Ratsinformationssystem

Vorlage - VII-DS-00981  

 
 
Betreff: Baubeschluss Jugendhilfeeinrichtung, Liliensteinstraße 1, 1a - Umbau
Anlass: Stadtratsbeschluss
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:1. Dezernat Stadtentwicklung und Bau
2. Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Finanzen Vorberatung
08.06.2020    FA Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau Vorberatung
02.06.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
08.06.2020 
Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen   
DB OBM - Vorabstimmung
SBB West Anhörung
Ratsversammlung Beschlussfassung
10.06.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1- Nutzungskosten
Anlage 2 - Lageplan
Anlage 3 - Grundrisse_Ansichten_Schnitt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Baumaßnahme wird realisiert (Baubeschluss gem. Hauptsatzung § 13 (7) Nr. 1 in der zur Zeit gültigen Fassung)

 

  1. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 2.177.100 €. Der städtische Anteil beträgt 1.092.250 €.

 

  1. Die Auszahlungen für die Maßnahme waren / sind im PSP-Element

„Kinderheim Liliensteinstraße“ (7.0001962.700) i.H.v. 2.177.100 € wie folgt eingeplant/vorgesehen:

HHJ 2019:    520.000 €

HHJ 2020:    250.000 €

HHJ 2021: 1.180.900 €

HHJ 2022:    226.200 €

 

Der Mittelbedarf für die Jahresscheibe 2021/2022 wird im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 innerhalb des Zuschussbudgets des Fachamtes berücksichtigt.

 

  1. Die Einzahlungen für die Maßnahme waren / sind im PSP-Element „Kinderheim Liliensteinstraße“ (7.0001962.705) i.H.v 1.084.850 € wie folgt eingeplant / vorgesehen:

HHJ 2020: 173.700 €

HHJ 2021: 799.200 €

HHJ 2022: 111.950 €

 

 

  1. Für das Haushaltsjahr 2021 ist folgende Verpflichtungsermächtigung vorgesehen:

Kassenwirksam 2022: 225.000 €

 

  1. Die im anteilig im Haushaltsjahr 2022 anfallenden Folgekosten i.H.v. 8.279 € sowie ab dem Haushaltsjahr 2023 ff anfallenden Folgekosten i.H.v. 9.032 € sind innerhalb des gesamtstädtischen Haushaltes gedeckt. Über eine Aufstockung des vorhandenen Budgets des Fachamtes ist im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 zu entscheiden.

Da die Einrichtung von einem freien Träger betrieben wird, fallen nur Wartungskosten für betriebstechnische Anlagen an.

 

  1. Der Baubeschluss gilt vorbehaltlich der Bestätigung der Fördermittel.

 

  1. Nach Abschluss der Baumaßnahme, wird zwischen der Stadt Leipzig und dem Caritasverband e.V. ein Mietvertrag für den Zeitraum von 15 Jahren abgeschlossen. Die Überlassung der Einrichtung erfolgt für die Mietdauer kostenfrei, dieses ist Voraussetzung für die Bereitstellung der Fördermittel im Rahmen des Fördermittelprogramms „Soziale Stadt Grünau“. Die Betriebskosten werden durch den Träger der Einrichtung getragen.

 

Räumlicher Bezug:

Stadtbezirk West, Stadtteil Grünau, 04207 Leipzig (LIGIS-ID: 000083g001)

Zusammenfassung:

Mit dem Beschluss des Stadtrates VI-DS-06771 vom 12.02.2019 wurde die Verwaltung beauftragt die Bestandsimmobilie und ehemalige Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Liliensteinstraße 1zur Einrichtung für Hilfen zur Erziehung umbauen zu lassen.

Die neue Jugendhilfeeinrichtung vereint verschiedene Hilfen und Angebotsformen des Trägers Caritasverband Leipzig e.V. unter einem Dach und bietet im Bereich HzE eine Unterbringungskapazität von bis zu 30 Kindern.

 

Auf dem Grundstück (Flurstücke 828/1 und 828/2) im Südbereich der Liliensteinstraße wird ein Neubau einer Kindertagesstätte (Baubeschluss VII-DS-00235) erstellt und mittels Einfriedung zum Freibereich der Jugendhilfeeinrichtung separiert.

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

X

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

2020

2021

2022

 

173.700

799.200

111.950

 

7.0001962.705

 

Auszahlungen

 

2019

2020

2021

2022

 

   520.000

   250.000

1.180.900

   226.200

 

7.0001962.700

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

x

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

2022 anteilig

2023 ff

8.279

 

9.032

siehe Anlage 1

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

x

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele:

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Auf Grund der Fallzahlentwicklungen im Bereich der Hilfen zur Erziehung besteht der Bedarf des zeitnahen Aufbaus weiterer stationärer Einrichtungen.

