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Vorlage - VI-DS-05217-DS-01  

 
 
Betreff: 1. Änderung Bau- und Finanzierungsbeschluss Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hauptbahnhof Ostseite
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VI-DS-05217
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
DB OBM - Vorabstimmung
SBB Mitte Anhörung
28.11.2019    SBB Mitte      
FA Finanzen 1. Lesung
18.11.2019    FA Finanzen      
FA Stadtentwicklung und Bau 1. Lesung
21.11.2019    FA Stadtentwicklung und Bau      
FA Finanzen 2. Lesung
FA Stadtentwicklung und Bau 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Anlage 1_urspruengliche Beschlusspunkte_Busabsteplatz Hbf Ostseite
Anlage 2_Uebersichtslageplan_1 Aenderung Hauptbahnhof Ostseite

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

In dem Beschluss der Ratsversammlung vom 18.04.2010 werden die Punkte 2 und 3 wie folgt geändert:

 

  1. Die Gesamtkosten für Planung und Bau betragen 4.190.000 € (brutto) bei einem Stadtanteil von 2.390.875 € (brutto). Darin enthalten sind 50.000 € (brutto) für die Stadtbeleuchtungsanlagen, welche aus dem Ergebnishaushalt zu finanzieren sind.

 

  1. Die Auszahlungen in Höhe von 4.140.000 € (brutto) werden im PSP-Element "Busabstellplatz Hauptbahnhof Ostseite" (7.0001803.700) in 2018, 2019 und 2020 wie folgt bereitgestellt:

    2018: 1.175.000 €
    2019: 1.575.000 €
    2020: 1.390.000 €

 

Hinzugefügt werden die beiden folgenden Punkte:

 

3.1  Die Einzahlungen i. H. v. 1.799.125 € werden im PSP-Element „Zweckgebundene Zuweisung von Dritten“ (7.0001803.705) wie folgt bereitgestellt:

2018:                0 €
2019:     400.000 €
2020:  1.399.125 €
 

3.2  In der Projektdefinition 7.0001803 wird für die Jahre 2019 und 2020 die Aufnahme eines nachträglichen Zweckbindungsvermerks nach § 19 (1) SächsKomHVO-Doppik bestätigt.

 

 

 

 

Räumlicher Bezug:

 

Hauptbahnhof Ostseite ehemalige Ladestraße zwischen Straße Sachsenseite und Brandenburger Brücke

 

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Die ursprünglich veranschlagten Baukosten werden sich hauptsächlich durch die gestiegenen Herstellungskosten des Ersatzneubaues der Stützwand, die Vergabe der Bauleistungen in mehreren Teilen, das vorliegende Submissionsergebnis des 2. BA sowie diversen Mehraufwendungen im Zuge der Realisierung des 1. Bauabschnittes auf 4.190.000 Euro erhöhen. Es konnten zwischenzeitlich Fördermittel i. H. v. ca. 1.799.125 Euro akquiriert werden. Eine Erhöhung des Stadtanteiles ist nicht erforderlich. Aus diesem Grund ist die Gesamtfinanzierung neu aufzustellen.

 

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

nein

X

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

 

nein

X

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

 

nein

X

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

von

bis

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Ergebnishaushalt

Erträge

 

 

 

 

 

Aufwendungen

2018

2020

50.000

1066541000010

Finanzhaushalt

Einzahlungen

2019

2020

1.799.125

7.0001803.705

 

Auszahlungen

2018

2020

4.140.000

7.0001803.700

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

 

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

ab 2019

 

 

siehe Beschluss VI-DS-05217

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Steuerrechtliche Prüfung

 

nein

 

wenn, ja

Unternehmerische Tätigkeit i. S. d. §§ 2 Abs. 1 und 2B UStG

X

nein

 

ja, Erläuterung siehe Punkt 4 des Sachverhalts

Umsatzsteuerpflicht der Leistung

 

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Bei Verträgen: Umsatzsteuerklausel aufgenommen

 

ja

 

Nein, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Ja

X

Nein

Beantragte Stellenerweiterung:

   Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 


Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftsstruktur

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schul­angebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sport­landschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und excellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

Ein Abwägungsprozess ist bei der gegenständlichen Vorlage nicht relevant, da es keinen inhaltlichen Zielkonflikt bezüglich der Planung gab.

