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Vorlage - VI-DS-06949-ÄA-02  

 
 
Betreff: Änderungen zum Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019
Status:öffentlich (Vorlage entschieden)Vorlage-Art:Änderungsantrag
Einreicher:SeniorenbeiratBezüglich:
VI-DS-06949
Beratungsfolge:
Ratsversammlung Beschlussfassung
26.06.2019 
Ratsversammlung vertagt     
27.06.2019 
Ratsversammlung (Fortsetzung vom 26.06.2019) geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
(Angefordertes Dokument nicht im Bestand)
Anlagen:

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Beschlusspunkt 1 wird geändert: Der „Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019“ wird unter Einbeziehung der Vorschläge des Seniorenbeirates als Handlungsgrundlage beschlossen.

 

Sachverhalt und Anlagen der Beschlussvorlage Nr. VI-DS-06949 sind in folgenden 12 Punkten zu ändern.

 

1. Seite 14 (Sachverhalt) Punkt 7:

Der Satz 1 ist zu ändern in: „Wenn der Teilfachplan nicht beschlossen wird, kann die mit Blick auf die demografischen Herausforderungen erforderliche Neuausrichtung der offenen Seniorenarbeit nicht umgesetzt werden“. Das heißt, zu streichen ist der Einschub: „… in der vorliegenden Fassung …“.

 

2. Seite 15 in Anlage 0, Punkt 4.1.3.1:

Im vorliegenden Konzept sind „Geh-Strukturen“, wie Besuchsdienste, Hol- und Bringedienste, wieder aufzunehmen.

Begründung:

Die „Komm-Strukturen“ erlauben es den weniger mobilen, schwächeren Älteren und

Hochaltrigen nicht, die Begegnungsstätten in dem gewünschten Maße aufzusuchen.

 

3. Seite 19 in Anlage 0, Punkt 4.1.7:

Die Definition ist zu ändern oder zu streichen.

Begründung:

Die Definition ist falsch. Sie sagt aus, dass jeder, der in einer Wohnung wohnt und sich Hilfsdienste einkauft, im Betreuten Wohnen wohne. Bei einer Definition ist sich an den gesetzlichen Vorgaben des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz zu orien-tieren. Die Nennung von Beispielen wäre hilfreich.

 

4. Seite 27 in Anlage 0, Punkt 4.3.3:  – zu Aufgaben der Koordination:

Der vierte Anstrich soll überschrieben werden mit „Zusammenarbeit mit dem Sozialamt“.

Begründung:

Die fünf Träger, die das Modul „Koordination“ umsetzen werden, können gegenüber dem Sozialamt keine Beratungsaufgaben übernehmen, weil damit eine gewisse Steuerungs-funktion verbunden ist und Substrukturen gebildet würden.

 

5. Seite 31 in Anlage 0, Punkt 5.6:

Der Punkt ist zu ergänzen durch: „Der Eigenanteil besteht neben den Eigenmitteln auch aus Eigenleistungen.“

 

6. Seite 32 in Anlage 0, Punkt 6.2:

Der Förderzeitraum/das Förderverfahren soll sich an der Haushaltsplanung

(Doppelhaushalt) orientieren.

Formulare für Leistungsbeschreibung und Sachbericht sollen kurz gefasst werden.

Dadurch werden Dokumentation und Abrechnungsmodalitäten reduziert. Der erhebliche Verwaltungsaufwand für die Träger wird auch unter Einbeziehung von Pauschalen u. a.

gängigen Abrechnungsverfahren verringert.

 

7. Seite 34 in Anlage 0, Punkt 6.5.2.1:

Der Satz 2 ist zu ändern in: Die Treffen finden mindestens vierteljährlich statt und richten sich an alle geförderten und ungeförderten Träger offener Seniorenarbeit.

Begründung:

Der Zentrale Arbeitskreis offene Seniorenarbeit hat sich als Plattform des fachlichen

Austauschs und der Weiterbildung bewährt. Zudem bestätigt die Evaluierung, dass pro Jahr vier Sitzungen des Arbeitskreises stattfinden sollen.

 

8. Seite 35 in Anlage 0, Punkt 7:

Bis 2025 werden in allen Ortsteilen schrittweise entsprechend dem Bedarf der

demographischen und sozialen Entwicklung Anlaufstellen im Sinne von Begegnungsstätten eingerichtet.

