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Vorlage - VI-DS-08160  

 
 
Betreff: Teilnahme am Nakopa-Programm mit Projekt "Kooperation zwischen den Partnerstädten Addis Abeba und Leipzig zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Rettungswesens" im Zeitraum 09/2019 - 09/2021
Status:öffentlich (Vorlage freigegeben)Vorlage-Art:Beschlussvorlage
Einreicher:Oberbürgermeister
Beratungsfolge:
Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung
DB OBM - Vorabstimmung
FA Umwelt und Ordnung 1. Lesung
10.12.2019    FA Umwelt und Ordnung      
FA Finanzen 1. Lesung
16.12.2019    FA Finanzen      
FA Umwelt und Ordnung 2. Lesung
FA Finanzen 2. Lesung
Ratsversammlung Beschlussfassung

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlagen:
Nakopa-Finanzierungsplan

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Oberbürgermeister beteiligt sich im Rahmen der Nachhaltigen Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (NAKOPA), einem Förderprogramm der Engagement Global gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), am Projekt "Kooperation zwischen den Partnerstädten Addis Abeba und Leipzig zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Rettungswesens".

 

  1. Das Projektvolumen beträgt 306.560 EUR, davon wird ein Anteil in Höhe von 275.904 EUR durch NAKOPA gefördert. Die Kofinanzierung in Höhe von 30.656 EUR wird durch die Partnerkommune Addis Abeba erbracht.

 

Räumlicher Bezug:

 

Addis Abeba / Afrika

 

Zusammenfassung:

 

Anlass der Vorlage:

 

Rechtliche Vorschriften   Stadtratsbeschluss   Verwaltungshandeln

Sonstiges:

 

Die Partnerstädte Addis Abeba und Leipzig planen eine zweijährige Kooperation zwischen dem Rettungswesen in beiden Städten zu etablieren. Das Rettungswesen in den Städten steht - wenn auch in unterschiedlich starker Ausprägung - vor ähnlichen Herausforderungen; u. a. wachsende Bevölkerungszahlen, zunehmender Verkehr, neue Wohngebiete und damit verbunden eine rege Bautätigkeit. Ziel des Projektes ist es, gemeinsame Bereiche für eine Kooperation des Rettungswesens zu definieren, darauf aufbauend gemeinsame Trainings- und Beratungsangebote zu entwickeln und durchzuführen und somit die Leistungsfähigkeit des Rettungswesens zu erhöhen und den neuen Herausforderungen anzupassen. Dabei soll ein Wissensaustausch und -transfer zwischen dem Rettungswesen der beiden Städte die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhen und für ein mehr an Sicherheit sorgen. Besondere Teilbereiche wie technische Hilfe, Atemschutz, Prävention oder Höhenrettung werden dabei gesondert betrachtet und vertieft bearbeitet.

 

 

 


 

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Finanzielle Auswirkungen

 

nein

x

wenn ja,

Kostengünstigere Alternativen geprüft

x

nein

 

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung

Folgen bei Ablehnung

 

nein

x

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

x

nein

 

ja, Erläuterung siehe Anlage zur Begründung

 

 

Im Haushalt wirksam

Von

01/2019

Bis

09/2021

Höhe in EUR

275.904

wo veranschlagt 100111110010

Ergebnishaushalt

Erträge

275.904

 

 

 

 

Aufwendungen

275.904

 

 

 

Finanzhaushalt

Einzahlungen

 

 

 

 

 

Auszahlungen

 

 

 

 

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

x

nein

 

wenn ja,

 

Folgekosten Einsparungen wirksam

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Zu Lasten anderer OE

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand

 

 

 

 

Nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten

Ergeb. HH Erträge

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand (ohne Abschreibungen)

 

 

 

 

 

Ergeb. HH Aufwand aus jährl. Abschreibungen

 

 

 

 

 

Auswirkungen auf den Stellenplan

x

nein

 

wenn ja,

Beantragte Stellenerweiterung:

Vorgesehener Stellenabbau:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrund zum Beschlussvorschlag:

Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

 

 

2030 – Leipzig wächst nachhaltig!