 

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

nichtzutreffend

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

nichtzutreffend

 

III.  Strategische Ziele

 

Mit dem Bau des Busabstellplatzes und der Zufahrtsstraße einschließlich des Ersatzneubaues der denkmalgeschützten Stützmauer wird den Fernbussen eine zentrale Abstellmöglichkeit in der unmittelbaren Nähe des Hauptbahnhofes und des auf der Ostseite neu geschaffenen Fernbusterminals ermöglicht. Der neue Busabstellplatz wurde erforderlich, da der alte Busabstellplatz auf dem Privatgrundstück direkt neben der Osthalle des Hauptbahnhofes einem Hotelneubau (im Bau) und dem Fernbusterminal (fertiggestellt) weichen musste.

  

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

 

Die vorliegende 1. Änderung des Bau- und Finanzierungsbeschlusses Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hauptbahnhof Ostseite soll über den Sachverhalt der erhöhten Baukosten über 10 % des ursprünglich gefassten Bau- und Finanzierungsbeschlusses (Vorlage VI-DS-05217, Beschluss der Ratsversammlung am 25.04.2018) informieren, eine Lösungsmöglichkeit der Deckung für die benötigten Finanzmittel in 2020/2021 aufzeigen und den gegenständlichen 1. Änderungsbeschluss herbeiführen.

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

 

2.1  Grundlagen

 

        Bau- und Finanzierungsbeschluss Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hauptbahnhof Ostseite (Vorlage VI-DS-05217, Stadtratsbeschluss vom 25.04.2018)

 

        Schlussrechnung der Naumburger Bauunion für den 1. Bauabschnitt (Busabstellplatz) vom 15.02.2019.

 

        Abschlagsrechnung Planungs- und Baukosten aus Geschäftsbesorgung von S & G Development Objekt Leipzig GmbH & Co. KG vom 03.09.2018

 

        Schlussrechnung Planungs- und Baukosten aus Geschäftsbesorgung von S & G Deve-lopment Objekt Leipzig GmbH & Co. KG vom 22.05.2019

 

        Zuschlagsschreiben vom 18.06.2019 an die Naumburger Bauunion für den 2. Bauabschnitt (mittlerer Teil Zufahrtsstraße)

 

        Bauwerksentwurf mit Kostenberechnung vom 13.12.2018 zur Erneuerung der Stützwand, Leipzig Hauptbahnhof, Sachsenseite/Zufahrt Busabstellplatz (ehem. Ladestraße)

 

        Zuwendungsbescheid der Landesdirektion Sachsen vom 21.08.2018

 

Der öffentliche Busabstellplatz mit 30 Stellplätzen konnte gemeinsam mit dem privaten Serviceplatz mit 10 Busstellplätzen als 1. Bauabschnitt bis Ende 2018 realisiert werden. Im Zuge der Baumaßnahme wurden 2018 durch den Investor des Serviceplatzes (S & G Development Projekt Leipzig Parkhaus GmbH und S & G Development Objekt Leipzig GmbH & Co. KG) geschäftsbesorgend Bauleistungen für die Stadt Leipzig erbracht, die sich auf die vorgezogene Realisierung des Staukanales und bauvorbereitende Maßnahmen in der Zufahrtsstraße beschränkt haben. Dazu wurde eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.

 

Die ehemalige Ladestraße als Privatstraße der DB AG soll in gleicher Lage als öffentliche Zufahrtsstraße grundhaft ausgebaut werden. Zwischenzeitlich wurde der Grunderwerb an den Flächen des schon gebauten Busabstellplatzes und der ehemaligen Ladestraße vollzogen. Die Widmung für den öffentlichen Verkehr der Ladestraße und des Busabstellplatzes erfolgte mit der Bekanntmachung im Amtsblatt Nr. 20 am 10.11.2018. Aus technologischen Gründen und hinsichtlich des notwendigen Zeitraumes für die Erstellung der Planung für die denkmalgeschützte Stützwand war eine weitere Unterteilung in einen 2. Bauabschnitt (mittlerer Teil der Zufahrtsstraße) und in einen 3. Bauabschnitt (südlicher Teil der Zufahrtsstraße und Ersatzneubau der denkmalgeschützten Stützwand) erforderlich.