Der öffentliche Träger ist gemäß §§ 79 ff. SGB VIII verpflichtet, ausreichende und bedarfsgerechte Angebote in Leipzig vorzuhalten bzw. mit Leistungsanbietern zu verhandeln.

Das St. Hilarius Haus der Caritas befindet sich zurzeit in einem Teil des Neptunweges 29. Eine Sanierung ist auf Grund der vorhandenen baulichen Mängel (Brandschutz, Elektroanlage, Sanitäranlage sowie der Fenster und Fassade) unwirtschaftlich. Die Kapazität der Einrichtung beträgt zurzeit 9 Kinder und soll nach Sanierung der Liliensteinstraße 30 Kinder im HzE-Bereich betragen.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

Die Notwendigkeit einer eilbedürftigen Behandlung der Vorlage ist gegeben.

 

Mit einer Behandlung im Verwaltungsausschuss, welche voraussichtlich erst am 02.10.2020 erfolgen könnte, würde sich für den Baustart und die Innutzungnahme durch den Nutzer Caritasverband. e.V. eine Terminverschiebung von 4 Monaten ergeben. Die Innutzungnahme ist im Baubeschluss für März 2022 geplant. Sollte die Behandlung und Beschlussfassung des Baubeschlusses nicht durch die Ratsversammlung am 10.06.2020 erfolgen, sondern beispielsweise erst in der Ratsversammlung am 08.07.2020, kann die im Baubeschluss dargestellte Terminschiene ebenso nicht gehalten werden und die Innutzungnahme würde sich auch hier auf den April/Mai 2022 verschieben.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

Die Notwendigkeit einer nichtöffentlichen Behandlung der Vorlage ist nicht gegeben.

 

III.  Strategische Ziele

Mit den geplanten Betreuungs- und Bildungsangeboten werden zukunftsorientierte Wohngruppenangebote geschaffen.

Mit dem Neubau der Kindertagesstätte in Kombination mit der Reaktivierung des leerstehenden Bestandsgebäudes als Jugendhilfeeinrichtung erfolgt eine nachhaltige Aufwertung, Entwicklung und Wiederbelebung des Gebietes, dass durch großflächigen Gebäudeabbruch nicht genutzter Wohnanlagen, Wegzug und daraus resultierendem Leerstand geprägt ist.

Die geplante Maßnahme fördert die Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt.

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

1.1    Grundlagen / Beschlüsse

In der Liliensteinstraße 1 soll die ehemalige Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge zur Einrichtung für Hilfen zur Erziehung umgebaut werden. Die Um- und Ausbaumaßnahmen der Liliensteinstraße 1 dienen der Entwicklung einer Jugendhilfeeinrichtung im Stadtbezirk West. Die neue Jugendhilfeeinrichtung vereint verschiedene Hilfen und Angebotsformen des Träger Caritasverband Leipzig e.V. unter einem Dach.

 

1.2    Ziel und Entwicklungskonzeption

Das geplante Vorhaben ermöglicht, einhergehend mit einer Kapazitätserweiterung, flexible und spezifische Hilfsangebote für unterschiedliche Zielgruppen mit zu erwartenden Synergieeffekten für die Familien unter einem Dach zu schaffen sowie Bedarfe an HzE im Schwerpunktgebiet Stadtbezirk West zu decken.

 

1.3    Beschreibung des IST-Zustandes

Auf dem Grundstück der Liliensteinstraße befindet sich ein Bestandsgebäude, welches 2015 zur Asylunterkunft umgebaut wurde und derzeit nicht genutzt wird.

 

Das Gebäude besteht aus vier Baukörpern mit jeweils drei Geschossen (Sockelgeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss). Einer der vier Baukörper ist mit einem zweiten Obergeschoss versehen. Jeweils zwei Baukörper bilden einen Gebäudeteil und sind über je ein an der Nordfassade gelegenes Treppenhaus erschlossen. Das Sockelgeschoss ist von Norden und Westen über eine Rampe zugänglich. Das Sockelgeschoss ist durchgehend und verbindet die Gebäudeteile miteinander.

Im Zuge der Modernisierung erfolgten brandschutztechnische Ertüchtigungen gemäß Brandschutzkonzept Asylunterkunft, Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten an Dach- und Fassade und die Erneuerung von Fenstern und Außentüren nach EnEV 2014.

 

Das Gebäude wurde entsprechend dem Raumprogramm Unterkunft für Asylsuchende umgebaut. Die raumbildenden Ausbauten erfolgten überwiegend in Trockenbauweise und sind für das Raumprogramm der Jugendhilfeeinrichtung entsprechend gut nutzbar. Ebenso erfolgte eine Erneuerung der Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen.

 

Das Grundstück ist bisher in 2 Flurstücke unterteilt. Das Bestandsgebäude ist auf dem Flurstück 828/1 verortet. Das Flurstück 828/2 ist bisher öffentlich zugänglich und enthielt einen Spielplatz, der im Laufe der Jahre aus Gründen der Verkehrssicherheit teilweise zurückgebaut wurde.

