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Vorlage - VII-A-00864  

 
 
Betreff: Neues Start- und Landeverfahren für DHL am Flughafen Leipzig/Halle abwenden
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
26.02.2020 
Ratsversammlung (offen)   
FA Umwelt und Ordnung 1. Lesung
17.03.2020    AUSFALL - FA Umwelt und Ordnung      
14.04.2020    FA Umwelt und Ordnung - Videokonferenz/Telefonkonferenz      
OR Böhlitz-Ehrenberg Anhörung
04.06.2020 
OR Böhlitz-Ehrenberg ungeändert beschlossen   
OR Lützschena-Stahmeln Vorberatung
29.06.2020 
OR Lützschena-Stahmeln im Marstall des Schlosses Lützschena, Schloßweg, 04159 Leipzig      
OR Burghausen Vorberatung
30.06.2020 
OR Burghausen ungeändert beschlossen     
OR Lindenthal Vorberatung
30.06.2020 
OR Lindenthal      
OR Seehausen Vorberatung
07.07.2020 
OR Seehausen      
OR Rückmarsdorf Anhörung
07.07.2020 
OR Rückmarsdorf      
FA Umwelt und Ordnung 2. Lesung
07.07.2020    FA Umwelt und Ordnung      
OR Wiederitzsch Vorberatung
Ratsversammlung Beschlussfassung
08.07.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

 

Die Deutsche Flugsicherung hat am 30.01.2020 am Flughafen Leipzig-Halle ein neues Landeverfahren eingeführt, mit dem die Start- und Landebahn Nord verstärkt für Anflüge genutzt wird.

Der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung Leipzigs werden beauftrag, sich im Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG und im Aufsichtsrat der Flughafen Leipzig/Halle GmbH als auch beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr dafür einzusetzen, dass dieses Landeverfahren umgehend geändert wird. Neben den Landungen muss die SLB Nord im gleichen Umfang für Starts genutzt werden.

Auf der nächsten Sitzung der Fluglärmkommission ist dazu ein entsprechender Antrag zu stellen.

 

 

Begründung

Laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) erfolgt diese Änderung nicht aus Lärmschutzgründen, sondern:

  • „Dies sei notwendig, um auch in Zukunft das Verkehrswachstum am zweitgrößten Frachtairport Deutschlands bewältigen zu können“ und
  • „Die Nutzung beider Pisten sei vor allem in den besonders verkehrsreichen Nachtstunden notwendig.

Das heißt durch die neuen Anflugverfahren wird der Nachtfluglärm und die damit verbundene Gesundheitsgefährdung weiter ansteigen. Betroffen davon vor allem die stadtnahe Südbahn und damit hin Leipzigs Norden und Westen. Durch die Verlagerung der „leiseren“ Landungen auf die Nordbahn werden die lauten Starts auf der SLB Süd überproportional steigen.

Die im Planfeststellungbeschluss von 2004 verfügte 50:50 Variante besagt, dass die Starts und Landungen sowohl am Tage wie auch in der Nacht gleichmäßig verteilt werden. Von der Möglichkeit, nur Starts oder Landungen einseitig auf die Startbahnen Nord und Süd zu verteilen, war zu keinem Zeitpunkt die Rede.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Stammbaum:
VII-A-00864   Neues Start- und Landeverfahren für DHL am Flughafen Leipzig/Halle abwenden   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VII-A-00864-VSP-01   Neues Start- und Landeverfahren für DHL am Flughafen Leipzig/Halle abwenden   36 Amt für Umweltschutz   Verwaltungsstandpunkt