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Vorlage - VII-A-00182  

 
 
Betreff: Sicherung der Platzfläche Johannisplatz
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Gabelmann, Ute Elisabeth
Beratungsfolge:
SBB Mitte Anhörung
SBB Südost Anhörung
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
04.09.2019 
Ratsversammlung (offen)     
FA Umwelt und Ordnung 1. Lesung
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
24.09.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Kultur 1. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, den Bebauungsplan des Johannisplatzes dauerhaft so zu gestalten, daß eine Bebauung mit einem aufragenden Gebäude und insbesondere die Abholzung der Kirschbäume ausgeschlossen ist.

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Sachverhalt:

Immer wieder gibt es öffentliche Diskussionen zu der Frage, ob der Johannisplatz – insbesondere die Freifläche vor dem Grassi-Museum – zu bebauen sein soll. Erst kürzlich gab es hierzu einen Ideenwettbewerb.

 

Obwohl es wünschenswert ist, die vor den Luftangriffen des II. Weltkriegs vorherrschende Stadtstruktur wiederherzustellen bzw. sich an ihr zu orientieren, da sie organisch gewachsen und einzigartig war, so ist doch festzuhalten, daß sich mittlerweile der Johannisplatz in seiner jetzigen Form zu einer eigenen städtebaulichen Figur entwickelt hat. Er ist geschätzter Treffpunkt für Einheimische, Liegewiese für Sonnenanbeter, Touristenmagnet und beliebtes Fotomotiv – gerade zur Kirschblütensaison.

 

Eine aufragende Bebauung wie ein Gebäude oder die Wiederherstellung des Kirchturmes würden den Blick auf das Grassi-Museum mit seiner charakteristischen Dachkonstruktion bzw. umgekehrt den Blick auf das sich öffnende "Tor zu Stadt" in Form der Augustusplatz-Bebauung verdecken, Sichtachsen behindern und das ästhetische Empfinden stören.

 

Der Johannisplatz gilt als einer der schönsten Plätze, um in Deutschland die japanische Kirschblüte (Sakura) mitzuerleben, welche traditionell bedeutsam ist.

Eine Bebauung, welche die Kirschbäume erhalten würde, wäre – abgesehen von einer sicher komplizierten Umsetzung – ebenso zu kritisieren, da dadurch die eigentlich "Stars" des Platzes – die vollständige Bepflanzung mit japanischen Kirschbäumen – an den Rand gedrängt würden.