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Vorlage - VII-DS-00939  

 
 
Betreff: Planungsbeschluss Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der Tauchaer Straße 188
Anlass: Rechtliche Vorschriften
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Sport Vorberatung
30.06.2020    FA Sport      
14.07.2020    FA Sport      
FA Finanzen 1. Lesung
15.06.2020    FA Finanzen      
FA Jugend, Schule und Demokratie 1. Lesung
25.06.2020    FA Jugend und Schule      
FA Finanzen 2. Lesung
29.06.2020    FA Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
30.06.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
SBB Nordost Anhörung
01.07.2020 
SBB Nordost - Kulturgut, Schloss Schönefeld, Zeumerstraße 1, 04347 Leipzig ungeändert beschlossen   
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
14.07.2020    FA Stadtentwicklung und Bau      
Verwaltungsausschuss Beschlussfassung
02.09.2020 
Verwaltungsausschuss geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
VII-DS-00939_Anlage 1_Lageplan_07.02.2020

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Planungsbeschluss wird für folgende Maßnahme gefasst:
  • Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der                 Tauchaer Straße 188
  1. Die Planungskosten bis zur Vorlage des Baubeschlusses (Leistungsphasen 1 - 4 HOAI) betragen 1.300.000 €.

 

  1. Die Mittel sind im PSP-Element „Neubau 4-züg.GS+2F.SH, Tauchaer Str. 188“ (7.0001640.700) wie folgt vorgesehen:

 

Haushaltsjahr 2020:       200.000 €

Haushaltsjahr 2021:  1.100.000 €

 

Die Einordnung der Jahresscheibe 2021 erfolgt im Rahmen der Haushaltsplanung 2021/2022 innerhalb des Zuschussbudgets des Fachamtes.

 

Räumlicher Bezug:

 

Stadtbezirk Nordost.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Am Standort Tauchaer Straße 188 wird ein Neubau für eine 4-zügige Grundschule mit den erforderlichen Pausenflächen sowie einer 2-Feld-Sporthalle mit Sportfreiflächen geplant. Die Grundschule wird mit 4 Zügen als Ganztagesschule mit Schulhort und zwei DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) unter Berücksichtigung einer bis zu 20%igen Überbelegung geplant.

 

 

 


 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

 

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

2020

2021

 

200.000

1.100.000

7.0001640.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Fchen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Nicht erforderlich.

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

Nicht erforderlich.

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

Nicht erforderlich.

 

 

 

 

 

 

 

III.  Strategische Ziele

 

Eines der Ziele aus dem Stadtentwicklungskonzept ‚Leipzig 2030 – Leipzig wächst nachhaltig‘ ist die Schaffung von sozialer Stabilität. Diese schließt unter anderem den Handlungsschwerpunkt ‚Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote‘ ein. Es soll eine bedarfsgerechte Bildungsinfrastruktur und eine Versorgung des Stadtgebietes mit entsprechenden Grundschulkapazitäten sichergestellt werden. Der Grundschulstandort an der Tauchaer Straße 188 schafft die Möglichkeit, in Anlehnung an die Schulbaustandards für Neubauten, zukunftsorientierte Schulangebote im Stadtbezirk Nordost und im Stadtteil Thekla zu schaffen. Das zukünftig barrierefreie Gebäude verbessert die Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt.

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

1.1  Notwendige Kapazitäten im Grundschulbereich

Im Stadtbezirk Nordost kann die Grundschulversorgung ohne Schaffung von zusätzlichen Kapazitäten nicht langfristig gesichert werden. Durch eine positive Bevölkerungsentwicklung im Stadtgebiet ist ein starker Anstieg der Schülerzahlen zu erwarten.

Die Aufnahmekapazitäten im gemeinsamen Schulbezirk der 66. Schule (3,5 Züge, Rosenowstraße 56, ab SJ 2020/21 Komarowstraße 2) und der Schule Portitz (2,5 Züge Göbschelwitzer Weg 1) werden im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung überschritten. Die Platzbedarfe werden aktuell durch eine Belegung über dem ausgewiesenen Kapazitätsrichtwert in den vorhandenen Schulgebäuden abgesichert. Es ist außerdem vorgesehen am Schulstandort Schule Portitz ab dem Schuljahr 2020/21 ein interimsmäßiges Raumsystem (4 AUR) für ca. 5 Jahre zu errichten. Bis zum Ende des Betrachtungszeitraumes werden im Stadtbezirk voraussichtlich bis zu 10 Züge benötigt, so dass die entsprechenden Kapazitäten in Form eines neuen Grundschulstandortes mit 4 Zügen bereitgestellt werden müssen. Um auf demografische Schwankungen flexibel reagieren zu können, wird die neue Grundschule mit einer um 20% erhöhten Kapazitätsobergrenze geplant.

