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Vorlage - VII-DS-00281  

 
 
Betreff: Konzept "Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig"
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Kultur
Beratungsfolge:
DB OBM - Vorabstimmung Vorberatung
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
FA Kultur 1. Lesung
06.12.2019    FA Kultur      
FA Kultur 2. Lesung
13.12.2019    FA Kultur      
FA Finanzen 1. Lesung
16.12.2019    FA Finanzen      
FA Finanzen 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
VII-DS-00281_anlage 1
VII-DS-00281_anlage 2
VII-DS-00281_anlage 3

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

  1. Das Konzept „Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ (Anlage 1) wird bestätigt und ist künftig Grundlage der Vergabe des Stipendiums.

 

  1. Die in 2020 erforderlichen finanziellen Mittel für das Caroline-Neuber-Stipendium werden aus dem planmäßigen Budget des Dezernates Kultur gedeckt. Ab 2021 werden die benötigten Mittel planmäßig im PSP-Element 1.100.28.1.0.01.02.03 (Caroline-Neuber-Preis) eingestellt.

 

  1. Der Ratsbeschluss RBV-1585/13 zum Antrag V/A 357/12 „Aufwertung des Caroline-Neuber-Preises der Stadt Leipzig“ wird aufgehoben.

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

Das Konzept „Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ (Anlage 1) ist die Grundlage für die Neuausrichtung des seit 1998 vergebenen Caroline-Neuber-Preises der Stadt Leipzig. Es beschreibt alle mit dem Stipendium in Verbindung stehenden Details wie Ziel und Selbstverständnis, finanzielle Ausstattung, Vergabe, Auswahlverfahren, Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektkoordination.

 

 

 

 

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

x

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

x

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

2020 2021

2022

 

+ 26.000

+ 15.500

+ 20.500

1.100.28.1.0.01.02.03

1.100.28.1.0.01.02.03

1.100.28.1.0.01.02.03

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

x

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

x

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i.S.d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

x

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

x

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

x

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

x

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schul­angebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sport­landschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und excellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:    entfällt

 


I. Eilbedürftigkeitsbegründung  entfällt

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit   entfällt

 

III.  Strategische Ziele

 

Das „Internationale Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ trägt maßgeblich zum im INSEK beschriebenen Ziel 3 (Leipzig stärkt seine Internationalität) bei. Das Stipendium befördert regionale wie internationale Kooperationen sowie die aktive Vernetzung kultureller Institutionen. Ziel ist es, die öffentliche Wirkungskraft des Stipendiums, der Stipendiatin, der eingebundenen Institutionen und der Stadt Leipzig als Ort der kulturellen Vielfalt regional und international zu stärken.

 

IV. Sachverhalt

1. Anlass

 

Auf der Grundlage des Beschlusses 533/96 „Verleihung des ‚Caroline-Neuber-Preises‘“ vergibt die Stadt Leipzig seit 1998 den Caroline-Neuber-Preis, mit dem alle zwei Jahre weibliche Theaterschaffende aus dem deutschsprachigen Raum, deren Wirken im Sinne der deutschen Schauspielerin und Theaterprinzipalin Caroline Friederike Neuber Maßstäbe gesetzt hat, geehrt werden.

 

Im Jahr 2013 wurde mit dem Beschluss RBV-1585/13 zum Antrag V/A 357/12 „Aufwertung des Caroline-Neuber-Preises der Stadt Leipzig“ und dessen Umsetzung die Vergabe (Organisation, Durchführung und Finanzierung) neu geregelt. Es wurde beschlossen, die Verleihung ab 2014 in eine öffentlichkeitswirksame Abendveranstaltung in Verbindung mit einem Gastspiel der Preisträgerin im Schauspiel Leipzig, aufzuwerten. Nach zwei Vergaben in den Jahren 2014 und 2016 kam es nicht zu der erhofften stärkeren Präsenz des Preises in der Öffentlichkeit und in der Presseberichterstattung auf Leipzig bezogen.

 

Nach Abstimmung mit dem Fachausschuss Kultur wurde ein Konzept zur Neuausrichtung des Caroline-Neuber-Preises erarbeitet, mit dem Ziel, den Preis zu qualifizieren und in seiner Ausstrahlung zu verbessern. Neben dem Dezernat Kultur und dem Kulturamt waren an der Erarbeitung des neuen Konzeptes die Geschäftsleitung des LOFFT als Akteur der freien Leipziger Kulturszene sowie die stellvertretende Intendanz des Eigenbetrieb Schauspiel Leipzig, dem bisher die Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung und die organisatorische Vorbereitung der Preisverleihung übertragen ist, beteiligt. Im Verlauf der Neukonzipierung wurde entschieden, die Preisvergabe 2018 einmalig auszusetzen.