 

1.4    Ableitung des Bedarfs

Auf Grund der weiteren Fallzahlentwicklungen im Bereich der Hilfen zur Erziehung besteht der Bedarf des zeitnahen Aufbaus weiterer stationärer Einrichtungen.

Der öffentliche Träger ist gemäß §§ 79 ff. SGB VIII verpflichtet, ausreichende und bedarfsgerechte Angebote in Leipzig vorzuhalten bzw. mit Leistungsanbietern zu verhandeln.

Die Stadt Leipzig ist mit einem zunehmenden Bedarf an Kindern und Jugendlichen konfrontiert, die außerhalb ihrer Elternhäuser bzw. Familien betreut und gefördert werden müssen. Neben den stetig anwachsenden Fallzahlen einheimischer Kinder und Jugendlicher sowie der weiteren Betreuung und Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (kurz „umA“ für unbegleitete, minderjährige Ausländer), die in der Stadt Leipzig in den Einrichtungen versorgt werden müssen, gibt es auch eine hohe Zahl von Kindern/ Jugendlichen, die kostenintensiv außerhalb von Leipzig untergebracht sind, da erforderliche geeignete Angebote fehlen.

 

1.5    Notwendigkeit / Dringlichkeit der Baumaßnahme

Die Dringlichkeit der fallbezogenen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen durch den Allgemeinen Sozialdienst zur Sicherung des Kindeswohls erfordert die zeitlich nicht aufschiebbare Notwendigkeit des weiteren Angebotsausbaus.

 

1.6    Alternativlösungen

Keine

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1    städtebauliche Einordnung

Das Grundstück der Liliensteinstraße 1, 1a liegt im Westen Leipzigs in unmittelbarer Nähe zum Kulkwitzer See und schließt im Nordwesten an die Plattenbauwohnsiedlung Grünau an. Im Osten des Grundstücks schließt sich eine größere zusammenhängende

Wohnsiedlung mit Kleingartenanlagen an.

 

Auf dem Grundstück, welches mit Großbäumen bewachsen ist, befindet sich das Bestandsgebäude der Stadt Leipzig, welches nach derzeitigem Leerstand als Jugendhilfeeinrichtung umgebaut werden soll.

 

2.2    Erläuterung der Planung

Das Objekt Liliensteinstraße 1 in 04207 Leipzig-Grünau wurde in den 1980er Jahren als Typenprojekte KVSE 90/180 WBS 70 für die Nutzung als Kindertageseinrichtung errichtet. 2015/16 wurde das Objekt innen und außen komplett modernisiert und zur Unterkunft für Asylbewerber/-innen und Geduldete umgebaut. Derzeit befindet sich das Gebäude im Leerstand und steht für eine Nachnutzung zur Verfügung. Aufgrund der momentan vorhandenen Gebäudestruktur mit Wohnungen bietet sich eine Nachnutzung als Kinderheim auf Grund ähnlicher Wohnstrukturen an.

 

Die bereits vorhandenen Bewohnerzimmer erfüllen die benötigten Größen für die Unterbringung von Kindern in Einzel- und Doppelzimmern gemäß VwVJugHiE. Die vorhandenen Bestandswohngruppen im EG und 1.OG werden zu den erforderlichen Wohngruppen gemäß Raumprogramm, mittels Schaffung von Durchgängen zw. Gebäudesegmenten und Einzelwohnungen, zusammengefasst. Vorhandene Sanitärräume können größtenteils weiter genutzt bzw. an die Erfordernisse angepasst werden.

 

 

 

Folgende Funktionen werden in den Etagen angeordnet:

Im Sockelgeschoss (SG) ist ein Verselbständigungsbereich gem. §§ 34, 41 SGB VIII (3 Plätze) für Jugendliche/junge Volljährige (16-21 J.) vorgesehen. Im rechten Gebäudeteil befinden sich Räume für Haustechnik und Funktionsräume für die

Wohngruppen im Gebäude. Im SG wird ein Behinderten WC nahe des Mehrzweckraums angeordnet.

Im Erdgeschoss (EG) befindet sich auf der linken Seite eine Wohngruppe gem. §§ 34, 35a SGB VIII (8-9 Plätze) für ältere Kinder/Jugendliche (12-16 J.) und auf der rechten Seite das Angebot Agnes Ambulant. Es handelt sich hierbei um ein ambulantes/flexibles Angebot der Hilfen zur Erziehung nach § 27 Abs. 2 SGB VIII für Mütter/Väter mit Säuglingen und Kleinkindern (6 Plätze).

Im 1. Obergeschoss (1.OG) befindet links eine Wohngruppe gem. §§ 34, 35a SGB VIII (8 Plätze) für jüngere Kinder (8 Plätze) und rechts die sog. Übergangshilfe/Wohngruppe gem. §§ 34, 35a SGB VIII (6-7 Plätze) für kleine Kinder (1-6 J.).