 

1.2  Standort Tauchaer Straße 188

Der Schulstandort Tauchaer Straße 188 befindet sich im Stadtbezirk Nordost in der geografischen Mitte des gemeinsamen Schulbezirkes NO 3.

Das am Standort vorhandene Schulgebäude aus den 1970er Jahren ist als Stahlbetonbau in Plattenbauweise Typ Ratio 74-360 Typ B errichtet. Dieser Typ stellt einen Sondertyp dar, der im Vergleich zum Normaltyp niedriger und kürzer ausgeführt wurde. Für die zukünftig notwendige 4-Zügigkeit reicht das Volumen dieses Baus ohne Erweiterungsbau nicht aus. Auf dem Grundstück befindet sich ebenfalls eine Sporthalle aus den 1970er Jahren, die als Typenhalle KT60 L (Einfeldhalle) errichtet wurde. Zwei DIN-gerechte Übungsflächen, wie sie für eine 4-zügige Grundschule benötigt werden, sind nicht integrierbar.

Sowohl im Schulgebäude als auch in der Halle wurden in den letzten Jahren nur die notwendigsten Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Schul- und Sportbetriebes durchgeführt. Beide Gebäude befinden sich dementsprechend in schlechtem Bauzustand. Die Außenhüllen entsprechen nicht mehr den funktionalen und energetischen Anforderungen, die Haustechnik und die Innenräume müssten erneuert und eine Barrierefreiheit hergestellt werden.

Die beschriebene Bausubstanz wird prinzipiell als sanierungsfähig mit sehr hohem Sanierungsaufwand eingeschätzt.

 

1.3  Variantenuntersuchung

Variante 1 – Neubau

Am Standort Tauchaer Straße 188 stehen 15.973 m2 Fläche (Flurstücke 445/4, 445/5, 445/7, 447/5 und 447/6) zur Verfügung. Da das Grundstück in seinen Abmessungen sehr kompakt geformt ist, ist die benötigte Grundfläche durch effektive Verortung der Baukörper für eine 4-zügige Grundschule mit einer 2-Feld-Sporthalle sowie den benötigten Sportfreiflächen ausreichend.

Anordnungsbeispiel

 

 

Stärken:

 

  • Grundschule nach Musterraumprogramm

Es wird keine erheblichen Über- bzw. Unterschreitungen der Raumgrößen geben.

 

  • Gute Ausnutzung des Grundstücks durch effektive Verortung des Neubaus

Durch die Orientierung des gesamten Neubauvolumens zur Tauchaer Straße entsteht eine große zusammenhängende Freifläche als Pausen- und Sportfreifläche im südöstlichen Grundstücksbereich.

 

  • Kompakter Baukörper mit guten inneren Abläufen

 

  • Geringer Anteil Verkehrsfläche

 

Da es sich um einen Neubau handelt, wird die Verkehrsfläche gemäß Musterraumprogramm mit ca. 20 % bemessen.

 

  • Clusterbildung möglich

Im Rahmen der Grundrissgestaltung kann sichergestellt werden, dass eine Clusterorganisation ermöglicht wird.

 

Variante 2 – Sanierung und Erweiterung

Bei dieser Variante wird die Bestandssporthalle abgebrochen und entlang der Tauchaer Straße eine 2-Feld-Sporthalle mit Erweiterungsanbau errichtet. Der 4-geschossige Erweiterungsanbau verbindet die neue Sporthalle mit dem Bestandsgebäude. Durch die Lage des Bestandsgebäudes ist die Ausnutzung des Grundstücks deutlich weniger effektiv wie in Variante 1. Aufgrund der Grundrisssituation und der statischen Verhältnisse im Bestandsgebäude kommt es zu Über- und Unterschreitungen der Raumgrößen gemäß Musterraumprogramm. Ein hoher Anteil an Verkehrsfläche ist aufgrund der Erschließungswege zwischen Bestands- und Erweiterungsbau notwendig.

Anordnungsbeispiel

Stärken:

 

  • Erweiterungsanbau Grundschule nach Musterraumprogramm

Im Erweiterungsanbau wird es keine erheblichen Über- bzw. Unterschreitungen der Raumgrößen geben.