 

2020 soll der Caroline-Neuber-Preis erstmalig entsprechend des vorgelegten Konzepts als „Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ vergeben werden.

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

Ziel und Selbstverständnis

Das Konzept sieht eine Umgestaltung des Preises zum Stipendium mit der Bezeichnung „Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ vor, welches weiterhin aller zwei Jahre vergeben wird. Die Konzeption als Stipendium berücksichtigt und stärkt die gewandelte Ästhetik und die Strukturen der zeitgenössischen internationalen Theaterlandschaft und macht die Zäsur zwischen „alter“ und „neuer“ Ausrichtung deutlich.

 

Der Caroline-Neuber-Preis wurde bisher an weibliche Theaterschaffende aus dem deutschsprachigen Raum als Anerkennung hervorragende künstlerische Leistungen maßstabsetzenden Charakters verliehen. Das Stipendium wird künftig für hervorragende, innovative und impulsgebende künstlerische Leistungen von Frauen in allen Bereichen und Genres des zeitgenössischen Theaters vergeben. Im Fokus der neuen Ausrichtung stehen internationale Nachwuchskünstlerinnen, die in ganz Europa aktiv sind.

 

Das Stipendium soll eine effektivere und größere Auswirkung für Nachwuchskünstlerinnen und Mid-Career Artists entfalten, da diese das Stipendium für ihr aktuelles Schaffen nutzen und für die Theaterarbeit einsetzen können. Es ist anzunehmen, dass das Stipendium bei Nachwuchskünstlerinnen auch in der Vita stärkere Berücksichtigung findet und länger für eine öffentlich wahrgenommene Karriere dokumentiert ist. Das Stipendium kann sowohl an freischaffende oder selbständige als auch an fest an Stadt- und Staatstheatern engagierten Künstlerinnen vergeben werden. Berücksichtigt werden genreübergreifende Zusammenhänge der zeitgenössischen Theaterarbeit. Vorschlagsfähig sind auch entsprechende Personen mit diversem Geschlecht.

 

Die geografische Begrenzung bezieht sich auf die Herkunft oder den Arbeitsmittelpunkt der Preisträgerin. Das Stipendium betont eine über Deutschland hinausgehende Wirksamkeit. Geographisch liegt Leipzig im Zentrum der von der Neuberin und ihrer Theatergesellschaft über die Via Regia bereisten Regionen und ihr Theaterverständnis wurde von hier geprägt.

 

Das Stipendium soll als Stipendium der Stadt Leipzig und auf internationaler Ebene wahrgenommen werden, deshalb ist es immer in Kombination mit dem Namen der Stadt zu nennen als „Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“.

 

 

Finanziellen Ausstattung und Vergabe des Stipendiums

Der Caroline-Neuber-Preis ist bisher mit einer Zuwendung in Höhe von

10.000 € dotiert, welche im Rahmen einer Abendveranstaltung verbunden mit der Präsentation einer Arbeit der ausgezeichneten Künstlerin vergeben wird. Für die Organisation und Ausrichtung dieser Veranstaltung ist bisher der Eigenbetrieb Schauspiel Leipzig verantwortlich.

 

Das Stipendium wird künftig in Form eines persönlichen Preisgeldes in Höhe von 5.000 € sowie eines Stipendiums für einen vierwöchigen Arbeitsaufenthalt in Leipzig ausgereicht. Das Preisgeld sowie das Stipendium wird vom/von Oberbürgermeister/in der Stadt Leipzig in Form eines öffentlichen Festakts im Rahmen des Festivals euro-scene Leipzig an die Stipendiatin vergeben.

 

Durch den Aufenthalt in Leipzig werden neue Impulse in die Leipziger Theaterlandschaft getragen und die regionale wie internationale Kooperation kultureller Institutionen befördert. Ziel ist die wiederholende Sichtbarkeit und öffentliche Wahrnehmung des Stipendiums und der Stipendiatin sowie ihre Vernetzung mit der vielfältigen Tanz- und Theaterszene in Leipzig.