Im 2. Obergeschoss (2.OG) sind Beratungsräume für den Psych. Dienst, ambulante und familientherapeutische Angebote sowie Verwaltungsräume vorgesehen. Im 2.OG wird im Sanitärbereich ein Behinderten-WC angeordnet.

Zur Sicherstellung des 2. bauordnungsrechtlich notwendigen Rettungswegs werden an der Südfassade je Gebäudeteil neue Balkon- und Treppenanlagen erstellt, die ein Flüchten aus den Etagen 2. OG/1.OG – EG in das Gelände des Gartens ermöglichen.

Zum Erreichen der ausgewiesenen barrierefreien Bereiche im Sockelgeschoss und 2. Obergeschoss wird im Außenbereich neben dem Eingang ein Aufzugsneubau erstellt.

 

 

KG 200 Herrichten und Erschließen (DIN 276)

Die Medienanschlüsse (Wasser, Abwasser, Fernwärme, Strom, Telekommunikation) zur Versorgung und Entsorgung liegen am Grundstück an.

 

KG 300 Bauwerk – Baukonstruktionen (DIN 276)

  • Neubau behindertengerechte Aufzugsanlage mittels Schacht (Stahlbeton) an Bestandsgebäude
  • Neubau Balkonanlage als Stahlbetonkonstruktion in Verbindung mit der Treppenanlage als Stahlkonstruktion
  • Umbau Fenster zu Türen zur Entfluchtung über Balkon- und Treppenanlage an Südfassade
  • Anpassung lichter Türdurchgangsbreiten gemäß ASR A2.3 und Barrierefreiheit und entsprechender Neueinbringung von Türen
  • Anpassungen Fußbodenbelag in den umzubauenden Bereichen
  • Malerarbeiten Innen und Außen (Fassade in Bereichen des Um- und Anbaus)
  • Anpassung bzw. Erstellung gemäß VwVJugHiE: abschließbare Oliven an Fenstern, Heizkörperverkleidungen, Kletterschutz, Klemmschutz an Türen
  • Rückbau und Erneuerung Bestandsgeländer im Innenliegenden Treppenhaus
  • Anpassung der Schließanlage
  • Umbau Sanitärräume nach Erfordernis

 

KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen (DIN 276)

HLS

  • Erneuerung Fernwärmestation durch die Stadtwerke Leipzig
  • Warmwasserbereitung erfolgt über Fernwärmekompaktstation (Bestandssystem)
  • Anpassungsarbeiten/ Neuanschluss umzunutzende Sanitäreinheiten / Küchen Abwasseranlagen, Wasseranlagen samt Sanitäreinrichtung (kindgerecht)
  • Neuinstallation Hygienespülung oberste Punkte Steigleitung und Thermostatregelung WT in Teilen Sanitäreinheiten (Schutz Verbrühungsgefahr Kinder)
  • Trinkwasserversorgung über Bestandsanlage
  • Anpassung der Raumheizflächen
  • Anpassung / Neuinstallation Einzelraumlüftungsanlage innenliegender Sanitärräume und Teeküche
  • Neuinstallation Entfeuchtungstruhe Trockenraum
  • Neuinstallation Be- und Entlüftungsanlage Umkleide, Batterieraum

 

ELT

  • Anpassung Niederspannungsinstallationsanlagen
  • Anpassung Beleuchtungsanlagen im Bereich von Umbaumaßnahmen durch LED-Leuchten, Anpassung Beleuchtung Flucht- und Rettungsweg (Neubau Zentralbatterie-Schaltschrank im SG erforderlich)
  • Anpassung Blitzschutzanlage, Ruf- und Signalanlagen
  • Anpassung Brandmeldeanlage von Kategorie 3 (Schutz Fluchtwege) auf Kategorie 1 (Vollschutz)
  • Neuinstallation einer strukturierten Datenverkabelung

 

 

KG 500 Außenanlagen (DIN 276)

 

Anzahl PKW-Stellplätze

Anzahl Fahrrad-Stellplätze

4 + 1 Behindertenstellplatz

20 Stellplätze Außen und bis zu 22 Stellplätze Innen

 