 

Schwächen/Risiken:

 

  • 4-geschossige Bebauung aus städtebaulicher Sicht am Standort nicht wünschenswert
    Bei der umgebenden Bebauung handelt es sich überwiegend um eine niedriggeschossige Wohnbebauung.
  • Über- und Unterschreitung der Raumgrößen im Bestandsgebäude

Dies betrifft im Wesentlichen die im Bestandsgebäude auch zukünftig vorhandenen allgemeinen Unterrichtsräume.

 

  • Gegenüber Variante 1 schlechtere Ausnutzung des Grundstücks

Mit der Erweiterung des Bestandes durch einen Neubau müssen städtebauliche Einschränkungen in Kauf genommen werden. Das vorhandene Grundstück kann nicht optimal ausgenutzt werden.

 

  • Gegenüber Varisnte 1 hoher Anteil an Verkehrsfläche

Zwischen Alt- und Neubau ist ein Verbindungsbau erforderlich, welcher zu langen Wegen führt und daher funktional für die Organisation des Schulalltages ungünstig ist.

 

  • Notwendige Kellersanierung

Ein wesentlicher Nachteil bei der Sanierung von Typenbauschulen besteht darin, dass die Abdichtung des Kellers gegen drückendes Wasser (am Standort vorhanden) nicht vollständig möglich ist. Die Folge ist eine auch nach der Sanierung andauernde Feuchteeinwirkung auf die Bausubstanz. Dies kann mittel- bis langfristig erneut zu Schäden führen. Deshalb können sanierte Kellerflächen auch nach der Sanierung teilweise nicht als Aufenthaltsräume genutzt werden.

 

  • Risikohafte Kostenprognose für die Sanierung des Bestandsgebäudes

Das am Standort vorhandene Gebäude stellt einen Sondertyp dar. Aus bisherigen Sanierungsmaßnahmen liegen daher keine grundlegenden Erkenntnisse vor.

 

1.4  Variantenentscheid

Die möglichen Realisierungsvarianten, die in Vorbereitung der Vorlage untersucht wurden, lassen für die Realisierung einer 4-zügigen Grundschule grundsätzlich die Varianten Neubau oder Sanierung und Erweiterung zur Auswahl. Die Neubauvariante weist gegenüber der Sanierungsvariante zahlreiche Vorteile auf. Hierzu zählen insbesondere:

  • Vollständige Umsetzung Musterraumprogramm möglich
  • Funktionsbedingte Abläufe besser umsetzbar (z.B. Clusterbildung)
  • Deutlich bessere Grundstücksausnutzung
  • Geringeres Mehrkostenrisiko
  • Höhere Abschreibung im Finanzhaushalt

 

Die geschätzten Gesamtbaukosten der Variante Neubau liegen mit 24,82 Mio Euro jedoch über den geschätzten Gesamtbaukosten der Variante Sanierung und Erweiterung i. H. v. ca. 22,69 Mio Euro. Die um ca. 9,4 % höheren Kosten werden jedoch durch die allgemeinen Vorteile des Neubaus aufgewogen.

Auf Grund der aufgeführten Vorteile der Neubauvariante soll die unter Punkt 1.3 als Variante 1 beschriebene Maßnahme ‚Neubau‘ umgesetzt werden.

Die prognostizierten Baukosten sind mit einer durchschnittlichen Baupreissteigerung bis zur Durchführung der Maßnahme kalkuliert.

 

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1 Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Kapazitätsobergrenze

 

Am Standort wird ein Neubau für eine 4-zügige Grundschule mit den erforderlichen Pausenflächen sowie einer 2-Feld-Sporthalle mit Sportfreiflächen geplant. Die Grundschule wird mit 4 Zügen als Ganztagesschule mit Schulhort und zwei DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) unter Berücksichtigung einer bis zu 20%igen Überbelegung geplant. Durchgängig können im Schulgebäude bei einer maximalen Klassenstärke von 28 Schülern 448 Schüler untergebracht werden (Regelbelegung).

Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Bereich des Klimaschutzes werden im Rahmen der Erarbeitung der Entwurfsplanung Maßnahmen untersucht, welche im Zusammenhang mit Planung und Bau des neuen Schulstandortes aktiv zum Klimaschutz beitragen können. Diese dann untersuchten Maßnahmen werden im Rahmen des Baubeschlusses dargestellt, über die weitere Umsetzung ist dann zu entscheiden.

