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Vorlage - VII-A-00757  

 
 
Betreff: Deportations-Denkmal am Gleis 24 des Leipziger Hauptbahnhofes dauerhaft sichern
Anlass: Sonstiges
Status:öffentlich (Vorlage rückverwiesen)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Beschlussfassung
22.01.2020 
Ratsversammlung (offen)   
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
20.05.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
10.06.2020 
Ratsversammlung, Kongreßhalle Leipzig, Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig vertagt     
14.10.2020    Ratsversammlung      
FA Kultur 1. Lesung
07.02.2020    FA Kultur      
FA Kultur 2. Lesung
15.05.2020    FA Kultur - Videokonferenz      
05.06.2020    FA Kultur      
26.06.2020    FA Kultur      
FA Kultur
offen ohne festgelegten RV-Termin/ruhend -

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

 

  1. Das Denkmal zum Gedenken an die Opfer von NS-Verbrechen, die in den Jahren von 1933-45 über das Leipziger Eisenbahnnetz in Zwangs- und Todeslager verschleppt wurden, wird in die Liste der kommunalen Denkmäler der Stadt Leipzig aufgenommen.
  2. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit der Deutschen Bahn Gespräche zur Übernahme von mit dem Fortbestand des Denkmals verbundenen Kosten für Pflege und Versicherung aufzunehmen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Sachverhalt:
 

Der 2011 vom Künstler Roland Steckel entworfenen und am 27.01.2012 übergebenen Gedenkinstallation für die Deportierten der Nazi-Zeit am Gleis 24 des Leipziger Hauptbahnhofes droht Ende 2020 der Abbau.

Grund ist die noch ungeklärte Verantwortung für die weitere Kostenübernahme für Pflege und Versicherung des Mahnmals. Bislang hat der Verein Friedensweg e.V. die Trägerschaft übernommen, weil 2012 keine Einigung mit dem Leipziger Kulturdezernat erzielt werden konnte. Der Verein hat aus den 2010 eingegangenen Spenden das Denkmal in den vergangenen Jahren versichert. Er verfügt jedoch nicht mehr über die Mittel für eine Selbstbeteiligung von 2000 EUR im Schadensfall und kann in Zukunft nur eine ideelle Trägerschaft gewährleisten. Die Deutsche Bahn ihrerseits hat den Platz am Gleis 24 bereitgestellt und die Installation durch ihr Personal reinigen lassen.

Ziel der Stadt Leipzig muss es sein, das Denkmal dauerhaft an einem deutlich sichtbaren Ort im Hauptbahnhof zu sichern und mit der Deutschen Bahn zu klären, wer künftig für die Pflege und Sicherung des Denkmals Verantwortung übernimmt. Hier muss sich die Deutsche Bahn als Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn ihrer historischen Verantwortung stellen.

Grundlage für die dauerhafte Sicherung ist die Aufnahme des Denkmals in die offizielle Liste der kommunalen Denkmäler der Stadt Leipzig.

Die Gedenkinstallation für alle Deportierten besteht aus einem Koffer auf einem Sockel und mahnt und erinnert an die Verbrechen mit den Inschriften:

ZUM GEDENKEN AN ALLE OPFER VON NS-VERBRECHEN, DIE IN DEN JAHREN VON 1933 BIS 1945 UEBER DAS LEIPZIGER EISENBAHNNETZ IN ZWANGS- UND TODESLAGER VERSCHLEPPT WURDEN.

AM 14. FEBRUAR 1945 WURDEN 169 KINDER, FRAUEN UND MAENNER IN DAS KONZENTRATIONSLAGER THERESIENSTADT DEPORTIERT. WENIGE WOCHEN VOR DEM ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGES WAR ES DER LETZTE TRANSPORT
JUEDISCHER OPFER AUS LEIPZIG

http://www.denkmalprojekt.org/2019/leipzig-hauptbahnhof_wk2_sx.html

 

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Stammbaum:
VII-A-00757   Deportations-Denkmal am Gleis 24 des Leipziger Hauptbahnhofes dauerhaft sichern   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Antrag
VII-A-00757-VSP-01   Deportations-Denkmal am Gleis 24 des Leipziger Hauptbahnhofes dauerhaft sichern   41 Kulturamt   Verwaltungsstandpunkt