Ziele und Handlungsschwerpunkte

 

Leipzig setzt auf Lebensqualität:

Balance zwischen Verdichtung und Freiraum

Qualität im öffentlichen Raum und in der Baukultur

Nachhaltige Mobilität

Vorsorgende Klima- und Energiestrategie

Erhalt und Verbesserung der Umweltqualität

Quartiersnahe Kultur-, Sport- und Freiraum­angebote

 

Akteure:

rgerstadt

Region

Stadtrat

Kommunalwirtschaft

Verwaltung

Leipzig besteht im Wettbewerb:

Positive Rahmen­bedingungen für qualifizierte Arbeitsplätze

Attraktives Umfeld für Innovation, Gründer und Fachkräfte

Vielfältige und stabile Wirtschaftskultur

Leistungsfähige technische Infrastruktur

Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft

 

Leipzig schafft soziale Stabilität:

Chancengerechtigkeit in der inklusiven Stadt

Gemeinschaftliche Quartiersentwicklung

Bezahlbares Wohnen

Zukunftsorientierte Kita- und Schul­angebote

Lebenslanges Lernen

Sichere Stadt

 

 

 

Leipzig stärkt seine Internationalität:

Weltoffene Stadt

Vielfältige, lebendige Kultur- und Sport­landschaft

Interdisziplinäre Wissenschaft und excellente Forschung

Attraktiver Tagungs- und Tourismusstandort

Imageprägende Großveranstaltungen

Globales Denken, lokal verantwortliches Handeln

 

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

 

trifft nicht zu

 

 

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Beschreibung des Abwägungsprozesses:

 

I. Eilbedürftigkeitsbegründung

 

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

 

III.  Strategische Ziele

 

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Die Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. Sie wurde mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt entwickelt und stellt einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Vereinten Nationen dar. Die Agenda 2030 gilt für alle Staaten dieser Welt. Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten: Alle müssen ihren Beitrag leisten.

(Quelle: http://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html)

 

Auf kommunaler Ebene leisten die Partnerstädte Leipzig und Addis Abeba ihren Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 und entwickeln Maßnahmen, die zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Rettungswesens beitragen. Gemeinsam sind beziehungsweise sollen die Themen und Strategien für die Umsetzung der Zusammenarbeit erarbeitet und auch umgesetzt werden. Damit soll ein konkreter Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung der Städte gemäß den 2016 in Kraft getretenen SDG-Zielen der Vereinten Nationen im Bereich Stadtentwicklung und Sicherheit geleistet werden. Konkret wird das Oberziel 11, die Schaffung sicherer, inklusiver, widerstandsfähiger und nachhaltiger Städte für alle im Rahmen des Projekts thematisiert und Strategien entwickelt. Damit werden auch die Ziele und Handlungsschwerpunkte der Stadt Leipzig in den Punkten „Leipzig stärkt seine Internationalität“ (weltoffene Stadt, globales Denken, lokal verantwortliches Handeln) sowie Leipzig schafft soziale Stabilität (lebenslanges Lernen) unterstützt.

 

IV. Sachverhalt

 

1. Anlass

Ausgangssituation
 

Im Oktober 2016 führte der Direktor des International Relation Desk der Stadtverwaltung Addis Abeba, Herr Kassa Woldesenbet, bei einem Besuch in Leipzig ein erstes Gespräch mit Vertretern der Berufsfeuerwehr Leipzig, um die Anbahnung einer längerfristigen Zusammenarbeit zu prüfen. Im April 2017 besuchten, im Rahmen einer Delegationsreise der Stadt Leipzig, der Leipziger Oberbürgermeister die Hauptfeuerwache der Stadt Addis Abeba. Teilnehmer der Delegation waren ebenfalls Herr Heitmann, Leiter der Branddirektion Leipzig, und Herr Misch, Leiter der integrierten Regionalleitstelle Leipzig, die sich bei dieser Gelegenheit einen ersten Überblick über die Strukturen des Rettungswesens in Addis Abeba verschaffen konnten und erste Gespräche bezüglich einer Zusammenarbeit führten. Aus diesen Besuchen entstand der Wunsch, zwischen beiden Städten eine Kooperation und gegenseitigen Austausch im Bereich des Rettungswesens zu etablieren. Im Oktober 2017 weilten fünf Kameraden der Feuerwehr Addis Abeba für eine Woche in Leipzig, um die Strukturen und Fähigkeiten des Leipziger Rettungswesens kennenzulernen. Hier wurden gemeinsam mögliche Bereiche für eine Kooperation festgelegt, besonders im Bereich Höhenrettung, Heben von Schienenfahrzeugen, Atemschutzsysteme für den Einsatz und Prävention. Der Austausch wurde mit Fördermitteln aus dem Kleinprojektefonds der Engagement Global gGmbH unterstützt.