  • Einfriedung und Abgrenzung zum Grundstück und der benachbarten Kindertagesstätte.
  • Die Ausstattung im Außenbereich wird nach Übergabe an den Nutzer (Caritas) eingebracht.
  • Müllstandort in räumlichem Zusammenhang mit dem Müllstandort Kindertagesstätte.
  • Terrassen-Wegkombination zur Erschließung der Gartenfläche an der Südfassade. Im Anschluss folgt eine Baumreihe zur natürlichen Beschattung der Flächen. Die Neupflanzungen sind Ersatzpflanzungen für den gerodeten Baum-und Strauchbestand.
  • Im östlichen Teil der Südfassade werden im bestehenden Hangbereich Sitzstufen ausgebildet die die Aufenthaltsqualität erhöhen
  • Der Zugang zum Gartenbereich an der Südfassade erhält eine Treppe mit Handlauf die aus dem Niveau des Sockelbereichs auf das Niveau des Gartens führt. Die Bestandsrampe wird, auf Grund des neuen Grundstückszuschnitts und auf Grund der Lage des Neubaus Balkon-Treppenanlage, zurückgebaut.
  • Die bauordnungsrechtlich erforderlichen Stellplätze Rad sind, neben Abstellmöglichkeiten im Keller, im Außenbereich vor den straßenseitigen Eingängen positioniert.
  • Die bauordnungsrechtlichen Stellplätze PKW sind vor dem Gebäude nachgewiesen.
  • An der Nordfassade wird ein Fußweg hergerichtet bzw. umgebaut, welcher die Zuwegung zum Müllplatz von der Jugendhilfeeinrichtung sicherstellt.

 

KG 600 Ausstattung und Kunstwerke (DIN 276)

Die Ausstattung wird vom Nutzer gestellt.

 

Im Planungsprozess ist die bauordnungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit zu erzielen. Aus den diesbezüglich erfolgten Abstimmungen mit dem Bauordnungsamt, der Landesdirektion Sachsen, dem Gesundheitsamt, der Branddirektion und weiteren Fachämtern ergaben sich im Planungsprozess bauliche Erfordernisse, welche zum Zeitpunkt der Kostenrahmenerstellung in vollem Umfang nicht absehbar waren, um die Genehmigungsfähigkeit zu erlangen.

Hierzu zählen im Besonderen die:

  • Erstellung eines zweiten baulichen Rettungswegs als Balkon- und Treppenanlage aus den jeweiligen Nutzungseinheiten an der Südfassade
  • Anpassungen der Fassadenöffnungen zur Entfluchtung auf die Balkon- und Treppenanlage (2. Rettungsweg)
  • Aufweitungen von Türen hinsichtlich der Barrierefreiheit und den Richtlinien der Arbeitsstättenverordnung
  • Erstellung einer Aufzugsanlage zur barrierefreien Erreichbarkeit entsprechender Geschosse nach Abstimmung mit dem Nutzer und Fachämtern
  • Anpassungen von Bauteilen gemäß VwVJugHiE
  • Anpassungen des Raumprogramms im Planungsverlauf durch den zukünftigen Nutzer/ Mieter dem Caritasverband

Das Objekt Liliensteinstraße 1 ist ein Bestandsgebäude, welches von einer Unterkunft für Asylsuchende zur Jugendhilfeeinrichtung überplant wird. Die baulich vorhandene Substanz wurde im Planungsverlauf berücksichtigt und wird nur mit dem notwendigen Mindestmaß an Erneuerung, Ergänzung und Anarbeitung überplant.  Der tatsächliche Umfang der umzusetzenden Maßnahmen erhöhte sich durch die sich im Planungsprozess ergebenden zusätzlichen technischen Erfordernisse.

 

2.3    Nutzungsverbesserung durch die beabsichtigte Maßnahme

Mit dem Gebäudeumbau in der Liliensteinstraße erhöht sich die Kapazität gegenüber der Vorgängereinrichtung der Caritas von vormals 9 Kinder auf bis zu 30 Kinder die untergebracht werden können.

 

2.4    Eigentumsverhältnisse

Gemarkung

Schönau

Flurstücksnummer

828/1, 828/2

Flurstücksgröße in m²

828/1          5.901 m²

828/2          2.717 m²

Eigentum

Stadt Leipzig

 

2.5    Energiekonzept

Die allgemeinen Begriffe werden in der Anlage "Erläuterung zum Energiekonzept" definiert.

 

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist nicht relevant:

 

Es wird keine Komplettsanierung des Gebäudes durchgeführt. Die Sanierung der Gebäudehülle erfolgte im Jahr 2015. Im Wesentlichen werden Brandschutzmaßnahmen umgesetzt zur Umsetzung der Nutzungseinheiten gemäß Raumprogramm. Zu erneuernde Gebäudeteile wie Fenster und Türen und der Neubau Aufzugsanbau werden gemäß aktueller EnEV realisiert.

Die Betrachtung zum Energiekonzept ist relevant:

 

Maßnahmeneinteilung unter energetischen Gesichtspunkten:

 

 

Jugendhilfeeinrichtung

Neubau

Erweiterungsneubau

Modernisierung (komplett), ohne Denkmalschutz

Modernisierung (komplett), mit Denkmalschutz

Teilmodernisierung Gebäudehülle

Teilmodernisierung / Teilumbau einzelner Bauteile

 

Energetischer Standard / Energiekonzept:

 

Passivhaus

EnEV 2014 mit Passivhauskomponenten

EnEV 2014

Einhaltung des U-Wertes entspr. der Bauteilvorgaben der EnEV 2014

 

Nachweis zum Passivhaus nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP):

 

Der Passivhausstandard wurde nicht untersucht, da eine Komplettsanierung des Gebäudes nicht erfolgt.