Parallel zur Planung wird untersucht, inwiefern mögliche Förderprogramme zur Finanzierung dieser zusätzlichen Maßnahmen in Anspruch genommen werden können.

 

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Die Umsetzung der Maßnahmen soll gemäß nachfolgendem Zeitplan erfolgen:

 

Grundschule und Sporthalle

Planungsbeschluss

07/2020

Abschluss VgV-Verfahren

02/2021

Planung LP 1 - 4 bis

01/2022

Baubeschluss

03/2022

Baubeginn

04/2023

Baufertigstellung

06/2025

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

4.1 Investitionsaufwand

Die prognostizierten Gesamtkosten setzen sich wie folgt zusammen:

Kostenrahmen         nach DIN 276

Kosten in EUR brutto

 

 

 

 

KG

Kostengruppe

2-Feld-SH

Grundschule

Gesamtkosten

100

Grundstück

0

0

0

200

Herrichten und Erschließen

124.000

402.000

526.000

300

Bauwerk-Baukonstruktion

2.972.000

9.637.000

12.609.000

400

Bauwerk – Technische Anlagen

1.156.000

3.748.000

4.904.000

500

Außenanlagen

0

1.784.000

1.784.000

600

Einrichtung und Ausstattung*

89.500**

595.500**

685.000**

700

Baunebenkosten  

1.225.000

3.085.000

4.310.000

Summe

5.537.000

19.281.000

24.818.000

 

Kostenrahmen nach DIN 276 in EUR Brutto (Stand 09/2019)

* Die Kosten der Kostengruppe umfassen sowohl Kosten im Ergebnis- als auch im Finanzhaushalt. Die konkrete Aufschlüsselung und Zuordnung der Kostenanteile zum Finanz- und Ergebnishaushalt kann erst mit dem Baubeschluss und auf Grundlage der Raumplanung erfolgen

** Die Kosten für Kunst am Bau werden für die Gesamtkosten auf 125.000 Euro (anteilig SH 29.500 Euro und GS 95.500 Euro) festgeschrieben und entsprechen 1,5 % der Summe der Kosten, maximal 125.000 Euro, in den Kostengruppen 300 und 400 (s. Vorlage VII-DS-00232, Punkt 3.1 der Richtlinie). Die ermittelte Summe enthält sowohl Herstellungs- als auch Honorarkosten.

 

Die Ermittlung des Kostenrahmens bezieht sich auf die Hochrechnung der zu bemessenen Flächenannahmen gemäß Raumprogramm und Kostenkennwerten des BKI Baukosten Gebäude für Erweiterungen und Modernisierungen von Schulen und Sporthallen.

 

4.2  Finanzierungsplan

Die Planungskosten für den Neubau des Schulgebäudes und der Sporthalle für die Vorbereitung und Durchführung des VgV-Verfahrens, Planungen bis einschließlich zur LPH 4 einschließlich planungsbegleitender Gutachten betragen 1.300.000 € und werden in den Jahren 2020 und 2021 benötigt.

Für die Planungsleistungen sind in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 Auszahlungen i. H. v. 1.300.000 € vorgesehen. Diese schlüsseln sich wie folgt auf:

PSP-Element „Neubau 4-züg.GS+2F.SH, Tauchaer Str. 188“ (7.0001640)

Jahr

2020

2021

Gesamt

Auszahlungen

200.000

1.100.000

1.300.000

Einzahlungen

0

0

0

Zuschuss

200.000

1.100.000

1.300.000

VE kw

0 

0

0

Angaben in € brutto

 

Zur Deckung des Mittelbedarfes im Haushaltsjahr 2020 werden die nicht verbrauchten investiven Haushaltsmittel im PSP-Element „Neubau 4-züg.GS+2F.SH, Tauchaer Str. 188“ (7.0001640) i. H. v. 200.000 € im Rahmen des Jahresabschlusses des Haushaltsjahres 2019 als Ermächtigungsübertrag in das Folgejahr 2020 übertragen.

Der Mittelbedarf i. H. v. 1.100.000 € zur Auftragsbindung im Haushaltsjahr 2020, mit liquiditätswirksamen Abfluss im Haushaltsjahr 2021, muss zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Die Mittelbereitstellung erfolgt nach Bestätigung der Vorlage VII-DS-00870 „Auslösung von Planungs- und Bauleistungen zur weiteren Umsetzung des Schul- und Kitabauprogrammes in 2020 i. V. m. überplanmäßigen Auszahlungen nach § 79 (1) SächsGemO“.