 

Bei einer ebenfalls durch den Kleinprojektefonds geförderten Explorationsreise im Februar 2018 begutachteten drei Kameraden der Feuerwehr Leipzig, welche technische Ausstattung und in welchem Zustand diese in Addis Abeba vorhanden ist (besonders in den Bereichen der technischen Hilfe, Atemschutz und Höhenrettung). Außerdem untersuchten sie, nach welchen Kriterien die Ausbildungen stattfinden und welche Vorkenntnisse zum Einsatz von Techniken wie Höhenrettung oder Atemschutztechnik vorhanden sind. Während dieses Besuchs wurde gemeinsam entschieden, Fördermittel für eine längerfristige Zusammenarbeit gegenüber der Engagement Global gGmbH zu beantragen. Die aus den gegenseitigen Besuchen gewonnenen Erkenntnisse sind direkt in die Planung und Erstellung eines Antrags für das Programm Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (NAKOPA) eingegangen.

 

Beide Städte, wenn natürlich in unterschiedlicher Ausprägung, werden durch ihr Bevölkerungswachstum vor neue Herausforderungen gestellt. Dies betrifft gerade auch das Rettungswesen.

 

Leipzig hatte 1998 mit 437.101 Einwohnern den Tiefpunkt seiner Einwohnerzahl seit 1945 erreicht. Im September 2017 lebten bereits wieder über 586.000 Einwohner in der Stadt, das waren 10.000 mehr als ein Jahr zuvor. Auch aus diesem Grund modernisiert Leipzig seit vielen Jahren sein Rettungswesen und baut entsprechend neue Standorte der Berufsfeuerwehr, um den Anforderungen einer wachsenden Stadt und einem effizienten Rettungswesen gerecht zu werden. Eine neue integrierte Regionalleitstelle für die Region Leipzig wurde 2016 in Betrieb genommen, die Feuerwehren, Rettungsdienstfahrzeuge oder Einheiten des Katastrophenschutzes alarmiert und koordiniert.

 

Aktuelle Bevölkerungszahlen für Addis Abeba sind schwer zu finden, offizielle Angaben gehen von 3.4 Millionen (2007) aus, inoffizielle Angaben schwanken zwischen 4 und 7 Millionen Einwohnern (ca. +500.000 p. a.). Schon diese ungenauen Zahlen führen immer wieder zu Planungsschwierigkeiten.

 

Das Rettungswesen in Addis Abeba steht neben dem starken Bevölkerungswachstum vor weiteren Herausforderungen. Ein schnell wachsendes Verkehrsaufkommen mit vielen Unfällen, neue Verkehrsmittel wie die neue Stadtbahn als schienengebundenes Transportsystem, große neue Wohngebiete und eine Vielzahl von Hochhäusern bringen neue Aufgaben und Anforderungen. Bedarf entsteht dabei nicht nur in der entsprechenden Ausrüstung oder im Training der Rettungskräfte, sondern auch in der Prävention, Planung und dem Katastrophen- / Krisenmanagement auf allen Ebenen der Verwaltung und auch in der Zivilgesellschaft.

 

Eine Besonderheit der Feuerwehr in Addis Abeba (AAFEPRA) ist, dass diese laut Gesetz für ganz Äthiopien zuständig ist. Allerdings existieren Feuerwehrstrukturen bisher nur in Addis Abeba, zukünftig werden aber auch in anderen äthiopischen Städten entsprechende Strukturen aufgebaut werden. Dafür notwendige Ausbildungsressourcen und Erfahrungen zur Verfügung zu stellen, stellt die AAFEPRA vor weitere große Herausforderungen. Für die Zukunft wird davon ausgegangen, dass die Ergebnisse des Projektes auch in den landesweiten Aufbau von Rettungsstrukturen einfließen.

 

Die Feuerwehr Addis Abeba hat ein Personal von 1.195 Mitarbeitern auf 34 Löschfahrzeugen, 2 Rüstwagen, 2 Teleskopgelenkmasten, 2 Kränen, 4 Tankern und 30 Ambulanzfahrzeugen. Sie besteht aus mehreren Einsatzbereichen und wurde 2013 als eigenständige Autorität gegründet. Sie ist nicht nur für Addis Abeba, sondern bei größeren Ereignissen für ganz Äthiopien zuständig. Davor wurde der Brandschutz im Bedarfsfall durch das Militär sichergestellt. Das Einsatzaufkommen ist sehr moderat, da der Großteil der Bevölkerung der traditionellen Stadtviertel sich im Notfall selbst zu helfen versucht. In den neuen Gebäuden und Hochhäusern, deren Zahl seit Jahren rasant steigt, wird dies nicht mehr möglich sein. Um dabei Verzögerungen in der Alarmierung zu verhindern, wird mit viel Aufklärungsarbeit versucht, die Aufgaben und Möglichkeiten der Feuerwehr publik zu machen.