 

Der Arbeitsaufenthalt in Leipzig soll im Jahr nach der Vergabe des Stipendiums im I. Quartal stattfinden. Der Stipendiatin wird dafür ein Budget in Höhe von bis zu 10.000 € zur Verfügung gestellt, welches Ausgaben für Arbeits- und Produktionsmittel sowie Lebenshaltungs- und Reisekosten für die Stipendiatin beinhaltet. Im Rahmen des Budgets kann die Stipendiatin ihre Arbeitsweise und Methodik frei definieren. Vor Beginn des Stipendiums wird dem Kulturamt ein Kostenplan zur Verwendung der Budgets vorgelegt werden. Der Stipendiatin wird zudem eine Gästewohnung zur Verfügung gestellt.

 

Es wird erwartet, dass die Stipendiatin möglichst am Ende ihres Aufenthaltes in Leipzig ihre Arbeitsphase präsentiert. Form und genauer Zeitpunkt der Präsentation ist offen und durch die Stipendiatin mit der vorschlagsberechtigten Institution festzulegen.

 

Auswahlverfahren

Bei der bisherigen Vergabe des Caroline-Neuber-Preises wird ein sachkundiges Kuratorium unter dem Vorsitz der Stadt Leipzig im Vorjahr der Preisverleihung einberufen, welches in einer nicht öffentlichen Sitzung eine fünfköpfige Fachjury beruft. Die Mitglieder der Jury wiederum benennt Kandidatinnen für die Vergabe des Preises und wählt in einer gemeinsamen Sitzung die zukünftige Preisträgerin.

 

Die Neuausrichtung sieht folgendes zweistufige Verfahren für die Auswahl einer zukünftigen Stipendiatin vor:

 

  1. Vorschlagsberechtigte Leipziger Institutionen nominieren jeweils eine Kandidatin.

Die Nominierten werden öffentlich bekannt gegeben und mit Informationen zur Person sowie ihrem künstlerischen Schaffen vorgestellt.

 

  1. Eine Jury wählt aus den Nominierten die zukünftige Stipendiatin.

Die zukünftige Stipendiatin wird zeitnah nach der Jurysitzung durch den/die Bürgermeister/-in für Kultur telefonisch informiert.

Die Stipendiatin (inkl. Informationen zur Person, zum künstlerischen Schaffen sowie zur Begründung der Jury) wird nach der Jurysitzung der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Bis zur öffentlichen Bekanntgabe ist Stillschweigen zu vereinbaren.

 

Die Einbindung sowohl freier als auch städtischer Kulturinstitutionen schafft eine breite Zustimmungsbasis innerhalb Leipzigs. Die Funktion der Jury bringt zudem Objektivität und internationale Sichtweisen in die Bewertung. Die Besetzung der Jury mit international orientierten Partnern sowie die Veröffentlichung der Nominierten dienen der Stärkung der überregionalen wie örtlichen öffentlichen Aufmerksamkeit und der Verbreitung des Anliegens.

 

Vorschlagsberechtigte Institutionen

Anders als bisher obliegt das Vorschlagsrecht von Kandidatinnen nun unabhängigen, international aktiv vernetzten Institutionen aus Leipzig. Den Kreis der vorschlagsberechtigten Institutionen definiert das Kulturdezernat und das Kulturamt der Stadt Leipzig. Die vorschlagsberechtigten Institutionen werden durch den/die Bürgermeister/-in für Kultur berufen oder abberufen.

 

Vorschlagsberechtigt mit jeweils einem Vorschlag sollen folgende Leipziger Institutionen sein:

  • euro-scene Leipzig
  • Schaubühne Lindenfels
  • Lindenfels Westflügel
  • LOFFT – DAS THEATER
  • Schauspiel Leipzig
  • Oper Leipzig
  • Theater der Jungen Welt

 

Mit ihrem verbindlichen Vorschlag einer Kandidatin erklären sich die vorschlagsberechtigten Institutionen dazu bereit, bei Auswahl ihrer Kandidatin zur Stipendiatin, diese im Rahmen ihres Arbeitsaufenthaltes in Leipzig, insbesondere durch

  • die Einbindung der Stipendiatin in vorhandene Netzwerke für zukünftige Arbeitsbeziehungen der vorschlagsberechtigten Institutionen
  • die Zurverfügungstellung von Infrastruktur
  • das Ermöglichen der freien Teilnahme an Veranstaltungen der Einrichtung

 

zu unterstützen und eine Präsentation der Arbeitsphase - möglichst zum Ende des Arbeitsaufenthaltes der Stipendiatin - zu ermöglichen.

 

Jurybesetzung

Der/die Bürgermeister/-in für Kultur beruft nach Vorschlag des Kulturamtes eine wechselnde Jury mit fünf gleichberechtigt arbeitenden Mitgliedern, darunter drei Frauen und mit mindestens einem internationalen Partner.

