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Vorlage - VI-EF-08097-AW-01  

 
 
Betreff: Minderung von Verkehr
Status:öffentlich (Vorlage abgeschlossen)Vorlage-Art:schriftliche Antwort zur Anfrage
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und BauBezüglich:
VI-EF-08097
Beratungsfolge:
Ratsversammlung mündliche Beantwortung

Sachverhalt

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Anfrage:

 

Warum immer für den Verkehr, und nicht einmal gegen ihn?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung, sehr geehrter Stadtrat,

die Stadt Leipzig denkt über verschiedene Lösungen für den immer weiter steigenden Autoverkehr nach. Wir möchten also viel Geld in die Hand nehmen, um zum Beispiel mit Tunneln, selbigen weiterhin fließen zu lassen.

Ist es aber nicht an der Zeit mal zu agieren und ausnahmsweise einmal viel Geld in die Hand zu nehmen um den Autoverkehr zu vermindern oder zu deckeln?

Sicherlich kann man auch dadurch Aufträge erteilen und Arbeitsplätze sichern, vielleicht würden nur die üblichen Empfänger wechseln oder aber auch nicht denn Fahrradwege, Fußwege und Strassenrückbau braucht ja auch unsere Baufirmen .

Ihrer knappen Zeit entsprechend absichtlich kurz gehalten.

 

Antwort:

 

Sehr geehrter Herr Tauer,

 

Verkehr, dass ist die Realisierung von Mobilitätsbedürfnissen und –notwendigkeiten. Also, dass sich Bürger um zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Erholen an den See zu kommen, von A nach B bewegen müssen. Und das Waren und Güter zu transportieren sind. Wenn das geschieht, entsteht Verkehr. Verkehr ist somit untrennbar mit unserem ganzen Leben verbunden. Wieviel Verkehr aber ensteht und mit welchen Verkehrsmitteln ein Mobilitätsbedarf befriedigt wird, darüber entscheiden ganz viele Einflüsse.

 

Die Stadt Leipzig hat das Ziel, die Mobilität sicher, zuverlässig, sauber, bezahlbar und als Teilhabemöglichkeit für alle Bevölkerungsgruppen zu gestalten – so hat es auch der Stadtrat im letzten Jahr mit der Mobilitätsstrategie 2030 für Leipzig beschlossen, in der er sich für ein nachhaltiges Verkehrsszenario entschieden hat. Dabei hat das Bewusstsein eine zentrale Rolle gespielt, das der Kfz-Verkehr aus der Stadt nicht wegzudenken und Teil des Gesamtsystems ist – an diesem aber nur einen Anteil haben sollte, bei dem sein Nutzen nicht von den Nachteilen erdrückt und die oben genannten Ziele erreicht werden. Sie können die Mobilitätsstrategie –ebenso wie z.B. den Stadtentwicklungsplan Verkehr und öffentlicher Raum oder ganz aktuell den neuen Nahverkehrsplan – auch auf der Internetseite der Stadt finden.

 

Welche konkreten Maßnahmen dafür in den nächsten Jahren umgesetzt werden müssen und finanziert werden können, ist derzeit Gegenstand der Erarbeitung eines Planes, den Ende diesen Jahres wiederum der Stadtrat vorgelegt bekommen soll. Für einen Teil der Stadt wird zudem das „Stadtraumkonzept Erweiterte Innenstadt“ erarbeitet, dass sich z.B. auch mit städtebaulichen und verkehrlichen Optionen für den Innenstadtring und einen Teil der Jahnalle beschäftigt.

 

Für beide Arbeitsprozesse werden eine Vielzahl von Ideen und Vorschlägen, die in den letzten Jahren auch aus der Bürgerschaft und der Politik gemacht wurden, geprüft.  Was sich davon als kompatibel mit den Zielen und der Mobilitätsstratgie erweist und finanzierbar und umsetzungsfähig ist, dass muss sich erst noch zeigen.

 

Dabei geht es immer um Lösungen, die dem innerstädtischen Verkehrsfluss aller Verkehrsarten zu Gute kommen. Für die Stadtverwaltung steht im Vordergrund, dass sich die entsprechenden Vorhaben in die Mobilitätsstrategie einfügen und den Anforderungen des dort beschlossenen Nachhaltigkeitsszenarios genügen.

 

 

 

 

Stammbaum:
VI-EF-08097   Minderung von Verkehr   01.15 Büro für Ratsangelegenheiten   Einwohneranfrage
VI-EF-08097-AW-01   Minderung von Verkehr   66 Verkehrs- und Tiefbauamt   schriftliche Antwort zur Anfrage