 

In der Akademie der Feuerwehr Addis Abeba werden jährlich ca. 380 Feuerwehrleute ausgebildet. Sie ist neu errichtet und verfügt über einen Schulkomplex und ein Internat. Es wird vor allem nach amerikanischen Grundlagen gelehrt, wobei die Ausbilder dazu in Südafrika geschult wurden. Für die Ausbildung stehen Fahrzeuge, Schnittmodelle sowie ein selbstgebauter Wellblech-Brandcontainer zur Verfügung.

 

Der Großteil der Fahrzeuge und Geräte wurde nach 2013 beschafft. Die Fahrzeuge von Iveco und Renault sind aktuell, die Atemschutztechnik mit PSS 3000 ist einfach aber zeitgemäß, jede Wache hat einen italienischen, mobilen Atemluftkompressor für 330 bar, die TH-Aggregate mit Schere/Spreizer von Lukas sind modern und teilweise als Akkugeräte verfügbar und auf jeder Wache steht eine TS8 UltraPower von Ziegler. Der gute Eindruck der Akademie spiegelt sich leider nicht auf den Feuerwachen wieder. Die Atemschutztechnik ist verdreckt und unterliegt keiner Wartung. Die 300 bar Atemluftflaschen enthielten nur einen Druck zwischen 120 und 160 bar, einmal sogar nur 60 bar. Die Komposite-Flaschen waren teilweise angeschlagen und hatten eingeschliffene Nuten durch unsachgemäße Verlastung im Fahrzeug. Ein Lungenautomat war schräg an die Maske geschraubt. Eine Überprüfung ergab, dass 2 Einatemventile im Anschlussstück der Maske waren. Eine Verbindung die unmöglich dicht sein kann. Die Pumpen, Kompressoren und TH-Geräte wurden stolz vorgezeigt, machten jedoch einen ungenutzten und ungetesteten Eindruck.

 

Mitarbeiter/-innen des Rettungswesens beider Stadtverwaltungen sollen sich während der Projektlaufzeit von zwei Jahren austauschen.

 

Veranlassung

 

Die Verbindung zwischen Leipzig und Addis Abeba besteht seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Leipzig war schon zu DDR Zeiten ein zentraler Ort der Afrikastudien und pflegt daher traditionell eine spezielle Beziehung zum Kontinent und zu Äthiopien im Besonderen. Auch im medizinischen Bereich gab es einen regen Austausch. Zwischen 1979 und 1989 schickte die Universität Leipzig über 200 Experten/-innen und Professoren /-innen in das nordäthiopische Gondar, die dort zahlreiche medizinische Fachseminare durchführten und äthiopische Professoren/-innen ausbildeten. Nach der deutschen Wiedervereinigung konnte die erfolgreiche Kooperation durch DAAD geförderte Forschungsaufenthalte äthiopischer Experten/-innen an der Universität Leipzig fortgesetzt werden.

 

Auch auf der Bürgerschaftsebene existierten nach dem Ende der DDR weiterhin zahlreiche Beziehungen zwischen Leipzig und Afrika. Diese führten gemeinsam mit der engen Zusammenarbeit der Universitäten 2002 zur Gründung des Vereins „Städtepartnerschaft Leipzig–Addis Abeba e.V.“, der die Idee einer Städtepartnerschaft neben den Bestrebungen der Bundesregierung mit förderte. Am 8. Dezember 2004 beschloss der Leipziger Stadtrat die Städtepartnerschaft Leipzig–Addis Abeba. Der Vertrag wurde am 11. Dezember 2004 durch den Bürgermeister Arkebe Oqubay Metiku und Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee in Addis Abeba unterzeichnet.

 

Seitdem gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen den Stadtverwaltungen, verschiedenen Unternehmen, Institutionen, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern beider Städte. Im Laufe der Jahre entwickelten sich aktive Beziehungen insbesondere in den Bereichen Kultur, Ausbildung, Bildung und Wissenschaft, Gesundheitswesen, Wirtschaft, Umwelt und Biodiversität sowie bei der Unterstützung der äthiopischen Verwaltung und innerhalb der Zusammenarbeit beider Zoos. Seit Oktober 2016 führt die Stadt Leipzig bereits ein Nakopa Projekt zum Thema "Inklusive Kommune - Maßnahmen zur Förderung einer inklusiven Gesellschaft in den Partnerstädten Leipzig und Addis Abeba“ durch, welches erfolgreich durchgeführt und Ende 2019 abgeschlossen wird.

