Ratsinformationssystem

Vorlage - VI-A-08256  

 
 
Betreff: Änderung der Verkehrsführung, Ausweisung des Weges zur Autobahn A14
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Antrag
Einreicher:Ortschaftsrat Mölkau
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Verweisung in die Gremien
FA Stadtentwicklung und Bau

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Kartenanhang (Angefordertes Dokument nicht im Bestand)

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Der Stadtrat möge beschließen, dass

 

  1. auf dem Verkehrshinweisschild an der Prager Straße vor der Kreuzung Prager Str./ Kommandant-Prendel-Allee die Angabe des Weges zur Autobahn A14 durch Stötteritz und Mölkau dauerhaft entfernt wird.

 

  1. Die Ausweisung des Weges zur Autobahn A14 für alle Richtungen grundsätzlich erst an der Kreuzung Prager Str./ Gerichtsweg über die Bundesstraße 2 erfolgt.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Begründung:

 

Seit Jahren wird das Verkehrsproblem u.a. auf der Sommerfelder Straße und Paunsdorfer Straße durch die Ausweisung der Autobahn A14 durch Stötteritz und Mölkau verstärkt, obwohl es eine einfache und kostengünstige Maßnahme der Lärmreduzierung gäbe.

 

Die straßenbauliche Infrastruktur der Stadt Leipzig ermöglicht einen fast durchgängig zweispurig ausgebauten Abfluss des Verkehrs zu den Autobahn A14- Auffahrten Leipzig Nordost (Taucha) bzw. Leipzig-Ost über die Bundesstraße 2 und 87 bzw. 6 entlang Prager Straße, Gerichtsweg, Ludwig-Erhard-Straße, Brandenburger Straße, Adenauerallee und Torgauer Straße bzw. Permoser Straße.

 

Die Ausweisung zur Autobahn A14 über Stötteritz und Mölkau ist daher überflüssig und führt zu einer unnötigen Lärmbelastung. Denn die starke Verkehrsbelastung und insbesondere auch der aktuelle Zustand der Sommerfelder und Paunsdorfer Straße stellt eine uner-trägliche Lärmquelle für die anliegenden Anwohner dar. Die vorhandenen Schlaglöcher, vielkurvigen Straßen und Ampelanlagen intensivieren den Lärm und die Verschmutzung durch den CO2- Ausstoß.

 

 

Die Stadt Leipzig ist sich des Problems durchaus bewusst - unter anderem durch die Aufnahme in den Lärmaktionsplan -, hat aber bisher weder von uns geforderte kleinteilige Maßnahmen noch wirksame Abhilfemaßnahmen durchgeführt, sodass sich täglich der LKW-Verkehr von und zur Autobahn durch die seit der Eingemeindung unserer Ortschaft fast unveränderten Straßenquerschnitt quält, ebenso wie der pendelnde PKW-Verkehr aus den umliegenden Städten und Kreisen.

 

Darüber hinaus ist die Ausweisung der Autobahn A14 an der Kreuzung Prager Straße/ Kommandant-Prendel-Allee durch Stötteritz und Mölkau nicht mit den aktuellen Planungen des Stadtplanungsamtes vereinbar.

 

In der Vorlage zur 1. Änderung des Flächennutzungsplanes (VI-DS-06081) wurde zum einen die Streichung der Wohngebietsvariante des Mittleren Ring Südost (basierend auf dem STEP „Verkehr und öffentlicher Raum“) beantragt und zum anderen ist die „Entwicklung eines größeren Wohnstandortes inkl. einer Schule auf dem ehemaligen gewerblich genutzten Areal zwischen der Holzhäuser Straße und Kolmstraße“ geplant. Zitat: „Eine Beibehaltung des Mittleren Ringes Südost an dieser Stelle würde der Entwicklung dieses Wohngebietes und der Schule entgegenstehen. Beides ist in Anbetracht des Bedarfes an Wohnbauflächen und an neuen Schulen innerhalb des Stadtgebietes nicht tragbar.“

 

Das heißt aber: durch die Ausweisung der A14 durch Stötteritz und Mölkau wird faktisch die Wohngebietsvariante in kleinerem straßenbaulichen Umfang beibehalten. Die Lärmbelastung wird künftig wohl kaum noch vereinbar mit der geplanten Entwicklung eines Wohngebietes sein. Dies würde gegen den Beschluss vom 13.03.2019 verstoßen.

 

Es bedarf also ausweislich einer Reduzierung des Straßenlärms, die durch die oben beantragte Maßnahme erzielt werden kann.

Zumindest würde somit der ortsfremde, motorisierte Verkehr nicht mehr durch Stötteritz und Mölkau geleitet.

 

 

Anlagen