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Vorlage - VII-A-00181  

 
 
Betreff: Weiterentwicklung Samuel-Hahnemann-Denkmal
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Gabelmann, Ute Elisabeth
Beratungsfolge:
SBB Mitte Anhörung
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
04.09.2019 
Ratsversammlung (offen)     
FA Kultur 1. Lesung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

1. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, zu prüfen, welche Kosten es verursachen würde, das Denkmal des Samuel Hahnemann mit einer fest verbauten (d.h. vandalierend schwer entfernbaren), denkmalgerechten Tafel mit folgender Inschrift ausstatten zu lassen:

"Homöopathie wirkt nicht über den Placebo-Effekt hinaus."

2. Wenn der voraussichtliche Betrag feststeht und durch Spenden aufgebracht wird, soll die Anbringung der Tafel gemäß (1.) umgesetzt werden.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Seit einigen Jahren gibt es die erfreuliche Tendenz, historisch Gebäude, Denkmale und andere Figuren im öffentlichen Raum, welche im Laufe der Jahrhunderte durch wissenschaftliche oder gesellschaftliche Erkenntnisse eine Bedeutungsumwidmung oder –weiterentwicklung erfahren haben, entsprechend mit erklärenden Texttafeln auszustatten. Ohne das eigentliche Objekt zu entfernen, zu übermalen, abzureißen o.ä., wird durch Texttafeln der Kontext erklärt, das Objekt eingeordnet und ein Entwicklungsbogen verdeutlicht.

Leipzig genießt auch als Medizin-Stadt internationales Renommee, Universitätsklinikum und medizinische Fakultät haben einen ausgezeichneten Ruf. Auch aus den dort in der Forschung gewonnenen wissenschaftlichen Ergebnissen hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, daß Homöopathie nicht über den bekannten Placebo-Effekt hinaus wirkt.

Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöopathie. Sein Denkmal, was neben seinen – unter damaligen Umständen sicher bewundernswerten – Leistungen als Mediziner auch die Begründung der homöopathischen Lehre würdigte, gehört vor diesem Hintergrund kontextualisiert. Dies soll ohne Antasten des historischen Denkmalkörpers geschehen.

Es handelt sich bei dem Antrag zunächst einmal um einen Prüfauftrag zur Ermittlung der Kosten. Diese sollen danach durch Spenden eingeworben werden. Eine Umsetzung des Antrags ist erst dann vorgesehen, wenn die geschätzt erforderliche Spendensumme vollständig bereitsteht.