 

Die Jurymitglieder erhalten acht Wochen vor der Jurysitzung die durch die Projektkoordination vorbereiteten Vorschläge von Kandidatinnen. In einer nicht öffentlichen Jurysitzung wird aus den zuvor Nominierten die zukünftige Stipendiatin ausgewählt.

 

Die Jurymitglieder nehmen nach Möglichkeit an der Preisverleihung teil. Aus dem Kreis der Jurymitglieder oder der vorschlagenden Institution wird der/die Laudator/-in für den öffentlichen Festakt zur Vergabe des Stipendiums benannt.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird von der eingesetzten Projektkoordination in enger Absprache mit dem Kulturamt in mehreren Etappen realisiert. Ziel ist es, die öffentliche Wirkungskraft des Stipendiums, der Stipendiatin, der eingebundenen Institutionen und der Stadt Leipzig als Ort der kulturellen Vielfalt regional und international zu stärken.

 

In Abstimmung mit dem Kulturamt und dem Referat Kommunikation der Stadt Leipzig soll die regionale und internationale Öffentlichkeit sowie die überregionale Fachwelt erreicht werden. Die Projektkoordination realisiert zudem weitere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit nach einem vorzulegenden Konzept, das mit dem Kulturamt der Stadt Leipzig abzustimmen ist. 

 

Projektkoordination

Das Konzept regelt die im Beschluss RBV-1585/13 dem Eigenbetrieb Schauspiel Leipzig übertragene Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung sowie organisatorische Vorbereitung der Preisverleihung neu.

 

Das Kulturamt der Stadt Leipzig vereinbart mit der Geschäftsleitung des LOFFT – Das Theater die Übernahme der Projektkoordination. Die Vereinbarung regelt die Koordinierung und Umsetzung aller für die Ausrichtung und Realisierung des Stipendiums relevanten Vorgänge. Sie soll zunächst für drei Ausrichtungszyklen des Stipendiums, also 2020/21, 2022/2023 und 2024/25 gelten. Nach der zweiten Vergabe des neu ausgerichteten Stipendiums soll das Konzept inklusive des Kosten- und Finanzierungsplans sowie die getroffenen Vereinbarungen mit der eingesetzten Projektkoordination evaluiert werden.

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

 

Die nächste Vergabe des „Internationalen Caroline Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ soll im Herbst 2020 stattfinden und in Zukunft biennal verliehen werden.

 

IV. Quartal 2019 ggf. I. Quartal 2020

  • Bestätigung der Neukonzeption als Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig durch einen Ratsbeschluss
  • Presseinformation über die Inhalte der Neuausrichtung

I. Quartal 2020

  • Berufung der Jurymitglieder durch die Bürgermeisterin für Kultur
  • Abgabeschluss für Kandidatinnenvorschläge durch die vorschlagsberechtigten Institutionen, ggf. Sitzung zum Austausch über die Kandidatinnen
  • Versendung der aufgearbeiteten Unterlagen über die Kandidatinnen an die Jurymitglieder

II. Quartal 2020

  • Jurysitzung und Auswahl der Stipendiatin 2020
  • Prüfung der Verfügbarkeit einer Gästewohnung und deren Reservierung

II. und III. Quartal 2020

  • Vorbereitung des öffentlichen Festaktes innerhalb der euro scene Leipzig 2020 mit anschließendem Empfang

November 2020

  • Öffentlicher Festakt zur Vergabe des Stipendiums innerhalb der euro scene Leipzig 2020 mit anschließendem Empfang
  • Nachbereitungen / Abrechnungen durch die Projektkoordination

I. Quartal 2021

  • Vorbereitung des Arbeitsaufenthalts der Stipendiatin in Leipzig
  • Arbeitsaufenthalt der Stipendiatin 2020
  • Präsentation der Arbeitsphase (nach Möglichkeit am Ende des Arbeitsaufenthaltes in Leipzig)

II. Quartal 2021

  • Nachbereitungen / Abrechnungen durch die Projektkoordination

I. Quartal 2022

  • Vorbereitungen durch die Projektkoordination
  • ggf. Ansprache und Berufung neuer Jurymitglieder
  • Abgabeschluss für Kandidatinnenvorschläge durch die vorschlagsberechtigten Institutionen, ggf. Sitzung zum Austausch über die Kandidatinnen
  • Versendung der aufgearbeiteten Unterlagen über die Kandidatinnen an die Jurymitglieder

II. Quartal 2022

  • Jurysitzung und Auswahl der Stipendiatin 2022
  • Prüfung der Verfügbarkeit einer Gästewohnung und deren Reservierung