 

 

2. Beschreibung der Maßnahme

Projekt NaKoPa und Projektpartner

Das Projekt soll im Rahmen der Nachhaltigen Kommunalentwicklung durch Partnerschafts-projekte (NAKOPA) durchgeführt werden. Aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bietet die Engagement Global gGmbH mit ihrer Service- und Beratungsstelle „Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW) als Kompetenzzentrum für kommunale Entwicklungspolitik in Deutschland eine Unterstützung kommunaler Partnerschaftsprojekte deutscher Kommunen oder kommunaler Spitzen-verbände in Ländern des globalen Südens.

Bezuschusst werden Vorhaben, die sich auf den entwicklungspolitischen Wirkungskreis der Kommune beziehen und bspw. den Themen "Nachhaltige Daseinsvorsorge" oder "Good Local Governance" zuzuordnen sind. Von Vorteil sind auch Vorhaben, die nationale Kommunalbeziehungen oder Partnerschaftsarbeit beinhalten. Partner im Projekt "Kooperation zwischen den Partnerstädten Addis Abeba und Leipzig zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Rettungswesens“ ist die Stadt Addis Abeba in Äthiopien.

An der Umsetzung des Projektes sind zuvorderst Mitarbeiter/-innen der Branddirektion in den Partnerstädten Leipzig und Addis Abeba beteiligt. Die Leistungsfähigkeit der Rettungswesen wird in den Kommunen Addis Abeba und Leipzig durch Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter des Rettungswesens, durch die Entwicklung und Umsetzung von passgenauen Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen, sowie den fachlichen und interkulturellen Austausch auf Verwaltungs- und Einsatzebene verbessert. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Materialien stehen für künftige Maßnahmen in beiden Städten zur Verfügung.

Aus Leipzig beteiligen sich neben Mitarbeitern/-innen der Branddirektion der Haus Stein-straße e.V., ein soziokulturelles Zentrum und vom Bundesfamilienministerium gefördertes Mehrgenerationenhaus, das über mehr als 25-jährige Erfahrung in kultureller Bildung verfügt. Seit mehr als zwölf Jahren werden regelmäßige integrative und inklusive Projekte durchgeführt. Außerdem besitzt der Verein langjährige Erfahrungen in internationalen Kulturprojekten.

 

3. Realisierungs- / Zeithorizont

Projektablauf und Zeitschiene

Die Laufzeit des Projektes beträgt maximal 3 Jahre und wurde für den Zeitraum von Oktober 2018 bis September 2021 beantragt. Da die Prüfung und Bewilligung des Antrages durch den Fördermittelgeber deutlich länger als erwartet gedauert hat, konnte das Projekt nicht wie geplant begonnen werden. Darüber hinaus gab es in der Partnerkommune personelle Veränderungen, die Neuabsprachen bezüglich der Projektzusammenarbeit erforderlich machten. Im März 2019 sind entsprechende Absprachen erfolgt und der Projektstart für September 2019 vorgesehen. Eine Verlängerung der Projektlaufzeit wird derzeit nicht beabsichtigt, sollte die Umsetzung bis September 2021 jedoch nicht möglich sein, erfolgt die Prüfung einer Verlängerung bis Ende 2021.

Das Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Rettungswesen haupt-sächlich in Addis Abeba, aber auch in Leipzig durch gemeinsame Weiterbildungs-maßnahmen für Mitarbeiter des Rettungswesens, durch die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von passgenauen Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen, sowie den fachlichen und interkulturellen Austausch auf Verwaltungs- und Einsatzebene. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Materialien stehen für künftige Maßnahmen in beiden Städten zur Verfügung.

Das Projekt basiert auf der Zusammenarbeit der im Folgenden genannten vier Teilbereiche. Diese werden unabhängig voneinander umgesetzt bzw. wenn es sich anbietet zeitgleich in Leipzig oder Addis Abeba durchgeführt.

Teilbereich 1: Kameraden der Feuerwehr Addis Abeba  werden als Multiplikatoren für den Bereich Technische Hilfeleistung (TH) ausgebildet. Mindestens 4 Kameraden der Feuerwehr Addis Abeba werden befähigt zur verletztenorientierten Rettung, zur richtigen Handhabung der Ausrüstung und zur Bedienung der Geräte für technische Hilfeleistungen auch größeren Umfanges angelehnt an den Lehrgang TH Basis der Landesfeuerwehrschule. Sie werden befähigt, ihr Wissen in Addis Abeba weiterzugeben. 