 

Begründung:

Der Vorschlag des Seniorenbeirates schließt grundsätzlich alle Ortsteile ein. Diese sind

entsprechend der jeweiligen Bedingungen unterschiedlich auszustatten, wie auch vorhandene Potenziale einzubeziehen sind. Im vorliegenden Konzept gibt es zahlenmäßig nicht mehr Begegnungsangebote für Senioren als bisher. Sie sind nur anders verteilt. Laut Anlage 7 fallen 11 Angebote weg, die nicht kompensiert werden. Das sind für Senioren keine guten Aussichten. Deshalb sind die Indikatoren zu hinterfragen.

Die Indikatoren für die Schwerpunktsetzung der Seniorenarbeit in den Ortsteilen sind bezogen auf die Kriterien: „Anzahl der im Ortsteil lebenden Senioren über 65“, „Altersarmut“ und „allein Lebende“, nicht ausreichend. Um plausible Ableitungen für den Wegfall bzw. Ansiedelung von Angeboten treffen zu können, bedarf es belastbarer sozialwissenschaftlich determinierter Daten und Kriterien. So können auf der gegenwärtigen Grundlage bestimmte Schwerpunkt- bzw. Ballungsgebiete (Quartiere) nicht bedacht werden.

Des Weiteren bietet der gegenwärtige Ansatz keine Möglichkeiten, auf entsprechende Veränderungen in den Ortsteilen zeitnah zu reagieren. Die gewählten Indikatoren bilden somit kein geeignetes Fundament für Entscheidungen über die Eröffnung und Schließung von Anlaufstellen, weil außerdem gilt: „Im Einzelfall sind abweichende Regelungen möglich“ (S. 39, Punkt 7.4).

 

9. Seite 45 in Anlage 0, Punkt 9:

In der Übergangsphase (2020 – 2024) sind intensive Gespräche mit den Trägern zu führen, deren Angebote nicht mehr gefördert werden. Das Verfahren muss transparent sein. 

Begründung:

Die mit der Einrichtung neuer Begegnungsstätten verbundenen Aufwände (personell, zeitlich, organisatorisch, finanziell) sind sehr hoch. Wenn Bewährtes geschlossen werden muss, ohne durch Neues ersetzt worden zu sein, dürfen keine Angebotslücken für die Seniorinnen und Senioren entstehen.

Der Seniorenbeirat fordert deshalb ausdrücklich, dass sich die Umstellung nicht nachteilig für die Nutzerinnen und Nutzer, aber auch nicht für die Mitarbeiter auswirken darf. In der Übergangszeit müssen Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter möglich sein.

 

10. Anlage 4:

Der Beruf „Altenpfleger“ (künftig: Pflegefachfrau, -mann) ist in die Liste der Berufsbenennungen aufzunehmen.

Zu ergänzen ist der Satz: Gleichzeitig werden weitere Abschlüsse bei Anerkennung von fachbezogenen Weiterbildungen und entsprechenden praktischen Erfahrungen auf dem Gebiet der Seniorenarbeit als förderfähig anerkannt.

Begründung:

Die hier vorgesehenen beruflichen Qualifizierungen führen in Anbetracht des allgemein bekannten Fachkräftemangels dazu, dass für die Arbeit in den Begegnungsstätten in

absehbarer Zeit keine Mitarbeiter mehr zur Verfügung stehen.

 

11. Anlage 7:

Für neue Standorte von Seniorenbegegnungsstätten sind Interessenbekundungs-verfahren unter besonderer Beachtung der Qualitätsanforderungen durchzuführen.

Begründung:

In Anlage 7 sind Änderungen in der Trägerlandschaft beschrieben und 12 Standorte mit Trägern N. N. benannt. Es ist ein transparentes Verfahren vorzulegen, wie die Träger

gefunden und nach welchen Kriterien sie ausgewählt werden.

Bei der Förderung soll sich generell an den tatsächlichen Kosten der Träger und deren tariflicher Bindung orientiert werden.

 

12. 

Bei der Einarbeitung der Änderungen ist der Seniorenbeirat zu beteiligen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Stammbaum:
VI-DS-06949   Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   50 Sozialamt   Beschlussvorlage
VI-DS-06949-DS-01   Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   50 Sozialamt   Beschlussvorlage
VI-DS-06949-ÄA-02   Änderungen zum Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   57 Beauftragte für Senioren und Menschen mit Behinderungen   Änderungsantrag
VI-DS-06949-ÄA-02-VSP-01   Änderungen zum Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   50 Sozialamt   Verwaltungsstandpunkt
VI-DS-06949-ÄA-03   Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   Geschäftsstelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen   Änderungsantrag
VI-DS-06949-ÄA-04   Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Änderungsantrag
VI-DS-06949-ÄA-05   Teilfachplan Offene Seniorenarbeit 2019   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Änderungsantrag