 

Der zweite Bauabschnitt wird Mitte August 2019 bis Ende November 2019 realisiert. Der Zuschlag wurde erteilt. Der technologisch anspruchsvolle 3. Bauabschnitt kann erst ab August 2020 begonnen werden. Bis dahin sind vertragliche Regelungen mit den Grundstückseigentümern für eine notwendige Interimszufahrt nördlich des OBI-Marktes oder zwischen Telekomgrundstück und OBI-Markt zu treffen. Die Ausführungsplanung für das Ingenieurbauwerk (Stützwand) und die Tragwerksplanung sind abzuschließen.

 

 

3. Realisierungs-/Zeithorizont

 

Der Bauabschnitt 1 wurde bis Ende 2018 realisiert. Der 2. Bauabschnitt soll bis Ende 2019 fertiggestellt werden. Die Baudurchführung des 3. Bauabschnittes soll ab August 2020 bis ca. Mitte 2021 erfolgen.

 

 

4. Finanzielle Auswirkungen

 

4.1  Grundlagen

 

Kostenträger der Baumaßnahme ist die Stadt Leipzig. Der ursprüngliche Bau- und Finanzierungsbeschluss VI-DS-05217 beinhaltete eine vollständige städtische Eigenfinanzierung ohne Fördermittel.

 

Im Nachgang des Bau- und Finanzierungsbeschlusses konnten Fördermittel akquiriert werden. Die Baumaßnahme ist teilweise nach GRW-Infra förderfähig. Nicht förderfähig ist der Busabstellplatz (BA 1). Ein entsprechender Fördermittelbescheid der Landesdirektion Sachsen über 1.799.125 Euro für den 2. und 3. BA wurde mit Datum vom 21.08.2018 ausgereicht. Gegenüber dem Ursprungsbeschluss (basierend auf einer Kostenschätzung für die Stützwand) haben sich die Kosten für den Ersatzneubau der denkmalgeschützten Stützwand deutlich erhöht. 

 

4.2  Bau- und Planungskosten Alt

 

Auf Basis der fortgeschriebenen Kostenschätzung wurden folgende Baukosten ermittelt (brutto):

 

        Zufahrtsstraße und Abstellplatz:

1.400.000 €

        Stützwand:

700.000 €

        Baustraße:

100.000 €

 

Es ergeben sich für die Stadt Leipzig folgende Kosten (brutto):

 

-

Baukosten:

2.200.000 €

 

 

 

-

Planungskosten
(Leistungsphasen 8 - 9 HOAI, Bauüberwachung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator, Kontrollprüfungen, Öffentlichkeitsarbeit)

200.000 €

 

 

 

-

Gesamtkosten Planung und Bau

2.400.000 €

 

Verteilt auf Jahresscheiben entsteht folgender Ansatz im Finanzhaushalt alt:
 

in EURO

Gesamt

2018

2019

Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hbf. Ost

2.400.000*)

1.200.000*)

1.200.000*)

davon PSP-Element 7.0001803.700
Busabstellplatz (Auszahlung)

2.350.000

1.175.000

1.175.000

*) davon Planung

200.000

100.000

100.000

davon Innenauftrag Stadtbeleuchtung

106654100010 (Aufwand)

50.000

25.000

25.000

 

4.3 Bau- und Planungskosten Neu

 

Die Bau- und Planungskosten haben sich gegenüber des ursprünglichen Bau- und Finanzierungsbeschlusses aus folgenden Gründen erhöht:

 

Kostengrundlage für den Baubeschluss war die fortgeschriebene Kostenschätzung aus der Vorplanung mit ca. 2.200.000 € Baukosten. Für Planung und Bau wurden 2.400.000 € veranschlagt. Im Zuge der Entwurfsplanung ergaben sich mit der zunehmenden Planungstiefe zahlreiche Leistungen, die kostentechnisch noch nicht in der Vorplanung absehbar waren. Die Kostenberechnung der Entwurfsplanung ergibt eine Summe von ca. 3.957.000 € Baukosten. Im Vergleich von Kostenschätzung und Kostenberechnung ergibt sich eine Differenzsumme von ca. 1.757.000 € (ohne Planungskosten).

