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Vorlage - VII-A-00775-VSP-01  

 
 
Betreff: Erinnerung und würdiges Gedenken an die Opfer der Leipziger Arbeiterbewegung bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches im März 1920
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Verwaltungsstandpunkt
Einreicher:Dezernat KulturBezüglich:
VII-A-00775
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Vorberatung
14.02.2020    DB OBM - Vorabstimmung      
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Kultur 1. Lesung
20.03.2020    AUSFALL - FA Kultur      
FA Kultur 2. Lesung
15.05.2020    FA Kultur - Videokonferenz      
05.06.2020    FA Kultur      
Ratsversammlung Beschlussfassung
25.03.2020 
AUSFALL - Ratsversammlung vertagt     
20.05.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
10.06.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
17.06.2020 
Ratsversammlung - Fortsetzung vom 10.06.2020, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
VII-A-00775_Anlage

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Rechtliche Konsequenzen

Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre

Rechtswidrig und/oder

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

 

 

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Sachverhalt bereits berücksichtigt

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

 

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Stadtverwaltung prüft bis zum IV. Quartal 2020, ein vorhandenes Denkmal auf dem Südfriedhof wiederzuerrichten.

 

  1. Die bestehende Grabanlage auf dem Südfriedhof für 38 gefallene Arbeiter wird im Jahr 2021 wieder in einen dem Gedenken gerecht werdenden Zustand versetzt. Dabei wird mit der Paul-Benndorf-Gesellschaft zu Leipzig e. V. zusammengearbeitet.

 

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges: Antrag der Fraktion DIE LINKE

Die Grabanlage für die Opfer des Leipziger Kapp-Putsch auf dem Südfriedhof wird instandgesetzt. Nach Möglichkeit soll dort auch ein vorhandenes Denkmal wiedererrichtet werden.

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Vorsorgendes Flächen- und Liegenschaftsmanagement

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schulangebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sportlandschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und exzellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

    Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 

 

Beschreibung des Abwägungsprozesses:   entfällt

 

 

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I. Eilbedürftigkeitsbegründung  entfällt

II. Begründung Nichtöffentlichkeit   entfällt

III.  Strategische Ziele    entfällt

IV. Sachverhalt

1. Begründung

 

Der Augustusplatz nahm bei den Leipziger Demonstrationen während des Kapp-Putsches eine zentrale Rolle ein. Die Toten waren jedoch auf mehreren Straßen und Plätze von Leipzig zu beklagen. Aus gestalterischer Sicht ist der Augustusplatz bereits heute mit Denkmalen und Hinweiselementen überfrachtet (u. a. Mendebrunnen, Brunnen vor der Oper, Pergola, Modell Paulinerkirche, 3 Notenspurstelen, Glocke der Demokratie, Solidarnosc-Tafel). Diese Orte stehen in räumlicher Konkurrenz zu einer Vielzahl von Veranstaltungen auf dem Augustusplatz. Aus diesen Gründen sollte der Opfer am Ort Ihrer Grablege, auf dem Südfriedhof gedacht werden. Diese Grabstätten werden instandgesetzt.

 

Auf dem Südfriedhof befindet sich in der XIX. Abteilung, 2. Gruppe eine Gedenkanlage mit 38 Grabstätten von Gefallenen des Leipziger Kapp-Putsch. Diese Grabstätten unterliegen nicht dem Schutz des Gesetzes über die Erhaltung der Grabstätten von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Anlage besteht aus den 38 Pultsteinen für die hier Bestatteten, einem zentralen Gedenkstein und einem Liegestein (ca. 1975). Die Pultsteine und der Gedenkstein sind seit der Einrichtung der Anlage durch die Friedhofsverwaltung erhalten worden und bedürfen einer Reinigung und Erneuerung der Inschriften. Die Namensdaten an den Pultsteinen und der Text auf dem Gedenkstein sind bekannt. Es ist vorgesehen eine Erläuterungstafel aufzustellen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Paul-Benndorf-Gesellschaft zu Leipzig e.V. werden die erforderlichen Arbeiten und der Inhalt der Erläuterungstafel abgestimmt und ausgeführt.

Gleichzeitig prüft die Stadtverwaltung, ob ein vorhandenes Denkmal für die Opfer des Kapp-Putsches, welches ursprünglich auf dem Südfriedhof aufgestellt war, restauriert und wieder auf dem Südfriedhof errichtet werden kann. Eine Errichtung eines neuen Denkmals auf dem Augustusplatz wird aus gestalterischer und verkehrsrechtlicher Sicht abgelehnt; es fehlt der nötige Freiraum für ein Denkmal.

 

Auf dem Friedhof Leutzsch, der vom Ev.-Luth. Friedhofsverband Leipzig verwaltet wird, befindet sich ein Gedenkstein mit der Inschrift „Den Revolutionskämpfern März 1920“. Dieser ist nicht im Eigentum der Stadt Leipzig. Die Stadt Leipzig wird dem Friedhofsverband empfehlen, den Gedenkstein bis zum Jahr 2022 restaurieren zu lassen. Dabei wird auf die Möglichkeit des Einsatzes von Denkmalfördermitteln des Freistaates Sachsens verwiesen werden. Für die Beauftragung und Durchführung ist jedoch allein der Ev.-Luth. Friedhofsverband zuständig.

 

Bei dem Gedenkstein handelt es sich um einen Findling von ca.  2,20 m Höhe. Er trägt die Inschrift und die Namen von drei Leutzscher Arbeitern, die 1920 während des Kapp-Putsches gefallen sind. Ein vierter Name wurde nachträglich für einen 52–jährigen Leutzscher Arbeiter eingeschlagen, welcher 1932 in der Nähe des Volkmarsdorfer Marktes von der Polizei erschossen wurde.

2. Realisierungs- / Zeithorizont (entfällt bei Ablehnung des Antrags)

Bis IV. Quartal 2020 Prüfung der Verwendung des vorhandenen Denkmals für die Opfer des Kapp-Putsches. Bis IV. Quartal 2021 Instandsetzung der Grabanlage auf dem Südfriedhof. Bis I. Quartal 2022 Aufstellung des vorhandenen Denkmals auf dem Südfriedhof, sofern möglich.

 

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Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 VII-A-00775_Anlage (8468 KB)    
Stammbaum:
VII-A-00775   Erinnerung und würdiges Gedenken an die Opfer der Leipziger Arbeiterbewegung bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches im März 1920   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Antrag
VII-A-00775-VSP-01   Erinnerung und würdiges Gedenken an die Opfer der Leipziger Arbeiterbewegung bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches im März 1920   41 Kulturamt   Verwaltungsstandpunkt
VII-A-00775-NF-02   Erinnerung und würdiges Gedenken an die Opfer der Leipziger Arbeiterbewegung bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches im März 1920   Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE   Neufassung