommt die Straßenverkehrsbehörde immer noch zu derselben Einschätzung wie im Oktober 2019?

 

Ja, denn bei den Unfällen mit Personenschaden wurde im Dreijahreszeitraum 2017 bis 2019 auf der gesamten Rippachtalstraße nur ein einziger Überholunfall registriert. Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Unfallhäufungslinien auf der freien Strecke ist auch in Zukunft nicht wahrscheinlich. Kriterium wären mindestens 3 Unfälle mit Personenschaden innerhalb von 3 Jahren, wobei die Unfallorte einen geringeren Abstand als 600 m zueinander aufweisen müssen.

 

 

  1. Welche Konsequenzen zieht die Straßenverkehrsbehörde hinsichtlich verkehrsrechtlicher Anordnungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der Straße?

 

In Bezug auf Überholunfälle auf der freien Strecke sind verkehrsrechtliche Anordnungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit nicht erforderlich.

 

Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, dass an den Knotenpunkten Rippachtalstraße/Albersdorfer Weg von 2017 bis 2019 drei Unfälle mit Personenschaden (3 x Typ Einbiegen/Kreuzen) und Rippachtalstraße/Albersdorfer Straße sieben Unfälle mit Personenschaden (4 x Typ Einbiegen/Kreuzen, 1 x Abbiegen, 1 x Längsverkehr) registriert wurden und letzterer somit aktuell als neue Unfallhäufungsstelle erkannt wurde. Die Kreuzung Rippachtalstraße/Albersdorfer Straße wird deshalb in das Arbeitsprogramm der Verkehrsunfallkommission 2020 aufgenommen.

Stammbaum:
VII-F-00964   Nachfrage zur Anfrage VII-F-00368 "Mehr Sicherheit auf der S46 im Leipziger Südwesten"   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Anfrage
VII-F-00964-AW-01   Nachfrage zur Anfrage VII-F-00368 "Mehr Sicherheit auf der S46 im Leipziger Südwesten"   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   schriftliche Antwort zur Anfrage