Der Passivhausstandard wurde untersucht.

Nachweis der U-Werte (Angabe nur bei Modernisierung einzelner Bauteile):

 

Bauteil

Wärmedurchgangskoeffizient (U in W/m²·K)

Bauteil

Umax EnEV

Ist-Wert

Planung

Außenwand

0,24

 

0,22

Außenwand Aufzug

0,24

 

0,205

Decke Aufzugsschacht

0,20

 

0,152

Energieträger:

Folgende Energieträger wurden untersucht:

 

 

Anwendung

gewählt

Bemerkung/Begründung

Fernwärme

geeignet

Primärenergiefaktor = 0,31

Erdwärme

Wählen Sie aus.

     

Gas

Wählen Sie aus.

     

Holz-Pellets

Wählen Sie aus.

     

Sonstiges

Wählen Sie aus.

     

Fazit: Das Bestandsgebäude kann weiterhin über den bestehenden Fernwärmeanschluss versorgt werden

Weitere erneuerbare Energien:

 

Photovoltaik

Einschätzung gem. Solardachkataster

gut

Aussage gem. Planung

Eine Erstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bestandsgebäudes ist aus statischen Gründen nicht möglich.

Eigenbetrieb

nein

Angebot an Dritte

nein

Energetische Maßnahmen zu Technischen Anlagen (KG 400)

 

Wärmeerzeugung und -verteilung:

  • Bestandsfernwärmestation wird erneuert

 

Warmwassererzeugung:

  • zentral über Fernwärmestation

 

Lufttechnische Anlagen:

  • Innenliegende Bäder und Teeküche mit Entlüftung und Nachströmung Frischluft
  • Be- und Entlüftungsanlage in Umkleide und Batterieraum

 

Wasser/Abwasser:

  • Leitungsdämmung entsprechend aktueller EnEV

 

Stark- und Schwachstrom:

  • Anpassung Beleuchtungsinstallation als LED-Leuchten in den umzubauenden Bereichen
  • Sicherheitsbeleuchtung mit energiesparender LED-Technik

 

2.6    barrierefreies Bauen

Das Gebäude wird als Jugendhilfeeinrichtung genutzt. Es handelt sich nicht um ein öffentlich zugängliches Gebäude.

Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten können in der Einrichtung keine Kinder/Jugendlichen mit einer schweren Körper- und Mehrfachbehinderung aufgenommen werden. In den Räumen und einzelnen Wohngruppen ist eine behindertengerechte Nutzung nicht möglich.

Die unterschiedlichen pädagogischen Konzeptionen der einzelnen Wohngruppen/Angebote beinhalteten eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern und Netzwerkpartnern. Deshalb ist ein Konzept zur Barrierefreiheit notwendig, um Klienten, Besuchern und Mitarbeitern mit körperlichen Einschränkungen einen Zugang zum Gebäude zu den ausgewiesenen Bereichen im Sockelgeschoss (Veranstaltungsraum) und 2.Obergeschosses (Verwaltungs-/ Beratungsbereich) zu ermöglichen. Dazu ist in der rechten Gebäudehälfte ein Aufzug und im Sockel- und 2. Obergeschoss jeweils ein Behinderten-WC vorgesehen.

2.7 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Die Abstimmung zur Gestaltung der Freiflächen und Farbkonzepte im Inneren erfolgte mit dem Nutzer in der Entwurfsplanung und wird in der Ausführungsplanung fortgesetzt.

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

Baubeginn

01/2021

Fertigstellung

01/2022

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Kostenermittlungsstufe

nach DIN 276 vom

Kostenberechnung

11.11.2019

 

Kostengruppe

Gesamt

100

Grundstück

   0,00

200

Herrichten und Erschließung

59.000,00

300

Bauwerk - Baukonstruktionen

943.589,00

400

Bauwerk - Technische Anlagen

383.641,00

500

Außenanlagen

217.699,00

600

Ausstattung und Kunstwerke

   0,00

700

Baunebenkosten

573.150,00

zur Rundung

21,00

Summe

2.177.100,00

Leistungserstattung des Amtes für
Gebäudemanagement fiktiv

144.492,00

Kostenangaben in Euro brutto, 19 % USt.

 

Die durchschnittliche Baupreissteigerung betrug in den letzten Jahren durchschnittlich ca. 2,5 %. Durch die gute konjunkturelle Lage der Bauwirtschaft i. V. m. den aktuellen bundesweiten Förderprogrammen ist eine Erhöhung der jährlichen Baupreissteigerung auf 3 % zu erwarten. Bei mehrjährigen Maßnahmen mit großem Investitionsvolumen kann dies erhebliche Auswirkungen auf die dem Baubeschluss zugrundeliegende Kostenberechnung haben.