 

Die Einordnung der Maßnahme für das Haushaltsjahr 2021 erfolgt im Rahmen der Haushaltsplanung zum Doppelhaushalt 2021/2022 innerhalb des Zuschussbudgets des Amtes für Jugend, Familie und Bildung.

Es ist vorgesehen, im Jahr 2022 einen Förderantrag zu stellen.

 

4.3 Einordnung in die mittelfristige Haushaltsplanung

Die bisherige Einordnung in die mittelfristige Haushaltsplanung gemäß des genehmigten Haushaltsplanes 2019/2020 stellt sich wie folgt dar und wird im Rahmen der Haushaltsplanung zum Doppelhaushalt 2021/2022 entsprechend angepasst.

 

PSP-Element „Neubau 4-züg.GS+2F.SH, Tauchaer Str. 188“ (7.0001640)

Jahr

bis 2018

2019

2020

2021

2022

bis 2023

Gesamt

Auszahlungen

200.000

150.000

0

150.000

8.500.000

9.000.000

Einzahlungen

0

85.500

0

85.500

4.845.000

5.557.500

Zuschuss

200.000

64.500

0

64.500

3.655.000

4.392.500

VE (2020) kw

-

-

-

150.000

5.300.000

5.450.000

Angaben in € brutto

 

Gegenwärtige Finanzierungsplanung der Jahresscheiben 2020 bis 2025 zur Planung und Realisierung:

PSP-Element „Neubau 4-züg.GS+2F.SH, Tauchaer Str. 188“ (7.0001640)

 

Jahr

2020

2021

2022

2023

2024

2025

Gesamt

Auszahlungen

200.000

1.300.000

2.000.000

10.570.000

8.848.000

1.900.000

24.818.000

Einzahlungen

0

0

1.000.000

4.000.000

4.000.000

1.865.000

10.865.000

Zuschuss

200.000

1.300.000

1.000.000

6.570.000

4.848.000

35.000

13.953.000

VE 2021 kw

 

 

1.000.000

570.000

 

 

1.570.000

VE 2022 kw

 

 

 

10.000.000

8.500.000

1.900.000

20.400.000

Angaben in € brutto

Die vollständige Einordnung der Maßnahme erfolgt auf Grundlage der vorgenannten Übersicht im Rahmen der Haushaltsplanung zum Doppelhaushalt 2021/2022 innerhalb des Zuschussbudgets des Amtes für Jugend, Familie und Bildung.

 

4.4 Folgekosten

Die Höhe der Folgekosten wird im Rahmen der Baubeschlüsse auf Grundlage der Entwurfsplanungen eingeschätzt.

 

 

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Etwaige Auswirkungen auf den Stellenplan werden im Baubeschluss ausgewiesen.

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

In einer frühzeitigen Planungsphase ist vorgesehen, ein Beteiligungsverfahren in Anlehnung an eine sogenannte Phase 0 mit einer Patenschule durchzuführen. Die Maßnahme wird vom Amt für Jugend, Familie und Bildung gesteuert. Hierbei wird es im Wesentlichen um die innere Gestaltung des Schulgebäudes, Raumzugehörigkeiten und die Gestaltung der Freianlagen gehen.

 

7. Besonderheiten

 

Durch den Neubau entsteht in der geographischen Mitte des gemeinsamen Schulbezirks der 66. Schule und der Schule Portiz eine neue Grundschule, die neben der Kapazitätserhöhung auch der Verkürzung der Schulwege dient.

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Erfolgt keine Beschlussfassung zum Vorhaben, kann die Bereitstellung der benötigten Kapazitäten nicht rechtzeitig abgesichert werden.

 

Anlage:

 

Anlage 1: Lageplan vom 07.02.2020, 1:1000, A4

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 VII-DS-00939_Anlage 1_Lageplan_07.02.2020 (1391 KB)    
Stammbaum:
VII-DS-00939   Planungsbeschluss Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der Tauchaer Straße 188   51 Amt für Jugend, Familie und Bildung   Beschlussvorlage
VII-DS-00939-ÄA-01   Planungsbeschluss Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der Tauchaer Straße 188   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   Änderungsantrag
VII-DS-00939-ÄA-02   Planungsbeschluss Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der Tauchaer Straße 188   Geschäftsstelle der SPD-Fraktion   Änderungsantrag