 

Der Hauptgrund zur Kostenerhöhung ist der Ersatzneubau der denkmalgeschützten Stützwand. Erste Einschätzungen gingen von einer möglichen Sanierung der Stützwand aus. Nach Vorliegen eines statischen Gutachtens musste von einem kompletten Ersatzneubau ausgegangen werden. Dem ursprünglichen Bau- und Finanzierungsbeschluss lag dazu eine Kostenschätzung von 12/2017 i. H. v. ca. 700.000 € vor. Die weitere Durcharbeitung der Planung in der Phase der Entwurfsplanung zur Gründung der Stützwand mit Mikropfählen, notwendiger technologischer Abläufe mit Berücksichtigung von betriebswichtigen Bahnleitungen sowie teilweise eine Umverlegung dieser Bahnleitungen, eine veranschlagte Bauzeit von 10 Monaten und die Berücksichtigung der Vorgaben des Denkmalschutzes haben im Ergebnis der vorliegenden Entwurfsplanung von 12/2018 eine Kostenberechnung von ca. 1.700.000 € ergeben. Damit liegt allein hier eine Kostenerhöhung um ca. 1.000.000 € vor.

 

Die für den ursprünglichen Bau- und Finanzierungsbeschluss angesetzten geschätzten Kosten der Vorplanung gingen von einem gesamten Bauabschnitt für Zufahrtsstraße und Busabstellplatz aus. Aus technologischen sowie zeitlichen Gründen für die Planung der Stützmauer mussten insgesamt 3 Bauabschnitte gebildet werden. Damit einhergehend reduzieren sich die Mengen der Bauleistungen pro Bauabschnitt und ein mehrmaliger Auf- und Abbau der Baustelleneinrichtung wird notwendig, was letztlich zu einer Kostensteigerung führt.

 

Ein weiterer Grund für die gestiegenen Kosten ist die Schlussrechnung zum 1. Bauabschnitt (Busabstellplatz und nördlicher Teil der Zufahrtsstraße) vom 15.02.2019.

 

Gegenüber dem Zuschlagsergebnis vom 16.07.2018 i. H. v. 845.170 Euro haben sich die Baukosten gemäß Schlussrechnung vom 15.02.2019 i. H. v. 908.716 Euro um 63.546 Euro erhöht. Die Summe der Nachträge fiel jedoch höher aus, da nicht alle Leistungen des 1. BA (wie z. B. die Verkürzung der Zufahrtsstraße um ca. 90 m) realisiert wurden, sondern teilweise in den 2. BA verschoben wurden und damit aus den beauftragten Baukosten des 1. BA entfallen sind. Ursache für die Erhöhung waren mehrere Nachträge der Baufirma in Höhe von ca. 131.000 Euro zu:

 

-          Zusätzlicher Bodenaustausch durch Vorfinden einer Braunkohlelagerstätte sowie erhöhte Aufwendungen für die Herstellung der Kampfmittelfreiheit: ca. 25.000 Euro

 

-          Vollgebundener Oberbau infolge Tragfähigkeitsproblemen im Bereich des Busabstellplatzes: ca. 72.000 Euro

 

-          Änderungen an den Muldenrinnen aus Beton, da im Servicebereich an diesen schon Schäden auftraten: ca. 19.000 Euro

 

-          Änderungen an der Einfriedung zur Ausgleichsfläche OBI-Markt: ca. 15.000 Euro

 

Auf Basis der aktuellen Schlussrechnungen für den 1. BA, das Zuschlagsergebnis für den 2. BA sowie der Kostenberechnung für die Stützwand wurden folgende aktuelle Baukosten ermittelt (brutto):

 

        Busabstellplatz BA 1 (Schlussrechnung Baufirma)

908.716 €

        Baukosten Geschäftsbesorgung Staukanal durch S & G

375.613 €

        Zuschlagsergebnis BA 2 Zufahrtsstraße:

437.010

        Deponiekosten BA 1

74.119 €

        Parkscheinautomaten BA 1

10.520 €

        Baustraße für BA 3

50.000 €

        Landschaftsbau BA 1 und BA 2

80.872

        Abbruch Brüstung Stützwand, Absicherungsmaßnahmen

26.581 €

        Kostenberechnung Neubau Stützwand BA 3

1.683.952 €

        Zufahrtsstraße BA 3 (ca. 180 m)

300.000 €

 

Es ergeben sich für die Stadt Leipzig folgende Kosten (brutto):

 