Eine verbindliche Prognose der Baupreissteigerung ist jedoch nicht möglich, da hier auch insbesondere sehr starke saisonale Schwankungen auftreten können.

Im Rahmen von Baubeschlüssen können aus der allgemeinen Baupreissteigerung Entstehenden Kostenerhöhungen nicht berücksichtigt werden bzw. würden Haushaltsmittel bei Nichtinanspruchnahme unnötig gebunden werden und für die Vorbereitung/Umsetzung anderer wichtiger Projekte in der Finanzplanung nicht zur Verfügung stehen.

Des Weiteren können aber Kostenerhöhungen im Bauprozess zu erheblichen Verzögerungen führen: Sofern eine Anpassung des Baubeschlusses zur Bestätigung überplanmäßiger Auszahlungen notwendig ist, können bis zur Beschlussfassung ggf. keine Ausschreibungen vorgenommen werden und/oder Aufträge ausgelöst werden. Dies kann zu Verzögerungen von bis zu 3 Monaten führen.

4.1  Finanzierungsplan

Die Maßnahme ist förderfähig.

 

Das Projekt" Umbau Liliensteinstraße 1 - Errichtung für Hilfen zur Erziehung" wird finanziert auf Grundlage des Haushaltsplanes und der Förderbestimmungen des Programms "Soziale Stadt" im Fördergebiet Leipzig Grünau. Die Beschaffung der Fördermittel erfolgt über das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung und wird mittels einer Kooperations- und Finanzierungsvereinbarung der beteiligten Ämter geregelt. Diese Ämtervereinbarung ist erarbeitet und wird in Umlauf gebracht. Die Zuwendungsrechtlichen Bestimmungen für die Einzelmaßnahme beruhen auf dem Bewilligungsbescheid der SAB für das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" vom 10. April 2019. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn kann nicht beantragt werden, weil die für den Antrag erforderlichen Unterlagen erst nach Baubeschluss vorgelegt werden können.

 

Im Zuge der Beschlussfassung erfolgt keine Beantragung eines vorzeitigen

Maßnahmenbeginns. Die nachfolgenden Leistungsphasen werden mit

Beschlussfassung des Baubeschlusses beauftragt.

 

Förderprogramm

Soziale Stadt Grünau

Förderansatz gemäß Förderrichtlinie in %

ca. 50%

Gesamtkosten

2.177.100,00

förderfähige Kosten

1.632.825,00 €

Anteil Fördermittel

1.084.850,00 €

Antrag vom

Einreichung Oktober 2019

Bescheid vom

Noch nicht vorliegend

 

Angaben in Euro brutto

 

 

 

4.2 Einordnung in den mittelfristigen Haushaltsplan

Angaben in € brutto

 

Bisherige Haushaltsplanung 2019/2020

Angaben in € brutto

 

Die gesamten benötigten Mittel für die Baumaßnahme erhöhen sich gegenüber den geplanten Mitteln im Doppelhaushalt 2019/2020 um 877.100 €. Der Eigenanteil der Stadt erhöht sich um 572.250 €, da voraussichtlich Mehreinnahmen durch höher bewilligte Zuwendungen i.G.v. 304.850 € realisiert werden können.

 

Über die Inanspruchnahme der gegenseitigen Deckungsfähigkeit gem. § 20 SächsKomHVO i.V.m. § 8 der Haushaltssatzung in der derzeit gültigen Fassung werden im PSP-Element „Kinderheim Liliensteinstraße“ (7.0001962) in 2020 76.300 € bereitgestellt. Die Deckung erfolgt gem. VII-DS-00870 „Auslösung von Planungs- und Bauleistungen zur weiteren Umsetzung des Schul- und Kitabauprogramms in 2020 i.V.m. überplanmäßigen Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO“ aus dem PSP-Element „Kita Friedrichshafner Straé 147“ (7.0001357.700).

 

Der benötigte Mittelbedarf i.H.v. 1.150.000 € zur Auftragsbindung im Haushaltsjahr 2020, mit liquiditätswirksamen Abfluss im Haushaltsjahr 2021, muss zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Die Mittelbereitstellung erfolgt nach Bestätigung der Vorlage VII-DS-00870 „Auslösung von Planungs- und Bauleistungen zur weiteren Umsetzung des Schul- und Kitabauprogramms in 2020 i.V.m. überplanmäßigen Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO“ in Höhe des tatsächlichen Bedarfes der erforderlichen Auftragsbindung.

 

Die Einplanung der Fördermittel i.H.v. 1.084.850 € sowie des städtischen Anteils i.H.v. 1.092.250 € erfolgt im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 innerhalb des Budgets des Amtes für Jugend, Familie und Bildung.