Ausbildung der Multiplikatoren

-          Einweisung in die in Leipzig durchgeführte Ausbildung und verwendete Technik (Besuch in Leipzig, mind. 4 Kameraden aus dem Bereich TH aus Addis Abeba, 3./4. Quartal 2019, mind. 5 Tage),

-          Beschaffung der Geräte für Technische Hilfeleistung und Straßenbahn heben durch die Feuerwehr  Addis Abeba,

-          Vorbereitung der Ausbildung durch die Multiplikatoren (selbständig in Addis Abeba),

-          erste Ausbildung in Addis Abeba durch die Multiplikatoren mit Unterstützung und Beratung der Leipziger Ausbilder (Besuch in Addis Abeba, mind. 2 Kameraden der BD Leipzig, 1. Quartal 2020, mind. 5 Tage),

-          weitere Ausbildung durch die Multiplikatoren in Addis Abeba (selbständig in Addis Abeba),

-          Evaluierung der Ausbildung und Weiterentwicklung der Ausbildungsunterlagen und Handlungsanweisungen ( Besuch in Addis Abeba, mind. 2 Kameraden der BD Leipzig, 1. Quartal 2021),

-          Ausbildung in Addis Abeba durch die Multiplikatoren (verstetigt).

Teilbereich 2: Kameraden der Feuerwehr Addis Abeba werden im sicheren Umgang mit Atemschutzgeräten weitergebildet und eine Prüfung und Wartung der Atemschutzgeräte wird etabliert. Mindestens 4 Kameraden der Feuerwehr Addis Abeba werden als Multiplikatoren in der Prüfung und Wartung von Atemschutzgeräten weitergebildet. Weiterhin werden gemeinsam Standards für eine sichere Nutzung von Atemschutzgeräten vor, während und nach der Nutzung in Addis Abeba erstellt. Sie werden befähigt, ihr Wissen in Addis Abeba weiterzugeben.

Ausbildung der Multiplikatoren

-          Einweisung in die in Leipzig durchgeführte Ausbildung und verwendete Technik (Besuch in Leipzig, mind. 4 Kameraden aus dem Bereich Atemschutz aus Addis Abeba, 3./ 4. Quartal 2019, mind. 5 Tage),

-          Beschaffung Prüfgerät und Zubehör in Addis Abeba,

-          Vorbereitung der Ausbildung durch die Multiplikatoren (selbständig in Addis Abeba),

-          erste Ausbildung in Addis Abeba durch die Multiplikatoren mit Unterstützung und Beratung der Leipziger Ausbilder (Besuch in Addis Abeba, mind 2 Kameraden der BD Leipzig, 1. Quartal 2020, mind. 5 Tage),

-          weitere Ausbildung durch die Multiplikatoren in Addis Abeba (selbständig in Addis Abeba),

-          Evaluierung der Ausbildung und Weiterentwicklung der Ausbildungsunterlagen und Handlungsanweisungen ( Besuch in Addis Abeba, mind. 2 Kameraden der BD Leipzig, 1. Quartal 2021),

-          Ausbildung in Addis Abeba durch die Multiplikatoren (verstetigt).

Teilbereich 3: Im Rahmen des Projektes wird eine eigenständige Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Addis Abeba etabliert. Mindestens 10 Kameraden der Feuerwehr Addis Abeba werden nach der Empfehlung AGBF Höhenrettung 2010 und die Unterweisung der Sachkundeprüfung gemäß DGUV Grundsatz 312-906 ausgebildet. Dies beinhaltet die Unterweisung in die Sachkundeprüfung der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz sowie das Betreuen und Trainieren der Höhenrettungseinheit von verschiedenen Einsatz-varianten, sowie die Beschaffung des erforderlichen Equipments. Sie werden befähigt, ihr Wissen in Addis Abeba weiterzugeben.

Geplanter Ablauf

Praktische Ausbildung der Höhenrettungsgruppe und begleitende Materialbeschaffung (zwischen 2019 und 2021 mehrere Besuche Feuerwehr Addis Abeba in Leipzig mit je 10 auszubildenden Kameraden, Besuch BD Leipzig in Addis Abeba mit je 4 Ausbildern geplant).