-

Baukosten 3.947.383 €, gerundet:

3.950.000 €

 

 

 

-

Zuzüglich Planungskosten
(Leistungsphasen 8 - 9 HOAI, Bauüberwachung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator, Kontrollprüfungen, Öffentlichkeitsarbeit)

240.000 €

 

 

 

-

Gesamtkosten Planung und Bau

4.190.000 €

 

Die Leistungsphasen 3 bis 4 (HOAI) wurden bereits erbracht und sind finanziell im PSP-Element 7.0000583.700 (Planung investiver Vorhaben) bzw. 7.0000579.700 (Ingenieurbauwerke) abgedeckt. Das gilt auch für die noch zu erbringenden Leistungsphasen (5 - 6 HOAI). 

 

Mit Berücksichtigung der Fördermitteleinnahme ergibt sich verteilt auf Jahresscheiben folgender Ansatz im Finanzhaushalt neu:

 

in EURO

 

Gesamt

2018

2019

2020

Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hbf. Ost

4.190.000*)

1.200.000*)

1.600.000*)

1.390.000*)

davon PSP-Element 7.0001803.700
Busabstellplatz (Auszahlung)

4.140.000

1.175.000

1.575.000

1.390.000

*) davon Planung

240.000

100.000

100.000

40.000

davon Innenauftrag Stadtbeleuchtung

106654100010 (Aufwand)

50.000

25.000

25.000

0

Zuwendung Dritter

PSP-Element 7.0001803.705

1.799.125

0

400.000

1.399.125

Stadtanteil

2.390.875

1.200.000

1.200.000

- 9.125

 

Die Erhöhung der Gesamtkosten von 2.400.000 Euro auf 4.190.000 Euro und damit um 1.790.000 Euro wird durch die nachträgliche Fördermitteleinnahme i. H. v. 1.799.125 Euro kompensiert. Im Ergebnis wird trotz höherer Bau- und Planungskosten ein fast gleichbleibender Stadtanteil benötigt. Gegenüber dem ursprünglichen Beschluss mit 2.400.000 Euro Stadtanteil werden 2.390.875 Euro Stadtanteil veranschlagt.

 

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

nichtzutreffend

 

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

 

7. Besonderheiten

 

Die Baumaßnahme wird auf ehemaligen Bahngrundstücken realisiert, welche nicht von Bahnbetriebszwecken freigestellt wurden. Insoweit sind Veränderungen an bahneigenen Medien zu 100% vom Verursacher zu tragen. Durch die Sackgassenlage des Busabstellplatzes sind Baustraßen über private Flächen zur Aufrechterhaltung der Nutzbarkeit des Busabstellplatzes erforderlich.

 

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Bei Nichtbeschluss kann die Baumaßnahme nicht wie geplant komplett fertiggestellt werden. Mit den im Haushalt verfügbaren 2,4 Mio. Euro Eigenmitteln können nur der 1. und 2. Bauabschnitt realisiert werden. Der 3. Bauabschnitt (südliche Zufahrtsstraße und Ersatzneubau Stützwand) könnte nicht gebaut werden. Die Verkehrssicherungsmaßnahmen für die schon teilweise demontierte Brüstung der Stützwand infolge Einsturzgefahr müssten bis auf weiteres aus dem Ergebnishaushalt finanziert werden. Der schlechte Straßenzustand der ehem. Ladestraße müsste im Bereich des 3. BA mit Mitteln aus der Straßenunterhaltung in einem verkehrssicheren Zustand gehalten werden, was auf Dauer unwirtschaftlich ist. Ein vollständiger Abruf der bewilligten Fördermittel für den 3. BA wäre i. H. v. ca. 1,4 Mio. Euro nicht möglich.

 

 

Anlagen

 

Anlage 1 – ursprüngliche Beschlusspunkte Vorlage VI-DS-05217 Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hauptbahnhof Ostseite

Anlage 2 – Übersichtslageplan Hauptbahnhof Ostseite, 1. Änderung

 

 

Stammbaum:
VI-DS-05217   Bau- und Finanzierungsbeschluss Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hauptbahnhof Ostseite   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage
VI-DS-05217-DS-01   1. Änderung Bau- und Finanzierungsbeschluss Busabstellplatz und Zufahrtsstraße Hauptbahnhof Ostseite   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   Beschlussvorlage