 

4.2    VgV-Betrachtung / Planungsbeteiligte

 

Die Vergabe von Planungsleistung wurde im Rahmen der VgV geprüft.

Der maßgebliche Schwellenwert wird nicht erreicht.

Leistungsbild nach HOAI 2013

Planungsbeteiligte

Objektplanung nach § 33

Hoffmann & Hofmann GmbH, Architektur- und Ingenieurbüro Schwägrichenstraße 4, 04107 Leipzig

Freianlagen nach § 38

Maren Körnig, Karl-Liebknecht-Straße 49, 04275 Leipzig und Evergreen

Landschaftsarchitekten uhlig.seidler PartG mbB, Adlergasse 1a, 01067 Dresden

Tragwerksplanung nach § 49

L.P. Bauplanung GmbH, Josephstraße 44-46, 04177 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53

AG 1-5

GBS Ingenieurbüro GmbH Technische Gesamtplanung, Bünaustraße 7b, 04129 Leipzig

Technische Ausrüstung nach § 53

AG 6

UPDOWN Ingenieurteam für Fördertechnik GmbH, Messe-Allee 2, 04356 Leipzig

 

4.3    Nutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960

Das Gebäude ist nicht in städtischer Trägerschaft, die Kosten sind bekannt.

 

Die Maßnahme der Vorlage ist ein Umbau mit Flächenzuwachs (Balkonanlage, Aufzug)

 

Die Nutzungskosten sind in der Tabelle 1 ausführlich erfasst. Sie betragen für das volle Jahr ab 2023

 

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0,00

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

9.032,00

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

0,00

 

Das Bauvorhaben geht voraussichtlich am 01.02.22 in Betrieb. Die anteiligen Nutzungskosten für das Jahr der Inbetriebnahme betragen

 

Kostengruppe 200 Objektmanagementkosten in EUR

0,00

Kostengruppe 300 Betriebskosten in EUR

8.279

Kostengruppe 400 Instandsetzungskosten in EUR

0,00

 

4.4    Aufwandsvergleich auf Grundlage der DIN 276

 

Die unter diesem Punkt aufgeführten Kosten sind Kosten des Bauwesens - Hochbau, die die DIN 276 regelt, nicht zu verwechseln mit den unter Punkt 9.1 aufgeführten Nutzungskosten nach DIN 18960. In beiden DIN werden die gleichen Kurzbezeichnungen der Kostengruppen verwendet (z. B. KG 200, KG 300 etc.), diese unterscheiden sich jedoch maßgeblich voneinander.

 

Kennwerte des Vorhabens:

NUF

1.957,45

Jugendhilfeeinrichtung Liliensteinstraße 1, 1a

BGF

2.753,15

BRI

7.813,18

KG 300 + 400

1.327.230,00

 

 

BKI – Kennwertvergleich mit einem Neubau / Wohnheim vom 1- Quartal 2019

 

 

Mittelwert

 

Kennwerte des

Vorhabens

Bemerkungen/

Begründung

KG 300 + 400/NF

2.450 €/m²

<

678,04 €/m²

Das Bauvorhaben unterschreitet den Kennwert im Vergleich zu einem Neubau, da nur Teilmaßnahmen geplant sind.

KG 300 + 400/BGF

1.580 €/m²

<

482,08 €/m²

KG 300 + 400/BRI

490 €/m³

<

169,87 €/m³

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

Die Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den Stellenplan.

 

6. Bürgerbeteiligung

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

Der spätere Träger Caritasverband Leipzig e.V. wurde bereits i.R.d. Erarbeitung intensiv in den Gesamtplanungsprozess mit eingebunden.

 

7. Besonderheiten

  • Raumprogramm der Caritas e.V. fügt sich gut in die vorhandene Raumstrukturierung der Bestandssituation. Alle erforderlichen Räume können untergebracht werden.
  • Die Kosten Umbau sind gegenüber den Kosten eines Neubaus gering.
  • Aufwertung / Reaktivierung der Umgebung
  • Nachhaltige Nutzung des Gebäudes

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

Bei einer Nichtbeschlussfassung ist ein Umzug der Einrichtung St. Hilariushaus im Neptunweg 29 des Caritasverband e.V. in die Liliensteinstraße nicht möglich. Eine Sanierung des Neptunwegs ist auf Grund der vorhandenen baulichen Mängel (Brandschutz, Elektroanlage, Sanitäranlage sowie der Fenster und Fassade) unwirtschaftlich.

 

Anlagen:

Anlage 1 - Nutzungskosten
Anlage 2 - Lageplan

Anlage 3 – Grundrisse, Ansichten, Schnitt

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1- Nutzungskosten (72 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2 - Lageplan (12627 KB)    
Anlage 3 3 Anlage 3 - Grundrisse_Ansichten_Schnitt (2272 KB)