-          3./ 4. Quartal 2019: Einführung Grundlehrgang /80 Stunden/10 Tage/Standort Leipzig (10 Kameraden Addis Abeba),

-          Quartal 2019: Ausbildung Grundlehrgang /120 Stunden/15 Tage/Standort Leipzig (10 Kameraden Addis Abeba),

-          Quartal 2019: Protokollierung von neu beschafftem Höhenrettungsequipment und Sachkundeprüfung, Unterweisung von Sachkunde, Organisieren von Übungsobjekten für weitere Ausbildungen /40 Stunden/5 Tage/Standort Addis Abeba (4 Ausbilder BD Leipzig),

-          Quartal 2020: Abschluss Grundlehrgang Höhenrettung mit Prüfung, jährliche Sachkundeprüfung, Unterweisung Sachkunde /80 Stunden/10 Tage/Standort Addis Abeba (4 Ausbilder BD Leipzig),

-          Quartal 2020: Weiterbildung der Höhenrettungseinheit /80 Stunden/10 Tage/Standort Addis Abeba (4 Ausbilder BD Leipzig),

-          Quartal 2020: Weiterbildung zum Ausbilder Höhenrettung /120 Stunden/15 Tage/Standort Leipzig,

-          Quartal 2020: Deutsche Höhenrettungsmeisterschaft in Leipzig /3 Tage/Standort Leipzig (mind. 5 TN aus Addis Abeba),

-          Quartal 2021: Weiterbildung zum Ausbilder Höhenrettung, jährliche Sachkundeprüfung, Unterweisung Sachkunde /80 Stunden/10 Tage/Standort Addis Abeba (4 Ausbilder BD Leipzig),

-          Quartal 2021: Abschlusslehrgang Ausbilder Höhenrettung mit Prüfung /80 Stunden/10 Tage/Standort Addis Abeba (4 Ausbilder BD Leipzig),

-          Quartal 2021: Weiterbildung Ausbilder Höhenrettung, jährliche Sachkundeprüfung und Beratung über die zukünftige Zusammenarbeit /80 Stunden/10 Tage/Standort Addis Abeba.

Teilbereich 4: Erstellung einer Aufklärungsbroschüre zum Thema Sicherheit und Prävention zur Verwendung in Kindergärten und Schulen in Addis Abeba und Leipzig. Hierfür werden in beiden Städten mit Unterstützung des Haus Steinstraße e. V. Workshops für Kinder/Familien durchgeführt. Die Ergebnisse der Workshops in beiden Städten fließen direkt in die Aufklärungsbroschüre ein.

 

4. Finanzielle Auswirkungen

Kosten und Finanzierung

Das Projekt wird im Rahmen der Nachhaltigen Kommunalentwicklung durch Partnerschafts-projekte (NAKOPA) finanziert. Die Mittel hierfür werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bereitgestellt.

Im Rahmen des Projektes fallen insbesondere folgende Kosten an, die aus den Förder-mitteln finanziert werden:

-          Reisekosten und Übersetzungsleistungen,

-          Beschaffung von Material.

Das Projekt selbst ruft keine direkten Folgekosten hervor. Ausgenommen sind die Kosten für die Instandhaltung von Ausstattungsgegenständen, die aber direkt von Addis Abeba übernommen werden. Durch das Vorhaben entstehen für die Stadt Leipzig keine Folgeaus-gaben. Der erforderliche Eigenanteil in Höhe von 10% der Gesamtkosten wird von der Stadt Addis Abeba getragen.

 

5. Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Keine.

 

6. Bürgerbeteiligung

 

bereits erfolgt    geplant    nicht nötig

 

 

7. Besonderheiten

Zielgruppen

Größte Zielgruppe des Projektes sind natürlich die Stadtgesellschaften in Addis Abeba und Leipzig. Durch die Stärkung des Rettungswesens wird die Lebensqualität und Sicherheit erhöht und so die Verbundenheit mit der eigenen Stadt und das Vertrauen in kommunale Strukturen gestärkt.  Mit Hilfe der im Projekt geplanten Materialien und Informationen zur Prävention wird das Verständnis für die Gefahren beim Umgang mit Feuer, Wasser, Gas usw. erhöht und somit nachhaltig die Sicherheit in den Städten erhöht.

Hauptzielgruppe sind aber die Rettungswesen in Addis Abeba und Leipzig selbst. Durch das Projekt  wird die Leistungsfähigkeit des Rettungswesens in den Städten verbessert, aber auch das Risiko für die Mitarbeiter des Rettungswesens (Eigenschutz) verringert. Best-practices aus den verschiedenen Bereichen können bestimmt, angepasst und adaptiert werden. Passgenaue Fortbildungsangebote für die zukünftige Kooperation werden entwickelt und später in beiden Städten gemeinsam durchgeführt.