II. und III. Quartal 2022

  • Vorbereitung des öffentlichen Festaktes innerhalb der euro scene Leipzig 2022 mit anschließendem Empfang

November 2022

  • Öffentlicher Festakt zur Vergabe des Stipendiums innerhalb der euro scene Leipzig 2022 mit anschließendem Empfang
  • Nachbereitungen / Abrechnungen durch die Projektkoordination

I. Quartal 2023

  • Vorbereitung des Arbeitsaufenthalts der Stipendiatin in Leipzig
  • Arbeitsaufenthalt der Stipendiatin 2022
  • Präsentation der Arbeitsphase (nach Möglichkeit am Ende des Arbeitsaufenthaltes)

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

Aufgrund der Neuausrichtung des (ehemals) Caroline-Neuber-Preises als „Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ ändert sich auch die notwendige finanzielle Ausstattung und somit die planmäßige Berücksichtigung in den kommenden Haushaltsjahren.

 

Bisher wurden im Haushalt des Kulturamtes (PSP-Element 1.100.28.1.0.01.02.03 – Caroline-Neuber-Preis) und im Eigenbetrieb Schauspiel Leipzig (im jährlichen Basiszuschuss enthalten, PSP-Element 1.100.26.1.0.01) für den Caroline-Neuber-Preis folgende Mittel geplant:

im Vorbereitungsjahr   Kulturamt   3.000 €

im Jahr der Preisvergabe  Kulturamt 13.500 €

     Schauspiel 13.000 €

 

Mit der Neuausrichtung wird beginnend ab 2020 (dann jeweils immer im geraden Jahr) die Preisverleihung und Stipendienvergabe einschließlich eines öffentlichen Festaktes stattfinden. Und im darauffolgenden Jahr (dann jeweils immer im ungeraden Jahr) erfolgt die Finanzierung des 4-wöchiger Arbeitsaufenthaltes der Stipendiatin.

 

Folgende finanziellen Mittel sind dafür notwendig:

 

2020  13.500 € planmäßiger Ansatz im Kulturamt

13.000 € Mehrerträge Kulturraummittel

13.000 €  geplanter Zuschuss 2020 des Schauspiel Leipzig (wird dem

                       Kulturamt unterjährig zurückgezahlt)

39.500 € zur Verfügung stehendes Budget im Kulturamt (1.100.28.1.0.01.02.03)

 

2021 18.500 € planmäßige Veranschlagung im Kulturamt

(1.100.28.1.0.01.02.03)

   Deckung aus:

13.000 € Minderzuschuss an den EB Schauspiel Leipzig

  3.000 € planmäßige Mittel im Kulturamt

        2.500 € Mehrerträge Kulturraummittel

 

2022  34.000 € planmäßige Veranschlagung im Kulturamt

    (1.100.28.1.0.01.02.03)

   Deckung aus:

13.000 € Minderzuschuss an den EB Schauspiel Leipzig

13.500 € planmäßige Mittel im Kulturamt

        7.500 € Mehrerträge Kulturraummittel

 

2023 18.500 € planmäßige Veranschlagung im Kulturamt

(1.100.28.1.0.01.02.03)

 

Die Umsetzung der Finanzierung des Internationalen Caroline-Neuber-Stipendiums der Stadt Leipzig bedeutet eine dauerhafte Reduzierung des Zuschusses an den Eigenbetrieb Schauspiel Leipzig um 13.000 € und eine Veranschlagung der notwendigen finanziellen Mittel in Höhe von 18.500 € bzw. 34.000 € im Budget des Kulturamtes.

 

Gegenüber der Planung 2020 würde sich in 2021 ein Mehrbedarf von 2.500 € und für 2022 ein Mehrbedarf von 7.500 € ergeben, der jedoch durch die erhöhten Zuweisungen von Kulturraumgeldern gedeckt wird.

 

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan  keine

 

6. Bürgerbeteiligung

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

7. Besonderheiten      keine

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Bei Nichtbeschluss würde der Caroline-Neuber-Preis nicht qualifiziert und als „Internationales Caroline Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig“ neu ausgerichtet und aufgewertet. Das strategische Ziel aus dem INSEK „Leipzig stärkt seine Internationalität“ könnte mit der Beibehaltung der bisherigen Vergabemodalitäten nur unzureichend erfüllt werden.

 

Anlagen:

 

Anlage 1: Konzept Internationales Caroline-Neuber-Stipendium der Stadt Leipzig

Anlage 2: Kostenplan für Vergabe 2020_2021

Anlage 3: Kostenplan für Vergabe 2022_2023