Im Einzelnen profitieren die Zielgruppen:

  1. Im Atemschutz durch die nachhaltige Verbesserung des Umganges mit der vor-handen Atemschutztechnik bei der Schulung und Sensibilisierung der Multiplikatoren für jeden Einsatzbereich, damit diese die Sicherheit und Einsatzbereitschaft der Atemschutztechnik überwachen und auf den Feuerwachen Wissen weitergeben und ausbilden. Des Weiteren die Bereitstellung eines mobilen Prüfgerätes und die Aus-bildung daran, mit der Maßgabe die notwendigen Prüfungen der Atemschutzgeräte auf allen Feuerwachen zu gewährleisten. Dies stellt die Voraussetzung für sicheres Vorgehen unter Atemschutz bei allen Brandeinsätzen dar.

 

  1. In der Technischen Hilfeleistung werden Multiplikatoren zum Heben von Straßen-bahnen mit mobilen, auch bei Hochbahnen nutzbaren Hebetechniken ausgebildet, die diese Techniken bei den Rüsteinheiten in Addis Abeba weitervermitteln sollen. Hierdurch wird eine Rettung von, durch die Straßenbahn erfasste Personen, über-haupt erst ermöglicht.
  2. Eine Höhenrettungsgruppe aus Addis Abeba auszubilden und auszurüsten, um das Retten aus großen Höhen oder Gruben, bei instabilen Bauwerken oder weiteren Gefahrensituationen zu ermöglichen.

 

Nutzen für die Stadt Leipzig

Die globale Partnerschaft zwischen Leipzig und Addis Abeba auf Augenhöhe steht bei diesem Projekt im Mittelpunkt. Das Projekt schafft ein sichtbares und dauerhaftes Zeichen für eine lebendige Städtepartnerschaft, die nicht nur Kulturprojekte unterstützt, sondern auch die Sicherheit und Lebensqualität in den Städten hilft zu verbessern. Es bindet dabei Gruppen und Akteure in die Städtepartnerschaft ein, die bisher weniger aktiv waren.

Das Projekt ist als gemeinsamer Lernprozess angelegt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und neu erlernten Techniken werden in die Arbeit des jeweiligen Rettungswesens vor Ort einfließen, die aus dem städtischen Budget oder über andere Finanzierungen realisiert werden. Die erarbeiteten Ausbildungsunterlagen dienen als Grundlage für die kontinuierliche Fortbildung und kann in späteren Projekten genutzt werden.

Für einen nachhaltigen Nutzen des Projektes ist es notwendig, dass gerade die Bedingungen in Addis Abeba mit in die Projektumsetzung einfließen. Die Ausbildung von Multiplikatoren sowie deren Ausrüstung mit benötigten, einfachen und mobilen Geräten befähigt die Feuerwehr Addis Abeba die Projektinhalte zu verbreiten und dort umzusetzen, wo sie angewandt werden. Dazu ist es auch notwendig, die Multiplikatoren in Addis Abeba bei ihren ersten Fortbildungen mit Rat und Tat zu unterstützen. Für die Höhenrettung stellt das Projekt eine erste Bereitstellung der Rettung aus großen Höhen dar, welche mit Unterstützung des vorhandenen Höhenrettungsausbilders in Addis Abeba weiterentwickelt werden kann.

Im Laufe des Projektes sollen mit der Erfahrung der vorherigen Ausbildungsschritte, Trainingsorte in Addis Abeba definiert und entsprechend eingerichtet werden. Ein Besuch in Addis Abeba zur Einschätzung der möglichen Unterstützung zeigte den desolaten Zustand der Atemschutztechnik auf den Feuerwachen, das Fehlen jeglicher Prüftechnik zur Gewährleistung der Funktion der Atemschutztechnik, keine Möglichkeit zur Befreiung von Personen unter der bereits in Betrieb befindlichen Straßenbahn. Es müssen in vielen Bereichen also erst noch Grundlagen gelegt werden, um vor Ort adäquate Bedingungen zu schaffen.

 

8. Folgen bei Nichtbeschluss

 

Das Projekt kann nicht durchgeführt werden: Rückabwicklung des Projekts mit erheblichem personellem Aufwand. Nachteilig für die städtepartnerschaftlichen Beziehungen und die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Engagement Global gGmbh.

 

Anlagen:

 

Projektfinanzierung